Endlich Hochzeit in Shin Mazakou

von Akio21
GeschichteRomanze / P16 Slash
Conrad Weller Gunther von Kleist Murata Ken Saralegui Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
19.09.2011
13.10.2011
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Am Sonntag war meine Freundin bei mir und fragte völlig zu recht, Wann kommen yuri und wolfram endlich richtig zusammen, ich - ich weiss nicht, ich hab schwierigkeiten damit - sie warum - ich weil ich kein schwuler mann bin - sie na und, ich auch nicht trotzdem schreib ich narusasu
Tja, also hab ich mich hingesetzt und die ersten zwei kapitel zu dieser geschichte geschrieben. das nächste mal bemühe ich mich beim "richtigzusammenkommen" mehr, trotzdem viel spass dabei
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Yuri betrachtete sich in dem Spiegel seines Ankleidezimmers, der mindestens doppelt so groß und breit war, wie er selbst. Rechtsdrehung und Linksdrehung, wie auch immer, der schwarze Hochzeitsanzug war viel zu eng. Aber er sollte sich nicht beschweren, zumindest hatte er einen. Nicht auszudenken, wie Wolfram reagieren würde, wenn er wüsste, dass Yuri an ihrem wichtigsten Tag ohne angemessene Kleidung vor den zehn Adligen im Tempel erscheinen würde. Dank Murata hatte er einen, aber Yuri hegte den starken Verdacht, dass Murata ihn ausgesucht hatte nach seiner eigenen Kleidergröße. Eine derartige Nachlässigkeit sah dem großen Weisen überhaupt nicht ähnlich und Yuri kannte ihn auch gut genug um einen gewissen Verdacht nicht ignorieren zu können, der ihm in den Sinn kam. Besonders im Schritt war das Teil viel zu eng und unangenehm.

Noch eine Wende um sich von der Seite zu betrachten und er konnte ein Rotwerden nicht verhindern.
Laut polternd kam Murata herein. „Na, wie ist es?“ fragte er gutgelaunt. Yuri drehte sich nicht um, er sah im Spiegel, das Murata sich ein Lachen kaum verkneifen konnte und sein Verdacht wurde zur  Gewissheit. „Oh Mann“, dachte er, „Murata wird Shinou immer ähnlicher … oder war das schon immer so?“ Murata, der zu wissen schien, was in Shibuyas Kopf vor sich ging, konnte es nicht mehr verhindern und fing zu kichern an. Damit nicht genug. Unterbrochen von Zuckungen stellte Murata die These auf „Von Bielefeld wird die Hochzeitsnacht kaum noch erwarten können“. Was sollte das eigentlich? „Perversling“, beschwerte sich Yuri, mit dem Ergebnis, das Murata laut lachend den Raum verließ.

Okay, was sollte man auch sonst von einem alten Mann erwarten?, mit diesem Gedanken im Kopf suchte Yuri nach Schadensbegrenzung indem er versuchte, das Oberteil weiter herunterzuziehen. Sein Bruder und Trauzeuge Shori kam herein.  Meine Güte, hatte man denn nicht mal beim Umziehen seine Ruhe. Shori runzelte sofort die Stirn und fragte „Hast du deinen Anzug etwa zu heiß gewaschen? Warum hast du mich nicht gefragt, ich hätte dir gezeigt, wie man seine Wäsche richtig behandelt, schließlich bin ich im Gegensatz zu dir...“NEIN“, unterbrach Yuri seinen Bruder. „Murata hat mir den Anzug besorgt.“ Shori sah etwas verständnislos drein ehe er los polterte,  „wie bitte? Sag mir nicht, du hättest ihn heute, vor deinem Hochzeitstag zum ersten mal angezogen ohne ihn vorher probiert zu haben?!“ Shori rieb sich genervt die Schläfen. Wie konnte man nur so naiv sein. Yuri schwieg betreten, er wusste das sein Bruder recht hatte. Aber Shori war auch ein Mann der Tat, er lies sich nicht lange aus der Ruhe bringen und befahl „zieh ihn sofort aus, ich werde ihn weiter machen“. Yuri hob überrascht die Augenbrauen, entschied aber, der Anordnung seines Bruders Folge zu leisten.
Nachdem er den Anzug ausgezogen hatte und Shori damit verschwunden war, mümmelte er sich in seinen bequemen Jogginganzug. Er legte sich ins Bett, um sich auszuruhen. Seit einer Woche hatte er kaum geschlafen. Nicht nur, das er ständig seine Mutter und Wolfram auf die Erde und wieder zurück bringen musste, die beide sehr geheimnisvoll taten, er musste auch noch alle Abgesandten der Allianz von Shin Mazakou begrüßen, unterhalten, mit ihnen essen, Glückwünsche entgegennehmen, sich vergewissern das sie gut untergebracht waren, seine normale Arbeit als Dämonenkönig verrichten, kurzum, er hatte 24 Stunden am Tag zu tun und beschloss nun, das er sich ein paar Minuten der Ruhe redlich verdient hatte. Daran, das die meiste Arbeit sowieso von Gunther, seinem Schulmeister, sowie Gwendal und all den andern erledigt wurde, wollte er lieber nicht denken, sonst bekäme er ein schlechtes Gewissen. Nebenbei, waren Gwendal und Konrad Wolframs Brüder und Cheri-sama seine zukünftige Stiefmutter, also warum sollte man sie nicht mit einspannen? Mit diesem, sein Gewissen ruhigstellenden Gedanken, ignorierte er den Lärm von draußen und döste vor sich hin. Nach wenigen Minuten der Behaglichkeit erschien vor seinem inneren Auge das Gesicht eines lächelnden Engels welches ihm immer näher kam, als ob es ihn küssen wollte, und sein Herz fing dermaßen an zu hämmern, das es vorbei war mit aller Gemütlichkeit, stattdessen schreckte er hoch. Es war bereits dunkel. Huh? Ich bin eingeschlafen?

Der Double-Black setzte sich auf. Diese blöde Hochzeit. Aber er war es nicht nur seiner Familie,  sondern auch Wolfram schuldig. Dem blonden Schönling bedeutete Etikette sehr viel. Seufzend ließ sich Yuri in die Seidenkissen zurückfallen. Eine Hand über den Augen wünschte er sich, die ganze Zeremonie wäre schon vorbei, aber er wusste auch, wie viel diese Hochzeit seinem ganzen Land bedeutete. Ja sogar Gwendal sah ihn liebevoll an. Daher versuchte Yuri auch, ihm nach Möglichkeit aus dem Weg zu gehen. Wer Gwendal kannte, der wusste auch, wie unheimlich ein solcher Gesichtsausdruck bei ihm war. „Wenn man vom Teufel, eh, Dämon spricht“ , seufzte Yuri, als er Gwendal´s Stimme auf dem Flur hörte. Offenbar versuchte er Anissina irgendetwas auszureden und Yuri hoffte, es würde ihm gelingen. Kurz sah er vor seinem inneren Auge Schloss Ketsumei in lodernden Flammen stehen. Schnell schüttelte Yuri den Kopf und wandte seine Gedanken angenehmeren Dingen zu. Wolframs Gesicht erschien ihm wieder. Wie sehr hatte sein Verlobter sich seit jener Nacht verändert. Oder war er es, der sich verändert hatte?
Mit lauten Schritten näherte sich jemand seinem Raum, nein, ihrem Raum. Er kannte die energischen Schritte. Die Tür öffnete sich und Wolfram trat ein.
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