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„Aber Du bist mein Bruder...“

GeschichteDrama / P16 Slash
Deutschland Preussen
19.09.2011
19.09.2011
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3.623
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Hier ein kleiner OS zum Pairing Germany X Prussia || Dieser OS ist eine Commission von "NekoAngel" *grins*
Fehler dürft ihr wieder gerne behalten, wenn ihr welche findet~
Charaktere gehören Hidekaz Himaruya :3

Okay, Viel Spaß dann beim Lesen~ *Kekse stehen lass*
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„Aber Du bist mein Bruder...“



„Warum... musste ich nochmal mitkommen?“
Die sonst so ernste Stimme von Ludwig, klang untypisch unsicher und irgendwie nervös, als er aus dem Augenwinkel zu seinem Bruder sah, der grade sein drittes Glas leerte.
Sie saßen Beide in einer Bar, direkt an der Theke. Während Ludwig gereizt an seinen Glas Wasser nippte, griff Gilbert schon nach seinem viertem Glas Bier.
„Haaaa~“, machte Gilbert und knallte das Glas geräuschvoll auf den Tresen, woraufhin er sich einen mahnenden Blick des Barkeepers einhandelte. Doch das interessierte ihn wenig.
„Alleine ist es doch langweilig, West! Das weißt Du doch genau~“, lallte er fröhlich vor sich hin. Anscheinend kam es ihm so vor, als würde er grade eine Heldentat vollbringen.
Ich gehe gerne alleine was trinken.“, dachte Ludwig sich und seufzte leise für sich. Er sah zu wie der Albino genüsslich aus dem Glas trank und sah daraufhin in sein eigenes, was zu seinem Bedauern, nur mit Wasser gefüllt war. Er lauschte der Musik, die im Hintergrund lief, schwenkte sein Glas und dachte angestrengt darüber nach, wie das hier überhaupt passieren konnte...

„West! West! West“
Gilbert kam in das Arbeitszimmer seines Bruder gerannt und stützte sich auf die Rückenlehne des Bürostuhls, auf dem Ludwig saß. Seufzend drehte er sich im Stuhl um. Gilbert ging einen Schritt zurück, nur um sich nach vorne zu beugen und seine Arme an den Armlehnen abzustützen. Seinem Bruder gefiel es nicht sonderlich, dass er ihm plötzlich so nahe kam. Er dreht seinen Kopf zur Seite und wirkte abweisend.
„Was willst Du?“, fragte der Blonde schließlich und strich sich seine Haare zurück. Der Albino schien nur auf diese Frage gewartet zu haben, denn er sprang auf und erklärte mit vollem Körpereinsatz, was er vor hatte.
„Wir gehen was trinken!“, meinte er kurz und knapp.
„Eh? Du siehst doch, dass ich beschäftigt bin!“, gab Ludwig zurück, richtete seine Brille und drehte sich langsam wieder um. Konzentriert wandte er sich wieder den Dokumenten zu, mit denen er sich zuvor beschäftigt hatte. Gilbert schob seine Unterlippe vor und senkte seine Augenlider etwas, so dass man ihm ansah, dass er mit dieser Antwort nicht zufrieden war. Provokant drehte er seinen Bruder wieder zu sich. Dieser fing jedoch lauthals an zu fluchen, weil er einen großen Strich auf das Papier gesetzt hatte. Er konnte den Stift nicht rechtzeitig vom Papier absetzen, also zierte nun ein unübersehbarer Strich den sauber geschriebenen Text.
„Geht's dir noch gut?!“, brüllte der Jüngere ihn an und sah alles andere als begeistert aus.
„Du. Ich. Kneipe!“, lautete seine Antwort und ließ sich kein weiteres Nein gefallen. Nur wollte Ludwig da nicht mitspielen.
„Geh und spiel' mit deiner Ente.“, meinte Ludwig nur monoton, setzte seine Brille ab, um sie auf den Schreibtisch zu legen und stand auf.
Er bekam nur noch mit, wie der Albino Gilbird vom Kopf nahm, ihn tätschelte und ihm hoch und heilig versicherte, dass sein Bruder es nicht so gemeint hat...


Obwohl er öfter erwähnt hat, er würde nicht mitkommen, saß er jetzt doch neben seinem Bruder an der Theke. Er fragte sich immer noch, wieso er letztendlich doch noch zugesagt hat. Er bekam nur einfach keine logische Erklärung zustande. Er seufzte wieder und rieb sich seine linke Schläfe. Als er sich zu Gilbert drehte, vergaß er, beim Anblick der leeren Gläser, beinahe was er sagen wollte.
