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Hej, jag älskar dig

von Anni83
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
06.09.2011
30.03.2020
58
70.211
4
Alle Kapitel
35 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
06.09.2011 1.835
 
Hallo erstmal.
Dies ist die überarbeitete Version meiner ersten The Sounds Fanfiktion. Ich hatte diese Fanfiktion schon einmal hier reingestellt, sie aber wieder rausgenommen und noch einmal überarbeitet

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Sounds

http://www.youtube.com/results?search_query=the+sounds+painted+by+numbers&aq=1&oq=The+Sounds+

^^ für alle die diese Band noch nicht kennen.

Die Band + ihren Manager und die Mannschaft des HSV´s gehört sich selber.  Ich veridene mit dieser FF kein Geld und der Inhalt entstand einzig und  alleine meiner Phantasie ;).


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Das kleine Mädchen saß in ihrem Kindersitz auf dem Rücksitz eines Autos und schaute neugierig aus dem Fenster. Sie war höchstens ein Jahr alt.
Vom Beifahrersitz drehte sich ihre Mutter zu ihr um und lächelte sie liebevoll an.
„Na mein Schatz? Freust du dich schon wieder auf deinen großen Bruder?“ fragte die Frau.
Das Baby quietschte fröhlich auf und brabbelte vor sich hin. An den Strahlen in ihren Augen konnte man erkennen, dass sie wohl sehr an ihrem Bruder hing.
Das Letzte, was man noch hören konnte, war das Hupen des Lkws und das Geschrei von der Frau.


Vorsichtig öffnete Hanna ihre Augen. Schon wieder hatte sie diesen merkwürdigen Traum gehabt. Dieser Traum verfolgte sie nun schon eine ganze Weile. Und meistens war es immer derselbe. Hanna hatte auch keine Ahnung, was dieser Traum für eine Bedeutung hatte.
Die 22-Jährige warf einen Blick auf ihren Wecker, der auf ihren Nachttisch stand. Der zeigte an das es halb neun war. Und das an ihrem freien Tag und nachdem gestern der Abschied von ihren Jungs war. Sie hatten zwar heute Abend noch zusammen einen Auftritt, aber danach mussten alle vier gleich los und ihre Sachen packen.
Mit einem leichten Seufzen stand die Blonde auf und ging als Erstes in die Küche, wo sie schon von einem kleinen Labradorwelpen empfangen wurde.
„Hey morgen mein Süßer“ begrüßte sie den kleinen Hund, ging vor ihm in die Hocke und streichelte über das weiche Fell.
„Hast du Hunger, Benni?“, fragte sie.
Als Antwort bekam sie ein Bellen.
Sie ging zum Kühlschrank, holte das Hundefutter raus und gab etwas davon in den Futternapf.
Benni stürzte sich sofort darauf.
Danach ging sie weiter ins Bad und sprang erst einmal unter die Dusche.
Hanna hatte sich vorgenommen ihren freien Tag dazu zu nutzen, um mal wieder beim Training vom HSV vorbei zu schauen. Die Jungs vermissten sie bestimmt schon. Die Gelegenheit konnte sie dann auch gleich nutzen und mit Richard reden. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass hinter diesem Traum etwas steckte.



Eine gute Stunde später stand die junge Frau im Flur, zog sich ihre Chucks an und suchte auch gleich nach der Hundeleine.
„Benni komm. Wir gehen Gassi“ rief sie nach ihrem Hund.
Dieser kam sofort aus der Küche angerannt und wedelte vor Freude mit seinem Schwanz.
Kurz darauf waren die beiden auf der Straße. Man merkte schon, dass der Herbst immer näher kam. Es war kalt, regnerisch und unangenehm in Hamburg. Bald musste sie ihre Chucks wieder in die hintere Ecke ihres Schuhschrankes verbannen, sonst würde sie sich noch lang machen. Benni fand das alles mehr als nur aufregend. Bellend steuerte er auf den Laubberg zu, der am Straßenrand lag. Hanna sah ihm dabei belustigt und kopfschüttelnd zu.
Nach ein paar Minuten kamen sie an der U-Bahn Haltestelle Hamburg-Harburg an.
Hannah strich sich eine Locke aus dem Gesicht und setzte sich auf eine Bank. Aus ihrer Tasche suchte sie ihren iPod raus und steckte sich die Stecker in die Ohren. Schon dröhnten ihr The Sounds entgegen. Ihre absolute Lieblingsband. Sie schloss ihre Augen und legte den Kopf in den Nacken. Morgen würde sie endlich mal wieder zu einem Konzert gehen. Hannah hatte diese Band schon geliebt, bevor sie auch nur einen einzigen Song von ihr gehört hatte. Mit einem Lächeln dachte sie an den Tag vor etwas mehr als 2 Jahren zurück.

