In the darkest night..

GeschichteDrama / P18
05.09.2011
13.11.2011
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Schmerz.. das Einzige was ich fühlte war Schmerz..physisch.. psychisch.. alles schien zu verschmelzen zu einem großen Ball voller Schmerz, der mich einhüllte und zerfraß..
Ich rang nach Luft, wollte Leben in mir spüren, doch ich schafft es nicht.. Was passiert hier mit mir ?? Warum habe ich so große Schmerzen? ich wusste es nicht, wie so vieles in letzter Zeit. Meine Augen, sie brannten höllisch bei jedem Versuch sie zu öffnen und ich spürte Tränen, die mir die Wangen hinunterliefen. Es waren nicht nur einzelne Rinnsaale, es waren Sturzbäche, die ich nicht zurückhalten konnte, sie nicht zurückhalten wollte.
Ich wollte schreien, doch etwas hielt mich davon ab, ich wollte um mich schlagen, doch etwas, nein jemand hielt mich fest. Wer war das ? Wer hatte die kraft mich zu halten?? Einen Vampir, der sich selbst nicht unter Kontrolle hatte ??
Und dann wusste ich wer mich hielt, der Duft, der in meine Nase zog überwältigte mich und ich bekam schlagartig Luft. Meine Lungen füllten sich mit dem lebenserhaltenen Gas nur um gleich durch einen kräftigen Schluchzer wieder zu entweichen. Doch der Duft, welchen ich mit jedem Atemzug einatmete beruhigte mich, füllte mein Inneres mit Wärme und ließ mich zusammensacken.
Dann hörte ich die Stimme, die Stimme welche für mich zu Hause hieß. Sie flüsterte mir leise beruhigende Dinge ins Ohr, die ich nicht wirklich verstand. Mir war alles egal. ich spührte nur, wie der Schmerz nachließ, sich meine Muskeln entspannten und mein Geist sich erweiterte. Nichts war mehr wichtig und im inneren wusste ich, dass mir irgendeine Droge injeziert wurde, denn alles wurde schwarz und ich fühlte mich schwerelos..

Als ich  erwachte war wieder alles dunkel. Meine Augen schmerzten immer noch, doch resultierte dies wohl eher aus dem Verlust der Tränenflüssigkeit. Und plötzlich wurde mich auch wieder bewusst warum ich so geweint hatte. Hätte ich noch Tränen übrig gehabt wären sie jetzt ans Tageslicht gekommen, doch sie kamen nicht... Sie hatten mich ebenso verlassen wie jedes Gefühl. ich fühlte mich leer, leer wie die Dunkelheit, die mich umhüllte. Ich musste raus hier, raus aus dem Raum, raus aus dem Schwarz, denn dieses ließ mich nicht vergessen war geschehen ist.
Augenblicklich schmiss ich mir die Decke vom Leib und stand auf.. böser Fehler ! ich sackte sofort zurück aufs Bett als ein stechender Kopfschmerz mich packte. Ich musste kurz durchatmen bevor ich mich langsam wieder erhob. Ich schaute mich kurz um. Vampire konnten auch im Dunkeln gut sehen und so erkannte ich mein Zimmer.Ich war also zu Hause, gut nur wo war sie ??
Ich machte mir Sorgen und stürmte aus dem Zimmer.

"Rachel?", rief ich leise durch die dunkle Kirche. Wie spät war es? Welcher Tag ist heute ??  Ich schaute auf die große Wanduhr in der Halle. Es war halb drei. Gut, eine Sache war also schon einmal geklärt, doch wo war Rachel? " Rach..", ich wollte grade wieder rufen, als ich sie schlafend in meinem Sessel erblickte. Sie hatte sich in eine Decke gerollt und wirkte friedlich. Doch bei näherer Betrachtung konnte ich auch bei ihr Tränen entdecken, die sich in ihrem Augenwinkeln gebildet hatten.
Ich hockte mich an die Seite des Sessels und beobachtete sie. Ich wussste, dass ich gehen muss, dass es besser ist. Wir befanden uns beide in einer emotional geladenen Situation, in der jeder falsche Schritt bedeuten konnte, dass ich meine Kontrolle verlor. Doch ich konnte nicht wiederstehen. "Gott Rachel weisst du eigentlich wie schön du bist wenn du schläfst?", fragte ich flüsternd, keine Antwort erwartend und ertappte mich selbst dabei, wie ich zärtlich eine rote, krause Strähne ihres Haares hinter ihr Ohr schob. Gott sie hatte so wundervolles Haar. Ich hasse mich, denn selbst in dieser Situation konnte ich meine Instinkte nicht bekämpfen. Erregung druchfuhr mich, als ich ihr eine Träne weg wischte, die sich grade einen Weg über ihre Wange bahnte. ich war so verkorkst. ich müsste sie eigentlich wecken, sie in den Arm nehmen und ihr berugigende Dinge ins Ohr flüstern, doch was tuhe ich ?? Ergötze mich an den Duft ihrer Haare und der Weichheit ihrer Haut.
Ich entschloss mich schnell wieder ins Bett zu gehen und sie schlafen zu lassen, doch als ich mich erhob ergriff jemand meine Hand. Ich drehte mich um und es schauten mich zwei wunderschöne grüne Augen an, die in diesem Moment soviel Schmerz ausstrahlten, dass mir das Herz brach.

" Bleib hier Ivy", sagte sie leise und ich schaute auf sie herab. Ich wollte was sagen, doch blieben mir die Worte im Halse stecken undwurden ersetzt druch einen kräftigen Schluchzer und ehe ich mich versah befand ich mich schon in ihren Armen, mein Kopf auf ihre Brust gelegt, weinend, sodass sich ihr Griff verstärkte. " Wir schaffen das Ivy, dass verspreche ich dir, wir schaffen das." War das letzte was ich von ihr hörte, bis auch sie dann in Tränen ausbrach..
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