„Ich verstehe ja, wieso Du willst, dass ich mitkomme...“, gab Ludwig schließlich zu und hatte das Gehör des Albinos. „Du willst nicht alleine sein...“ Er klang richtig mitfühlend und man könnte meinen, er habe für einen kurzen Moment gelächelt.
„Voll... falsch!“, lachte Gilbert und zeigte mit dem Zeigefinger auf den, nun sprachlosen, Ludwig. „Du bist nur hier weil, na ja, wer soll mich sonst wieder nach Hause fahren?“
Beim Blonden bildete sich so langsam eine Stirnfalte.
„Ah, so ist das also...“ Er drückte das Glas in seiner Hand etwas fester. Dem Barkeeper entging das nicht, denn er sah Luft anhaltend zu ihm, als würde das Glas gleich zerspringen. Doch bevor es dazu kam, lockerte er den Griff wieder und nahm einen Schluck vom Wasser.
Kein Wunder, dass ich nur Wasser trinken 'darf'. Das hätte mir eigentlich gleich fragwürdig vorkommen müssen...“, sagte Ludwig sich im Kopf.
Völlig in Gedanken versunken, bekam er so eben noch mit, wie Gilbert langsam anfing, ihm sein Herz auszuschütten.
„Wieso... verbringst Du eigentlich so wenig Zeit mit mir?“, fragte er leise und seine Stimme hatte einen ernsten Unterton, den Ludwig nur sehr selten zu hören bekam, aber immer wieder fasziniert war, wenn es mal wieder soweit war.
„Was sagst Du da?“, fragte Ludwig nach und sah zum Älteren hinüber, der seine Arme auf die Theke gelegt hatte und sein Kopf auf ihnen ruhte. Er hatte seinen Kopf bewusst in die Richtung seines Bruders gedreht. Es war nicht schwer, den deutlichen Rotschimmer in seinem Gesicht auszumachen.
„Ständig sitzt Du nur vorm Schreibtisch und bist nicht ansprechbar, weil Du so in den Zetteln vertieft bist...“
Ludwig wollte grade unterbrechen und ihm sagen, dass es einen Grund hatte, wieso er das tat, aber Gilbert redete einfach weiter.
„... Oder Du verbringst nur Zeit mit Feliciano und Kiku... Ich bin dein Bruder und Du hast wahrscheinlich schon mehr Zeit mit denen verbracht als mit mir!“
Gilbert hatte es geschafft: Ludwig war sprachlos. Mit verwirrtem Blick sah er zum Albino und versuchte stumm irgendwelche Wörter über seine Lippen zu bringen, doch zu seinem Unglück kam nichts brauchbares heraus. Da er einfach kein Wort als Antwort zusammen bekommen konnte, fing er an die Stimme des Anderen zu analysieren. Hatte er grade wirklich dieses Zittern in der Stimme, oder hat er sich nur verhört? Er musterte das Gesicht seines Bruders und musste feststellen, dass er so aussah, als würde er jeden Moment anfangen zu weinen. Beinahe bemerkte er nicht, wie Gilbert sich aufgesetzt und seine Hände auf seine Wangen gelegt hatte. Er sah nur noch wie das Gesicht des Anderen immer näher zu kommen schien. Wie gelähmt klebte sein Blick an den Lippen von ihm.
„Lass uns mehr Zeit... miteinander verbringen...“, hauchte Gilbert seinem Bruder ins Gesicht.
Noch bevor er ihn erreichen konnte, hatte Ludwig die Hände von seinen Wangen genommen und ihn etwas von sich geschoben. Er sah nun einen perplexen Gesichtsausdruck vor sich.
„Du hattest genug. Zeit nach Hause zu fahren!“ Ludwig stand auf, kramte sein Portemonnaie aus der Hosentasche und legte das Geld auf den Tresen. Er konnte genau spüren, dass er errötete. Er schloss kurz die Augen und gab sich Mühe, das Bild von Gilbert aus dem Kopf zu bekommen, wie er immer näher kam und ihn fast geküsst hätte. So sehr er sich auch bemühte, er brauchte nur zu blinzeln und das Bild schoss ihm wieder durch den Kopf.
Wie kommt er nur immer auf solche Einfälle?“, fragte er sich innerlich. Er musste zugeben; er hatte nichts dagegen einzuwenden, ihm gefielen sogar die „Überfälle“ seines Bruders, die er mehrmals wöchentlich bekam, wann immer Gilbert sich einsam fühlte – Und das war doch schon ziemlich oft.
