Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

120er-Projekt: Smallville

KurzgeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
28.09.2011
22.09.2013
121
52.513
6
Alle Kapitel
624 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
28.09.2011 684
 
Oliver Queen wusste, dass er sich kindisch benahm… aber er konnte einfach nicht anders! Denn nur weil er Clark gesagt hatte, dass dieser sich bei ihm wie zu Hause fühlen könne, hiess das noch lange nicht, dass der junge Kryptonier seinen Schokoladenkuchen aufessen durfte. Den Guten. Von der wirklich angesagten Konditorei, bei der man vor dem Geschäft anstehen musste, damit man überhaupt etwas bekam.

Und als ob das nicht ausreichen würde, um den Tag eines Milliardärs vermiesen zu können, wusste Clark nicht einmal, was er da gemacht hatte. Denn dessen einzige lapidare Antwort auf die Frage, was um Himmels Willen er sich dabei gedachte hatte, war, dass seine Mutter den besseren Schokoladenkuchen backen könne.

Tja, und nun sass Oliver hier im Wohnzimmer auf seinem Sofa und schmollte. Während Clark angelehnt im Türrahmen stand und mit vor der Brust verschränkten Armen, nur noch den Kopf schüttelte.

„Bitte Oliver, sei kein Kindskopf und sprich endlich wieder mit mir“, versuchte Clark noch einmal, den Frieden zwischen ihnen herzustellen. Aber ausser einem wütenden Schnauben, bekam Clark keine Antwort. „Du hättest mir eben sagen müssen, dass dieses Kuchenstück nur für dich bestimmt war“, gab Clark aber nicht so schnell auf. „Dann hätte ich es stehen lassen.“

„Ach, dann war das also meine Schuld“, machte sich Oliver nun doch bemerkbar.

„Wenn du mich so fragst… ja“, meinte Clark leise lachend.

„Das ist einfach eine Frechheit! Weisst du eigentlich, wie lange ich angestanden bin, damit ich diesen Kuchen bekomme?“

„Nein, keine Ahnung.“

„Sehr lange! Das kannst du mir ruhig glauben.“

„Was bedeutet für dich sehr lange? Etwa zehn Minuten? Denn meiner Erfahrung nach haben junge Milliardäre ein etwas anderes Zeitgefühl, als die Normalsterbliche auf der Erde.“

„Nein, ich meine damit fast eine Stunde!“, kam es empört zurück.

„Was?! Eine ganze Stunde?“, fragte Clark entsetzt. Denn diesem kam das nun wirklich viel zu übertrieben vor.

„Ja“, kam es eingeschnappt zurück. „Und wenn dir das nicht passt, kann ich auch nichts dafür.“

„Schon gut“, sagte Clark daraufhin beruhigend. Während er beide Hände von sich gestreckt hielt, um so Oliver zu zeigen, dass dieser sich nicht weiter aufregen sollte. „Ich habe gar kein Problem damit, wenn du für deinen Lieblingskuchen so lange anstehen willst. Auch wenn ich es reichlich übertrieben finde… aber das hat mit unserem kleinen Streit ja nichts zu tun“, beeilte sich Clark noch zu sagen, nachdem er Oliver prüfend angesehen hatte und dabei merkte, dass dieser schon wieder kurz vor einer Explosion stand. „Also, wie kann ich es wieder gut machen, dass ich deinen Kuchen gegessen habe?“

„Du willst es wieder gut machen?“, fragte Oliver überrascht.

„Klar. Das macht man so unter Freunde, wenn man Scheisse gebaut hat. Also?“

„Ähm… lass mich mal überlegen…“, meinte Oliver und legte dabei seine Hände so zusammen, das Handfläche auf Handfläche vor seinen Mund zusammen kamen. Dabei sah er Clark prüfend an. Was diesen langsam nervös machte. Denn Oliver erschien so, als würde er sich gerade etwas ganz fieses ausdenken.

„Du kannst es mir ja auch später mitteilen, wenn du willst“, versuchte Clark sich deshalb aus dieser unangenehmen Situation zu befreien. Nur um dann zusammen zu zucken, als Oliver plötzlich in seine Hände klatschte und vom Sofa aufsprang.

„Ich weiss, was du machen kannst!“, rief Oliver dabei ganz aufgeregt.

„Aha…“, kam es mit hochgezogener Augenbrauen von Clark. „Und das wäre was?“

„Du besorgst mir einen Schokoladenkuchen von deiner Mutter.“

„Wie bitte?!“

„Na du hast doch behauptet, dass der besser wäre als den, welchen ich gekauft habe. Und den du trotzdem gegessen hast, nebenbei bemerkt. Also… ich will den Vergleich. Ansonsten muss ich annehmen, dass du ein verfressener Schokoladenkuchendieb bist.“ Nach diesen Worten sah Oliver Clark auffordernd an.

„Weisst du was, Oliver… schmollend hast du mir besser gefallen.“ Aber Clark wusste bei diesen Worten bereits, dass er nur so aus dieser Geschichte heraus kommen würde. Denn er wollte nicht als verfressener Schokoladenkuchendieb hingestellt werden. Wer weiss, wie lange Oliver ihn damit aufziehen würde.

Blöd dabei nur, dass seine Mutter sich gerade in den Ferien befand. In Neuseeland. Für die nächsten drei Wochen. Das würde also eine lange Wartezeit werden. Für ihn, wie auch für Oliver.


ENDE
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast