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(Never) Ending Lovestory...

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
SM Town Super Junior
02.09.2011
04.04.2012
9
21.472
 
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02.09.2011 3.683
 
Kapitel 8: Süße Stille

Der hübsche Kerl war zu mir herüber gegangen und setzte sich nach meinem Angebot sich doch zu setzen, auf den gegenüberliegenden Stuhl. Er hatte relativ kurze schokobraune Haare und sein Pony fiel ihm leicht ins Gesicht. Seine Augen hatten fast die gleiche Farbe wie seine Haare und man sah, wie diese lächelten, als er sich setzte. Seine Nase und seine Augen sahen eher chinesisch als koreanisch aus. Sein Mund war voll und er hatte schöne weiße Zähne. In seinem rechten Ohr trug er einen silbernen Stecker mit weißem Swarowskikristall.
„Es freut mich Sie kennenzulernen, mein Name ist Chanel Kim“, sagte ich und hielt ihm meine Hand entgegen. Seine warme, große Hand drückte meine kurz. „Ha Minwoo, angenehm.“, lächelte er.
„Darf ich sie fragen, woher Sie kommen? Sie sehen nicht so aus, als wären Sie hier in Asien geboren.“, fragte er neugierig.
„Ja, da haben Sie recht. Ich komme aus Europa, aus Deutschland. Ich mache hier mein Koreanisch Studium zuende.“
„Oh, wirklich? Das ist ja interessant. Sie sprechen wirklich gut Koreanisch.“
„Danke.“, und ich errötete leicht.
„Wie lange bleiben Sie denn noch in Seoul?“
„Ungefähr ein Jahr. Ich mache das Studium zusammen mit einer Freundin. Sie hat sich leider vor unserer geplanten Abreise den Arm gebrochen. Sie wird aber in ein paar Tagen ebenfalls hier sein.“
„Oh, das tut mir Leid. Nun sind Sie hier ganz alleine in Seoul.“
„Oh, nein, nein. Ich habe hier einige Freunde, die mir helfen eine Wohnung für uns zu finden. Vorübergehend darf ich bei denen wohnen. Es ist sehr schön hier in Seoul, obwohl man auch merkt, dass viele Leute viel zu tun haben und dementsprechend… naja… they are really busy.“
Etwas irritiert über den plötzlichen Sprachwechsel musste Minwoo lachen. Er hatte ein schönes Lachen. Nicht so schön, wie das von Kyuhyun, aber ein schönes Lachen. Und es hörte sich ehrlich an.
Er sah auf seine Armbanduhr, welche ziemlich teuer aussah und runzelte die Stirn.
„Es tut mir sehr leid, Chanel, aber ich muss wieder los. Es war nett, mich mit Ihnen zu unterhalten.“ Er kramte etwas aus seiner Tasche und schrieb auf ein Stück Papier seine Handynummer und seinen vollen Namen auf. „Hier. Sie können mich gerne anrufen, falls Sie jemanden zum Reden brauchen. Es hat mich sehr gefreut, Sie kennenzulernen. Bis dann!“ Und schon war er weg.
Ich nahm den Zettel und speicherte die Nummer direkt in meinem Handy ab. Ich lächelte.
‚Vielleicht geht er ja auch auf die Uni? Wer weiß, ob die dort auch noch andere Sprachen außer Koreanisch lehren.‘

Ich machte mich langsam wieder auf den Weg zum Dorm, als mich jemand anrief.
„Yoboseyeo?“
„Ahh, Kim. Ich bin’s Siwon. Hast du vielleicht Lust mit mir einkaufen zu fahren? Ich habe schon frei bekommen und dachte, ich könnte dir so ein wenig Gesellschaft leisten.“
„Oh, wie lieb von dir! Gerne, ich bin in zwanzig Minuten im Dorm.“
„Gut, ich warte auf dich, bis gleich.“