Vielleicht sollte ich doch mehr Zeit mit ihm verbringen.“, fügte er gedanklich hinzu und nickte leicht für sich. Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er plötzlich einen dumpfen Aufprall vernahm, der aus Richtung Boden kam. Sollte er jetzt lachen oder weinen? Er war sich nicht sicher.
Ludwig mustere den – nun auf dem Boden liegenden – Gilbert und schüttelte erst mal den Kopf. Er kniete sich vor ihn und hob ihn hoch. Im Hintergrund hörte er leichtes Getuschel darüber, dass er ihn wie eine Braut ihm Arm halten würde, doch er ignorierte es gekonnt und trug seinen Bruder aus der Bar.
Nachdem sie aus der Bar traten, wehte ihnen ein kalter Luftzug entgegen, den Ludwig im Vergleich zur stickigem Atmosphäre, als sehr angenehm empfand. Grade, als er beinahe den Kopf zurückgelegt hätte, um die kalte Luft richtig zu genießen, spürte er, wie etwas an seinem Hemd zog. Er senkte seinen Blick und sah genau in die halb geschlossenen und ziemlich benebelten Augen seines Bruders. Sein Mund war etwas geöffnet und Ludwig meinte, ein gehässiges Lächeln erkannt zu haben.
„Esss... g'fälllt d'doch... … mich so-“ Gilbert brach den Satz fürs erste ab und holte tief Luft. „-... sssu... trag'n... Hab'sch... r...recht... Wessst?“
Er kam nicht darum herum etwas zu erröten und drehte seinen Kopf weg. Zu dieser Reaktion führte natürlich auch die Fahne, die von Gilbert ausging. Er fing an sich langsam in Bewegung zu setzen, denn seiner Meinung nach, hatten sie schon lange genug vor der Bar gestanden und so langsam wurde sein Bruder echt schwer. Die nächste Hürde stellte das Öffnen der Beifahrertür seines Autos dar. Schließlich trug er Gilbert auf dem Arm, seine Schlüssel waren in seiner Hosentasche und selbst wenn er den Knopf gedrückt bekommen hätte, der das Auto automatisch öffnet, müsste er aber noch manuell die Tür öffnen. Er seufzte und schien mit seinen Nerven am Ende. Er sah sich um und versuchte einen Passanten vorbeilaufen zu sehen. Schließlich schüttelte er den Kopf.
„Wer sollte um diese Zeit noch frei auf der Straße herumlaufen?“, fragte er sich selber und stieß sich im Inneren die flache Hand gegen de Kopf.

Es war ihm immer noch ein Rätsel wie er es geschafft hat, aber sie waren jetzt im Auto und auf dem Weg nach Hause. Die Einzige Schwierigkeit war nur noch, den fast leblosen Körper von Gilbert in den Beifahrersitz zu hieven und anzuschnallen, denn er hatte es ihm nicht sonderlich leicht gemacht. Nachdem er ihn dann gewarnt hatte, ihm bloß nicht ins Auto zu kotzen, fuhren sie auch los. Ludwig war müde und war ohnehin schon ziemlich unkonzentriert, aber Gilbert fand es wohl lustig, ihm die ganze Zeit über, über seinen Oberschenkel zu streichen. Er nahm sein Handgelenk fest in die Hand und legte sie zurück auf den Schoß seines Bruders. Dieser runzelte nur enttäuscht die Stirn, hatte aber auch gleich eine neue Idee im Kopf. Er schnallte sich ab, setzte ich aufrecht hin und beugte sich dann zu Ludwig rüber. Er stützte sich neben einem Bein am Sitz ab und fing an gegen seinen Hals zu pusten.
„Was machst Du da!?“, fuhr Ludwig ihn an und sah kurz zu seinem Bruder.
„Ich versuch'... die Stimm'ng.. 'n bissschen aufsssu... lockern...“, schnurrte der Albino und biss dem Blonden verspielt ins Ohr.
Eine Vollbremsung ließ Gilbert in seinen Sitz zurückfallen und verstört sah er durch die Windschutzscheibe auf ein gemütlich aussehendes Haus, wo neben der Tür eine Lampe anfing zu leuchten.
