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Alone in the Fire

von Lavi-Baka
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Hotsuma Renjou Shusei Usui Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
27.09.2011
27.09.2011
3
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27.09.2011 1.231
 
How to - Wie teilt man sich einen Schirm?
Es war ein Tag wie jeder andere...oder auch nicht. Es regnete. Eine der wohl romantischsten Situationen überhaupt. Wie passend das auch immer ist~ Aber weil ich hier nicht in den Sturm und Drang abrutschen will (schlagt mich, wenn das passiert), kommen wir wieder zurück zum eigentlich Thema.

15 Uhr 23, Schulgebäude, zweiter Stock, Raum 203.

Gäääähnende Langeweile, Politikunterricht. Ein paar Hände erheben sich, senken sich wieder. Die Uhr tickt. 15 Uhr 25. Ein tiefer Seufzer entglitt Hotsuma, der seinen Kopf auf seinen Arm stemmte und konzentriert dem Minutenzeiger der Uhr folgte. Sein Blick wich der Uhr und schweifte zum Fenster hinüber. Ein weiterer Seufzer. 'Regen...' Manchmal wünschte er sich, er wäre Yuki. Dieser würde garantiert von Luca abgeholt werden, der elegant aus seinem Sportwagen stieg, sexy seine Sonnenbrille abziehen würde, ihm die Tür öfnnen würde, um ihn dann auf schnellstem Wege ins Trockene zu bringen. Moment... 'Sexy?!' Hotsuma schüttelte heftig den Kopf, um den Gedanken zu verwerfen. Jetzt hatte er noch mehr dieser abscheulichen Gedanken im Kopf. Hotsuma hielt sich den Kopf und wimmerte leise.

"Hör auf zu heulen, der Unterricht ist doch längst vorbei.", erwiderte eine kalte Stimme neben ihm. Wie vom Blitz getroffen richtete er sich auf, wischte sich den Sabber vom Mund (wie peinlich...) und sah auf die Uhr. Er hatte geschlafen. Im Unterricht. Das würde Konsequenzen haben. Eine wütende Aura neben ihm fühlte sich an wie brodelndes Feuer. "Ehm...", stotterte er nervös, "Es...ist nicht so wie es aussieht." Welch lahme Ausrede, aber wenn man müde ist, kann man eben nicht denken... Anyway, die lodernde Aura nahm an Hitze zu, packte ihn am Kragen und zog ihn auf Gesichtshöhe hoch. "Ich habe ja nichts dagegen, dass du müde bist, aber musst du ständig im Unterricht deinen Schlaf aufholen?! Ich bin schließlich jedes Mal der jenige, der dir wieder alles beibringen muss. ICH bin der, der den Ärger ausbaden darf. Du bist wie ein kleines Kind, bei dem es nicht reicht, rund um die Uhr auf es aufzupassen. Wie alt bist du?! Sechs?! Schlaf noch einmal im Unterricht ein und ich werde dir zeigen, dass ich auch anders kann." Shusei ließ ihn wieder auf seinen Stuhl zurück fallen. "Shusei... W-Warte!", Hotsuma stand auf, griff nach Shuseis Arm und hielt ihn fest. Doch diese Berührung war es, die alle Erinnerungen wieder in seinen Kopf zurückriefen. "Was willst du denn noch?", Shusei blickte ihm unbekümmert in die Augen. DIREKT in die Augen. Hotsuma schluckte schwer. Er hatte vergessen, was er eigentlich sagen wollte. Alles in seinem Kopf waren Shuseis Stöhnen, seine heisere Stimme und sein schwerer Atem. 'Das war nur ein Traum...nur...ein Traum.' Diese Motivation schlug natürlich fehl. Shuseis durchdringender Blick durchbohrte Hotsuma, doch er erwiderte nichts. Nachdem mehrere Minuten vergangen waren, in denen eigentlich nichts passiert worden war, seufzte der Ältere. "Wenn du mir noch etwas sagen willst, mach es so langsam mal, ich will heim, bevor es noch mehr regnet." Kalte Worte, doch er hatte recht. Wer anwesend war, mag das vielleicht gehört haben...nur Hotsuma nicht. "Hotsuma." Keine Antwort. "Hotsuma..." 'Diese Stimme, dieses Stöhnen...' "HEY!" Shusei schnippste den in Gedanken verlorenen Hotsuma gegen die Stirn. "Jetzt lass mich endlich los oder komm mit." Der Geschnippste hielt sich die Stirn. "Ich...war in Gedanken." Er schluckte. "Ich komme mit." Eigentlich wollte er ihn ja meiden, aber wer könnte schon Shusei aus dem Weg gehen?! Ganz besonders Hotsuma nicht, der ja eine innige Verbindung mit ihm hatte. Eine Verbindung, die bei manchen Fangirls starke Glückshormone ausstößt. Nachdem das also geklärt war, gingen die zwei den Gang entlang, die Treppen hinunter und betraten den Schuhraum. Sie wechselten die Schuhe und stellten sich unter den bedachten Eingang. "Es regnet.", bemerkte Hotsuma. "Schön, dass du das endlich bemerkst." Shusei drehte sich um, griff in seine Tasche und öffnete seinen mit Punkten gesprenkelten Schirm. "Ich gehe." Kalte Miene, kalter Kern. Wie gemein kann man eigentlich sein. Der Regen hatte jedenfalls (wer hätte es gedacht) einiges an Dichte und Stärke gewonnen. Der Weg war weit und Hotsuma fühlte sich betrogen. "Du hast DIR einen Schirm eingepackt und MIR keinen?", brummelte er Shusei hinterher. Dieser drehte sich nur zu ihm um und blieb an Ort und Stelle stehen. "Selbst Schuld. Bin ich deine Mutter oder warum muss ICH daran denken, dass DU einen Schirm dabei hast?" "Heute morgen sah es noch gut aus..." Shusei schüttelte den Kopf. "Hättest du gestern mal den Wetterbericht gesehen, anstatt dich im Bad zu vergnügen, hättest du es besser gewusst. Aber selbst dann hättest du wahrscheinlich keinen Schirm eingepackt." Damit drehte sich Shusei wieder um und drückte den Knopf an der Ampel. Noch kurz bevor es grün wurde, huschte etwas nasses neben ihn. "Nimm mich wenigstens unter deinen Schirm!", schnaubte Hostuma, der so schnell wie möglich hinter ihm her war, um nicht noch nasser zu werden. Das ist natürlich komplett falsch, weil man gegen den ganzen Regen läuft. Macht also keinen Unterschied, ob man nun rennt oder nicht, aber darauf wäre Hotsu-chan bestimmt nicht so schnell gekommen. Kam vielleicht mal im Unterricht dran, aber vielleicht hat er das verschlafen.