Als ich im Dorm ankam öffnete mir Siwon schon dir Tür bevor ich ganz vor derselben stand. Lieberweise nahm er mir die paar Tüten ab und stellte sie in Kyu’s und ‚mein‘ Zimmer.
„Wieso hast du denn schon früher frei bekommen? Ich dachte, ihr hättet immer bis spät in die Nacht Arbeit?“
„Ja, so ist das auch eigentlich. Heute haben wir aber alle andere Terminpläne und meiner ist deswegen schon vor einer Stunde etwa zuende gewesen. Ich wollte etwas zu Essen kaufen und dir das COEX zeigen. Warst du da schon mal?“
„Essen hört sich super an. Nein, im COEX war ich noch nicht. Aber ich weiß, dass das das Einkaufszentrum hier ist.“

Wir fuhren zuerst zum COEX, da wir noch etwa drei Stunden Zeit hatten, bis die anderen ihre Terminpläne für heute geschafft hatten und hungrig nach Hause kamen.
Im COEX war es einfach riesig. Es gab so viel zu sehen! Ich schleppte Siwon von einem Laden zum anderen, kaufte aber nichts ein. Er schmunzelte nur und ging an meiner Seite. Wir hatten Glück, dass nicht so viele Leute da waren.
„Könnte es nicht sein, dass uns jemand sieht? Ich meine, du bist hier ein Superstar und ich bin eine Ausländerin, die niemand kennt. Ich will dich nicht in unnötige Skandale ziehen…“, sagte ich nach einer Weile, als ich bemerkte, dass uns ein paar Mädchen hinterher sahen, die Siwon wahrscheinlich erkannt hatten. Freundlich winkte er ihnen zu und die Mädchen liefen kichernd davon.
„Ach nein. Soweit ich das beurteilen kann gehe ich mit einer Freundin einkaufen, damit sie Seoul kennenlernt. Daran wird schon nichts schlimm sein. Und wenn jemand etwas schreibt oder veröffentlicht, dann kläre ich das. Keine Sorge.“
Zwar nickte ich, aber so ganz konnte ich nicht darauf vertrauen, dass er Recht hatte. Hoffentlich würde nichts in den Zeitungen oder im TV über sie berichtet werden. Wäre ziemlich blöd, wenn sie beide auf einem Bild zu sehen wären…
Oh Gott… Bloß keine Panik… Vertraue ein bisschen auf Siwon, er wird schon Recht haben.

Nach etwa einer halben Stunde verließen wir wieder das COEX. Ich hatte mir in einem Laden ein neues Armband gekauft, es war aus Silber und hatte einen dunkelblauen Stein als Anhänger. Passend für Super Junior und Siwon schenkte mir einen Blick der sagte ‚Ohh, wie süß von dir‘. Gemeinsam fuhren wir dann mit Siwons Auto zu einem Lebensmittelgeschäft.

„What did you want to buy for dinner?“
„I thought we could make Gimbap [sieht aus wie japanisches Sushi, wird aber nicht mit rohem Fisch verwendet; oft werden viele Gemüsearten und Fleisch miteinander in Reis und die Purpurtangblätter eingerollt. Gimbap ist sehr gesund und schmeckt jedem, da man sich seine Zutaten dafür selbst zusammenstellen kann].“
Mir fiel jetzt erst auf, dass er mit mir zusammen für die anderen kochen wollte. Das konnte ja was werden… Aber es tat gut mal wieder Englisch zu sprechen.
„Oh, I’ve never done that before…“, sagte ich und sah beschämt zum Boden.
„Ah don’t worry. It’s really easy. And I’ll help you.“
Yay, der Vollzeitchrist wird mir immer sympathischer. Aber mit diesem Lächeln und diesem Körper kann man ihn doch nur mögen, oder?

