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Calm Riot - One last year to go

von Ninjacat
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Akasuna no Sasori Deidara Hidan Hinata Hyuga Konan
04.09.2011
17.10.2011
3
5.556
 
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04.09.2011 1.083
 
Calm Riot - One last year to go

Mein Name ist Deidara. Ich bin 16 Jahre alt.  Ich muss noch ein Jahr der Mittelschule überstehen. Ich bin Mitglied der gefürchtesten Gang weit und breit.
     
Du denkst wohl, ich muss der „Held“ dieser Geschichte sein, hm?
Da täuschst du dich. Ich bin wahrlich kein Unschuldslamm, ehrlich nicht. Ich habe schon viele Dinge getan, die ich mittlerweile bereue. Trotzdem frage ich mich manchmal, womit ich all das verdient habe.

Wovon ich spreche?

Meine Mutter ist vor zwei Jahren, sechs Monaten und zwölf Tagen an einer unbekannten Krankheit verstorben. Hiflos sahen die nichtsnutzigen Ärzte zu, wie sie elendig verreckt ist! Trotz meinem „feurigen Temperament“ wie O-kaa-san es zu sagen pflegte, hatte sich mich geliebt und ich hatte es nie zu schätzen gewusst. Seit diesem Tag an litt ich mehr oder wenig regelmäßig an Wutausbrüchen. Mein Vater kümmerte sich nicht darum. Ganz im Gegenteil, es schien ihm ganz Recht zu sein, dass er unsere Mutter endlich los war. Nicht nur, dass er unsere Mutter schon zu Lebzeiten betrogen hatte, nein! Es vergingen nicht mal zwei Monate nach ihrem Tod und er hatte schon wieder eine neue Freundin. Eine blutjunge Tussi, die zu allen erdenklichen Tageszeiten mit meinem Daddy rumgepimpert hat. Keine Ahnung was diese – Wie hieß sie gleich? – von ihm wollte. Er hatte weder Geld noch sah er gut aus. Irgendwann kam es dann zu dem Tag, an dem ich ausrastete…


Es war Sonntagnachmittag. Die Wolken verhingen den Himmel und ließen die Welt trostlos und grau erscheinen. Ein blonder Junge saß an einem klapprigen Schreibtisch und starrte aus dem Fenster. Auf seinem Gesicht zeichneten sich deutlich Augenringe ab. Er sah ausgelaugt und krank aus, die Haare, die einst glänzten waren verfilzt und struppig. Aus dem Flur drang das Gezeter eines lautstarken Streits in seine Ohren. „Das kannst du nicht machen, wir sind deine Kinder! Was ist mit Deidara und Kaori? O-kaa-san  ist erst seit kurzem Tod, und du willst schon jetzt zu deiner neuen Flamme ziehen?“ Er wusste, dass war seine Schwester, die verzweifelt versuchte, ihren Vater umzustimmen. Ihren Vater, der sich einen Dreck um seine Kinder scherte. Der Blonde hatte eine schreckliche Wut auf seinen Vater. Er war so wütend… und enttäuscht war er auch. Ein Aufprall, Handfläche auf Haut - und direkt darauf folgte ein leises Schluchzen. Er hatte sie geschlagen! Auf einmal ging alles ganz schnell. Es war, als würde der Junge von einer ganz anderen Macht gesteuert. All der Hass, der sich in ihm aufgestaut hat, kochte jetzt plötzlich in ihm hoch. Mit zitternden Händen stand er vor der Küchenschublade, öffnete sie ganz langsam und nahm das beste Küchenmesser, dass sie besaßen heraus. „Was tust du da?“ Der Junge zuckte ertappt zusammen. Mit offenem Mund rang er nach Worten. Sein Vater stand im Türrahmen und erwartete eine Antwort. Doch dann überkam ihn wieder diese Wut. Er streckte das Messer weit von sich. „Geh doch! Verlass uns und lass uns im Stich, ich brauchen dich nicht mehr, keiner braucht dich hier!“ Tränen bahnten sich ihren Weg über die Wangen des Blonden. Seine Augen waren weit aufgerissen und er machte einen drohenden Schritt auf seinen Erzeuger zu. „Geh, geh! Ich hasse dich! Wir hassen dich alle! Lass mich allein, geh!“ brüllte er. Zitternd umklammerte er den Griff des Messers. „Oder ich bring dich um!!“ Der Mann erstarrte, sein Blick erkaltete. „Wie du willst.“ Erwiederte er. Die Tür knallte zu und Stille kehrte ein. Nur ein leises Wimmern war aus der Küche zu vernehmen. Er war der Bitte seines Sohnes nachgekommen. Er war gegangen.


