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Begegnungen

von Alanda
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
08.09.2011
09.09.2011
2
3.907
 
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08.09.2011 3.176
 
Kapitel 1
Wild und Frei

Kapitel 2
Die Hauptstadt

Kapitel 3
Der Handel

Kapitel 4
Endlich Abend

Kapitel 5
Selbstzweifel




 Wie uns BEGEGNUNGEN verändern können


Kapitel 1

Wild und Frei

Zazriel war noch ganz blutverschmiert als sie die frisch abgetrennten Ohren in einen kleinen Sack warf. Sie streifte Ihre langen schwarzen Haare,
hinter Ihre weißen spitz zulaufenden Ohren, so dass nur noch einzelne Strähne in Ihr blasses Gesicht vielen. Ohne das Sie es merkte,
hinterließ Sie auch noch einen blutigen Abdruck an Ihrer Wange .....Sie schaute kurz über die einzelnen Leichen. Die Sie mit viel Anstrengung,
hinter einer Hauswand, innerhalb der Burgrunine in der Wüste Durotas versteckte. Nach dem die Allianz am Meer davor gestrandet war und
sich hier ein zu nisten versuchten, war klar, dass Sie etwas dagegen tun musste.
....Ja, .... eine menge Ohren!
Ihre Gildenmeisterin würde sicher sehr glücklich sein, über ein so großen Tribut an Sie.
Zazriel ist eine junge Blutelfen Assasine! Sie liebt es Mordaufträge auszuführen!
Vor nicht all zu langer Zeit trat Sie Ihrer Gilde bei. Sie erfuhr, dass ihre Gildenmeisterin einen genauso großen Hass gegen Zwerge und Menschen hegt,
wie sie selber. Nun versucht Sie so oft wie es Ihr möglich ist, Zwerge und Menschen zu jagen und somit den Respekt aber auch die Gunst Ihrer
Gildenmeisterin zu gewinnen.
Als Sie noch mal kurz in Ihren Beutel sah....nickte sie zufrieden und zog den linken Mundwinkel zu einem kleinen Grinsen hoch.
Ja...das sollte für Heute reichen!
Lautlos und fast unsichtbar, schlich sie sich wieder hinaus in die Wildnis.
Zazriel ist eine ausgewachsene von der Statur eher drahtige als muskulöse Blutelfe.
Wofür auch Muskeln? Sie muss schließlich immer in Deckung bleiben und blitzschnell reagieren können.
Zazriel klopfte sich noch eben den Staub von Ihrer dunklen Lederkleidung, zog Ihre Stiefel fester und vertaute den Beutel an Ihrem Gürtel zusammen.
"Nun dann... " Ein langer Marsch lag vor Ihr. Die Hand noch mal kurz auf dem Beutel gelegt, der sich an Ihrem Gürtel baumelte und auf geht’s.
 
Durotar ist eine Wüste wie man sie kennt. Heiß, windig und staubig.
Aber sie hatte sich schon an ihre neue Heimat gewöhnt.
Silbermond zu verlassen war wie eine Erlösung oder sogar eine Befreiung
aus einem Goldenen Käfig!
Ihre Eltern wollten eine Hochzeit mit einem Edelmann herbeiführen.
Sie wäre sowieso weg gegangen, um dem zu entkommen. Sie schmunzelte kurz
„Sie? Eine Ehefrau? Nein niemals!“
Schon beim Ersten Ausruf in Ihrer Stadt “das sich Silbermond der Horde angeschlossen hat“
Wusste sie, dass es Zeit war Abschied zu nehmen. Sie musste sich ein Lachen verkneifen.
Mit diesem Gedanken und der Erinnerung ging Sie nun durch die Wüste, mit Ihrer Beute im Sack und
einem kleinem pfeifen auf den Lippen, beseelt zurück nach Orgrimmar.