„Wir sind da.“, sagte der Jüngere monoton, stellte den Motor ab, löste den Sicherheitsgurt und verließ schließlich das Auto. Er lief zur Tür hin und kramte in seiner Hosentasche nach dem Haustürschlüssel. Erst dann bemerkte er, dass er die Schlüssel im Auto hat liegen lassen, samt der Autoschlüssel. Er drehte ich grade um, als der Albino an ihm vorbeilief und ohne Worte die Tür aufschloss. Mit perplexem Gesichtsausdruck, sah er dem Älterem ins Gesicht.
„Du has'ie... liegen gelass'n...“, murmelte er und klimperte mit dem Schlüsseln in der Hand herum. Er betrat das Haus, hockte sich gleich vor den Eingang und kämpfte damit, die Schnürsenkel seiner Schuhe aufzukriegen. Ludwig stand nur neben ihm und sah sich mit Bedauern an, wie sehr sein Bruder die Schnürsenkel miteinander verknotete. Während der Albino sämtliche Schimpfwörter über seine Lippen gehen ließ, beugte der Größere sich langsam zu ihm runter.
„Hey, lass mich dir helf-“
Noch bevor er seinen Satz beenden konnte, lag er auf dem Boden, sein Bruder saß auf ihm.
„Was... wird das hier?“, presste Ludwig hervor und versuchte Gilbert von sich runter zu schieben – Was sich als deutlich schwieriger herausstellte, als er vorher dachte.
„Was... glaubst'n... Du?“, lächelte er vor sich hin. Doch bevor der Jüngere überhaupt darüber nachdenken konnte, legte der Albino seinen Kopf auf seine Brust und fing an über seinen Oberkörper zu streichen.
„Du hast mich... sooft allein gelassen...“, sagte Gilbert dann irgendwann mit unwahrscheinlich klarer Stimme.
„Das sagst Du mir jedes mal.“, stellte Ludwig fest und hielt die Hände seines Bruders fest, die so langsam anfingen in südliche Regionen abzutauchen.
„Muss ich anscheinen ja, denn Du änderst nie etwas daran.“, konterte er im launischem Ton und sah ihm direkt in die Augen.
„Du weißt, dass ich beschäftigt bin-“
„Das weiß ich.“ Ludwig verdrehte daraufhin die Augen und atmete hörbar aus.
„Wo ist dann das Problem-“
„Weil Du jede freie Minute mit Feliciano und Kiku verbringst.“
„Ich hab' dich immer um mich, da möchte ich auch gern Zeit mit Freunden verbringen!“
„Aber ich bin doch dein Bruder...“
Er antworte darauf nichts mehr, sondern sah einfach nur zur Seite, damit er mit ihm keinen Augenkontakt herstellen konnte. Vorsichtig ließ er auch seine Handgelenke los.
„Das ist also deine Antwort...“, hauchte Gilbert gegen Ludwig's Hals, der davon eine Gänsehaut bekam. Für einen Moment dachte er, sein Bruder würde anfangen zu heulen, aber dann hörte er ein selbstgefälliges Lachen.
War ja klar.“, sagte sich der Blonde in Gedanken.
„Das reicht mir aber vollkommen~“, erklärte der Ältere dann ohne ein weiteres Wort sein Lachen. „Immerhin... können wir jetzt Zeit miteinander verbringen.“
Ludwig gefiel der Unterton in der Stimme den Anderen nicht und konnte sich schon denken wohin das führen sollte. Und er hatte Recht.
Allmählich fing Gilbert damit an, Ludwig's Hemd aufzuknöpfen und seinen nackten Oberkörper zu streicheln. Gleichzeitig begann er, den Hals des Anderen abzuküssen, der nicht abstreiten konnte, dass es ihm gefiel. Auch konnte er nicht verhindern, dass sich eine gewisse Röte auf seinen Wangen ausbreitete. Er schmunzelte über die Tatsache, dass der Albino sich über seine Brust hermachte und seufzte ergebend.
„Du hast es so gewollt!“, meinte er nur knapp, griff nach einem seiner Handgelenke, packte seine Schulter und drehte sich einmal mit ihm, sodass er jetzt auf dem Becken seines älteren Bruders saß. Dieser wirkte sehr überwältigt über die Aktion, denn mit weit geöffneten Augen und einem stummen Ausruf der Überraschung auf den Lippen, lag er unter ihm. Ludwig machte kurzen Prozess und drückte Gilbert's Hände über seinen Kopf auf den Boden, während er mit seiner freien Hand die Strickjacke von ihm öffnete und das T-Shirt hochschob. Er leckte sich die Lippen, als er den entblößten Oberkörper des Albino's vor sich liegen sah. Der Blonde riskierte einen kurzen Blick ins Gesicht des Anderen und konnte eine gewisse Nervosität erkennen, die bis vor kurzem noch nicht dagewesen war. Der Kleinere blinzelte ein- zweimal und realisierte erst dann richtig, in welche Situation er sich da hinein geritten hatte. Er bewegte ruckartig seine Arme und versuchte sich aus dem Griff seines Bruders zu befreien, doch der Griff war zu fest für ihn.