Nun gut, wieder im Dorm angekommen machten wir uns auch direkt daran, das Gimbap vorzubereiten.
Siwon tat gerade Wasser in den äußerst praktischen Reiskocher, und ich versprach mir, dass ich so ein Ding auch unbedingt brauchte, wenn Samy endlich hier wäre. Dann würden wir uns morgens zum Frühstück vor der Uni kleine Lunch- beziehungsweise Bento-Boxen machen.
Ich schnippelte gerade die Paprika klein, als ich etwas Seltsames hörte. Nun ja so seltsam war das gar nicht. Siwon hatte nur das Radio angemacht und es lief ein Lied von SNSD.
„You better run run run run run, deoneun mot bwa geodeocha jullae, You better run run run run run, nal butjabado gwanshim ggeodullae hey, de meotjin naega nal gapajungesseo itjima, You better run run run run run.”, sang ich fröhlich mit und Siwon grinste frech.
„Was?“, fragte ich schließlich und er zuckte nur lachen die Schultern.

Schnell war alles fertig geschnitten und es sah jetzt schon lecker aus.
„Und jetzt?“
„Jetzt machen wir etwas Reis auf die Purpurtangblätter und darauf das Gemüse mit dem Fleisch. Wenn wir das gemacht haben, rollen wir das zusammen, wie die Japaner Sushirollen machen.“, erklärte Siwon und es war wirklich ganz einfach.
Seine Gesichtsausdrücke, während er sich an den Rollen versuchte waren einfach köstlich. Mal zog er die Shibrows eng zusammen, dann runzelte er wieder die Stirn. Mal schürzte er die Lippen und dann wieder ließ er seine Zunge raushängen, als sei er absolut konzentriert.
Aus Geck tippte ich ihm während seiner Konzentrationsphase an die Rippen. Und wurde mit einem heftigen Zucken und erschreckten Ton belohnt. Ich hielt mir lachen den Bauch.
Siwon hatte sich schnell wieder einbekommen und scheuchte mich kurz darauf durch die Wohnung. Irgendwann war ich so aus der Puste, dass er mich einholte und mich auf den Boden drückte. Natürlich musste er mich durchkitzeln. Ich versuchte mich verzweifelt zu wehren, hatte gegen ihn aber keine Chance.
„Ah! Halt! Warte!“, sagte ich zwischen lautem Kichern. „Ich gebe auf! Ich gebe auf, du hast gewonnen!“ Glücklicherweise ließ er von mir ab, stand auf und hielt mir seine Hand hin.
„Du bist ganz schön gemein, weißt du das?“, sagte ich dann und hielt mir den vor Lachen schmerzenden Bauch.
„Wirklich?“, fragte er und sah mich mit großen Augen an. Schon wieder musste ich lachen und er änderte sein Gesicht ebenfalls wieder in Lächeln.
„Wann sind die anderen wieder da?“
Ein kurzer Blick auf die Uhr. „Hmm, in knapp zwanzig Minuten sollten sie kommen.“

Und genau zwanzig Minuten später saßen alle zusammen am Mittagstisch. Große hungrige Augen wanderten über den reichlich gedeckten Tisch.
„Wow, hast du das alleine gemacht?“, fragte Eunhyuk, der sich händereibend an den Tisch setzte.
„Das sieht total lecker aus.“, meinte Leeteuk und schenkte mir ein süßes Lächeln.
Warum lächeln mich heute bloß so viele süße Typen an?
„Nein, nicht ganz. Siwon hat mir dabei geholfen.“, antwortete ich leicht errötet.
Wir aßen eine Weile und jeder wurde satt. Zum Glück hat es allen geschmeckt. Mein erstes Gimbap ist dank Siwon gelungen! Yay! Obwohl es ja eigentlich Siwons Idee war, für alle zu kochen.