Kapitel 2

Die Hauptstadt

Als Sie durch die großen Tore Orgimmar´s schritt, war es schon fast Nachmittag.
Orgrimmar, die große Hauptstadt der Horde! Sie fand es immer wieder erstaunlich, wie groß Sie doch war. Ihre Mauern reichen fast bis zum Himmel „uneinnehmbar“ dachte Sie kurz und pfeifte Ihr Lied weiter. Überall waren Wachen die schwer bewaffnet die Straßen entlang gingen. Überall wimmelte es von Leuten unterschiedlichster Rassen. Die Straßen waren von Huf, Krallen, Pfoten und Fußspuren aller Art durch laufen.
Schon bald hat Sie Ihr Ziel erreicht!
Noch eine Dunkle Gasse entlang zum derzeitigen Sitz Ihrer Gildenmeisterin.
Doch da... ein Mob Blutelfen war beschäftigt, sich mit einer kleinen Trollin ein Spaß zu erlauben.
Zazriel verdrehte die Augen. Sie schubsten sie und lachten laut. „Na was kleine, wir machen Dir doch nicht etwa Angst?“ „Du dumme Sklavin, warte ab bis unsere Meisterin mit dir fertig ist!“
Zazriel war nicht weiter interessiert. Aber wie kann es sein, dass Blutelfen sich so minderwertig aufführten und dann noch welche, die sich aus Ihrer ehrwürdigen Gilde so verhielten. Vielleicht musste das daran liegen, dass Sie alle fern ihrer Heimat waren. Hmmm ... ein Kind rumschubsen... nein, dass konnte Sie nicht so recht verstehen.
Blutelfen sind eine Hochkultur!
Nicht weiter kümmernd, drückte Sie Ihren Rücken durch und stand nun mit erhobenem Haupt vor den Hallen Ihre Gildenmeisterin.
Eine kleine Blutelfin in einem weißen Gewand kam ihr entgegen. „Bal'a dash, malanore. Sie erwartet euch schon.“
 
