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Be your bassist

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
12.09.2011
12.09.2011
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12.09.2011 1.010
 
Hi, freut mich dass euch dieser OS so weit zu interessieren scheint dass ihr hier gelandet seit XD
Dieser One-Shot kommt nicht von mir,
ich habe ihn lediglich aus dem Englischen übersetzt...
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Be your bassist

Viele Leute sagen, dass der Bass keinen besonderen Ton hat, dennoch ist es ein ziemlich wichtiges Instrument in einem Lied.

Ohne einen Bass, fühlt es sich so an als würde dem ganzen Song etwas fehlen... doch was fehlt?

Es fehlt die Seele.

Wie hört sich ein Song ohne Seele an?

Was wird aus einer Person die keine Seele besitzt?

Wenn ich gehen würde, würdest du dich so fühlen?

Würdest du dich so fühlen, als würde deine Seele fehlen?

...



Mio seufzte und beugte sich über ihren Tisch.

Irgendwas stimmte nicht. Alles wirkte trostlos und irgendwie hatte alles seine Farbe verloren. Außerdem sickerten die Worte von anderen nur schwer zu ihr durch. Manchmal mussten sie ihren Namen viele Male wiederholen, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen.

"Mio-chan..."

"Mio..."

"Akiyama-san..."

Was war nur los? Würden sie fragen, dann würde Mio ein falsches Lächeln aufsetzen und dafür sorgen, dass sie glaubten, dass alles ok war.

Nichts war los, das würde sie antworten.

Sie würden sie wieder alleine lassen und Mio würde wieder in Gedanken versinken. Ihr Blick galt der Leere, egal was in der Welt auch geschehen würde, es interessierte sie nicht. Sie dachte nur an eins.

"Warum fühle ich so?", dachte sie irritiert.

Sie sah nach vorne.

Ritsus Stuhl war verlassen.

War dass der Grund dafür dass sie so abgelenkt war? War Ritsu der Grund wieso sie sich so merkwürdig verhielt?

Ritsu war ihre Freundin seit sie kleine Kinder waren. Ritsu liebte es sie zu ärgern und verschwieg oft die Wahrheit. Mio hasste es manchmal, aber das zählte nicht. Alles was zählte war, dass sie all die verschieden Arten von Reaktionen und Ausdrücken ihrer Freundin sehen konnte, wenn Ritsu sie ärgerte. Ritsu, wie sie sich ihren Kopf rieb, nachdem sie mal wieder von Mio geschlagen worden war. Selbst schuld, wenn sie peinliche Geschichten aus der Kindheit der Bassistin erzählte. Ihr teuflisches Grinsen nach einer Angst einflößenden Geistergeschichte, oder wenn ein heftiges Gewitter tobte. Ritsus dümmliches Gesicht wenn sie einen total alten Witz erzählte...

Ritsu.

Plötzlich traf es sie.

Sie gab sich Mühe, dem Unterricht zu folgen und aufzupassen. Endlich, der Unterricht war zu Ende. Die Linkshänderin schnappte sich ihre Sachen zusammen, samt den Mitschriften für Ritsu, und machte sich fertig zum Gehen.

Mio lief durch den Raum, trottete abwesend durch die Flure.

Sie beeilte sich, aus der Schule zu kommen und rannte die Straße entlang.

Mio atmete schnell und schwer, auf dem Weg zu Ritsus Haus war sie in zahllose Leute gerannt. Es begann, vereinzelte Tröpfchen zu regnen. Sie rannte an der Grundschule vorbei, in der sie sich zum ersten Mal gesehen hatten, ihr Ziel klar vor Augen. Einen Moment später begann es zu regnen. Leise fluchte die Schwarzhaarige vor sich hin und rannte weiter geradeaus, dabei hielt sie sich ihre Schultasche über den Kopf, um sich jedenfalls ein bisschen von dem Regen zu schützen.

Mio war komplett außer Atem, als sie vor dem Haus der Tainakas stand. Der Regen wurde heftiger und es platschte jedes Mal laut, wenn ein Tropfen auf dem festen Asphaltboden auftraf. Sie klingelte, doch dann fiel ihr ein, dass Ritsus Eltern gar nicht zu Hause waren. Sie drückte gegen die Tür und bemerkte zu ihrer Verwunderung, dass sie nicht verschlossen war.

Es war still im Haus, die einzigen Geräusche, welche sie vernahm, waren ihr eigenes Atmen und der Regen. Sie zog Socken und Schuhe im Eingangsbereich aus und begab sich ins Badezimmer. Mio schnappte sich Ritsus Handtuch und begann sich abzutrocknen. Während sie sich die Haare trocknete, atmete Mio durch das Handtuch Ritsus süßen Geruch ein. Aus ihrer Trance wurde sie erst durch Ritsus Husten gerissen.

Die Linkshänderin ging in die Küche, um ein Glas lauwarmes Wasser zu holen, dann ging sie die Treppe hinauf. Bevor sie zum Anklopfen kam, vernahm sie Ritsus angeschlagene Stimme.

"...Mio?"

Mio kicherte leise vor sich hin. Ritsu wusste immer, ob sie es war oder nicht. "Ein Instinkt einer Kindheitsfreundin, hm...?!"


Sie setzte sich neben Ritsus Bett und sah ihr in die Augen. Silber-grau traf auf bernsteinfarben. Die beiden lieferten sich einen 'Anstarr-Wettbewerb', fast so, als könnten sie die Gedanken des jeweils anderen lesen. Ritsu brach nach geraumer Zeit die seltsam angenehme Stille.

"Du hast mein Handtuch benutzt... *hust* ...stimmt’s? Heh..." Ritsu schaffte es mit Mühe zu sprechen.

"Dieses eine Mal muss ich dir Recht geben. Hier, trink etwas Wasser.", meinte Mio lächelnd, während sie Ritsu aufhalf.

Ritsu nahm das Glas dankbar an und trank etwas. "Ich bin froh dass du gekommen bist, Mio... Es fühlte sich so an als würde ich irgendwas vermissen,... aber jetzt bin ich wieder ok..."

"Ich bin auch froh gekommen zu sein, Ritsu... aus demselben Grund." Sie war froh und gleichzeitig erleichtert dass Ritsu genauso fühlte.

Die Braunhaarige hustete kurz.

Mio zog eine Augenbraue hoch. "Ich denke, es wäre besser, wenn du dich ausruhst. Keine Sorge, Ritsu, ich bin hier, für den Fall, dass du mich brauchst."

"'Kay... bald geht’s mir wieder besser..." Ritsu schloss ihre Augen und schlief sofort ein. Die Schwarzhaarige nahm ein nasses Handtuch und legte es behutsam auf Ritsus warme Stirn.

Draußen schien es aufgehört haben zu regnen. Eine große Pfütze auf dem Boden reflektierte die bunten Farben des Regenbogens, während hinter ein paar Wolken langsam wieder die Sonne zum Vorschein kam.

Es war wieder sonnig.

...

Viele Leute sagen, dass der Bass keinen besonderen Ton hat, dennoch ist es ein ziemlich wichtiges Instrument in einem Lied.

Ohne einen Bass, fühlt es sich so an als würde dem ganzen Song etwas fehlen... doch was fehlt?

Es fehlt die Seele.

Ein Song ohne Seele währe nichts.

Ein Mensch ohne Seele wäre leer.

Lass mich deine Seele sein, um deine Leere zu füllen.

Lass mich deine Bassistin sein.

...
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