„L-lass mich los!“, wehrte sich Gilbert plötzlich und rekelte sich unter ihm.
„Du hast dir das selber zuzuschreiben, Bruderherz.“, raunte Ludwig Gilbert zu und leckte ihm langsam über dessen Hals. Er biss die Zähne zusammen, als er spürte, wie seine feuchte Zunge ihren Weg über seine Brust fand.
„H-hör... auf- Ngh!“ Der Ältere stieß einen erschrockenen Laut aus, nachdem Ludwig ihm in eine Brustwarze gezwickt hatte, seufzte allerdings im sanftem Unterton, als er die Andere mit der Zunge verwöhnte.
Ludwig setzte sich etwas auf und musste somit aufhören, die Brustwarzen seines älteren Bruders zu liebkosen. Zum Dank, richtete sich auch dieser, so gut er konnte, auf.
„Wieso hast Du aufgehört?!“, meckerte er ihn an und erntete ein amüsiertes Lächeln vom Jüngeren.
„Aaah!“, gab er plötzlich von sich, denn er hatte nicht bemerkt, dass Ludwig seine Hose geöffnet und nach seinem Glied gegriffen hatte. Er verkrampfte sich in Sekundenschnelle und konnte genau spüren, wie sein Herz anfing ein Rennen zu fahren.
„Was ist denn los mit dir?“, hauchte der Blonde unschuldig in des Albino's Ohr, der währenddessen den Atem anhielt.
„S-so... plötz-..lich“, stammelte er nur als Antwort und warf seinen Kopf in den Nacken, denn sein Bruder fing schnell an, die Hand an seinem Glied, auf und ab zu bewegen.
„Du hast doch angefangen...“, antwortete er nur und gab dem Kleinerem einen zarten Kuss auf die Lippen. Er hätte ihn zu gern erwidert, wäre da nicht Jemand anderes gewesen, der zusätzlich noch den Druck seiner Hand etwas verstärkte. Um lautere Geräusche zu vermeiden, biss er sich auf die Unterlippe und versenkte die Fingernägel in seine Hand.
Ludwig sah ihm an, dass er nicht mehr lange brauchen würde und auch Gilbert wusste das genau. Er hatte seinen Mund wieder geöffnet, als würde er jeden Augenblick etwas von sich geben wollen, doch seine Lippen zitterten nur und Sekunde für Sekunde schien er sich noch etwas weiter zu verkrampfen und verdeutlichte es damit, dass er seine Beine immer ein bisschen weiter an seinen Körper zog.
Ludwig belächelte seine Reaktionen nur, ließ aber nicht locker – Im Gegenteil – Er zeigte sich warmherzig und bewegte seine Hand zum Abschluss nochmal einen Tick schneller auf und ab. Und da konnte es sich auch Gilbert nicht mehr verkneifen; er kniff seine Augen zusammen, versuchte dasselbe mit seinem Mund zumachen, doch ihm entwich schon ein lautes Stöhnen und kam, mit dem Namen seines Bruders auf den Lippen, in dessen Hand.
Nun völlig entspannt und immer noch schwer atmend legte sich Gilbert zurück und ließ seine Augen geschlossen. Er wartete nur noch darauf, dass sich sein Atem wieder regulierte. Ludwig gab seine Handgelenke wieder frei, zog seine andere Hand aus Gilbert's Boxershorts und seufzte nur beim Anblick von diesen*. Grade wandte er sich zu ihm und wollte ihm klar machen, dass die Sache noch nicht vorbei wäre, aber er sparte sich diese Worte. Verständnisvoll lächelnd sah er auf Gilbert herab, der mit einem friedlichem Gesichtsausdruck eingeschlafen war. Ludwig stand auf und machte sich auf den Weg ins Badezimmer, um sich seine Hand abzuwaschen.
„Wieso macht er das immer wieder mit mir?“, flüsterte er sich selber zu und trocknete seine Hände ab. Er schüttelte den Kopf und verließ das Bad.
