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Über den Anfang und Alltag von Team Minato

von Scarvy
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Hiruzen Sarutobi Kakashi Hatake Maito Gai Minato Namikaze Obito Uchiha Rin Nohara
26.09.2011
27.11.2011
13
33.361
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26.09.2011 2.289
 
Kapitel 3: Der Test


[„Aber Sensei Minato, das sind doch nur drei Glöckchen und wir sind vier Leute“, warf Rin verunsichert in den Raum. Der Sensei würde doch nicht einen durchfallen lassen und zur Akademie zurück schicken?

Minato jedoch antworte nur mit einem Schulterzucken und grinste: „Ich denke diese Tatsache könnt ihr euch selbst erklären“, er sprang mit einem kraftvollen Sprung nach hinten um Abstand zwischen sich und die Schüler zu bekommen. „Und nun lasst uns beginnen….“]



...


Das ließ Kakashi sich nicht zweimal sagen und hechtete Richtung Wald.
Erst Mal würde er in Deckung gehen um einen kühlen Kopf zu bewahren, damit er sich dann einen Angriffsplan überlegen konnte. Er hoffte, dass Minato ihn nicht beobachtet oder gar verfolgt. Immerhin war er bereits ein Chunin und vielleicht würde er ihn deswegen zuerst unfähig machen.
Nachdem er auf einen hohen Ast eines Baumes geklettert ist und sicher war, dass das Blätterdach ihn gut tarnte, schaute er zur Mitte des Trainingsplatzes, wo er eben noch mit den anderen gestanden hat. Sofort bestätigte sich, dass seine Sorge unberechtigt war, weil ihr Sensei eh abgelenkt wird.

Niemand anderes als Obito Uchiha hatte ihren Sensei offen angegriffen, er schlug immer wieder in die Richtung von  Minato. Dieser wich den Schlägen ohne Mühe aus und als eine Faust ihm zu nah kam, fing er diese mit seiner eigenen ab. Dabei  packte er den Jungen am Arm und schleuderte ihn von sich weg. Obito landete unsanft auf seinen Hintern und blieb einen Moment regungslos auf dem Rücken liegen, er atmete bereits schwer und hatte wohl zu viel Kraft in seine Schläge gesetzt.
Was für eine Chakra-Kontrolle…Kakashi konnte über so ein undurchdachtes Verhalten nur den Kopf schütteln, was hatte sich dieser Obito dabei gedacht? Als würde sich ein Jonin wie Minato Namikaze, Konoha´s Yellow Flash, von so einem schwachen und offensichtlichen Angriff besiegen lassen.
Es war doch klar, dass man so jemanden nicht einfach besiegen kann, sondern, dass man höchstens mit einem Überraschungsmoment trumpfen kann.

Der silberhaarige Jonin beobachtete, wie ihr Sensei einige Schritte auf Obito zu ging als dieser sich am Boden nicht regte. Minatos Mund bewegte sich, er sprach ihn wohl an.
Dieser gab aber kein Lebenszeichen von sich, sodass dieser immer näher trat. Als Minato ihn fast erreicht hatte, schlug Obito die Augen auf und formte blitzschnell Fingerzeichen; Ein Jutsu.
Selbst überrascht von diesem Angriff, schaute Kakashi gespannt zu, das hätte diesem Trottel gar nicht zugetraut. Vielleicht hatte er doch zu früh über ihn geurteilt.
Er erkannte, das Jutsu, es war eine Spezialität des Uchiha-Clans; ´Das Jutsu der mächtigen Feuerkugel´.
Schon im nächsten Moment holte Obito tief Luft und der silberhaarige Beobachter hielt den Atem, Minato war zu nah um ausweichen zu können.
Rote Flammen sprühten beim Ausatmen aus Obitos Mund, doch schon nach einem halben Meter erstarben diese und formten noch nicht einmal einen Feuerball. Stattdessen verschluckte Obito sich am eigenen Rauch und hustete lautstark, das Feuer erlosch augenblicklich.
Minato, der einen kurzen Moment versteinert vor Erstaunen war, wollte gerade in Deckung springen, hielt aber im letzten Augenblick inne, als er schmunzelnd vor sich das Szenario des hustenden Obito wahrnahm.

...