"Du bist nass, der Schirm zu klein. Geh weg, sonst bin ich auch gleich nass. Wir passen hier nicht zu zweit drunter." Shusei schubbste ihn leicht zur Seite und ging über die nun grün gewordene Ampel. Hotsuma rannte ihm nach und quentschte sich wieder zu Shusei unter den Schirm. "Ach komm schon...", bettelte er ihn an. Dieser seufzte nur und zog den Nassen unter den Schirm. "So", Shusei drückte ihm den Schirm in die Hand, "Du bist der Größere, du trägst den Schirm und halte ihn gerade!" Während der überforderte Hotsuma versuchte, Shuseis Anforderungen zu erfüllen, hakte sich Shusei beim Größeren ein, um auch unter dem kleinen Schirm zu passen. Hotsuma bemerkte dies mit Entsetzen. "W-Was...machst du da?!", fragte er geschockt. "Wenn wir beide unter diesen Schirm passen wollen, müssen wir eben quetschen, selbst Schuld.", erklärte er trocken und zerrte den Verwirrten nach vorn. "Komm jetzt endlich."


Regentropfen prasselten auf den Schirm und liefen wie kleine Bäche am Rande wieder zum Boden. Es war still. Shusei, total darauf konzentriet, nicht nass zu werden und Hotsuma, einfach total überfordert. Diese Nähe war schon viiieeel zu nah. Seltsame Gedanken flogen ihm im Kopf herum, ließen ihn hin und wieder stolpern und Shusei gemeine Kommentare über die Lippen kommen lassen.

Endlich trocken angekommen, zog sich Hotsuma verbittert auf sein Zimmer zurück.


Liebes Tagebuch,

der heutige Tag war echt seltsam und zugleich irgendwie komisch.

Ist das nicht das selbe??

Naja, da Hotsuma sowieso nie ein Tagebuch führen würde... Vergesst das einfach.

Was Hostuma angeht, der hat sich bis zum Abendessen in seinem Zimmer verkrochen, ging gelegentlich mal auf die Toilette (warum machen die das eigentlich nie im Manga? Was haben die denn bitte schön für Monsterblasen?!) und holte sich hier und dort etwas zu Essen. Und noch bevor Shusei gegen Mitternacht ins Zimmer kam, hatte er sich zu Schlaf gezwungen. Jetzt war wieder Zeit zum Träumen~
 
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