„Wieso lasse ich mich immer wieder auf seine Spielchen ein?“, korrigierte er sich.
Als er wieder bei seinem schlafendem Bruder angekommen war, fiel ihm auf, dass er seine Schuhe noch an hatte. Er konnte nicht anders und fing an zu grinsen, während er ihm diese auszog und säuberlich an die Wand stellte. Darauf bedacht, ihn nicht zu wecken, nahm er Gilbert wieder auf den Arm und wartete erst mal einen Moment, um zu gucken, ob er auch wirklich weiterschlief. Er murmelte lediglich irgendwas im Schlaf, verstehen konnte Ludwig aber nichts. Nach der Bestätigung, dass er dennoch weiterschlief, setzte er den Weg zum Schlafzimmer seines Bruders fort und legte ihn dort auf sein Bett ab. Vorsichtig zog er ihm seine Strickjacke und die Hose aus und deckte ihn dann zu. Eine Weile saß er neben ihm auf der Bettkante und strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht. Ein mattes Lächeln zierte seine Lippen. Er beugte sich zu ihm, hauchte dem Albino einen zarten Kuss aufs Haar und stand auf. Einen kurzen Moment dachte er, Gilbert hätte ihm am Ärmel festgehalten und als er nachsah, fiel ihm auf, dass er sich tatsächlich leicht an ihm festgehalten hatte. Ludwig strich ihm noch einmal vorsichtig über den Handrücken, bevor er das Zimmer verließ.



Am nächsten Morgen schlenderte Gilbert völlig verkatert durch die Flure, bis er endlich den Weg in die Küche fand, wo Ludwig bereits am Tisch saß, Kaffee trank und die Zeitung lies. Als er bemerkte, dass sein Bruder den Raum betrat, hob er den Kopf und begrüßte ihn mit einem einfachem „Guten Morgen“.
„Morgen...“, knurrte er nur zurück und saß sich dem Blonden gegenüber an den Tisch. Er stützte seinen Kopf auf seinen Arm ab und massierte mit der freien Hand seine linke Schläfe.
„Du hast zu viel getrunken.“, beantwortete Ludwig die unausgesprochene von Gilbert, woher diese unerträglichen Kopfschmerzen kamen.
„... Nicht so laut...“, flehte er Ältere regelrecht.
Ludwig lächelte leicht und blätterte die Seite der Zeitung um. Nebenbei streichelte der den Kopf von Aster, seinem Golden Retriever, der soeben in die Küche gelaufen kam.
„Sag mal...“, ergriff Gilbert nach einer langen Pause das Wort „was ist gestern eigentlich alles passiert? Ich weiß nur noch... dass wir in die Bar gegangen sind – Ab da ist Filmriss.“
„Denk stark darüber nach, von mir erfährst Du nichts.“
„Was?!“ Gilbert stand auf und knallte die Hände auf den Tisch, wodurch Aster anfing zu winseln.
„Reg' dich ab. Es ist wohl zu deinem Besten, wenn Du es nicht weißt.“
„Verrätst Du mir denn zumindest... woher ich den blauen Fleck hier habe?“
Der Albino schob das T-Shirt hoch und deutete auf einen unübersehbaren blauen Fleck, der sich über ein paar Rippen der linken Seite hinzog.
„Ich hab' doch bereits gesagt: Du hast zu viel getrunken.“
„Wurde ich vergewaltigt!? Wie konntest Du das nur zulassen?!“
Nicht direkt...“, sagte Ludwig gedanklich.
„Wurdest Du nicht, Du bist nur vom Barhocker gefallen.“, erklärte er und faltete die Zeitung zusammen. Seufzend stand er auf und wurde bei der Erinnerung an gestern Abend rot. Gilbert entging das nicht und fragte sofort nach.
„Wieso... wirst Du rot?“
„Geht dich nichts an.“
„Es hat bestimmt was mit mir zu tun! Eben hast Du auch schon so komisch reagiert!“
„Es ist nichts.“
„Aha! Also doch. Was ist passiert?“
„Warum muss immer gleich was mit dir passiert sein?“, fragte Ludwig ihn noch, bevor er die Küche verließ.
Weeeest~ Komm zurück und verrat' mir gefälligst was gestern alles passiert ist!!“

Weiterhin nörgelnd lief Gilbert seinem Bruder nach und ließ nicht locker...




*Anblick der Hand wird von der Autorin nicht weiter erläutert, da es „offensichtlich“ genug sein sollte :D
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