Kakashi schlug beide Hände vors Gesicht, das konnte er sich wirklich nicht mehr antun. So etwas war ihm noch nie untergekommen, das tat ja schon beim Hinsehen weh. Dieser Uchiha-Junge war einfach…ach, er hatte keine Worte dafür.
Er zu seinem Teil würde sich erstmal eine schöne Stelle für einen Hinterhalt suchen. Seine Idee war es sich so zu positionieren, dass wenn jemand anderes, außer Obito, mit dem Sensei kämpfte, er selbst in das Kampfgeschehen eingreifen könnte.

Der silberhaarige Junge lief weiter am Waldrand entlang, bis er das Geräusch aufeinander schlagender Kunais hörte. Kakashi grinste leicht unter seiner Maske, als er zwischen den Bäumen Rin mit ihrem Sensei kämpfen sah. Gleich würde es soweit sein, er formte Fingerzeichen und fing an zu rennen. Durch die Fingerzeichen manifestierte sich Raiton-Chakra in seiner rechten Hand. Um es zu verstärken, umfasste er seinen rechten Oberarm um mit Hilfe seiner linken Hand das Chakra in seiner rechten besser bündeln zu können.
Durch das Laufen rotierte das Chakra noch stärker, es formte sich langsam eine kleine Blitzkugel. Wenn man genau lauschte, hörte man bereits ein leises Zwitschern.

Noch knapp zweihundert Meter dann hatte er die Kämpfenden erreicht, Minato Namikaze hatte ihm den Rücken zugedreht. Perfekt!
Kakashi verstärkte sein Tempo noch mehr, diese Attacke musste einfach treffen. In seiner Konzentration merkte er nicht, wie der Boden unter seinen Füßen immer trockener wurde und nachgab. Mittlerweile hinterließ er schwere Fußabdrücke, die sich tief in die Erde gruben. Nur am Rande nahm er war, dass der Weg vor ihm, übersät mit Ästen war. Geschickt sprang er über diese und machte sich innerlich auf den Kampf bereit.

Nur noch hundert Meter trennten ihn von seinem Ziel, als er plötzlich merkte wie ihm buchstäblich die Füße unter seinem Körper weggezogen  wurden, sodass er mit einem Affenzahn zu Boden stürzte. Panik spiegelte sich in seinen Augen. Sofort brach er sein Jutsu ab. Doch das Jutsu konnte man nicht einfach auflösen, das Raiton- Chakra ließ sich nur nach und nach neutralisieren. Wenn er mit dem Chidori in seiner Hand zu Boden fiel, wird die Explosion aus so direkter Nähe gefährlich für ihn sein.
Dank seiner guten Reaktion konnte er den Sturz über die linke Schulter abfangen und sich mit nach hinten gestreckten  Chidori- Arm abrollen, sodass es nicht mit dem Untergrund kollidierte. Doch durch sein enormes Tempo rollte er sich nicht nur einfach ab, sondern überschlug sich regelrecht. Den nächsten Aufprall würde er nicht abfangen können, das alles ging viel zu schnell. Kakashi schloss die Augen und machte sich aufs Schlimmste gefasst.

Doch die erwartete Explosion blieb aus, stattdessen spürte er etwas Schweres seitlich gegen sich prallen und seinen  rechten Arm umfassen. Überrascht riss er die Augen auf und sah Kohiru.
Jener war in letzter Sekunde seitlich  in ihn rein gerannt und hat ihn zur Seite gestoßen. Durch den Zusammenprall wurden die beiden zur rechten Seite geschleudert und kurz bevor seine rechte Schulter heftig auf den Boden aufschlug, spürte er wie Kohiru seine Chidori- Hand gegen den nächsten besten Baumstamm dirigierte und dieser zerberstet. Augenblicklich durch die Explosion des fremden Chakra erfasst, wurde Kohiru nochmals weggeschleudert und schlidderte mit enormer Wucht über den Waldboden.

