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Cry me a River

von sabse84
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
11.09.2011
27.09.2011
13
40.127
5
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Dieses Kapitel
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11.09.2011 1.315
 
Hallo ihr alle,
Ich möchte euch hier mal eine englische FF vorstellen die ich gefunden habe. Leider ist sie nicht vollständig, trotzdem aber die beste FF die ich zu V wie Vendetta je gelesen habe.

Ich möchte hier noch mal ganz deutlich betonen, dass die Story NICHT von mir ist, ich aber eine Sondererlaubnis habe (von einem Helge den ich im Support angeschrieben habe)sie zu übersetzen. und hier zu posten. Den Link zum Original findet ihr auf meinem Profil. Hoffe ich übersetze alles richtig-für Verbesserungen bin ich offen.



Evey stand auf dem Dach über der Schattengalerie und beobachtete das Feuerwerk in der Ferne mit so viel Freude wie sie sich vorstellte wie V es getan hätte.
Salzige Tränen stachen in ihren Augenwinkeln als eine große Welle des Verlustes ihren Körper erschütterte. Sie erlaubte es sich aber nicht zu weinen. Sie hatte diese Nacht genug geweint. Jetzt war die Zeit sich zu Konzentrieren egal wie viele tränengefüllten Nächte noch vor ihr liegen würden.

War er wirklich einfach gestorben? Sie musste erst noch verstehen was passiert war. Nach allem was er für sie getan hatte -  und sie hatte ihm nie dafür gedankt. Was wirklich an ihrem Herz zerrte war ihr Wiederstand dagegen ihm auf der blutverschmierten U-Bahnstation die drei Worte zu sagen. Wenn die Maske auch alle sichtbaren Emotionen verdeckte es brauchte keinen Experten um zu wissen, dass V unter seiner Maske einen hoffnungsvollen Gesichtsausdruck gehabt haben musste.
Wie konnte sie dieses Gefühl nicht erwidern? Sie liebte ihn. Mehr als sie jemals einen  anderen Mann in ihrem Leben geliebt hatte. Und alles was sie sagen konnte war “ Du darfst nicht sterben”. Es war armselig und es machte sie krank.

Sie klammerte sich am Rande des Daches fest, demselben Dach auf dem sie schon vor Monaten stand, als sie die Frische des Regens durch ihre verwahrloste Haut in sich aufnahm nach all den Monaten der Inhaftierung. Ihre Augen brannten.

“ Ich liebe dich “, flüsterte sie als ein V aus Feuer hoch im Nachthimmel erschien.
Pfiffe und Rufe der Zustimmung ertönten durch die Ekstase des Augenblicks aus der Menge heraus. Aber Evey stand auf diesem Dach und fühlte sich winzig und allein auf dieser Welt trotz Finch, der unsicher an ihrer Seite stand.
Selbst als sie dort draußen in der realen Welt war wusste sie um V der in der Schattengalerie darauf wartete, dass sie zurück kommt. Aber  jetzt waren die Rollen vertauscht und sie würde seinen Platz einnehmen um auf einen Mann zu warten, der nie zu ihr zurück kommen konnte.

Das Feuerwerk erlosch und am Ende erklang ein weltbewegender Jubel.
V war ein Gott für diese Menschen.
Begriffen sie das er nicht mehr da war?
Der Gedanke da weiter zu machen wo er aufgehört hatte entsetzte und begeisterte Evey zur gleichen Zeit.

Letztendlich wandte sie sich zu Finch, der mit einem besorgten Blick neben ihr stand.

“ Also…”, begann er ungeschickt.
Das Hammondmädchen glänzte mit einem Vertrauen und einem Geist den er seit der Zeit vor der Reklamation bei keiner Person mehr gesehen hatte, selbst wenn sie wie ein frischer Luftauch war fühlte er sich neben ihr unterlegen.

“Ich glaube Sie sollten jetzt gehen”, sagte sie und wandte sich wieder den schwelenden Ruinen des Parlaments zu.
“ Aber…”
“ Ich werde sie morgen kontaktieren. Eric, oder?” Er nickte. “Ich brauche jetzt nur ein bisschen Zeit alleine. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, es ist nur …ich.. Ich weiß nicht was ich  tun soll.”
“Ich verstehe. Hier ist meine Büronummer”, er nahm eine kleine laminierte Karte aus seiner Brieftasche und legte sie neben ihrer Hand  auf die Begrenzungsmauer des Daches.” Und wenn ich da nicht erreichbar bin, wovon ich sehr ausgehe, meine Privatnummer…” Er gab ihr eine neue Karte.

“Aufwiedersehen Mr. Finch.”
“Aufwiedersehen.” Er wandte sich um und war sehr überrascht dass sie ihn, so nah an V´s Heim,  alleine gehen lies.

