Neuer Papa gesucht

von Anni83
GeschichteRomanze / P16
Primera Division
07.09.2011
08.09.2019
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Hallo und herzlich Willkommen zu meiner nun zweiten Spanien Fanfiktion.
Wie immer gehören die Fussballer und die Mitglieder der Band von Kelseys Bruder sich selbst.


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Das kleine Mädchen schaute mit großen Augen aus dem Fenster der U-Bahn und sah die Landschaft Torontos an ihr vorbei fliegen. Das Mädchen war ungefähr vier Jahre alt, hatte lange braune Haare und braune Augen.
Neben dem kleinen Mädchen saß ihre Mutter und betrachtete ihre Tochter lächelnd.
Kelsey Whibley war 22 Jahre alt und zog die Kleine alleine groß. Ihr biologischer Vater wollte von ihr nichts wissen. Den Einzigen, den sie noch in ihrer Familie hatte, war ihr großer Bruder Deryck. Ja, Kelsey war die kleine Schwester von Deryck Whibley. Seine Band ­Sum 41 ist inzwischen schon auf der ganzen Welt bekannt. Allerdings rieb die junge Frau das nicht jeden unter die Nase. Die meisten gingen davon aus das es einfach nur Zufall ist, dass sie diesen Nachnamen trug. Durch die Lautsprecher über ihr erklang gerade eine Stimme die, die nächste Station ansagte.
„Shelby?“
Ihre Tochter sah sie an.
„Wir sind da“ entgegnete Kelsey nur, stand auf und streckte ihr eine Hand entgegen.
Das kleine Mädchen ergriff diese sofort und ließ sich von ihrer Mutter mit zur Tür ziehen.



Kaum hatten die beiden die U-Bahn verlassen, da klingelte das Telefon von Kelsey. Ein Blick auf das Display verriet ihr, das es ihr Bruder war.
„Hey“, meldete sie sich.
„Hey, wo seit ihr denn?“, wurde sie sofort gefragt.
„Ich war mit Shelby gerade noch einmal beim Kinderarzt. Sie hatte eine Vorsorgeuntersuchung. Und jetzt sind wir auf dem Weg nach Hause.“ antwortete die junge Frau.
„Onkel Deryck?“, fragte die Kleine neben ihr.
„Ja Schatz“
„Seit ihr schon fertig im Studio?“, fragte sie dann ihren Bruder.
„Ja gerade ­ebend.“
„Hast du schon eine Antwort bekommen von der Uni?“, fragte er nach
„Nein bisslang noch nicht.“ entgegnete sie etwas enttäuscht.
„Ich bin mir sicher das die noch kommen wird. Uns sie wird positiv sein. Auch wenn ich es nicht so toll finde, dass du nach Spanien willst.“
Kelsey seufzte leise.
„Ja ich weiß aber im Moment steht ja noch nichts fest. Was hältst du davon, wenn du in 20 Minuten einfach bei uns vorbei kommst?“ fragte sie den älteren.
„Das müsste ich eigentlich schaffen. Also bis gleich“
„Bis gleich“ verabschiedete sie sich noch und legte dann auf.



Nach 10 Minuten kamen sie an der Wohnung an und die junge Frau schloss die Haustür auf. An den Briefkästen blieb sie stehen.
„Gehst du schon einmal hoch und wartest dann oben auf mich, Prinzessin?“ lächelte sie ihre Tochter an.
„Okay“, antwortete diese und hüpfte die Treppe hinauf.
Ihre Mutter sah ihr hinterher.
Manchmal hatte Kelsey das Gefühl, das der Kleinen etwas fehlen würde. Nämlich ein Vater. Aber nach der Sache mit Andrew war sie halt sehr vorsichtig geworden, was Männer anging. Trotzdem wollte sie das Shelby auch wusste, was ein Vater war. Sie würde sich in den nächsten Wochen ernsthafte Gedanken darüber machen.
Nun wendete sie sich wieder dem Briefkasten zu und öffnete ihn. Sofort kam ihr ­ein großer A3 Umschlag entgegen. Als sie auf die Adresse schaute, schlug ihr Herz vor Aufregung sofort ein bisschen schneller. Der Brief war von der Universität in Valencia.