Schmerz durchflutet Kakashis Schultern, erst seine linke Schulter und nun seine rechte haben den ganzen Sturz abgefangen. Sein Shirt war an seiner rechten Schulter völlig zerfetzt. Dem Brennen nach zu urteilen, wird die Haut darunter auch nicht besser aussehen. Es brannte wie die Hölle. Der silberhaarige Jonin rappelte sich mühsam auf und untersuchte den Grad seiner Verletzung:
Sein Gesicht war unbeschadet dadurch, dass er seinen linken Arm noch schützend davor gezogen hatte. Dafür war dieser Arm ebenso blutig  zerschrammt. Bis auf leichte Schmerzen im linken Arm und Schulter, schien der in seiner rechten die schwerste Verletzung zu sein.
Da kam er wohl mit einer fiesen Prellung davon, er hat wirklich Glück gehabt.
Aber wie konnte das Ganze bitte passieren?! Er war wirklich verwirrt, denn das was in Bruchteil weniger Sekunden passiert ist, konnte er kaum fassen:
Der Sturz- er rollt sich über die Schulter ab- er überschlägt sich- etwas prallt voller Wucht in ihn rein, bevor er auf den Boden aufschlägt- das etwas schleudert ihn zur Seite und bringt sein Chidori an einem Baum zur Explosion.

Kakashi schloss die Augen und atmete dabei ruhig ein und aus. Zunächst musste er sich selbst beruhigen, denn das Adrenalin pulsierte nur so in seinem Körper, sein Herz schlug wie wild. Als er sich vergewissert hatte, dass sein Körper sich etwas beruhigt hatte, schaute er sich prüfend um. Sein Sensei und Rin waren nicht mehr zu sehen, weil er völlig von seinem Weg abgekommen war. Er ging einige Schritte in die Richtung, wo der Sturz sich seiner Meinung nach ereignet hatte, er wollte unbedingt dessen Ursache herausfinden. Auf dem Weg dorthin nahm er ein leises Stöhnen wahr und ging so schnell es sein derzeitiger Zustand erlaubte in diese Richtung. Einige Meter entfernt sah er Kohiru liegen, der Boden war aufgewühlt an der Stelle, wo er längst geschliddert war. Eine schmale Blutspur zog sich über den Boden.
Der hellbraunhaarige Junge rappelte sich gerade auf die Knie und stand mühsam auf. Sein Shirt an der rechten Schulter war wie das seine völlig zerfetzt und blutig. Während sich Kohiru zu ihm umdrehte sah er wie Blutstropfen langsam zu Boden fielen und als er sein Gesicht sah, sah er den Grund dafür. Seine rechte Gesichthälfte überzogen blutige Kratzer und über dem rechten Auge hatte er eine Platzwunde. Sein Gegenüber hatte es nicht geschafft bei seinem Sturz den Arm schützend vors Gesicht zu ziehen. Seine linke Gesichthälfte schien unbeschadet, auch wenn Kakashi es wegen der Haare, die ihm sogar nach dem Sturz noch ins Gesicht fielen, nicht genau beurteilen konnte. Anscheinend hat sein Teamkollege den kompletten Sturz mit seiner rechten Seite abgefangen.

Kohiru humpelte auf Kakashi zu, sein rechtes Bein hatte er sich beim Sturz vertaucht.
Dann geschah etwas, womit er überhaupt nicht gerechnet hatte. Er wollte sich gerade nach dessen Wohlbefinden erkunden, als der Blick seines Gegenüber finster wurde und er ihn wütend anfuhr: „Kakashi, bist du eigentlich noch ganz bei Trost?! Wo hast du bitte deine Augen! Und was war das bitte für ein beklopptes Jutsu!? Wolltest du dich mit unserem Sensei zusammen in die Luft jagen, oder was!?“

Jetzt war Kakashi wirklich baff, erst einmal hatte er seinen Kollegen bisher noch nie so viel sprechen hören, dann noch mit so einer Lautstärke. Was ihn aber noch mehr verwunderte war dessen wütender Tonfall. Was hatte er denn getan? Er wollte sich nur ein Glöckchen zu schnappen. Verständnislos blickte er Kohiru an und antwortete nicht minder gereizt:
„Wieso fährst du mich so blöd an!? Ich war gerade dabei den Test zu bestehen, als ich plötzlich-“, Kakashis Stimme brach ab. Was war das eigentlich eben? Er ist nicht gestolpert.
Nein, verdammt! Er war ausgerutscht, nur worauf? Nachdenklich beendete er seinen Satz. „Ich bin auf irgendetwas ausgerutscht…Und was ich mit meinem Jutsu vorhatte ist wohl meine Angelegenheit!“