„Ich muss nachher mit meiner besten Freundin Samy skypen. Kann ich mir vielleicht ein Laptop von euch leihen?“, fragte ich in die Runde, während ich mit Donghae den Tisch abräumte.
„Klar, du kannst gerne meines benutzen. Ich brauche das heute nicht mehr.“, sagte Kyuhyun, was mich sehr wunderte und die anderen anscheinend auch. Ungläubige Blicke wurden geerntet und Kyuhyun sah böse in die Runde.
„Yah! Ich sitze nicht nur am Laptop! Ich kann auch ohne.“, meinte er eingeschnappt.
Lächelnd ging ich zu ihm und drückte ihm einen Kuss auf die Schläfe.
„Danke schön. Ich wollte ihr nämlich von zwei Wohnungen erzählen, die ich heute besichtigt habe. Ich persönlich fand beide sehr schön. Mal sehen, welche Samy schöner findet. Dann werde ich morgen direkt bei der Vermieterin anrufen und Bescheid sagen.“, sagte ich und erntete traurige Blicke.
„Was denn, was denn? Ihr wusstet doch, dass ich in nicht einmal mehr drei Tagen wieder bei euch ausziehen muss… Außerdem kommt Samy ja auch noch und hier ist zu wenig Platz. Und ich möchte euch nicht länger nerven.“
„Du nervst uns doch gar nicht! Wir wollen nicht, dass du wieder gehst!“, meinte Ryeowook, und stand auf. Schmollend schauten mich auch Donghae und Sungmin an. Ouuuh… Sogar Yesung sah traurig aus. Mit ihm hatte ich bisher nicht so viel zu tun gehabt, aber er war wirklich ein super lieber Typ und kümmerte sich entzückend um seine Schildkröten und das kleine Hündchen. Aber am liebsten hatte ich trotzdem noch Kyuhyun und Heechuls Katze Heebum. Das war die gechillteste Katze, die ich kenne.
„Ich will ja auch nicht gehen… Aber wenn jemand herausfindet, dass ich bei euch wohne, bekommt ihr ziemlich viel Ärger. Und den möchte ich euch ersparen. Außerdem sind die Wohnungen, die ich mir angesehen habe höchstens eine halbe Stunde vom Dorm entfernt. Wichtiger war mir die Nähe zu der Uni, damit wir nicht jeden Tag stundenlang durch Seoul laufen müssen.“
Ergeben nickten einige, aber zufrieden war keiner. Natürlich wollte ich ebenso wenig ausziehen, wie sie wollten, dass ich gehe.
Alle waren so unglaublich herzlich und haben mich so lieb aufgenommen, dass ich mich hier wirklich wohl fühle. Und dass, obwohl ich die einzige Frau unter neun Chaoten bin.