„Darf ich ein bisschen Fernsehen schauen?“, fragte Shelby sobald sie in der Wohnung waren und ihre Schuhe ausgezogen hatten.
„Ist okay. Aber nicht zu lange, ja?“ antwortete die Braunhaarige ihr.
So schnell konnte sie gar nicht gucken, da flitzte die Kleine schon ins Wohnzimmer.
Kelsey setzte sich in der Küche auf einen Stuhl und zog den Umschlag von der Uni wieder zu sich. Kurz zögerte sie noch und sah ihn nur an. Dann nahm sie ihn in die Hand und öffnete ihn mit zitterigen Fingern.
Es war viel Informationsmaterial über die Uni drin und ein Brief.
Sie atmete noch einmal tief durch und begann dann, diesen zu lesen.
Je mehr sie las, desto größer wurden ihre Augen. Sie hatten sie tatsächlich angenommen. Allerdings sollte sie nächste Woche schon einmal nach Valencia kommen, da es noch etwas zu besprechen gab.
Kelsey konnte ihr Glück noch immer nicht fassen. Nach einem Jahr wurde sie endlich von einer Uni angenommen.
Genau in dem Moment klingelte es an der Wohnungstür.
Sie legte den Brief wieder auf den Tisch und ging in den Flur um die Tür zu öffnen.
Schon an den Schritten konnte sie hören, dass ihr Bruder nicht alleine war.
Kurz darauf bekam sie einen kleinen Schock. Vor ihr stand ihr großer Bruder und neben ihm sein Bandkollege Cone.
Beide bluteten aus der Nase und hatten ein blaues Auge.
„Was habt ihr denn gemacht?“, fragte Kelsey sofort nach und ließ die beiden erst einmal in die Wohnung.
Beide zuckten nur mit den Schultern.
Kelsey seufzte.
„Los ab in die Küche mit euch.“ Befahl sie ihnen und sofort gingen beide Männer in Richtung Küche.
Die junge Frau drückte beiden Musikern je ein Taschentuch in die Hand.
„Auf die Nase halten, bis es aufhört zu bluten“
Dann ging sie zum Kühlschrank, öffnete ihren Gefrierschrank und holte zwei Kühlpacks raus. Diese wickelte sie in zwei Handtücher ein und gab es beiden Jungs in die Hand. Die Nasen hatten inzwischen schon aufgehört zu bluten.
„Ihr seit mir noch eine Antwort schuldig“, erinnerte sie beide.
Cone war dann derjenige der sich ein Herz nahm und ihr antwortete.
„Wir sind in der Stadt Andrew über den Weg gelaufen“
Genervt stöhnte sie auf.
„Oh nein. Nicht schon wieder“ murmelte sie leise.
„Wenn es dieses Arschloch aber immer wieder drauf ankommen lässt“, meinte Deryck dazu nur, stand auf und verließ kurz die Küche.
Kelsey warf dem Bassisten einen drohenden Blick zu.
„Was ist? Sei doch froh das er auf andere Gedanken kommt“ verteidigte der sich sofort.
„Ich würde mich sogar noch mehr freuen, wenn du andere Methoden finden würdest um ihn abzulenken, Jason.“
Augenblicklich zuckte dieser zusammen. Eigentlich hatte sie ihn noch nie mit seinem richtigen Namen angesprochen.
„Wie geht es ihm?“, fragte sie dann leise.
­Cone zuckte mit den Schultern.
„Uns gegenüber tut er immer so als würde er die Trennung gut verkraften. Aber ich glaube das hat ihn schon ziemlich mitgenommen“ berichtete er.
„Ich könnte sie echt umbringen“, flüsterte Kelsey leise.
„Ach. Dann solltest du jetzt aber wissen, wie ich mich vorhin gefühlt habe, als wir Andrew getroffen haben.“
Erschrocken drehte sie sich um und sah ihren Bruder an, der an der Küchentür gelehnt dastand.
„Das ist doch etwas total anderes, Deryck“ entgegnete sie ihm.
„Stimmt. Er hat dich mit einem Kind alleine gelassen.“
Kelsey senkte den Kopf. Irgendwie hatte ihr Bruder ja schon recht.



„Was ist das?“, fragte Deryck nach einer Weile nach und deutete auf den A3 Brief, der noch immer auf dem Küchentisch lag.
Etwas verlegen kratzte sich seine kleine Schwester am Kopf.
„Das ist meine Zusage für das Studium in Valencia“, murmelte sie leise.
Mit offenen Mund starrten Cole und Deryck sie an.
„Du hast es echt geschafft?“, fragte ihr Bruder nach.
„Sieht so aus“ entgegnete sie lächelnd.
„Wow. Das ist doch toll“ freute er sich und zog sie in eine Umarmung.
„Ja schon. Ich muss nur für nen paar Tage nächste Woche schon einmal hin und ich weiß nicht wo ich Shelby lassen kann“ erklärte sie ihre Notlage.
„Na aber das ist doch so was von klar, wo sie bleibt“
Verwirrt sah Kelsey den Sänger an.
„Hey Shelby. Komm doch bitte mal kurz“, rief dieser nach seiner kleinen Nichte. Das kleine Mädchen kam in die Küche gesaust.
„Was denn?“, fragte sie ihren Onkel auch gleich.
Dieser ging vor ihr in die Hocke.
„Die Mama muss ein paar Tage verreisen. Was hältst du davon, wenn du so lange bei mir wohnst?“ fragte er.
„Au ja“ war die Kleine sofort begeistert.
„Schön das wir das geklärt haben. Dann kannst du nach Valencia fliegen und alles klären und deine Tochter ist in guten Händen.“ grinste er Kelsey an.
Diese konnte nicht anders als zurücklächeln. Was würde sie bloß ohne ihren Bruder machen?

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