Kapitel 3

Der Handel

Schnell lief Sie davon und kicherte erst leise und dann ein wenig lauter, was ein wenig seltsam erschien für eine so klein gewachsene Blutelfin. Sie ließ sich nicht weiter ablenken und schritt trotzdem mit hoch erhobenem Haupt voran. Wieder zog sie kurz den linken Mundwinkel hoch zu einem Grinsen. Legte noch mal prüfend die Hand auf den Beutel an Ihrer Tasche.
Sie ging durch einen licht durchfluteten Hof, wo zwei Blutelfinen in weißen Gewändern mit einander sprachen. Sie schritt weiter durch den Hof an Ihnen vorbei.... da war es wieder, das Kichern! Nun stand Zazriel in eine kleine Halle, ein Konferenzsaal. Dort saß Sie, an einem großen langem Tisch direkt am Kopfende. Auf einem mit edlen Fellen ausgeschmückten, reich verzierten Stuhl. Wieder musste sie kurz grinsen, denn einige dieser Felle hatte sie besorgt. Prächtige Tiere sind dafür gestorben. Die Gildenmeisterin hatte einige Schreibutensilien vor Ihr liegen und gab noch schnell Ihr Siegel auf einem Brief ab. Legte diesen an die Seite, kreuzte ihre Hände und schaute dann zu Zazriel hinüber. Zazriel grüßte Sie „Anu belore dela'na“
„Ah... Anaria shola...du bist zurück gekehrt“ kurz musterte sie Zazriel von oben bis unten.
„Ja, und ich hab hier ein kleines Geschenk für euch!“ Zazriel warf mit einem gekonnten Wurf das Säcklein auf dem Tisch, welches erst am anderen Ende zum stoppen kam.
Die Gildenmeisterin schaute kurz hinein. Man sah in Ihrem Gesicht den Ausdruck von Übelkeit und Freude...ein seltsamer Ausdruck.
„Wie wunderbar....“ kurze Stille war eingekehrt. Ein diabolisches Lächeln war es nun. Zazriel bewunderte diesen Blick viel zu gern bei Ihr. Nun schaute sie Zazriel wieder an. Wieder musste Sie Zazriel von oben bis unten mustern.... was Ihr schon ein wenig unangenehm wurde. Ihre Augen wurden kurz darauf groß. „Ihr hattet sicherlich viel Freude an der Art der Tötung ....stimmt´s?
Zazriel lächelte kurz „Ohja....“ leise kam ein „...ja das sieht man“ sie wand sich wieder dem Säcklein zu grinste Ihn an. „ Nun dann sollt Ihr auch reich belohnt werden! Oder wollt Ihr diesmal auch keine Belohnung?“
Zazriel dachte kurz nach. Eigentlich war es das diabolische Grinsen der Gildenmeisterin.
Das war immer die schönste Belohnung für Sie.
Sie musste kurz an den Mob denken der in der Straße ihren Spaß machte.
Sie wusste auch nicht warum sie nun gerade an diese Blutelfen dachte.
„Sagt, habt Ihr bemerkt, wie sich unsere Gildenverbündete aufführen?“
Sie fragte dies ruhig und gelassen. Die Antwort lies nicht lange auf sich warten. „Ach Ihr meint den Auflauf, hier in der Gasse vor meinem Anwesen?“ Sie lachte kurz herzhaft „Ja, wir haben in den neutralen Zonen zufällig eine Sklavin für einen Spottpreis erworben. Unsere Gildenfreunde erfreuen sich gerade an Ihr.“ Da war es wieder dieses diabolische Grinsen aber diesmal konnte Zazriel es nicht genießen, Sie war sogar ...ein wenig Eifersüchtig, dass es nicht Ihr galt, sondern dem Mob vor Ihrem Anwesen. „Aber warum ein so junger Troll als Sklaven?“ „Ach ich weiß auch nicht. Ich hab Sie mal mitgenommen. Für irgendwas wird Sie wohl noch gut sein denke ich.“ Zazriel konnte nicht mehr, es brach so aus ihr heraus “Vielleicht hätte ich Verwendung für Sie! Da ich viel unterwegs bin, würde ich mich nach einem harten Tag gern von meiner Arbeit erholen. Eine Sklavin würde mir diese Annehmlichkeit verschaffen.“ Da waren Sie wieder, diese großen Augen. Eher mit einer Ungläubigkeit über die Worte Ihres Gegenüber kam die Antwort „ Nun gut ... mir war nicht bewusst, dass Ihr helfende Hände benötigt. Aber ja, da ich wie erwähnt keinerlei Verwendung für Sie habe, könnt Ihr Sie gerne mitnehmen.“
Zazriel schaute etwas verwundert. Sie hat das erste mal eine Belohnung verlangt! Das war nicht Ihre Art! So merkte man auch Ihrer Gildenmeisterin eine Verwunderung an.
Schnell holte das Oberhaupt ein Papier vor sich, wo Sie einige Dinge zum festhalten einer Vertragsbindung niederschrieb. Nur noch ein Siegel und kurz noch eine Unterschrift. „Fertig! So, hier habt Ihr eine Urkunde, die euch offiziell als Herrin über diese Sklavin macht! Nun habt Ihr die Verpflichtung sich um Sie zu kümmern. Wie auch immer Ihr Sie nutzen wollt“ Sie rümpfte kurz Ihre Nase. Zazriel kam näher, um dass Ihr entgegen gestreckte Schreiben zu empfangen „Habt Dank“ Sie blieb in Ihrer Nähe stehen und schaute sich die Urkunde an. Aus Ihrem Blickwinkel sah Sie wieder wie sie gemustert wurde von oben bist unten. Ihre Gildenmeisterin baumelte nervös mit dem übergeschlagenem Bein hin und her „und seit Ihr zufrieden?“
„Ja, habt nochmals Dank für die Annehmlichkeit die Ihr mir damit erbringt“
Sie klatschte in die Hände und rief über Zazriels Kopf hinweg „Bitte den Schlüssel“
Zazriel schaute wieder verwundert. Da kam die kleine Blutelfin in Ihrem weißem Gewand an und musste wieder kichern und verdrückte sich ein Lachen. Zazriel war mehr als verwirrt.
Sie übergab den Schlüssel der Gildenmeisterin und diese streckte Ihn in Zazriel Richtung. „Vergesst ja nie, Sie gut fest zu binden! Sie scheint sehr frech zu sein! Wir haben schon versucht Ihr die Flausen aus dem Kopf zu treiben....“ ein wenig Hochmut kam an den Tag“.... und ich lege es euch nahe, tut Ihr Euer übriges hinzu! Nur eine strenge Hand führt!“ Da wieder, ein diabolisches Lächeln und das galt diesmal der Sklavin. Zazriel nahm den Schlüssel an und war immer noch ein wenig verwirrt. Die Blutelfin im weißem Gewand lief hinaus und hielt sich dabei den Mund um nicht laut zu Lachen.

