Liebe geht über den Tod

GeschichteRomanze / P16
Baron Haru Yoshioka Muta Toto
03.10.2011
02.09.2012
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03.10.2011 439
 
Mutas Sicht

Heute ist ein trüber und regnerischer Novembertag. Ich stehe gerade an dem Fenster, wo der Barons normalerweise steht und schaue dem sanften Nieseln zu.

Es ist schon so lange her, seitdem ich sie zum letzten Mal gesehen habe. Meine kleine Aki...
Wie sehr ich sie doch geliebt habe, alles hätte ich damals für sie getan. Dieser schmerzliche Tag und ich frage mich warum sie? Warum nicht ich?
Wir waren doch so glücklich mit unseren Kindern. Wäre da nicht das Auto gewesen...hätte ich doch an diesem Tag etwas zu essen geholt.
Dann wäre sie noch am Leben. Bald, sehr bald sogar, sind es dann 6 Jahre her. Eine Ewigkeit ohne sie.
Aki, ich vermisse dich. Mein Sonnenschein, mein Herbstkind, oh Aki wie konnte ich nur?
Ich hätte dich nicht alleine gehen lassen sollen.
Nicht an diesem Tag. Ich bin schuld Aki, dass unsere Kinder ohne Mutter aufwachsen mussten.
Schwer verletzt fand ich dich an diesem Tag, in diesem Straßengraben. Dein Körper gebrochen und zerschmettert.
Damals hast du kaum mehr geatmet, doch ich wollte es nicht wahr haben. Ich war blind vor Sorge und habe dich hier her zum Baron gebracht. Ich wusste nicht weiter, ich war aufgelöst doch der Baron konnte nichts mehr für dich tun.
Am Ende bist du schließlich in meinen Armen gestorben.
Zumindest warst du nicht alleine, meine kleine Aki... Ich habe so lange geweint, dich so lange in meinen Armen gehabt. Ich konnte einfach nicht loslassen.
Nicht dich, meine erste große Liebe. Ich war doch derjenige der dich halb verhungert fand. Da warst du so klein, so zerbrechlich.
Ich habe dich mit Essen versorgt und dich wieder aufgepäppelt.
Wir wurden Freunde und später wo wir alt genug waren, haben wir uns ineinander verliebt. Wir haben geheiratet und Kinder bekommen. Drei gesunde Kinder die mittlerweile selbst Eltern sind.
Aki diese Zeit im November, macht mich immer so traurig.
So unendlich traurig und das vermissen wird immer schlimmer...

Ich merkte gar nicht, dass der Baron ins Zimmer kam. Ich hörte plötzlich eine Stimme die mich aus den Gedanken holte:
„Hallo Muta, mal wieder in Gedanken versunken? Hmm?"
„Kennst mich ja Baron, um diese Zeit ist es schlimm mit mir." sagte ich gequält
„Glaub ich dir Muta, sie war etwas ganz Besonderes."
Baron drückte mir die Schulter und ging Richtung Teeschrank.
„Möchtest du auch eine Tasse Tee Muta?" fragte mich Baron
„Gerne. Sag mal Baron, hast du wieder einen neuen Fall oder wieso ist deine Tasche gepackt?"
„Hmm? Ach die Tasche. Ja ich wollte es später ansprechen, wenn Haru und Toto anwesend sind. Wir haben einen neuen Fall zu lösen.