Nachdem wir aufgeräumt hatten folgte ich Kyuhyun in ‚unser‘ Zimmer.
Er schloss die Tür und ich drehte mich zu ihm um. Er sah zu mir herunter und seine Auge sahen traurig aus.
„Was ist los?“, flüsterte ich, bekam aber keine Antwort. Stattdessen zog er mich in eine enge Umarmung. Schnell legte ich auch meine Arme um seinen Körper und genoss die Zweisamkeit. Es tat unheimlich gut, wenn er mich so umarmte. Ich schloss meine Augen und atmete seinen Geruch ein. Er roch verdammt gut… Ich könnte ewig so stehen.
Wir lösten uns nach einer Weile wieder voneinander, aber nicht ganz. Noch immer lagen seine kühlen Hände auf meinem Rücken. Er sah mich wieder so an. Ich machte einen fragenden Gesichtsausdruck.
Seine Hände wanderten von meinem Rücken zu meinem Kopf und er streichelte sanft mit einer Hand meine Wange. Ich drückte mich gegen die Berührung.
Er lehnte sich etwas vor und hielt meinen Kopf in seiner Hand. Sanft zog er mein Kinn zu seinem Gesicht und er schloss die Augen. Er öffnete leicht seine Lippen und unsere Münder waren nur noch Millimeter voneinander entfernt.
Ich schloss meine Augen und öffnete ebenfalls meine Lippen einen Spalt.
Ich spürte seinen Atem auf meinen Lippen. Schon allein dieses Gefühl schlich mir wie ein Schauer über den Rücken.
Und dann spürte ich endlich wie seine Lippen sanft auf meinen landeten. Langsam bewegten wir unsere Lippen gegeneinander.
Meine Lippen kribbelten und in meinem Bauch explodierten Schmetterlinge. Meine Wangen wurden heiß und meine Hände wanderten zu Kyuhyuns Nacken, damit ich ihn näher zu mir zog, um den Kuss zu vertiefen. Seine Hand an meinem Rücken fuhr immer wieder langsam auf und ab und seine Hand an meiner Wange wanderte zu meinem Nacken.
Wir küssten uns nicht wild, sondern sanft, nicht schnell, sondern langsam. Aber es war so viel besser als jeder Kuss, den ich bisher hatte.
Ich weiß nicht, wie lange wir so dastanden, aber wir trennten uns abrupt, als jemand an der Tür klopfte.
Beschämt schaute ich ihn an und legte meine Finger auf die noch geöffneten Lippen. Er sah mich genauso an, schmunzelte aber nur verlegen.
„Kyuhyun? Hast du deinen Laptop gefunden? Wenn nicht, ich habe ihn eben im Wohnzimmer auf dem Sofa gesehen.“, hallte Sungmins Stimme vor der Tür.
„Danke Minnie, ich hole ihn sofort.“, antwortete Kyuhyun, gab mir noch einen sanften Kuss und ließ mich dann im Zimmer stehen.

Meine Knie waren so weich geworden, dass ich erst einmal auf den Boden rutschte. Meine Lippen kribbelten immer noch.
Ich war das glücklichste Mädchen auf der Welt!
     
Blöde kichernd saß ich auf dem  Boden und bemerkte grade noch rechtzeitig, dass sich jemand der Zimmertür näherte. Schnell stand ich auf und setzte mich auf ‚mein‘ Bett.
„Hey,… hier. Ich zeige dir noch kurz, wie du das machst, dann lasse ich dich allein, okay?“, sagte Kyuhyun sanft und setzte sich mit dem Laptop auf dem Schoß neben mich.

Ich beschloss, Samy nichts davon zu sagen, dass ich seit ein paar Tagen im Super Junior Dorm wohnte und verschwieg ihr auch, dass ich  mich mit allen von Super Junior super verstand. Ebenso verschwieg ich ihr, dass Kyuhyun mich gerade geküsst hatte und meine Hormone mit mir durchgingen.