Zazriel schaute Ihr noch hinterher bis Ihre Gildenmeisterin das Wort wieder an Sie richtete. „....und Zazriel, bitte geht nun endlich und duscht euch. Ihr riecht erbärmlich. Das ganze Blut ...ihr verschreckt noch meine Hausmädchen.“ Sie rümpfte erneut die Nase und musterte Sie schon wieder. Drehte sich von Ihr weg und wedelte dann mit Ihrer Hand. Zazriel deutete das als eine Aufforderung sofort zu gehen. Sie war ein wenig geknickt. Verbeugte sich und ging dann rückwärts zur Tür hinaus. Als Sie an der Tür ankam, schaute Sie nach Ihrer Gildenmeisterin „Shorel'aran“ aber diese würdigte Ihr keines Blickes und schaute immer noch in eine andere Richtung (mit Ihrer Nase die fast bis an die Decke zeigte). Ohne nur ein Wort des Abschieds zu geben.

Ein wenig stach es in Zazriels Herzen und so drehte Sie sich um, um nun durch den Hof zu gehen. Da! Wieder die zwei Blutelfenmädchen! Und wieder kicherten Sie und schauten ihr hinterher. Jetzt wusste Sie auch warum! Sie kam vollkommen ungepflegt auf das Anwesen. Zazriel schämte sich gerade sehr. Wie konnte Sie sowas nur vergessen, sich vorher nicht zu waschen!? Zazriel schloss die Augen und lies Ihre Ohren hängen. Schnell ballte Sie eine Faust und ging dann gleich mit erhobenem Haupt weiter hinaus.

Ja, Sie waren fern der Heimat. Es verändert uns Alle!


Kapitel 4

Endlich Abend

Draußen brannte die Spätnachmittags Sonne auf Zazriels Gesicht, so dass sie blinzeln musste. Sie holte kurz Luft und ging dann in die dunkle Gasse, wo der Mob immer noch an der Troll Sklavin Ihren Spaß machte. Wirklich seltsam! Ein Blutelf verliert für gewöhnlich auch irgendwann das Interesse an seinem Opfer wenn es so vollkommen wehrlos ist. „Hmmm....nagut“ dachte Sie sich. Sie schritt mit erhobenem Haupt voraus und ging nun gezielt auf den Mob zu. „Sinu a'manore Freunde... und was macht ihr hier?“. Die Blutelfen drehten sich zu Ihr um“ Sinu a'manore....“ Sie kicherten“...wir haben hier..“ er konnte den Satz nicht zu Ende sprechen „...was macht ihr hier mit meiner Sklavin“ Zazriel zog einen Mundwinkel hoch und grinste dabei“ „ Eure Sklavin?“ Der Mob schaute Sie mit großen Augen an. Zazriel hielt dem fragenden Blutelfen mit Ihrer linken Hand die Urkunde entgegen. Streckte kurz Ihre Nase in den Himmel und hielt dann noch den Schlüssel an Ihre Wange und zeigte beim lächeln kurz Ihre Zähne. „Oh tatsächlich!? Ihr seit also Ihre neue Herrin?....schade .... wir hätten Ihr noch allzu gerne Orgrimmar gezeigt“ Der Blutelf pitschte der Trollin (die in einer Ecke sitzend, schon jenseits von Gut und Bösen schien) in den linken Oberarm und lachte laut dabei „Stimmt´s Kleine?“ „ Hey, Hände weg von meinem Eigentum!...oder wollt Ihr etwa etwas kaputt machen was euch nicht gehört? Ihr sollt wissen, dass Ich erwarte, dass man für meinen Schaden aufkommt!“ „ Okey okey“ Der Blutelf hob lachend die Hände und ging ein Schritt an Seite. Zazriel streckte der Trollin die Hand aus“ Kommt! Steht auf Sklave!“ Aber sie rührte sich nicht, Sie schien schon fast leblos. Einer lachte „Da müsst ihr, Ihr wohl erst mal bei bringen zu gehorchen.“ Zazriel drehte sich zu dem Blutelf um und zischte“ Pass ja auf was dir aus deinem Munde gleitet, wenn dir deine Zunge lieb ist. Meine Klingen sind geschärft und haben heute gute Dienste geleistet. Anar'alah belore. Ihr wisst wohl nicht wer ICH bin?“ Der Blutelf schaute in Ihr noch blutig beschpritztes Gesicht und nickte dann kurz zu Ihr rüber. Auch er ging nun an Seite. Der Mob löste sich nun langsam mit enttäuschtem Getuschel auf. Die Blutelfen hatten sich wohl so in Ihrem Spaß rein gesteigert, dass Sie Zazriel vorhin nicht mal mehr Aufmerksamkeit entgegengebrachten. Sie stand immer noch Blut verschmiert da.