Flashback
Hannah war mit ihrer besten Freundin Sophie beim Taubertalfestival. Gerade spielten auf der großen Bühne die Beatsteaks.
„Hanna? Kommst du mit zur kleinen Bühne? In 20 Minuten spielen dort The Sounds“ fragte ihre Freundin sie plötzlich.
Etwas skeptisch sah Hanna die Braunhaarige an.
„Eigentlich wollte ich die Beatsteaks sehen“ entgegnete sie.
„Och komm schon Hanna. Die werden dir gefallen. Da bin ich mir 100%ig sicher“ sagte Sophie und setzte dazu ihren Welpenblick auf.
Seufzend schloss Hanna die Augen. Sie wusste, dass sie diesem Blick nicht widerstehen konnte.
„Los komm, bevor ich es mir noch anders überlege“, murmelte sie leise.
Sophie sah sie nur triumphierend an.
„Da ist Jesper“, hörte sie Sophie neben sich sagen, als sie bei der kleinen Bühne ankamen und nickte mit dem Kopf Richtung Bühne.
Hanna folgte ihrem Blick und hielt für einen Moment den Atem an.
Auf der Bühne stand ein junger Mann an einem Keyboard. Er hatte ein weißes Hoodedsweat an und die Kapuze hatte er aufgesetzt. Im Ansatz konnte man die braunen Haare und vereinzelte blonde Strähnen sehen.
Hanna wusste plötzlich nicht, was mit ihr los war. Dieser junge Mann schien sie wie magisch anzuziehen und sie konnte den Blick einfach nicht von ihm lassen.
Im nächsten Moment hob er seinen Kopf und sah sie direkt an. Und jetzt war Hanna geradezu hin und weg. Diese strahlenden blauen Augen, dieses leichte Lächeln auf seinen Lippen. Sie schien plötzlich in einer anderen Welt zu sein. Ihr Herz wummerte viel zu schnell in ihrer Brust und ein leichtes Kribbeln zog sich durch ihren Bauch.
Erst die Hand vor ihren Augen holte sie in die Realität zurück.
„Hanna? Alles in Ordnung?“ fragte Sophie.
„Ehm. Was?“ fragte Hanna nur verwirrt.
Sophie lachte auf.
„Herzlich willkommen zurück in der Realität Hanna Lindson“
Hanna sah sie nur verwirrt an.
„Du bist schon seit 10 Minuten nicht mehr ansprechbar. Ich konnte machen was ich wollte.“ grinste Sophie.
Flashback Ende




Etwas Schweres auf ihren Knien ließ Hanna wieder ihre Augen öffnen. Mit wedelndem Schwanz stand Benni vor ihm, seine beiden Vorderpfoten auf ihre Knie gestützt.
Genau in dem Moment fuhr die Bahn ein.
„Gutes Timing Süßer“ lächelte sie, stand auf und stieg in die Bahn ein.



Es hatte ihr gut getan mal wieder beim Training zu sein und die Jungs hatten sich wirklich gefreut. Seit Hanna denken konnte, kamen die Jungs vom HSV sie in dem Kinderheim, in dem sie aufgewachsen war besuchen. Sie wusste nur, dass Richard ihr vor 21 Jahren das Leben gerettet hatte. Mehr allerdings auch nicht. An ihre Eltern konnte sich Hanna nicht mehr erinnern.
Benni bellte laut auf und lief dann auf Piotr und Marcus zu, die gerade aus dem Vereinsgebäude kamen.
Die beiden waren mit ihr vor einer Woche in ein Tierheim gefahren und hatten den zwei Monate alten Labradorwelpen abgeholt.
Nun ging auch Hanna auf die beiden zu, die sich hingehockt hatten und nun mit Benni spielten.
„Kommt ihr heute Abend zu dem Auftritt?“, fragte sie nach.
Marcus sah sie lächelnd an.
„Das ist dein letzter Auftritt mit den Jungs. Natürlich kommen wir“
„Irgendwie ist das Schade, das es das letzte Mal ist“ murmelte sie niedergeschlagen.
„Ich weiß. Die Jungs finden das auch nicht toll. Aber sie haben keine Studienplätze in Hamburg bekommen und es ist einfach nur scheiße, dass ihr dann in ganz Deutschland verstreut sein werdet“ entgegnete Piotr.
„Denk einfach an morgen“, riet Marcus ihr.
Tatsächlich half das und ein Lächeln machte sich auf ihrem Gesicht breit.
„Siehste“ lachte der Schwede.
Ein paar Meter von ihnen entfernt erkannte sie Richard.
„Jungs wir sehen uns heute Abend. Ich muss Richie abfangen“ rief sie den beiden noch zu und zog dann Benni mit zu den Torwarttrainer.



