Mittagessen

von Earthling
KurzgeschichteHumor / P12 Slash
Dr. John Watson Sherlock Holmes
08.09.2011
08.09.2011
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Wie in der Kurzbeschreibung angemerkt, ist dies eine Übersetzung. Die Originalautorin ist Selvendor, deren freundliche Erlaubnis ich habe und der Link der Geschichte ist folgender: Lunch
Mir gehört wie immer nichts und ich wünsche euch allen viel Vergnügen.
Außerdem ist das mein "Geburtstagsgeschenk" für Martin Freeman, der heute nen Runden, nämlich seinen 40sten feiert. Happy Birthday, Mr Freeman!
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„...Sherlock.“
Der welteinzige Consulting Detective, der auch um ein Uhr nachmittags noch im Morgenmantel auf dem Sofa herumlümmelte, ließ sich nicht dazu herab, von seinem Handy aufzusehen.
„Bitte erkläre mir, warum Köpfe im Brotkorb sind und eine Hand da liegt, wo der Schinken sein sollte.“ Johns Ton war sehr überlegt. Zwar daran gewöhnt, dass die Wohnung mit Körperteilen übersät war, fühlte er noch immer eine Welle des Ekels in sich aufsteigen und hatte zu kämpfen, um die Übelkeit aus seiner Stimme fernzuhalten.
„...Das ist ein Experiment.“
„Herrgottnochmal, Sherlock! Alles was ich wollte ist ein verdammtes Schinkensandwich!“ Das Geräusch wütender Schritte war zu hören und John kam aus der Küche. Sein Gesicht war ein Bild der Verzweiflung, als er auf seinen Mitbewohner herabschaute, der immer noch smste. Schließlich sah Sherlock ihn an.
„...Du hättest ein verdammtes Fingersandwich haben können.“, entgegnete er trocken, während der Hauch eines Lächelns über seine Lippen huschte. John erkannte den Witz darin nicht, schüttelte den Kopf und begann von neuem seine Suche nach etwas Essbarem.

~~~

„Lass uns Essen gehen.“, verkündete Sherlock, der plötzlich vom Sofa aufsprang. Er wirbelte in die Küche, wo John noch immer auf der glücklosen Suche nach Nahrung war. Der gute Doktor sah ihn verwirrt an. Für jemanden, der den ganzen Vormittag auf dem Sofa gelegen und mit dem Handy Texte verschickt hatte, war sein Mitbewohner jetzt voller Energie. Typisch.
„Warum schlägst du das so plötzlich vor?“, fragte John, mehr als nur ein bisschen aufgrund dieser Entscheidung verwirrt.
„Du willst was zu essen“, antwortete sein Freund und deutete auf die Küche. „Aber wir haben nichts.“  Als ob das die Sache erledigte, wandte er sich auf dem Absatz um und verließ die Küche. John folgte ihm und lehnte sich an die Wand, während er beobachtete, wie Sherlock sich umzog.
„Sherlock...“
„Was?“, schnappte dieser gereizt, schlüpfte in seinen Mantel und band sich sorgfältig den Schal um.
„Der Morgenmantel...“
Der Detektiv sah an sich herab und dann wieder auf. Der Saum lugte unter dem Mantel hervor. Doch der Hauptgewinn war die gestreifte Pyjamahose.
Schweigend drehte er sich um und verschwand in seinem Schlafzimmer.
John lachte still in sich hinein.

~~~

Es war fast 14 Uhr, als das ungleiche Paar sich in einem etwas heruntergekommenen Londoner Café eingefunden hatte.
John schnappte sich die Karte und überflog sie. Sherlock ignorierte seine, starrte aus dem Fenster und beobachtete in Gedanken versunken den vorbeibrausenden Verkehr.
Es hatte keinen Sinn, ihm zu sagen, dass er etwas essen sollte, da er am Tag zuvor einen halben Apfel gehabt hatte und das für ein oder zwei weitere Tage reichen sollte. Trotzdem, auch aus Gewohnheit, fragte John nach.
„...Du.“, kam als Antwort.
„W-Was?“, stotterte John verwirrt und auch ein wenig schockiert.
„...Wahlmöglichkeit U; auf der Speisekarte. Nudelsalat mit Mais..“
John, um Worte verlegen, blickte auf die Karte in seinen Händen. Natürlich waren die Menüs beschriftet. Seltsam. Und Wahlmöglichkeit U war in der Tat Nudelsalat.
„Oh...“ Dem Arzt war es ein wenig peinlich, geglaubt zu haben er meine etwas anderes.
Wie auch immer, Sherlock schien völlig unbeeindruckt.
John versuchte, sich wieder zu entspannen. Eine träge Kaugummi kauende Kellnerin kam und nahm ihre Bestellungen auf. Sie entfernte sich nur langsam. John fragte sich ärgerlich, ob sie ihr Essen noch vor dem nächsten Weihnachtsfest erwarten konnten.
Nachdem sie eine Weile in nicht unangenehmen Schweigen beieinander gesessen hatten, wandte Sherlock sich vom Fenster ab und fixierte John mit seinem durchdringenden Blick.
Diese hellen Augen ließen seinen Blick intensiver erscheinen, als gewöhnliches Braun es je könnte.
„Als ich vorhin ‚U’ sagte, wirktest du nervös. Warum?“
„Nun, ich dachte, du sagtest ‚Du’... Die Menüs werden in der Regel nicht beschriftet.“
„Du dachtest, ich wollte dich haben?“ Sherlocks Augenbrauen hoben sich in gespielter Überraschung. John lief rot an und schaute weg. Er versuchte, das abzustreiten, aber Sherlock brachte ihn zum Schweigen.
„Mein lieber John, ich tue es schon längst.“
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