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120er-Projekt: Smallville

KurzgeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
28.09.2011
22.09.2013
121
52.513
6
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28.09.2011 908
 
„Mein Sohn, ich habe dir etwas wichtiges mitzuteilen“, meinte Lionel Luthor mit gewichtiger Stimme und ernsten Blick zu Lex.

Welcher seine Ohren sofort spitze und gespannt darauf wartete, was sein Vater ihm sagen wollte. Was das wohl sein könnte? Eine weitere Null hinter dem Luthor-Vermögen? Ein neues Hobby von seinem Vater? Oder wollte sein Vater endlich seinem grössten Traum nachgehen und versuchen, ohne Flügel oder Fallschirm von einem Dach zu springen und dabei zu schauen, dass er auch lebend den Boden erreichte? Diese Gedanken und noch einige mehr schossen durch Lex Kopf, während er darauf wartete, dass sein Vater weiter sprechen würde.

Lionel unterdessen versuchte mit aller Kraft, nicht derart nervös-freudig herum zu hüpfen, wie er sich eigentlich fühlte. Denn wo käme man denn da hin, wenn ein Vater sich so dermassen blödsinnig vor seinem einzigen Sohn benehmen würde? Nein, nein, da riss er sich lieber zusammen und spielte ganz den coolen Geschäftsmann, der er eigentlich auch war.

„Also Vater, was willst du mir sagen?“, meldete sich da Lex zu Wort. Denn sein Vater sprach bisher noch nicht weiter.

„Ähm… wie? Ach so… ja… also mein Sohn, wie du weisst, befinde ich mich ja im Herbst meines Lebens“, versuchte Lionel seine Gedanken zu ordnen.

„Wie bitte?“, kam es verblüfft zurück.

„Ich befinde mich im Herbst meines Lebens, habe ich gesagt“, kam es leicht genervt zurück. Denn Lionel mochte es nicht, wenn man ihn an sein Alter erinnerte oder er darüber sprechen musste. Aber jetzt gerade, ging es eben nicht anders. „Und mit Herbst des Lebens meine ich meine besten Jahre. Nur damit das klar ist! Verstanden?“

„Ähm… ja… natürlich“, stotterte Lex. Uiuiui, da war aber jemand wieder mal sauer, weil er noch nicht den Jungbrunnen entdeckt hatte.

„Also noch einmal… ich befinde mich in meinen besten Jahren und da du zu einem… vernünftigen jungen Mann heran gewachsen bin…“, Lionel fragte sich gerade selbst, ob er das ernst meinte, was er da zu seinem Sohn sagte. Aber nun gut, zurück konnte er jetzt auch nicht mehr. „…dachte ich mir, dass es jetzt der perfekte Zeitpunkt wäre für mich, etwas neues anzufangen.“

„Etwas neues? Ähm… was genau meinst du damit?“, fragte Lex.

„Nun, Lex… man könnte sagen… also du bekommst eine neue Mutter… irgendwie.“ Nach diesen Worten seines Vaters, fiel das Kinn von Lex regelrecht auf den Boden. So überrascht war er. Ja, sein Gesichtsausdruck hätte jeder Cartoonfigur Ehre gemacht. Aber leider war das nichts, was Lionel an seinem Sohn sehen wollte. Weshalb er ihn dann auch entschieden anherrschte. „Lex, verdammt noch einmal, mach deinen Mund wieder zu. So etwas schickt sich nicht für einen Luthor.“

Ein, zwei… drei Sekunden machte Lex keine Bewegung. Ja es schien sogar, als würde er nicht einmal atmen. Dann aber riss er sich zusammen und sein Mund klappte zu. Nur um sich dann wieder zu öffnen, wenn auch nicht derart weit. Denn jetzt hatte Lex viele Fragen. Welche er alle an seinen Vater richten wollte. Jetzt. Sofort. Dringend.

„Vater… eine neue Mutter? Aber wen denn? Du hast doch keine feste Freundin. Oder etwa doch? Und wenn ja, kenne ich die Frau? Überhaupt… wann wollt ihr heiraten? Hat sie eigene Kinder? Wie alt ist sie? Woher kommt sie? Und weshalb…“

„Lex! Stopp! Nicht so viele Fragen auf einmal“, versuchte Lionel seinen Sohn zu beruhigen. Also wirklich, dafür, dass der schon fast dreissig Jahre alt war, war er reichlich schnell aus der Fassung zu bringen. Irgendwie amüsant. Aber leider auch irgendwie lästig. Ihm hätten ein Nicken und ein paar belanglose Glückwünsche fast besser gefallen, als diese Neugier.

„Nicht so viele Fragen auf einmal?!“, kam es in diesem Augenblick auch von Lex zurück. „Du eröffnest mir, dass du heiraten willst und ich soll keine Fragen… halt! Was meintest du mit ich würde irgendwie eine neue Mutter bekommen?“

Oje. Lionel stöhnte innerlich. Denn sein Sohn war dann doch schlauer, als er gehofft hatte. Er hatte also gemerkt, dass es da noch was anderes gab, als die überraschende Nachricht, dass er heiraten wollte. „Also… nun ja… da gibt es ein kleines Detail, dass ich noch nicht erwähnt habe“, versuchte Lionel sich in einer Erklärung.

„Okay… und welches Detail wäre das?“

„Tja... ichheiratekeineFrausonderneinenMannunddukennstihndaesdeinbesterFreundClarkKentist“, ratterte Lionel dann die Erklärung ohne Punkt und Komma herunter. Einfach nur schnell hinter sich bringen, war dabei sein Gedanke.

„…“

„Lex?“

„…“

„Bitte sag was.“

„…“

„Lex, langsam wird es blöd.“

„…Clark?“

„Ja.“

„Aber er ist ein Mann?“

„Ja, deshalb habe ich auch gesagt, dass du irgendwie eine neue Mutter bekommst.“

„Du meinst das wirklich ernst, oder?“

„Ja, natürlich, über so etwas würde ich keine Scherze machen.“

„Du und Clark… ihr heiratet?“

„Genau. Er hat meinen Antrag bereits angenommen.“

„Aber er ist so viel jünger als du!“

„Ja und? Ich kann noch Jahre leben und für etwaige Probleme gibt es ja inzwischen Viagra. Also nicht, dass ich die jetzt schon brauche. Aber so in zwanzig Jahren…“

„Oh bitte! Dad, keine Details. Ich bitte dich!“, stöhnte Lex auf.

Clark und sein Vater. Er konnte es nicht fassen. Aber so grenzdebil wie sein Vater grinste, wenn er den Namen Clark nur in den Mund nahm, musste es wohl doch stimmen. Und ja, es würde auch das seltsame Verhalten von Clark in den letzten Wochen und Monaten erklären. Na das konnte ja heiter werden. Ob Martha und Jonathan schon wussten, wer ihr Schwiegersohn werden würde? Mit diesen doch recht fiesen Gedanken, arrangierte sich Lex mit der Eröffnung, dass sein bester Freund nun bald seine neue Mutti werden würde.


ENDE
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