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(Never) Ending Lovestory...

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
SM Town Super Junior
02.09.2011
04.04.2012
9
21.472
 
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02.09.2011 2.343
 
Kapitel 9: Möbel, Vögel, und blöder Pöbel

Kaum war ich aus der Tür, flog mir auch schon der warme Wind entgegen. Schnell holte ich mein Handy aus der Tasche und rief die Vermieterin an, dessen Wohnung Samy und ich uns letztendlich nicht ausgesucht haben, und sagte ihr ab. Bei der anderen Dame würde ich nun vorbei gehen und alles klären, sodass wir hoffentlich schon nächste Woche in die Wohnung rein können.
Gesagt, getan. Die Dame war wie immer super freundlich und freute sich schon, bald wieder jemanden in ihrer Nähe zu haben, selbst wenn wir nur die Mieterinnen waren.
Nach diesem Besuch fuhr ich mit dem Bus wieder einmal zum COEX. Meine Güte, ich war die letzten drei Tage hier, so kommt es mir jedenfalls vor…
Ich suchte mich durch die Läden und fand einige schöne Möbel, die ich passend für die kleine Wohnung fand.
Ich hatte mich mit Samy darauf geeinigt, dass ich für uns beide neutrale Möbel kaufen solle, also weiss gehalten, damit man damit alles Mögliche kombinieren kann. Ein schönes Bett, sogar ziemlich günstig war sofort gefunden. Kurz nach einer Matratze gesucht. Und Voila: Betten sind abgehakt. Ich werde für Samy und mich einfach das gleiche Bett kaufen. Nun machte ich mich auf die Suche nach einem, bzw. zwei Kleiderschränken. Gefunden! Sogar mit Spiegel vorne drauf, damit wir Mädels uns bei Entscheidungsschwierigkeiten von ‚Was soll ich bloß anziehen‘ auch selbst begutachten können.  Folgendes fand ich ebenfalls: Nachttischschränkchen, passende Lampen (auch eine für die Küche und das Wohnzimmer. Im Badezimmer war schon eine Lampe vorhanden.),  Regale für jeglichen Krimskrams der sich in den paar Monaten ansammeln wird und schon mal ein paar Teller, Tassen, Besteck und Töpfe. Einen Reiskocher wollte Samy aus Deutschland  mitbringen. Wo sie den her hat? Keine Ahnung. Aber vielleicht aus dem Japanladen in der naheliegenden Großstadt.

‚Hmm…wie transportiere ich das alles am besten?‘
Ich erinnerte mich an den süßen Typen aus dem Café damals.  Minwoo. Mh, ein Versuch war es wert.
„Yeoboseyo?“
„Annyeong, ich bin‘s Kim… Hast du vielleicht ein bisschen Zeit?“ Das hört sich an, als würde ich ihn danach fragen, ob ich ein Date mit ihm will… Nein, ich wollte nur, dass er meinen Einkauf trägt.
Er schien ein bisschen zu überlegen.
„Also, jetzt gerade, ja. Ich hab ungefähr noch zwei Stunden, bis ich zur Arbeit muss. Wo bist du denn?“
Ich erzählte es ihm und schon war er keine zehn Minuten später da.
„Hey, was hast du denn da alles gekauft?“, fragte er mich ungläubig als er aus seinem Auto ausstieg und mir entgegen kam.
„Ach das. Das sind nur ein paar Dinge für die neue Wohnung von mir und meiner Freundin. Ich wollte dich fragen, ob du mir helfen könntest, einige der Sachen schon mal mit mir zu der Wohnung zu fahren. Aufbauen kann ich das später noch.“, ich lächelte ihn lieb an und er nickte einfach.
„Klar, dann kann ich dir eine kleine kostenlose Rundreise geben.“
„Danke, das ist wirklich lieb von dir!“
Und schon waren wir mit den zwei Betten, zwei Schränken und einigem Krimskrams auf dem Weg zur Wohnung. Die Vermieterin hat mir lieberweise schon den Schlüssel gegeben, damit ich die Dinge für den Einzug vorbereiten konnte.
„Willkommen in meiner bescheidenen Bude“, sagte ich und lachte, da, nun ja, nichts bis auf die Küche und das Bad möbliert war.
„Sehr… viel Platz hast du hier.“ Er schmunzelte.
Eigentlich war er echt nett. Vielleicht ist er ja was für Samy…

Wir plauderten noch ein wenig und er half mir den ganzen Kram in die Wohnung zu schaffen.
Später würde ich Siwon und Kyuhyun fragen, ob sie mit bei dem Aufbau helfen können.

