Can´t change it

von Akio21
GeschichteHumor, Romanze / P16 Slash
Conrad Weller Gwendal von Voltaire Murata Ken Shibuya Shori Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
17.09.2011
17.10.2011
20
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In den nächsten Stunden stellte sich heraus, das der Neuling jede Frage die an ihn gestellt wurde richtig beantworten konnte, egal in welchem Fach. Allerdings tat er das in einem äußerst unhöflichen Tonfall, als wäre er genervt wie ein Hochschulprofessor in der 1. Klasse Grundschule und beteiligte sich nicht von selbst am Unterricht.
Endlich war es Zeit zum Mittagessen. Man erinnere sich, ich hatte schon kein Frühstück. Ich beeilte mich, um in den Speiseraum - na gut, in die Mensa - zu kommen und setzte mich mit Murata wie immer an einen Tisch. Murata und ich hatten uns Burger, Pommes und Coke genommen. Gerade als ich in meinen Burger beißen wollte, setzte sich Wolfram von Bielefeld mit seinem Tablett ungefragt zu uns an den Tisch. Hi, sagte er lapidar, dieser Mensch hatte soziale Probleme. Murata begrüßte ihn aber freundlich, und stellte sich selber vor. „Yuri kennst du ja schon“, fügte er mit einem Lächeln hinzu. „oh ..ja“, meinte der Angesprochene und schaute mich mit einem seltsamen Glanz in den Augen an. Nicht an soviel Aufmerksamkeit gewöhnt, verschluckte ich mich irgendwie und griff hustend nach meiner Cola, nur um sie gleich wieder auszuspucken, als der Blonde fortfuhr. „Warum sitzt ihr beide so nah beisammen?“ „Findest du? „ fragte Murata,  „wir sind aber nur Freunde, nichts weiter“. „Was soll das ?“, wollte ich von Murata wissen,während ich mein Tablett mit einer Serviette sauber wischte. „Was soll das denn heißen, stimmt es etwa nicht?“ mischte sich der Blonde ein. Seine Stimme klang  gefährlich leise. Um mein Leben fürchtend beeilte ich mich zu sagen „Doch, oh doch, es stimmt, es ist so wie Murata sagte“. Wolfram entspannte sich wieder, und begann zu essen, mir dagegen war aus irgendwelchen Gründen der Appetit vergangen. Ich musste mich mit jedem Bissen quälen, während Murata freundlich mit Wolfram weitersprach. Ich hörte zwar nur mit halbem Ohr zu, bekam aber mit, das Wolfram alleine wohnte in einer wirklich bekannten und vornehmen Gegend, so dass ich mich fragte, warum er nicht auch noch Privatlehrer hatte. „Warum hast du keinen Privatlehrer?“ fragte Murata, der offensichtlich den gleichen Gedanken hatte wie ich. „nun, „ begann Wolfram und fing an unruhig auf seinem Stuhl hin und her zu rutschen, „also um ehrlich zu sein, meine Mutter hat niemanden gefunden, der mir noch Privatunterricht geben möchte“. Ich nickte verstehend, aber Wolfram fuhr fort „meine letzten Lehrer nun, ihnen ist etwas zugestoßen.“ okay das war´s, ich spuckte den Bissen wieder aus, bevor ich mich nochmal verschluckte, stand auf und sagte, das ich mit essen fertig sei und zurück in die Klasse ginge. Wolfram und Murata sahen mir beide überrascht hinterher. Aber mir war das herzlich egal. Ich hatte plötzlich dieses seltsame Gefühl als hätte sich mein leben heute irgendwie verändert.
Die letzten beiden Schulstunden beachtete ich weder Murata noch Wolfram oder sonst wen, ich wartete nur ungeduldig auf den Klingelton, rief Murata ein bis morgen zu, und machte mich auf zu meinem Rad um nach Hause zu fahren. Ja, zu hause da war sicher noch alles normal. Bei meinem Rad angekommen musste ich jedoch feststellen, das der Reifen immer noch platt war , er hatte sich also nicht wie durch ein Wunder von  selbst wieder repariert, wie auch. Ich ergab mich meinem Schicksal und holte das Werkzeug aus der Satteltasche. Noch während ich den Reifen abschraubte hörte ich Schritte. Ich musste mich gar nicht umdrehen um zu wissen, das es Murata und jawohl und Wolfram waren. „Komm Shibuya ich helfe dir“, bot Murata an, „nicht nötig“ mischte sich der Blonde sofort wieder aufdringlich ein. Er winkte ein Taxi heran das auch sofort anhielt und sagte dem Fahrer, „heben sie das Rad in den Kofferraum“. Bevor ich Einspruch erheben konnte war mein Rad auch schon im Kofferraum des Taxis verschwunden und Lord von Bielefeld im Innern des Wagens. Ungeduldig sah er zu mir rüber, so als wäre es das normalste der Welt, das ich ihm zu folgen hätte. Murata´s Mundwinkel begannen wieder verdächtig zu zucken, dann aber klopfte er mir recht mitleidig auf die Schulter und meinte, „na dann bis morgen Shibuya“. Ich setzte mich ins Taxi und bevor ich die Tür zuschlug drehte Murata sich nochmal um , rief „Viel Spaß“, und radelte davon. Meine Laune war jetzt vollends im Keller und ich wollte dem Taxifahrer zurufen, wo er mich raus lassen sollte, als sich ein arm leicht um meine Schulter legte, und Wolfram sagte „ich weiß wo du wohnst“.“ Huh, woher denn? „  „Murata hat es mir gesagt“. Erklärte er mir. Aber das eigentlich unheimliche war Wolframs Veränderung. Seine Stimme klang irgendwie freundlich-verspielt, seine Augen, nein sein ganzes Gesicht schien freudig zu strahlen. Ich sah betreten nach vorne und wünschte, Wolfram würde den Arm wieder wegnehmen und weiter wegrutschen. Mein ganzer Körper verkrampfte sich und ich versuchte mich von dieser unangenehmen Situation abzulenken,  indem ich in meinem Kopf sämtliche Englischvokabeln alphabetisch durchging die ich kannte. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich zu dem Begriff „sensual „ und registrierte das irgendetwas Falsches vor sich ging. Wolfram saß nun quasi Knie an Knie bei mir während seine Hand meinen Oberarm streichelte. Obwohl ich wusste, das ich ohnehin schon ganz dicht an die Tür gepresst saß, schaute ich mich dennoch hilfesuchend um, und – tja, die Gegend kannte ich auch nicht. Ich fing an zu stottern „W W W Wo...“, als Wolfram sagte „hier wohne ich“ und das Taxi wie auf Kommando zum stehen kam.
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