Strawberry Panic!: Season 2

von MeLion
GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Amane Ohtori Aoi Nagisa Hanazano Shizuma Hikari Konohana Tamao Suzumi Yaya Nanto
20.09.2011
12.01.2016
62
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„Tamao-chan?" Nagisa hatte gerade erst das Zimmer betreten und lehnte sich nun an die geschlossene Tür. Der Raum lag in vollkommener Dunkelheit vor Ihr, doch Sie konnte nichtsdestotrotz Tamaos Umrisse auf dem Bett ausfindig machen.
„Ja, Nagisa-chan?“ Ihre Stimme klang traurig und Nagisa ließ den Kopf sinken.
„Es tut m-...“ Doch Tamao unterbrach Sie.
„Bitte Nagisa...“Sie atmete hörbar aus. „Lass uns das alles irgendwie vergessen, ok? Gegen Shizuma-sama hatte ich nie eine Chance...“ Sie lachte kurz auf. „...was bleibt mir also übrig?“ Sie hatte den Kopf gehoben und blickte Nagisa nun unverwandt an, was aber durch die Dunkelheit nur schwer zu erkennen war.
„Tamao...“
„Können wir wieder Freunde sein? Einfach so? Denkst Du wir schaffen das...?“
Nagisa lächelte: „Da mache ich mir keine Sorgen, Du bist doch meine beste Freundin!“
„Wirklich?“ Die Gestalt auf dem Bett regte sich.
„Aber sicher doch!“ Und da fielen sich die beiden Mädchen in die Arme.

Shizuma hatte draußen an der Tür gelehnt und lächelte nun. Vorsichtig stieß sie sich von der Tür ab und verschwand leise in der Dunkelheit.


***


Vorsichtig blinzelte Nagisa. Sie musste wohl fürchterlich lange geschlafen haben, denn der Himmel war schon erschreckend hell...und Tamao kniete vor Ihr.
„Langsam solltest Du wirklich aufstehen.“ Sie grinste und schob Nagisa eine Strähne aus dem Gesicht. „Heute wird sicherlich ein interessanter Tag für Dich.“

Und Tamao sollte Recht behalten. Egal wo Nagisa auch nur einen Schritt hinsetze, wurde getuschelt und bewundernde, aber auch feindselige Blicke wechselten Ihre Besitzer. Aber mit Tamao hatte Sie eine wertvolle Stütze an Ihrer Seite und so kehrte mit der Zeit Ruhe ein.

Nach dem Unterricht verabschiedete sie sich von Tamao und wandte ihre Schritte direkt in die Richtung der Schnee Klasse.
„Oh, einer 4.Klässlerin...“ „...Wie mutig...“ „Ist das nicht...?“ „Ich glaube schon...“ Dies war das einzige was Sie vernahm, denn Shizuma war nicht zu sehen. Als sie sich abwandte prallte Sie gegen Miyuki.
„Oh, Nagisa-san, wenn Du Shizuma suchst, Sie ist schon weg...“
„Rokujō-sama, hat Sie gesagt wo Sie hin möchte?“
Miyuki sah Sie schmunzelnd an: „Nein, das hat Sie nicht, aber ich glaube daran wirst Du Dich wohl gewöhnen müssen. Shizuma ist...“ Sie formte mit Ihren Händen eine flatternde Gestalt die zu Decke flog. „...wie ein freier Vogel. Gerade jetzt wo Sie die "Last" des Amtes der ehrwürdigen Etoile abgegeben hat, wird Sie kaum noch zu bremsen sein.“
Nagisa sah Sie mit großen Augen an, doch Miyuki besah Sie recht freundlich und beugte sich leicht zu Ihr herunter.
„Aber ich glaube Du hast von allen die besten Chance Sie ausfindig zu machen.“ Da lächelte Nagisa und verschwand nach einer kurzen Verbeugung in der nächsten Flurbiegung. Miyuki sah Ihr noch kurz hinterher, dann mischte sie sich unter Ihre Klassenkammeraden die tuschelnd die Aula verließen und sich dann auf dem Gelände verstreuten.


Nagisas Schritte hallten nun durch die nun leer gewordenen Gänge, während Sie immer noch suchend Ihren Blick schweifen ließ. Als Sie um eine Ecke treten wollte, wurde Sie mit Macht an Jemanden herangezogen, so dass Ihr ein kleiner Schrei entfuhr.
„Nagisa, da bist Du ja.“ Shizumas Herz pochte leise aber kräftig, das konnte Nagisa spüren.
„Shizuma-sama...“ Sie blickte zu Ihr auf.
„Aber Nagisa, nenn mich doch einfach nur Shizuma...Ich denke wir stehen uns nahe genug.“ Sprach Sie und drückte Nagisa noch etwas näher an sich. „Du sahst aus als würdest Du Jemanden suchen.“ Shizuma flüsterte Ihr dies sanft ins Ohr, so das Nagisa die Schamesröte ins Gesicht stieg.
„J-Ja, ich wollte wissen wie das Gespräch gelaufen ist mit Sister Hamasaka-sama! Als Du heute Mittag ausgerufen wurdest habe ich mir Sorgen gemacht!“
Shizuma ließ Sie los und zum ersten Mal in Ihrem Leben sah Nagisa Sie grinsen.
„Sagen wir es so...“ Shizuma suchte nach den richtigen Worten. „Es begann als Predigt und nach einigen wohl gewählten Argumenten meinerseits löste sich das Problem...in Wohlgefallen auf.“ Sie strich Nagisa besonnen über die Wange und nahm dann Ihre Hand. „Aber genug davon, los komm!“


