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Make me legend

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 Slash
Deutschland Germanien Preussen Rom Russland Spanien
15.09.2011
23.03.2012
79
96.945
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15.09.2011 1.017
 
"Auf Wiedersehen, Suesse. Komm sicher an und Gruess die Anderen schoen." "Wird gemacht, danke, Rom." Ein letztes Mal Druecken und die junge Frau schwang sich aufs Pferd. Sie winkte und als sie schliesslich davonstob, wehten ihre blonden Locken hinter ihr, wie ein Banner.
Zufrieden drehte ich mich um und ging zurueck zum Haus. Es war ein schoener Fruehlingstag. Die Schneegloeckchen standen in voller Bluete und sprossen ueberall aus dem Boden. Als ich mich bueckte und eine zarte Blume pflueckte, erinnerte ich mich an den Tag vor vielen Jahren und drehte mich automatisch in die Richtung, in die die Blonde gerade davongeritten war. Die Pflanze zwischen meinen Fingern und melancholisch laechelnd, schritt ich den kurzen Weg zurueck.
Als ich das Haus schon vor mir sah, kamen mir zwei Gestalten entgegen. "Hey Rom, wir gehen fischen." Und schon waren sie an mir vorbeigerast. "Man Gil, warte doch auf mich!" Ich schmunzelte und blickten den beiden Jungen nach, bis sie der Wald verschlungen hatte.
"Raufbolde." "Redest du von dir selbst?" Germania sass unter einer der grossen Kastanien und grinste mich frech an. Ich grollte spielerisch und beugte mich so ueber ihn, dass er nicht fliehen konnte. "Was sagst du da, Germane?" Er lachte und ich setzte mich zu ihm, das Schneegloeckchen in seine Hand drueckend. Er betrachtete es laechelnd.
"Ist Ann schon aufgebrochen?" "Ja, sie hatte es eilig und wollte dich nicht wecken." "Hat nicht viel geholfen. Lu und Gil haben ganze Arbeit geleistet." "Sag ich doch: Raufbolde."
Eine schwache Briese kam auf und die Zweige ueber uns fingen an zu knacken. Gepackt vom Frieden des Momentes legte ich den Arm um den Blonden.
Ann war gestern ueberraschend vorbeigekommen. Sie war auf den Weg nach Rom, um sich dort mit Ivan zu treffen. Das Maedchen war eine energische, starke Frau geworden und seit sie alt genug dazu geworden war, zog sie mit Ivan durch die Laender und kaempfte, um Dinge zu veraendern. Auch wenn ich das mit Besorgung verfolgte, schien sie ziemlich gluecklich und versprach immer wieder, dass Ivan ja gut auf sie aufpasse.
In den letzten Jahren hatten wir Deb und die anderen oft besucht. Gilbert und Ludwig wurden mit Freuden in die Familie aufgenommen und als Debs kleiner Junge geboren wurde, war das Glueck perfekt. Deb gab ihm passender Weise den Namen Loki und er kam ganz nach der grossen Schwester. Er trug nun das Kuscheltier mit dem selben Namen mit sich rum und begann mit grossen Kinderaugen die Welt zu entdecken.
Antonio wurde ganz wie der Vater von der Kunst des Heilens angezogen und befand sich mitten in der Lehre. Ausserdem durfte man nicht vergessen es ihm hoch anzurechnen, dass er sich gegen alle Meinungen und Stimmen durchgesetzt hatte und Lovino seinen festen Freund nannte.
Damit war Drama vorprogrammiert, aber trotz all den Alltagsschwierigskeiten war das Leben seit damals wesentlich ruhiger.
Von Ann, die sich oft in der Hauptstadt aufhielt, hoerten wir ab und zu ein paar Neuigkeiten. Nach dem Mord an Caesar hatte Brutus bald fluechten muessen und Caesars anderer Adoptivsohn Octavius herrschte nun unter dem Namen Augustus. Zwar waren die Roemer nicht aus Germania verschwunden, doch unter der Hand des neuen Herrschers gab es mehr Frieden und eine Aussicht auf eine bessere Zukunft.
Und vor allem das war uns wichtig. Wir wollten Sicherheit und ein gutes Leben fuer die Familie, die wir mit allem, was wir hatten, beschuetzten. Besonders Ludwig und Gilbert. Sie vertrauten uns und wir wuerden nicht versagen. Die letzten Jahre waren so mit Glueck und Ruhe durchzogen, dass ich es gegen nichts in der Welt eintauschen wuerde.
Ich sah zu dem entspannten Gesicht neben mir, das mit einem Laecheln und geschlossenen Augen an meiner Schulter lehnte. Leichte Fruehlingsbriese und junge Blaetter filterten das Sonnenlicht.
"Germania, bist du eigentlich gluecklich?" Er blinzelte zu mir auf und schmunzelte. "Wonach sieht es denn aus?" Langsam versenkte er seine Haende in meinen Haaren und zog mich zu einem Kuss runter. "Ich seh schon", knurrte ich und zog ihn mehr auf meinem Schoss.
Unsere Nasen beruehrten sich, als der Kuss abbrach und sich unsere Blicke trafen. Worte brauchten wir schon lange nicht mehr. Germania schnurrte leise als ich ihm im Nacken kraulte.
"Hey, ihr Turteltauben, geht in den Wald, wenn ihr fortfahren wollt." Ein breit grinsender Gilbert stand hinter uns. "Wolltest du nicht fischen gehen?", seufzte ich ohne aufzusehen oder innezuhalten. "Ludwig ist ins Wasser gefallen. Ausserdem habe ich Hunger."
Damit trabte er ins Haus hinter ihm sein nasser und erroeteter Bruder der entschuldigend nickte. Ich seufzte. "Da bleibt uns wohl nichts anderes uebrig." Germania lachte. "Sie sind so schnell gross geworden. Schade, dass sie nicht so klein und niedlich geblieben sind." Grinsend half ich ihm auf. "Ich bin nicht niedlich!", kam es protestierend aus dem Haus und wir folgten den beiden.
Der Blonde griff beilaeufig meine Hand. "Ich bin froh, dass unser Leben so geworden ist. Wenn ich an damals denke." Er erschauerte. "Was alles haette schiefgehen koennen." "Ist es aber nicht." "Das war ein Wunder." traeumerisch sah er mich an und ich kuesste ihn fluechtig.
Mir fiel etwas ein, was meine Mutter damals immer gesagt hatte. Ein Fragment aus der Vergangenheit. Als Kind hatte ich daran geglaubt, jetzt verstand ich es.
"Wunder passieren und aus Wundern werden Legenden."  

Ende
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Es ist vorbei. Es ist beendet.
Danke fuer alle komentarschreiber und vor allem an AkiraINItForLife fuer das berichtigen und helfen.
Wie versprochen hast du noch eine Danke-schoen-FF bei mir frei ^^
Es war ein langer Prozess und wenn ich ehrlich bin, vermisse ich an 'Make me Legend' zu schreiben.
Es war nicht das letzte was ihr von mir hoert und jetzt werde ich mich erst mal um die anderen Projekte kuemmern.
Wer 'das Hetalia ABC' kennt darf sich freuen =D
bis bald und danke an euch alle
sproutet♥
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