Die Sonne von Shin Mazako

von Akio21
GeschichteDrama, Mystery / P16 Slash
Bob Conrad Weller Gisela Murata Ken Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
13.09.2011
20.02.2013
32
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Bis vor kurzem vor der 82jährige Wolfram von Bielefeld noch ein Prinz. Seine Mutter war die Dämonenkönigin. Zudem war er ein reinrassiger Dämon, ein ausgezeichneter Schwertkämpfer und einer der stärksten Magier im gesamten Reich. Als Mitglied der zehn Adelshäuser des Grossreiches der Dämonen wohnte er bei seinem Onkel Waltorana von Bielefeld in dessen Schloss, hatte seine eigene Leibgarde und war einer der reichesten und begehrtesten Junggesellen im ganzen Land. Seine Schönheit war schon legendär, allerdings auch sein überhebliches und schlechtes Benehmen, ganz besonders wenn es um Menschen ging. Nicht einmal seinen Bruder wollte er als solchen akzeptieren, da dieser nur ein Halbdämon war. Seine Arroganz und sein Stolz erlaubte ihm nicht, eigene Fehler einzugestehn, vielmehr war es doch so, das er das Opfer war, denn Conrad hatte ihn betrogen. Er, Wolfram hatte seinem Bruder vertraut, doch dieser hatte die Unverschämtheit besessen, einen Menschen zum Vater zu haben. Aber genau dessen Fähigkeit auch mit Menschen zurechtzukommen benötigte Wolfram jetzt mehr als alles andere. Zum Glück wusste Wolfram nicht, das ausgerechnet Conrad auch die andere Seite seines Bruders kannte. Die Seite, die sich nach einer Familie sehnte, die Kinder liebte und so unsicher war, das sie grosse Verlustängste hatte. Wolframs Seite, wegen der er seinen kleinen Bruder, trotz allen verbalen Verletzungen die er ihm zufügte, liebte.
Die Dämonen des Grossreiches hatten sich 4000 Jahre lang auf ihre Stärke und Magie verlassen ohne zu bemerken, das ihre Magie immer schwächer wurde. Die Menschen hingegen hatten immer mehr an ihrer Stärke und ihrem Exorzismus gearbeitet und waren zu einer ernstzunehmenden Bedrohung geworden. Nur die ganz Alten weigerten sich, die Verschiebung des Gleichgewichts der Kräfte zugunsten der Menschen zu sehen. Wolfram dagegen war intelligent genug um zu wissen, das er seine Augen nicht verschliessen durfte, denn das hätte fatale Folgen gehabt. Vielleicht war das der Grund, weshalb er zu ihrem Urkönig gerufen wurde.
Der blonde Feuerdämon war Realist. Er wusste, der Urkönig war vor 4000 Jahren verstorben, darum glaubte er, er hätte es nur mit den Priesterinnen zu tun, als er den Tempel betrat. Ulrike, die älteste mit ihren 800 Jahren und höchste der Priesterinnen führte ihn in einen kühlen Raum mitten im Tempel und hiess ihn, zu warten.
Dem verzogenen Prinzen passte das nicht wirklich, und wäre er nicht zum erstenmal in diesem Raum gewesen, er wäre verärgert wieder gegangen. Aber er spürte eine seltsame Präsenz, spürte, das dieser Raum auf eigenartige Weise heilig war. So beschloss er zu warten, und sich stattdessen umzusehen. Als er an ein Becken aus Marmor mit Goldverzierungen kam und dieses musterte hörte er ein Geräusch. Instinktiv griff er nach seinem Schwert, nur um sich daran zu erinnern, das er es bei seinem treuen Schimmel draussen lassen musste, und fuhr herum. Er wollte schreien, wer ist da, kam aber auch dazu nicht, denn vor ihm stand er, der Urkönig. In voller Pracht und Grösse. Vom Aussehen ähnelte er Wolfram sehr, ein gleichmäßiges engelsgleiches Gesicht, umrahmt von dichtem goldenen Haar. Der einzige Unterschied war das Shinou etwas älter aussah, als der 82jährige, er sah fast wie 100 aus und seine Augen waren im Gegensatz zu Wolframs grünen Augen die an Smaragde erinnerten von einem klaren Blau. Er sah Wolfram ernst ins Gesicht. Lord von Bielefeld erkannte auch sofort den Ernst der Lage und riss sich weitgehend zusammen, sich tief vor seinem Idol verbeugend machte er ihm seine Aufwartung. Shinou nahm sie selbstgefällig entgegen und zeigte dann mit einer ausladenenden Bewegung zu den goldenen Stühlen die im Raum standen. Wolfram verbeugte sich wieder, und stellte sich hinter einen der Stühle, bis Shinou sich gesetzt hatte, dann nahm er selbst ebenfalls Platz.

„OUT“, rief der Schiedsrichter laut, so dass jeder ihn hören konnte, über den Platz. Shibuya warf seine Maske und seine Handschuhe in alle Richtungen davon, dies war der Sieg für sein Team. Die wenigen Leute im Publikum klatschten begeistert, und Yuri war in kürzester Zeit von seinem Team umringt, das ihn zu gerne hochgehoben und in die Luft geworfen hätte. Leider wusste seine Mannschaft, das Yuri weder Umarmungen mochte, noch umjubelt zu werden, so dass sie ihm begeistert auf die Schultern klopften. Alle waren sie Aussenseiter gewesen, entweder mussten sie die ganze Zeit während der Spiele auf der Bank sitzen oder wurden erst gar nicht ins Team aufgenommen, bis der grösste Aussenseiter von allen, nämlich Yuri, an sie herantrat und fragte, ob sie Lust hätten, gemeinsam mit ihm eine neue Mannschaft zu gründen. Die meisten dachten, was soll das bringen, ist doch eh sinnlos, aber die andern, die Baseball mit Leib und Seele liebten waren voller Hoffnung und genau die suchte yuri. Er beobachtete sie genau, erkannte sehr schnell ihre Stärken und Schwächen und teilte ihnen ihre Positionen zu. Obgleich er mit der ganzen Mannschaft trainierte, fand er auch immer wieder Zeit für den ein oder anderen Ratschlag und nach kurzer Zeit holte Yuris Team einen Sieg nach dem andern. Die Profis begannen allmählich nervös zu werden, und auch wenn immer nur noch wenig Zuschauer kamen, so wurden es doch langsam aber stetig mehr. Yuri selbst war sozusagen eher unehrenhaft aus dem Team geflogen, hatte er doch seinen Trainer geschlagen, eine Ungeheuerlichkeit sozusagen. Auf der andern Seite machte ihn aber auch genau das zum Helden für alle die, die auch Ungerechtigkeit erfahren, sich aber nicht getraut hatten, sich zu wehren.
Zufrieden mit dem Ergebnis schlenderte Yuri mit seinem engsten Vertrauten und Manager zum Badehaus, nicht ohne jeden noch zu loben für seinen Spieleinsatz. Murata schwieg bis Yuri sich ihm zuwandte. „Danke, Murata, das du dich um das ganze Verwaltungszeugs kümmerst, ich hasse diesen Papierkram richtig“. „Ach nee, du, lass ma, ich machs gerne, kein Problem, ehrlich.“ Das stimmte auch. Murata hatte keinerlei Probleme sich um Termine, Spielpläne und andere Dinge zu kümmern, das war wirklich ein kleiner Preis für das was er eigentlich wollte. Und das war einfach in Shibuyas Nähe zu sein. Denn im Gegensatz zu Shibuya wusste Murata wer oder besser was er war, und wer Shibuya war.
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