Seitdem mein Vater von der Bildfläche verschwunden ist, sollte sich meine reiche Tante aus Amerika um uns kümmern. Darunter versteht sie es, uns in regelmäßigen Abständen Geld zukommen zu lassen, und auch das tut sie vermutlich nur wegen ihrem schlechten Gewissen. Letztendlich bedeutet es also, ich bin auf mich allein gestellt. Ganz allein… Na ja, fast! Da sind immer noch meine Schwestern Kurotsuchi und Kaori. Kurotsuchi ist neunzehn Jahre alt und Kaori ist zehn Jahre alt. Kuro-nee-chan sieht in mir nur den kleinen Bruder mit den asozialen Freunden, der sich ständig prügelt und nur Probleme macht. Aber trotzdem hat sie mich gern und achtet darauf, dass ich ordentlich esse und genug schlafe. Ich glaube, sie denkt, sie müsste mir die Mutter ersetzen. Pah, ich bin alt genug – soll sie ihre Aufmerksamkeit lieber ganz allein Kaori widmen, sie hat es mehr verdient als ich.

Als  Teenager mit krimineller Energie passe ich womöglich perfekt zu Akatsuki. Wer oder was das ist? …Das ist nicht dein ernst, oder? Es ist die meist gefürchtetste Gang weit und breit. Ich gebe dir nun einen gut gemeinten Rat: Lege dich nicht mit uns an!

Akatsuki besteht aktuell aus acht Mitgliedern. Am besten beschreibe ich sie dir mal, damit du weißt, warum du ihnen aus dem Weg gehen solltest.
Da wäre zum Anfang unser Anführer. Er nennt sich „Pain“. Nicht gerade originell, was? Dann gäbe es da noch Konan, seine Freundin. Desweiteren gibt es noch Itachi, von dem Gerüchte kursieren, er hätte etwas mit dem Tod seiner Eltern zu tun, Kisame, der unheimlich brutal ist,  Kakuzu, welcher alles für Geld tut, Hidan, der dank seinem seltsamen „Jashin-sama“ der Einzige ist, der Kisames Brutalität übertrifft und Sasori… Tja, Sasori ist so eine Sache für sich. Im einen Moment ist er temperamentvoller Verfechter seiner „ewigen Kunst“ und im anderen Moment ist er undurchschaubar. Bei solchen Freunden braucht man keine Feinde mehr, hm?

Kuro-nee-chan hat große Pläne. „Du, Kaori und ich, wir könnten nächstes Jahr nach Amerika, oder wo immer du auch hin willst, und dort fangen wir neu an! Die einzige Bedingung ist, dass du aus deiner bekloppten Gang austrittst.“ versprach sie. Tja, wenn ich nur wüsste, wie ich das fertig bringen soll. Allein die Ansprache des Gedankens auszutreten, ließe mich womöglich schwerverletzt in irgendeinem Graben enden.

Das Beste kommt zum Schluss: Selbst das ist nicht mein größtes Problem…

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O-kaa-san - Anrede für die Mutter
-nee-chan - Namensanhängsel für die große Schwester

Hier mal neben meiner ersten Fanfiction was komplett anderes!
Ich dachte, um ein wenig Abwechslung zu haben, ist so etwas doch klasse und ich habe Deidara schon jetzt als Protagonisten liebgewonnen. ^_^
Ich versuche, die Personen möglichst charaktergetreu darzustellen, trotz der Realen Welt. Falls es mir mal nicht gelingen sollte, entschuldige ich mich dafür. >__<"
Ich würde mich natürlich sehr über Rückmeldungen in Form von Reviews freuen. :)

Ninjacat
 
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