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Eine Liebe für die Ewigkeit

von cc-Doris
GeschichteLiebesgeschichte / P12
Eden Capwell Robert Barr
10.09.2011
10.09.2011
3
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10.09.2011 1.419
 
Der neue Tag warf seine ersten Sonnenstrahlen in das Zimmer, vor dessen Kamin Eden und Robert lagen.
Robert war schon einige Zeit wach, hatte seinen Ellenbogen aufgestützt und beobachtete die neben ihm schlafende Eden zärtlich. Auf Edens Gesicht lag ein glückliches und entspanntes Lächeln. Robert fand sie schöner denn je. Er hatte sein Glück kaum fassen können, als er nach dem Aufwachen die Frau neben sich liegen sah, die er seit so vielen Jahren aus tiefstem Herzen liebte.
Wie sehr hatte er sich seit ihrer Trennung danach gesehnt, ihr nahe zu sein, sie in den Armen zu halten, ihre Haut spüren zu dürfen und ihrem Atem zu lauschen ...
Seit er Eden am Strand von Las Sirenas vor dem Ertrinken gerettet hatte und zum ersten Mal in ihre schönen Augen sah, war er fasziniert gewesen und wusste, dass das Schicksal sie beide füreinander bestimmt hatte. Es gab seither keinen Tag an dem er nicht an sie gedacht oder von einem gemeinsamen Leben mit ihr geträumt hatte. „Guten Morgen“ Edens schläfriger Gruß riss Robert aus seinen Gedanken. Er hatte vor lauter Glückseligkeit gar nicht mitbekommen, dass Eden inzwischen erwacht war. „Guten Morgen, mein Engel.“ Robert beugte sich über sie und küsste sie zärtlich. Eden öffnete die Augen und streichelte Robert sanft über die Wange. „Die letzte Nacht war wunderschön. Ich habe mich so danach gesehnt mit dir zu schlafen, Eden.“
„Es war genau wie früher, Bobby. Du machst mich so glücklich“, flüsterte Eden. „Weißt du wie lange ich von diesem Moment geträumt habe, den du mir gerade geschenkt hast, Liebes ? Morgens aufzuwachen, dich neben mir zu spüren, dir in die Augen zu schauen und zu erkennen, dass du mich liebst. Ich bin so froh, dass du endlich aufgehört hast, deine Gefühle für mich zu unterdrücken.“ Robert legte seine rechte Hand auf Edens Herz und führte ihre rechte Hand zu seinem Herzen. „Nicht nur unsere Seelen sind im Einklang, mein Engel, auch unsere Herzen.“ Roberts Berührung brannte auf ihrer Haut und als seine Hände ihren Körper liebkosten, glaubte Eden vor Glück zerspringen zu müssen ...


Das Rauschen der Wellen, die gleichmäßig am Ufer verstrichen, war das einzige Geräusch das am Strand zu hören war. Eden und Robert gingen barfuss durch den Sand, hielten sich an den Händen und schwangen in ihren freien Händen ihre Schuhe. Die beiden Verliebten hingen ihren Gedanken nach. Eden war die erste, die schließlich das Schweigen brach.

„Robert, diese Tage hier mit dir in Laguna haben mir gezeigt, wie sehr ich dich liebe und das ich für immer bei dir sein möchte.“ Sie blieb stehen, lächelte ihn liebevoll an und konnte der Versuchung ihn zu küssen nicht widerstehen. Als sie sich nach einer kleinen Ewigkeit von ihm löste, schlug ihr Herz schneller.
„Ich fühle mich so geborgen bei dir, Bobby. Am liebsten würde ich die Zeit anhalten um unseren Aufenthalt hier, unser Paradies auf Erden, für immer festzuhalten zu können.“
Robert löste kurz den Griff von Edens Hand um ihr eine widerspenstige Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen. Wie zufällig berührte er dabei ihre Haut um danach nach ihren Fingern zu tasten, die er zärtlich umschloss. „Ich war noch niemals so glücklich in meinem Leben wie in den vergangenen Tagen mit dir, mein Engel. In deiner Gegenwart kann ich so sein, wie ich wirklich bin. Du verstehst es, in mein Herz und meine Seele zu sehen und dafür danke ich dir.“ Robert hauchte einen Kuß auf Edens Handrücken und zog sie dann in seine Arme. „Du darfst mich nie wieder verlassen, Liebes. Wir waren schon viel zu lange getrennt, aber das Schicksal hat uns endlich wieder zueinander geführt, weil wir einfach zusammen gehören. Ich bin so glücklich darüber, dass wir noch eine 2. Chance bekommen haben.“
Eden kuschelte sich an ihn und spürte wie sich seine Brust hob und senkte. Robert zeichnete mit den Fingern die Konturen von Edens Gesicht nach und schenkte ihr ein Lächeln, das alles über seine Gefühle für sie verriet. Eng umschlungen ging das Paar weiter den Strand entlang.
„Weißt du eigentlich, dass Kelly sich in dich verliebt hat?“ fragte Eden unvermittelt. Robert war überrascht, dass sie auf ihre jüngere Schwester zu sprechen kam. „Eure Abenteuer in El Diablo haben einen starken Eindruck bei ihr hinterlassen. Sie ist völlig fasziniert von dir.“ Robert war verlegen und wusste nicht so recht was er sagen sollte. „Meinst du nicht, dass du ein wenig übertreibst, Eden? Natürlich ist mir nicht entgangen, dass Kelly meine Nähe sucht, aber ich denke, das ist wirklich nur vorübergehend. Sie hat sich da in etwas verrannt und wird sehr schnell merken, wie absurd das ist. Außerdem weiß sie, dass ich nur eine einzige Frau liebe.“
„Ich kenne meine Schwester, Robert. Ihre Gefühle für dich sind offensichtlich. Du hättest Kelly mal erleben müssen, als du nach der Schießerei im Lagerhaus im Krankenhaus warst. Sie hat mich dafür gehasst, dass ich nicht von deiner Seite gewichen bin. Zu ihrem Glück hast du sie dann gebeten, dir bei der Flucht aus der Klinik zu helfen. Sie war bestimmt selig, dich pflegen zu dürfen. Du hast sie gebraucht und das hat Hoffnungen in ihr geweckt.“
Nicht nur das, dachte Robert und erinnert sich daran wie er im Capwell-Gästehaus lag und sich dazu hatten hinreißen lassen Kelly zu küssen ...
Er war in einem erschöpften Schlaf gefallen, benommen von den Schmerzen und Medikamenten. Beim Aufwachen hatte Kelly neben ihm gelegen. Sie erzählte ihm, dass er Schüttelfrost gehabt hätte und sehr unruhig gewesen war. Kelly hatte beschlossen sich zu ihm zu legen und ihn festzuhalten damit er ruhiger würde. Er hatte geträumt sterben zu müssen und war immer tiefer gefallen, bis ihn plötzlich ein paar Arme festhielten. Sie waren warm und weich. Robert wusste, dass alles gut werden würde. Er hatte das Gesicht einer wunderschönen Frau gesehen, die ihn gerettet hatte. Und diese Frau war Kelly gewesen !