Da regte sich plötzlich was am Boden. Die Trollin stand auf. Und schaute Zazriel an.
Alles war still. Den diese Trollin stand Kerzen gerade da und setzte sich in Bewegung, direkt auf Zazriel zu. Die noch verbliebenen Blutelfen schaute noch mal zu der Trollin hinüber und gingen gleich an Seite und lies Sie passieren. Die Trollin stand nun vor Zazriel und schwieg. Zazriel stand kurz regungslos da und packte dann schnell und hastig das Papier und den Schlüssel weg. Die Trollin sagte nur ein Wort „ Herrin?“ Zazriel nickte und packte Sie am Arm „ Komm wir gehen!“ Zazriel drehte sich noch mal um und sagte zu allen „Shorel'aran“
Alle taten es Ihr gleich, wie in einem Chor. Alle schwiegen darauf hin und sahen Ihnen nach.

Zazriel schaute kurz zur Trollin. Sie trug Hand- und Fußschellen, die mit Eisenketten verbunden waren. Kein schöner Anblick! Ihre Handgelenke waren von der Reibung aufgerissen und wund. Ihre Kleidung bestand aus braunen Leinenstoffen, die schon arg verschlissen. An den Stellen Ihrer ledrigen Haut, die nicht  verschmutzt war erkannte man ein noch kurzes schneeweißes Fell. Zazriel war kurz beeindruckt, denn so weißes Fell hatte Sie noch nie bei einem Troll gesehen. Sie schaute Ihr gleich in die Augen und ging mit großen Schritten die Strasse entlang. Schaute kurz um, ob Sie Ihr auch folgt und setzte Ihren Marsch dann auch gleich weiter. Die Trollin humpelte ein wenig dabei. Ihre Schritte waren kleiner. Zazriel führte Sie zu Ihrer Behausung. Es führte durch ein kleines Lederrüstungsgeschäft. Der Besitzer erkannte seinen besten Zulieferer und Mieter seiner Dachwohnung sofort. Der Orc begrüßte die Blutelfin und Ihren Gast und lies Sie durch den Seiteneingang gehen. Eine breite aus Holz ausgebaute Wendeltreppe führte am Gebäude hoch. Zazriel packte den Arm der Sklavin und lies Sie nicht los, bis Sie oben in Ihrer Behausung angekommen war. Sie schaute kurz zur Trollin nahm ihr die Hand und Fußfesseln ab und zeigte auf die Stühle und den Tisch vor Ihr „komm setz dich erst mal!“ Die Trollin tat wie Ihr befohlen war. Zazriel setzte sich zu Ihr und schaute Sie an „Hast Du hunger?“ Sie schaute Zazriel mit großen Augen an „Ohje du kannst kein orkisch stimmts?“ Die Trollin wiederholte „Or´kisch?“ Zazriel brummte kurz und stand dann auf. Sie ging hinter die Säule Ihrer Behausung und holte ein Korb mit Brot und einer halben Melone auf einem Teller hervor „hier iss erst mal was!“ Die Trollin bekam noch größere Augen und schaute von Zazriel direkt auf die Speisen vor Ihr. Zazriel nickte kurz und die Trollin stürzte sich ohne ein Wort auf das Essen „Hmmm, ein bisschen was wollte ich eigentlich auch noch ab haben“ Zazriel lächelte und beobachtete die Trollin während Sie sich in der Melonenhälfte vergrub.