„Samy? Hey Samy!!! Wie geht es dir, Süße? Wie geht es deinem Arm? Kannst du bald losfliegen?“
„Hey Kim! Mir geht es soweit ganz gut. Nur nervt dieser blöde Gips. Das juckt darunter so!“, antwortete sie und ich musste lachen.
„Ach, das geht schnell wieder vorbei. Ich war heute in der Stadt und in der Umgebung von Seoul und habe zwei Wohnungen gefunden, die sogar ziemlich günstig waren. Hier, ich schicke dir eben die Fotos, die ich davon gemacht habe.“
Und schon war Samy in die Bilder vertieft.
„Oh, wow. Die erste Wohnung gefällt mir super, besonders wegen der Badewanne. Und weil das Bad an sich schön groß ist. Was denkst du denn?“
„Ich fand die erste Wohnung auch am schönsten! Meinst du, wir sollten die nehmen?“, sagte ich und dachte daran, dass diese Wohnung sogar etwas näher am Dorm war. Ohh, ich muss Samy dann später damit überraschen! Und die Jungs würden sich sicher auch über Samy freuen.
Wir entschieden uns also für die erste Wohnung und ich würde am nächsten Tag sofort dort anrufen, dass wir sie nehmen. Somit war die Frage nach einer Unterkunft schon mal geklärt.
Samy und ich redeten noch ziemlich lange darüber, was ich einkaufen sollte, damit wir nicht in eine leere Wohnung einzögen. Also ohne Möbel.
Ich würde die Jungs fragen, wenn nachdem ich das Gespräch mit Samy beendet hätte, ob mir jemand dabei helfen könnte.
„Sag mal, wie ist Seoul denn so? Hast du schon jemanden kennengelernt?“, fragte Samy und zog ihre linke Augenbraue mehrmals hoch.
Ich errötete leicht und sie wertete das als ja. „Ha! Wusste ich es doch. Wir hübschen Ausländerinnen kommen gut an.“
„Joa, stimmt. Ich habe jemanden kennengelernt. Heute Mittag war ich ein wenig in der Stadt unterwegs, nachdem ich mir die beiden Wohnungen angesehen hatte und in einem Café sprach mich ein ziemlich hübscher Koreaner an. Und der hat mir sogar seine Handynummer dagelassen… Mal sehen, vielleicht rufe ich ihn  an und bitte ihn darum, mir bei den Möbeln zu helfen.“
„Und zum Einweihen auch oder wie?“, lachte Samy und ich verdrehte die Augen. ‚Wenn du wüsstest, wen ich meine. Ich habe ja nicht nur einen Kerl kennengelernt und nicht nur einer davon hat mir seine Handynummer gegeben. Haha…‘
„Klar, was denn sonst!“, lachte ich. „Süße, wann genau kommst du am Montag in Incheon am Flughafen an? Dann kann ich dich da abholen.“
„Ouh… Ich bin mir nicht ganz sicher, warte, ich guckte eben kurz auf das Ticket.“ Samy stand kurz auf und kramte irgendwo in ihrem Zimmer nach dem Ticket. Währenddessen schlich sich Kyuhyun wieder ins Zimmer, schloss fast geräuschlos die Tür und kuschelte sich neben mich auf das Bett. Ich drehte den Laptop vorsichtshalber so, dass man ihn nicht sehen konnte. Und er verhielt sich komischerweise verdammt leise.
„Ha, da ist es ja.“ Und sie setzte sich wieder vor ihren Laptop. „Also hier steht, dass ich in Peking zwischenlanden muss. Wie cool, dann sehe ich ja auch etwas von China!“
„Ja, in Peking musste ich auch einmal zwischenlanden. Aber mach dir nicht zu viel Hoffnung. Die anderthalb Stunden, die du dort rumhängen musst, bringen dir nicht viel, um etwas von China selbst zu sehen.“
„Schade… Naja. Jedenfalls komme ich dann um 12:31 Uhr am Flughafen an. Das heißt: Wehe du bist nicht da, um mich abzuholen!“, sie sah mich gespielt böse an und ich grinste.
„Keine Sorge, ich werde da sein. Und jetzt ab ins Bettchen mit mir, hier ist es schon ziemlich spät. Ich hab dich lieb und pass auf dich auf! Falls irgendetwas sein sollte, hast du ja noch meine Handynummer.“
„Ja Mama. Gute Nacht und wir sehen uns dann in vier Tagen. Seoul, ich komme!“, sagte sie noch und wir winkten uns kurz in der Kamera zu.

Schnell war den Laptop zu und Kyuhyun umarmte mich seitlich, legte seinen Kopf in meinen Schoß und ich kraulte seinen Nacken.
„So anhänglich heute? Liegt das an dem Kuss?“, flüsterte ich und er schmunzelte schief.
„Maybe…“