Kohiru lachte spöttisch und verzog augenblicklich sein Gesicht vor Schmerz, seine rechte Gesichtshälfte brannte höllisch. Seine Stimme klang nun nicht mehr so aufgebracht:  
„Glaub mir, was du mit deinem Jutsu anstellst, ist mir mehr als gleichgültig, solange-“, er zeigte Kakashi seine angesengte Hand und deutete auf seine verletzte Schulter und sein Gesicht, „ich bei dessen Explosion nicht in der Nähe bin. Wärst du achtsamer gewesen, hättest du gesehen, wieso du gestürzt bist. Der Boden unter dir war vereist.“

Diese Neuigkeit machte den sich gerade beruhigenden Jungen innerlich wütend, nur mit Mühe konnte er sich beherrschen und sprach mit angespannten Tonfall: „Wie bitte? Vereist? Du kannst doch nicht einfach mir nichts dir nichts den Waldboden vereisen, wenn da jemand lang läuft!“

Nun verdrehte Kohiru genervt die Augen und schüttelte den Kopf: „Man, das Eis war doch nicht für dich bestimmt! Hast du etwa nicht die ganzen Äste dort liegen sehen? Ich habe den Bereich extra abgesperrt, damit niemand in die Zone läuft. Rin und ich haben dort eine Falle vorbereitet, Uchiha ist auch eingeweiht und hält sich in ihrer Nähe auf.“

Verdutzt schaute Kakashi ihn an und wendete sogleich den Blick wieder ab, das Blut schoss ihm in seine Wangen. Er war wirklich beschämt, er hätte zu dem Zeitpunkt, wo er den komischen Untergrund registriert hat, sein Jutsu abbrechen müssen. Doch er war so auf das Laufen und sein Chakra konzentriert gewesen, das er die Anzeichen nicht richtig deutete. Zerknirscht fragte er leise: „Eine Falle also. Und wieso wussten alle darüber bescheid außer mir?“

Nun schaute Kohiru ihn mit seinen grünen Augen entschuldigend an, seine Stimme schien nun gar nicht mehr so fest und sicher als er antwortete, eher zerbrechlich: „Tut mir Leid, Kakashi. Das ist meine Schuld… Ich hätte dich sofort informieren müssen. Doch als der Test begann, bist du und Rin in völlig entgegen gesetzte Richtungen gerannt, sodass ich mich erstmal dazu entschied Rin zu folgen. Mir war sofort klar, dass ein einzelner mit purer Kampfkraft nichts ausrichten könnte. Deswegen entwickelte ich mit ihr einen Plan. Danach machte ich mich auf die Suche nach Uchiha und dir. Uchiha fand ich sehr schnell. Jemand hatte ihn  mit einem Seil an einen  Baumstamm  fest gebunden. Keine Ahnung, wie das passiert ist“, sagte Kohiru und ergänzte, „Ich hatte schnell mit ihm die Lage besprochen und er eilte zu Rin. Danach habe ich weiter nach dir gesucht, aber konnte dich nirgends finden. Deswegen beschloss ich fürs Erste zur Falle  zurückzukehren und dann sah ich vom weiten wie du geradewegs im Begriff warst in sie rein zu stürmen. Was dann geschah, weißt du ja selbst.“

Kakashi runzelte die Stirn: „Ist schon okay, du kannst nichts dafür, dass du mich nicht gefunden hast. Ich hatte mich gut versteckt und war zu unachtsam. Was mich aber noch interessiert, habe ich die Falle zerstört?“

„Nein, zum Glück nicht. Wärst du mit deiner Blitzkugel dort explodiert, wäre sie völlig nutzlos“, plötzlich hielt Kohiru inne, er hätte es fast vergessen. Aufgeregt sprach er auf seinen Teamkollegen ein: „Kakashi, du musst sofort zu Rin und Uchiha und meinen Part des Plans übernehmen. Ich schaffe es nicht mehr schnell genug dort hin. Du musst dir die Glöckchen holen, wenn er in der Falle ist!“

Kakashi nickte, das war er ihm schuldig. Immerhin hat Kohiru ihn vor schlimmeren Verletzungen bewahrt, er will sich gar nicht erst ausmalen, was passiert wäre. Aber andererseits wäre es ohne ihn gar nicht so weit gekommen…aber das war eine andere Sache. „In Ordnung, erklär mir schnell den Plan.“
Kohiru blickte sich verstohlen um, so als würde er damit rechnen von jemandem belauscht zu werden. Er beugte sich vor und flüsterte Kakashi den Plan ins Ohr, worauf dieser nach einem kurzen Augenblick loslief.
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