Auf dem Rückweg brachte er mich wieder zum COEX, da ich von dort aus für die Jungs etwas zu Essen holen wollte. Vielleicht könnte ich ja etwas kochen… Etwas ‚Deutsches‘.

„Vielen Dank für deine Hilfe! Du hast was gut bei mir.“, sagte ich noch kurz bevor ich aus dem Auto ausstieg.
„Kein Problem, ich helfe gerne. Jetzt muss ich aber auch los! Bis dann“, er winkte mir kurz zu und ich schloss die Autotür.

Was wäre denn etwas ‚Deutsches‘? Spaghetti? Nein, die kamen eigentlich aus Italien… Aber einfach zu kochen. Mit einer schönen Tomatensoße… Zur Not kann man das auch mit Stäbchen essen.
Also gibt es nachher Spaghetti à la Kim.

Ungläubige Augen und neugierige Nasen kamen in die Küche, während ich gerade die Petersilie klein schnitt.
„Was machst du da~?“, fragte Ryeowook und sah als Einziger ehrlich interessiert aus.
„Kochen.“
„Was denn?“
Spaghetti con salsa di pomodoro. Oder auch Spaghetti mit Tomatensoße. Damit ihr mal etwas kennenlernt, dass ich gerne esse. Eure Gerichte kenne ich ja schon ein wenig.“, grinste ich.
Siwon, Kyuhyun und Heechul zogen jeweils eine Augenbraue hoch.
Shibrows in Action! Yay!
„Was?! Ihr werdet schon nicht daran sterben!“, regte ich mich über ihre Reaktionen auf.

Am Ende haben es wirklich alle gegessen und ich war zufrieden mit mir. Ich fand das ziemlich lecker. Und die leeren Teller sprachen jawohl für sich.

„Hey, kommst du mal bitte mit?“ Kyuhyun war hinter mir aufgetaucht, als ich den letzten Teller abtrocknete und hauchte in mein Ohr. Ohh… Ein warmer Schauer lief mir über den Rücken und ich schloss kurz die Augen.

„Was gibt’s?“, fragte ich, als ich ihm in sein Zimmer folgte. Er schloss schnell die Tür und versiegelte meine Lippen mit seinen. Wow… Das nenne ich mal einen Kuss. Seine Zunge strich vorsichtig an meiner Unterlippe entlang und ich öffnete leicht meinen Mund. Langsam erkundete seine Zunge meinen Mund und meine Zunge tippte seine an. Ich musste in den Kuss hinein lächeln. Man… was machte dieser Kerl nur mit mir.
Aber so schnell der Kuss begann, so schnell war er auch schon wieder vorbei. Ein wenig enttäuscht sah ich Kyuhyun an, aber er zuckte nur entschuldigend die Schulter und umarmte mich fest.
„Ich habe dich vermisst…“, flüsterte er in meinen Nacken. Sein warmer Atem verteilte erneut kleine Schauer.
„Wirklich? Dabei wart ihr doch gar nicht so lange weg.“, antwortete ich und tippte ihm mit er Fingerkuppe in die Seite. Er zuckte und ich kicherte.
„Hey, das ist nicht witzig!“
„Oh, doch, das ist es!“, antwortete ich und tippte ihm erneut in die Seite. Dann hob er mich plötzlich hoch. Ich strampelte lachend und wollte, dass er mich wieder herunter ließ. Was er dann auch tat. Er schmiss mich auf sein Bett.
Und dann kitzelte er mich…
„AHH! KYUHYUN HÖR AUF! AHH! NEIN!! AH! HAHAHAHA! KYUUUUUU!!“ Die anderen musste bestimmt denken ‚Was zum Teufel machen die da?!‘.
Völlig erschöpft sank ich in mich zusammen und gab auf. Kyuhyun hatte seinen Spaß und kuschelte sich an mich.