Er war verwirrt darüber, dass er von Edens Schwester geträumt hatte und noch unverständlicher war es für ihn, dass sich seine und Kellys Lippen getroffen hatten.

Robert räusperte sich und kehrte in die Gegenwart zurück.

„Das sich Kelly zu mir hingezogen fühlt ist wirklich das Letzte was ich wollte. Wir haben bedingt durch unsere geschäftliche Partnerschaft viel Zeit zusammen verbracht, in der ich sie näher kennengelernt habe. Während unserer abenteuerlichen Fahrt im Zug hat sie mir von ihrem ersten Mann erzählt. Wie hieß er noch gleich?“

„Joe Perkins“

„Joe, genau. Kelly hat ihn sehr geliebt und seinen Tod bis heute nicht verwunden. Er war ihre große Liebe. Sein Tod und die Umstände, die dazu führten, haben Wunden hinterlassen, die noch nicht verheilt sind. Es ist kein Wunder, dass alle ihre Beziehungen seither scheiterten.“

„Hat Kelly dir erzählt, dass Joe im Gefängnis saß? Er wurde verdächtigt unseren Bruder Channing erschossen zu haben. Kelly fand Joe über Channings Leiche gebeugt, die Tatwaffe in der Hand haltend. Ihre Aussage war ausschlaggebend, dass Joe verurteilt wurde. Sie hat sich das nie verzeihen können, auch als sich später herausstellte, dass unsere Mutter Channing versehentlich erschossen hatte.“

Die Erinnerung an die Tragödie durch die Channing aus der Familie gerissen wurde, ließ Wehmut in Eden aufkommen. Ein trauriger Glanz trat in ihre Augen. Robert spürte die Trauer die Eden bei dem Gedanken an ihren Bruder empfand und drückte ihr mitfühlend die Hand. Eden lächelte Robert dankbar an.

„Ich wünsche Kelly so sehr, dass sie den richtigen Mann findet, der sie glücklich macht. Sie hat es wirklich verdient, die Liebe und Warmherzigkeit zu empfangen, die sie bereit ist zu schenken.

„Bestimmt wird sie lernen mit der Vergangenheit und der Erinnerung an Joe zu leben und irgendwann frei zu sein für eine neue Beziehung, die ihr dauerhaftes Glück beschert.“

„Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich damit umgehen soll, dass sich meine Schwester in dich verliebt hat, Robert. Ich bin eifersüchtig und wünschte Kelly hätte nicht diese Gefühle für dich. Als hätten sie und ich nicht schon genug Probleme miteinander ...“
„Eden, ihr beide steht euch so nahe, ganz egal, ob ihr derzeit einige Schwierigkeiten habt. Das ist doch völlig normal unter Geschwistern. Kelly möchte insgeheim so sein wie du, denn sie liebt und bewundert dich. Es ist gleich, was in eurem leben noch passiert – an eurer Bindung wird sich niemals etwas ändern.“
Eden blieb stehen und sah Robert an. In ihrem Blick spiegelten sich die Gefühle, die sie für ihn empfand.
“Ich danke dir für deine Worte, Bobby.“
Sie hob ihr Gesicht. Ihre Lippen berühren seine, dann vereinten sie sich. Eden lehnte sich an Robert und fühlte sich geborgen in der Wärme seiner Arme. Die Welt um sie herum versank.
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