„Richie warte mal kurz“, rief sie ihm zu.
Dieser hielt verwirrt inne und drehte sich um. Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht, als er sah, wer da gerade auf ihn zu gerannt kam. Er ging in die Hocke und Benni kam mit einem lauten Bellen sofort auf ihn zu.
„Na du kleiner Schlingel?“ lachte er und wuschelte ihm durch das Fell.
„Hey Kleines“ begrüßte er Hanna, nachdem er den Kopf gehoben hat und die Blonde vor ihm stand.
„Hey. Sag mal hast du ein bisschen Zeit? Ich wollte mal mit dir über etwas reden“
Verwundert sah er sie an.
„Na klar habe ich Zeit. Ist alles in Ordnung mit dir?“ fragte er nach.
„Ja. Es ist nichts Schlimmes“ beruhigte sie ihn sofort.



Keine 10 Minuten später saßen sie in einem kleinen Café und Richard sah sie fragend an. Hanna sah eine Zeit lang gedankenverloren aus dem Fenster.
„Irgendetwas hast du doch“, stellte er dann fest.
„Seit einiger Zeit habe ich immer wieder ein und denselben Traum. Und ich habe das Gefühl, das da irgendetwas dahintersteckt.“ antwortete sie ihm.
„Richie ich brauche deine Hilfe“, fuhr sie dann leise fort.
„Du willst es wissen hmm? Was damals wirklich passiert ist“
Hanna konnte nur nicken.
Leise seufzte er und schaute nachdenklich aus dem Fenster.
„Ich weiß es noch als wäre es heute. Es war der 03. September 1988 und wir waren gerade auf der Rückfahrt von einem Auswärtsspiel. Es war schon sehr spät und die Autobahn war wie leer gefegt. Direkt neben uns fuhr nur ein Auto mit ausländischen Kennzeichen. Als ich einen kurzen Blick zur Seite warf, konnte ich dich sehen, wie du in dem Kindersitz auf dem Rücksitz gesessen hast. Und plötzlich steuerte dieser Lkw mit voller Geschwindigkeit auf das Auto zu. Dann war nur noch ein fürchterlicher Knall zu hören.“
Er machte eine kurze Pause und atmete tief durch.
„Unser Busfahrer hielt sofort an dem Seitenstreifen und der Erste, der aus dem Bus sprang, war ich. Ich rannte einfach auf das Auto zu, machte die Tür hinten auf, schnallte dich ab und trug dich aus dem Auto. Du hast geschrien wie am Spieß und als ich einen kurzen Blick nach vorne geworfen hatte, musste ich feststellen das Fahrer und Beifahrerin schon tot waren.
Ich hatte gerade mit dir auf meinem Arm den Bus erreich, als das Auto in Flammen aufging.“
Hanna sah ihn geschockt an.
„Wir haben sofort die Feuerwehr gerufen und mit ihr kamen auch gleich ein Polizeiwagen und ein Krankenwagen.“
Er atmete noch einmal tief durch und sah sie dann mit einem entschuldigenden Blick an.
„Glaub mir ich war von Anfang an dazu entschlossen dich einfach mitzunehmen. Aber das Hamburger Jugendamt war der Meinung du müsstest in ein Kinderheim.“
„Aber warum?“, fragte Hanna leise nach.
Sie konnte diese ganze Geschichte immer noch nicht verstehen.
„Ich weiß es nicht Hanna. Das Einzige, was aus dem Auto noch gerettet werden konnte, war dein Teddy. Du hattest ihm im Arm gehabt, als ich dich rausgeholt habe. Daher wussten wir deinen Namen und dein Geburtsdatum. Im Kinderheim hattet sie uns versprochen, das wir dich besuchen kommen könnten wann immer wir wollten. Und das haben wir ja auch getan“
Sie streckte ihre Hände aus und legte sie auf seine.
„Ich danke dir, dass du mir das erzählt hast“, flüsterte sie.
Richie lächelte sie nur an.
„Du hast doch ein Recht darauf es zu erfahren“ entgegnete er nur.

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So das war es für den Anfang und ich würde mich über Reviews freuen.
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