„Du hast gut gekocht. Das war echt lecker. Mach das mal öfter.“, grummelte er gegen meine Halsbeuge.
„Danke. Und…hmm…mal sehen. Vielleicht laden Samy und ich euch alle mal zum Essen ein.“
Das wäre bestimmt voll das Chaos. Wir könnten nur nacheinander essen und der Rest müsste sich dann auf das kleine Sofa setzen oder irgendwo herumstehen, bis er dann etwas essen kann… Hmm, nein. Dann können wir besser wieder hier ins Dorm fahren und hier für alle Mann und uns kochen.

Nach einer Weile verabschiedete ich mich von den Jungs um eine Runde im Park joggen zu gehen. Ich hatte Siwon gefragt, aber er hatte jetzt keine Lust mehr dazu. Konnte ich verstehen…
Also machte ich mich auf den Weg in den nahe liegenden Park.

Das Wetter war angenehm und die Sonne schien warm auf mich hinab. Im Park war jetzt nicht mehr so viel los. Ich ging eine Weile einfach so und hörte den Vögeln beim Singen zu. Ich mochte es sehr einfach so in den Park zu gehen, nichts zu tun und der Natur ihren freien Lauf zu lassen. Also nahm ich mir meinen MP3-Player, machte eines meiner Lieblingslieder an und joggte. Und joggte, und joggte, bis mich irgendjemand anschrie. Ich blieb stehen, drückte das Lied auf Pause und drehte mich herum.
„Ya! Was läufst du hier einfach so rum!“
Irritiert sah ich den Jugendlichen an. Er war eindeutig jünger als ich und ich hatte das Gefühl, er sei angetrunken. Also entschied ich mich dafür ihn zu ignorieren und lief einfach weiter.
„Haste Schiss oder warum läufste weg?!“ Ich hasste solche Leute… Denn langsam wurde ich wütend.
„Ach, komm doch zurück, Süße!“, sagte sein Kumpel.
Ich drehte mich abrupt um. „Warum sollte ich?“ ‚Du blödes Gör‘, fügte ich in Gedanken hinzu.
„Damit du nochmal weglaufen kannst und wir deinen Arsch sehen können!“ Lachend schlug er seine Faust gegen die seines Kumpels. Darf man Kinder schlagen? In Deutschland nicht. Darf man Kinder in Korea schlagen? Wahrscheinlich noch weniger. Argh!
Habe ich schon erwähnt, dass ich solche Kinder hasse? Nein? Dann nochmal: ICH HASSE SOLCHE KINDER!
„Trinkt lieber mal Cola, als euch das Hirn mit Alkohol wegzusaufen! Abgesehen davon solltet ihr Noona‘s gegenüber mal Respekt zeigen! Ungezogenes Pack!“, brüllte ich sie an und stapfte davon.
Nach etwa 5 Minuten Sprinten war ich so fertig, dass ich mich an einen Baum lehnen musste um nicht umzufallen. Schwer atmend stand ich da, immer noch genervt von diesen Kindern. Da fiel mir jemand ins Auge.
„Hey! Minwoo!“, ich winkte ihm zu. Er ging gerade mit einem kleinen Hund spazieren.
„Hey Kim! Schön dich zu sehen, wie geht’s?“, fragte er und kam mir entgegen.
„Ganz gut eigentlich. Ich musste meinen Kopf ein bisschen frei bekommen und dachte mir, ich sollte ein bisschen joggen.“
„Das freut mich. Wie läuft die Sache mit der Wohnung? Schon alles eingerichtet?“, neckte er mich. Er wusste, dass ich das so schnell noch nicht schaffen konnte. Erst vor ein paar Stunden hatte er mir geholfen den Großteil in die neue Wohnung zu schaffen.
„Klar, ich bin schon fast fertig. Jetzt fehlt nur noch das Sofa. Den Rest bekomme ich schon irgendwie mit den Spinnen zusammen aufgebaut.“
Er grinste. Wir redeten noch ein bisschen, ehe ich mich auf den Rückweg machte.
Langsam wurde es dunkel draußen. Und ich wollte nicht unbedingt noch nachts im Park herumlaufen. Wer weiß, was hier nachts für Gestalten sind.

Zurück im Dorm ging ich erst einmal ausgiebig duschen. Da ich immer wieder an diese blöden Kinder denken musste, vergaß ich total, die Badezimmertür abzuschließen. Trotzdem kam niemand auf die Idee ins Bad zu stürmen.
Im Pyjama schlich ich mich zu Kyuhyun in unser kleines Zimmer.
„Hey beautiful, no hello for me?”, flüsterte Kyuhyun.
„Hello ‚again‘, hon“, sagte ich und biss auf seine Unterlippe.
Schnell kuschelte ich mich zu Kyuhyun unter die warme Decke und schmiegte mich eng an ihn.