Draußen war es noch immer kalt, auch wenn es bereits begonnen hatte zu tauen und hier und da das erste Grün zum Vorschein kam. Tamao war niedergeschlagener als Sie es vor Nagisa zugeben wollte und stapfte in Gedanken versunken zu den Schlafsälen. Und so merkte Sie auch erst zu spät das Sie im Begriff war das Gelände zu verlassen. Als Sie hoch blickte stand Sie mitten zwischen den Bäumen des Waldes.
„Bin ich einfach an den Schlafsälen vorbeigegangen? Wo hab ich nur meinen Kopf?“ Doch es war auch gerade so ruhig und friedlich, dass sie sich einen Moment Zeit nahm ehe sie Ihre Fußstapfen zurück verfolgte. Kein Vogel war zu hören, kein Laut, außer dem zarten Knacken des Schnees.
„Wie seltsam. Man könnte denken man ist in einer ganz anderen Welt.“
„Das denke ich mir auch oft.“ Tamao drehte sich blitzschnell um und sah in ein freundliches Antlitz.
„Chikaru-sama...?“ Genannte steckte in einem Lebensgroßen Schneemannkostüm, folglich war der Transformationsclub mal wieder unterwegs.
„Tamao-san, Du sahst so traurig aus. Es ist alles nicht so einfach für Dich, das verstehe ich. Aber alles wird gut, da bin ich mir sicher!“ Sie versuchte aufmunternd zu klingen und das Kostüm trug ungemein dazu bei. „Du weißt doch was man über die Zeit sagt?“ Tamao musste schon etwas lächeln und nickte. „Schön!“ Chikaru war zufrieden. „Aber Du wirst Dich noch erkälten. Soll ich Dich zu den Schlafsälen bringen?“
„Chikaru-sama ist zu freundlich, aber...“
„Gut, dann gehen wir! An Tagen wie diesen sollte man nicht zu viel Zeit allein verbringen, das schlägt aufs Gemüt! Außerdem gibt es doch bald ESSEN!!!“ Sie schnappte sich Tamaos Hand und riss Sie ohne Probleme mit sich.


Miyuki blickte dem hopsenden Schneemann, der soeben aus dem Wald gefegt war und etwas mitschleifte, nur kurz hinterher. Langsam wunderte Sie an diesem Ort über nichts mehr.
Sie war auf dem Weg zu einer Schülerratssitzung die kurzfristig berufen wurde. Das es um die neusten Ereignisse gehen würde, war Miyuki klar und diese Tatsache schmeckte Ihr gar nicht. Das wohl einzig positive war das Shion dieses Mal wohl kaum wieder in eine hitzige Diskussion mit Ihr verfallen würde, da Sie ja nun endlich Ihren Willen bekommen hatte und zwei Spica Schülerrinnen zum Etoile Paar erwählt wurden. Miyuki stöhnte leise. Zum Glück hatte Sie damit bald nichts mehr am Hut.
Aber was redete Sie da? Sie würde es auf jeden Fall vermissen, denn Sie hatte nach Abgang keinesfalls eine rosige Zukunft.
„Wie er wohl ist?“
„Miyuki-sama!“ Unvermittelt schreckte Sie aus Ihren Gedanken auf. Mizuho und Hitomi hatten sich zu Ihr gesellt. Die beiden würden Ihr heute wieder zur Seite stehen, das war tröstlich. „Spica ist bereits eingetroffen, das Etoile Pärchen ebenfalls, jedoch ist von Lulim bisher keine Spur zu sehen.“
„Ich glaube ich habe Sie gerade noch gesehen, Sie wird also wohl gleich kommen. Es ist ja auch noch etwas Zeit.“
Wie aufs Stichwort tapste Chikaru (immer noch im Kostüm) heran, ein breites Lächeln auf den Lippen, gefolgt von Ihren Gemeinderats Mitgliedern.
Miyuki musste resignierend feststellen das es mit der Moral und dem Ehrgefühl immer weiter bergab ging. Nicht einmal vor den Gemeinderatsmitgliedern machte es mehr halt und Sie wusste jetzt schon wie Spica darauf reagieren würde.
Laut.


„Verbringst Du die Nacht heute bei mir?“ Die Frage war eher beiläufig gestellt worden, doch Nagisa spürte Shizumas Blick deutlich. Früher hätte Sie Nagisa einfach in Ihr Bett gezerrt und nun fragte Sie wenigstens vorher. Na wenn das keine Steigerung ist? Nagisa musste über Ihre Gedanken kichern, so das Shizuma etwas überrascht stehen blieb. Nagisa sah Sie verdutzt an, erst dann begriff Sie und legte den Kopf beschämt beiseite.
„I-Ich weiß noch nicht...“
„Es wird nichts passieren was Du nicht auch willst.“
„Du weißt genau dass ich schwach werde wenn ich in Deine Augen sehe, da ist von freiem Willen dann keine Rede mehr.“ Kicherte Nagisa.
„Jetzt tust Du mir unrecht...“
„Vielleicht schaue ich kurz mal vorbei.“
„Wirklich?“ Shizuma zog Sie an sich und schenkte Ihr einen tiefen Blick in Ihre grünen Augen.
„Vielleicht...“
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