“Oh, und Mr. Finch?”
“Ja?”
“ Wenn sie sich irgendwie der Schattengallerie nähern…”
“ Ja, ja, natürlich. Sie können mir vertrauen Ms. Hammond. Ich vermute Vertrauen ist etwas das wir teilen müssen, jetzt wo die Revolution begonnen hat.”

Sie lächelte leicht und ihre Mundwinkel zuckten leicht nach oben. “ Die Revolution hat definitiv begonnen, obwohl ich sie nicht so feiern werde wie jeder andere.”
Für einen Augenblick musterte er sie vorsichtig. Warum sollte sie den Beginn einer neuen Ära nicht feiern? Sie hatte dazu soviel Recht wie jeder andere auch.
Um Gottes Willen das einzig Negative war der Tod von V und der hielt sie für ein Jahr gefangen. Sie sollte froh sein ihn los zu sein.
Dann kam ihm der Anblick von V`s durchschossenem Körper mit Scarlet Carsons geschmückt in den Sinn. Der Mann verdiente sicherlich einen dramatischen Scheiterhaufen, doch er vermutete das es nicht natürlich war soviel Anteilnahme für jemanden zu empfinden der so bedeutungslos für einen selbst war. Er wunderte sich ob der Terrorist und die Frau in Not irgendeine Art Bund eingegangen waren. Das war möglich, aber tatsächlich wahr? Er hätte es nicht gedacht.
Als Finch das Dach über die steile Treppe zum Lift verlies warf er einen Blick zurück. Das Hammondmädchen hatte einen absolut herzzerreißenden Ausdruck im Gesicht. Er konnte all die Emotionen nicht beschreiben, die während der zwei Sekunden in denen er sich umsah, über ihr feines Gesicht zogen. Finch war sich jedoch einer Sache sehr sicher; V war mehr für sie gewesen als er vermutet hatte.
Er seufzte und ging weiter.

Evey holte eine Scarlet Carson hervor. Sie hatte sich nicht dagegen wehren können sie als letzte Erinnerung von V`s Körper mit zu nehmen. Sie blickte zum Himmel. Obwohl es Nacht war störte keine Wolke das Dunkelblau über ihr. Eine Nacht an die man sich mit Sicherheit erinnern würde.
Die Rose sah im Zwielicht wunderschön aus. Die Blüten wellten sich langsam nach Innen und sahen so weich aus, dass sie sich wünschte in ihnen verschwinden zu können nur um das alles vergessen zu können und ein wenig Frieden zu fühlen.
Für den Bruchteil einer Sekunde sah sie über den Dachrand nach unten und beugte sich schnell wieder zurück. Nein, er würde das nicht wollen. In der Vergangenheit hatte sie sich so oft danach gefühlt ihr Leben zu beenden, dass es ironisch schien in ihrem schlimmsten Moment nicht daran zu denken. Stattdessen hielt sie den Rosenstiel in ihrer Hand und fühlte die Dornen über ihre Haut kratzen und wie kleine Blutströpfchen in ihrer Hand erschienen. Aber das war nicht genug. Sie schlug auf die Mauer und spürte wie der Schmerz gewaltsam von ihren Fingerknöcheln aufwärts stieg. Sie schlug noch mal  und solange bis ihre zerkratzten Knöchel zu bluten anfingen und die Wucht ihren Arm hinauf auch ihr Innerstes erreichte. Sie rutschte die Wand hinunter und umfasste mit ihrer ramponierten Hand ihr Gesicht.
Der Boden war hart und es lag zerbrochenes Glas unter ihrem Bein, das allerdings nicht besonders weh tat.
Die Rose war in ihre pochende rechte Faust geklammert, die Blütenblätter waren durcheinander und der Stiel gebrochen. Evey starrte für einige Minuten darauf und verstand, dass sie nun  auch das letzte von V, das in ihrem Besitz gewesen war, zerstört hatte.
Aber er war tot und würde nicht wieder kommen, ebenso wie die Rose. Sie warf sie rückwärts über die Mauer. Die Rose flatterte abwärts auf den Bürgersteig und würde später von einem gutgelaunten Passanten auf seinem Weg nach Hause aufgehoben werden. Aber man würde so ein Ding nicht behalten, sie würde wahrscheinlich im Mülleimer landen.
Es ist doch komisch wie etwas so perfektes vergeudet werden kann.
Evey ging zurück zur Schattengallerie und fühlte sich ebenso zerbrochen wie die Rose.
Wie könnte sie V´s Vermächtnis möglicherweise weiter führen?
“Ich hoffe du vertraust mit, V”, murmelte sie mehr zu sich selbst als zu ihrer Umgebung. “ Ich werde jede Menge Motivation brauchen.”
Und damit betrat sie die leere Schattengallerie und fühlte sich mehr alleine als jemals zuvor.


würde mich interessieren was ihr von der geschichte haltet-ich find sie nämlich echt schön. Danke fürs Lesen
 
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