„I have to assemble the new cabinets for the living room and the two bedrooms tomorrow. Won’t you come and help me?”, fragte ich ihn mit meinen großen Kulleraugen.
„Sorry, but I have full schedule tomorrow… But you can ask Yesung. He can help you in the morning. And Sungmin can help you in the afternoon. Deal?”
Grummelnd stimmte ich zu und kurze Zeit später schliefen wir schon tief und fest.


In drei Tagen ist Samy endlich hier! Ich hoffte sehr, dass ihr die Einrichtung der Wohnung gefällt.
Yesung und Sungmin hatten beide gesagt, dass sie mir helfen werden und tadaa! Beide halfen mir. Mit Yesung war es ein bisschen umständlich, weshalb ich mit ihm die leichter zusammenbaubaren Möbel machte.

„Wie ist Sam denn so?“, fragte Yesung auf einmal, während er mit dem Schraubendreher an den Schränken hantierte.
Etwas perplex sah ich ihn an, antwortete dann aber.
„Ähm, also. Naja, sie ist eigentlich wie ich. Lieb, freundlich, fleißig, kann auch Koreanisch sprechen. Aber noch nicht so gut wie ich, da sie ja noch keine Zeit hatte es so zu üben, wie ich hier mit euch. Sie hat längere und dunklere Haare als ich und grünbraune Augen.“
„Grünbraun?“ Erstaunt sah er mich an. Verwirrt sah ich zurück. „Ja, grünbraun. Bei uns in Deutschland gibt es sehr viele Augenfarben. Nicht nur braun, wie ich auch habe.“
„Aber deine Augen sind fast schwarz.“
„Nein, nicht ganz.“, ich streckte ihm die Zunge raus und räumte einige meiner Sachen in das Regal in meinem Zimmer.
Schnell half ich ihm den Schrank wieder auf die richtige Seite zu stellen, damit wir ihn zusammen an die Wand stellen bzw. schieben konnten.
Pünktlich zum Nachmittag löste Sungmin Yesung ab und half mir die zwei Betten zusammenzubauen. Das ging sogar recht schnell, sodass wir uns etwa zwei Stunden später auf das neue Sofa vor den nicht vorhandenen TV setzten. Wir bestellten uns eine Kleinigkeit zu Essen, weil wir langsam doch Hunger bekamen.
„Genau da kommt in ein oder zwei Wochen der neue Fernseher hin.“ Ich stand vor der Wand gegenüber des Sofas und breitete meine Arme so aus, wo ich den Fernseher hin haben wollte. „Weißt du, wie viel diese Dinger hier kosten? Da habe ich nämlich noch nicht nachgesehen.“, fragte ich Sungmin, der sich zu mir drehte, als ich mich auf das Sofa fallen ließ.
„Also, soweit ich weiß sind die gar nicht mehr so teuer. Vielleicht finden wir ja so einen für euch.“, sagte er und lächelte lieb.

Es war erstaunlich, wie schnell wir fertig waren. Aber es war ja auch nur eine kleine Wohnung.
Da klingelte es auch schon an der Tür und ich nahm die zwei Pizzen entgegen.
Wir setzten uns an den kleinen Küchentisch und aßen aus den Pizzakartons, damit wir nicht noch abwaschen mussten. Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zurück zum Dorm.

„Hey cuties, what’s up? Die Wohnung ist fertig!“, jubelte ich und wurde von den Jungs umarmt.
„Hey Süße…ähm… hast du heute schon in die Zeitung geguckt?“ Kyuhyun sah mich besorgt an. Ebenso wie Sungmin sah ich ihn verwirrt an.
„No, why? Was steht denn so wichtiges darin?“ Er gab mir die Zeitung in die Hand. Mir fiel sämtliche Farbe aus dem Gesicht und mein Unterkiefer klappte bis unter die Knie.
„A-aber..! Hä? Warum bin ich auf der Titelseite mit Minwoo?“ Ich las mir den Titel durch: ‚Star Empire Entertainment’s Künstler Ha MinWoo der Band ZE:A mit unbekannter europäischen Frau gesichtet! Freundin oder doch nur Bekannte?‘



„Scheiße...!“
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