Nachdem die Trollin sichtlich erschöpft war vom hastigen essen, wurden ihre Augen schon ganz klein. Zazriel zeigte ihr noch, wo Sie sich ausruhen konnte. Sie holte aus einem Stapel (der schon zum Verkauf zusammen geschnürt war) ein paar Felle raus und legte diese zusammen „ Na was hältst Du davon?“ Die Trollin schien nicht mehr gut auf den Füßen stehen zu können. Sie lies sich schweigend nieder und schloss Ihre Augen „ hmmm, na dass ging ja schnell, na dann gute Ruhe wünsch ich.“ Zazriel ging wieder nach vorn und setzte sich an den Tisch. Mit einem Lederlappen kehrte Sie die Reste zusammen und warf sie raus. Wusch sich, zog sich um und setzte sich wieder an den Tisch. Sie schaute hinunter auf Orgrimmar... die Sonne ging gerade unter.
Orgrimmar sah schön aus im Dämmerlicht. Es wurde nun ein wenig kühler aber die Luft war immer noch kaum zu ertragen. Aus der Ecke im hinterem Teil kam ein kurzes röcheln.... so dass Zazriel sich um drehte. Die Trollin wälzte sich auf die andere Seite und schlief dann weiter.
Zazriel drehte sich auch wieder um und schloss die Augen kurz zum nachdenken.
Sie hätte nicht geahnt dass der Tag so ausgehen würde. Sie seufzte kurz auf und stütze sich mit dem Ellenbogen auf dem Tisch ab.

Was sollte sie nun machen!

Kapitel 5

Selbstzweifel

Es wurde jetzt langsam dunkel und Zazriel machte eine Kerze am Tisch an. Sie schaute sich die Sterne über Orgrimmar an.
Da, hinter Ihr rührte sich was, die Trollin wurde wach und stand nun da. „ Komm setz dich“ Zazriel tätschelte den Stuhl neben Ihr.
Die Trollin kam der bitte nach. Zazriel stützte sich wieder mit dem Ellebogen ab „ Orgrimmar ist so friedlich bei Nacht“ Die Trollin sah hinaus und schaute kurz auf Ihre Hände hinab.
Sie hielt sich die schmerzenden Stellen an den Handgelenken und rieb sie.
Zazriel sah dies und lies wieder die Ohren Hängen „ Weist Du, in Silbermond hat man keine Sklaven sondern Angestellte... Das sind welche die nicht zur Familie gehören und für Ihre Arbeit Lohn erhalten.“ Die Trollin blinzelte mit Ihren Augen und sagte „ nich´t n Famila“
Zazriel schaute Sie an und lächelte leise „ Ja“ kurz war es still und Zazriel schaute sich auf dem Tisch jede kleine Kerbe an, blickte dann auf und sagte „ Mein Name ist Zazriel Rabenherz! Hast du auch einen Namen?“ Die Trollin schaut Ihr ins Gesicht und fing an zu stottern „ Nama?“ Zazriel legte Ihre rechte Hand auf die Brust und sagte „Zazriel“ Zeigte dann auf die Trollin“ „aaah....Nel´vra´jin“ „Ohje.... ist es ok wenn ich dich erst mal Neli nenne?“ Die Trollin zog die Augenbraun hoch „Neli?“ „ja ich nennt dich Neli....bis ich’s mal aussprechen kann“ Zazriel lachte herzhaft. Legte eine Hand auf Ihre Schultern“ Sinu a'manore Neli“
„Taz´“ sagt die Trollin lächelnd und machte eine geste mit Ihrer Hand. „kommt lass uns schlafen gehen...wenn du mich suchst ich bin neben an“ „Aye“ Neli nickte und verkroch sich dann wieder in Ihre Felle.
 
Die Nacht war friedlich und ruhig aber Zazriel musste lange nachdenken, bevor auch Sie einschlafen konnte.
 
Ist sie dieser Verantwortung gewachsen?
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