Wir zogen uns nur noch kurz um und entschließen spontan beide in meinem Bett zu schlafen. Ich kuschelte mich eng an Kyu und er legte einen Arm unter meinen Kopf.
„You’re the most beautiful girl I know. And you’re a great kisser…”, flüsterte er und ich sah in der Dunkelheit nicht, dass seine Wangen rot wurden.
Ich hob ein wenig meinen Kopf und strich ihm vorsichtig mit den Fingerkuppen über die vollen Lippen ehe ich ihn küsste. Ich konnte diese Lippen einfach nicht ungeküsst lassen. Er zog mich näher zu sich und drehte uns schließlich so, dass ich unter ihm lag. Verträumt sah er mir in die Augen und lehnte sich erneut vor um mich zu küssen. Dieses Mal wurde er jedoch fordernder und ich machte unheimlich gerne mit.  Seine Lippen wanderten zu meinem Nacken und er knabberte ein wenig an meinem Ohrläppchen. Ich unterdrückte ein leises Stöhnen, indem ich mir auf die Unterlippe biss. Natürlich merkte er das und grinste küssend an meinem Hals entlang, bis er wieder meine Lippen erreichte.
Es war so unglaublich schön, ihn zu küssen.
Außer Atem trennten wir uns wieder voneinander und er legte seinen Kopf auf meine Brust. So eingekuschelt schliefen wir dann ein.

Am nächsten Tag weckte uns Kyus Wecker schon ziemlich früh. Um genau zu sein klingelte der Wecker um halb sechs. Und das war eine Uhrzeit, die bei Super Junior schon fast ‚ausschlafen‘ bedeutete.
So als ob ich den Wecker töten wollte schlug ich darauf ein, bis Kyuhyun ihn selbst in die Hand nahm und den einen Knopf drückte, damit er verstummte.
„Ach, so geht das. Morgen“, sagte ich und gab ihm einen süßen Kuss. Wieder nahm er meine Lippen in Anspruch und ich konnte einfach nicht widerstehen.
Zwischen den Küssen sagte ich dann aber: „Hey,… du… weißt,… dass… du… auf…stehen… musst…“ Er grinste bloß, gab mir noch einen letzten Kuss und stand wehleidig auf.
Ich genoss diesen Anblick, als er sich streckte und langsam aus dem Zimmer ging. Wie konnte man nur so küssen? Ich war total benebelt…
Kichernd strampelte ich ein paar Mal die Decke von meinen Beinen und suchte mir Kleidung zum Umziehen aus meinem Koffer. Heute war es ziemlich warm, also entschloss ich mich dazu ein langärmeliges Kleid mit buntem Muster und eine Strumpfhose anzuziehen. Die Haare als seitlichen Zopf gebunden und noch Chucks dazu, und fertig war ich.

Am Frühstückstisch angekommen wurde ich erst mal begutachtet. Sogar Siwon schien mein Kleid nicht zu kurz zu sein und auch Heechul fand es süß. Die anderen bemerkten, dass Kyuhyun und ich uns ein wenig anders verhielten als die letzten Tage, aber es schien keinem etwas auszumachen. Zum Glück. Ich glaube, dass sie froh waren, dass ihr Maknae endlich wieder ein bisschen fröhlicher und nicht so griesgrämig oder gemein drauf war.

Heute würden sie alle den ganzen Tag im Tonstudio verbringen und ich wusste nicht viel mit meiner Zeit anzufangen, als natürlich die Dame zu benachrichtigen, dass wir die Wohnung nehmen würden. Und der anderen Dame natürlich absagen. Vielleicht sollte ich heute schon nach ein paar Möbeln für die Wohnung suchen. Im COEX hatte ich einige mit Siwon zusammen gesehen.

Das würde ein anstrengender Tag werden…





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Hallo ihr lieben =)

Wie hat euch das Kapitel gefallen? Ich vermisse eure Reviews...
Seit ich dieses Kapitel hochgeladen habe, haben schon sage und schreibe 100 von euch meien FF angeklickt!
Das ist echt klasse und ich freue mich sehr =)

Aber ein oder zwei Reviews fände ich dann noch ganz toll... Und so viel Arbeit macht so ein kleines Kommentarchen nicht, das weiß ich aus Erfahrung ;)

Liebe Grüße
Chanel9205
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