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(Never) Ending Lovestory...

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
SM Town Super Junior
02.09.2011
04.04.2012
9
21.472
 
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02.09.2011 1.071
 
Kapitel 4: Das ist dein Ernst?!

Ich musste mich zusammenreißen... Diese E-Mail war einerseits sehr amüsant, da er sich wirklich zum Deppen machte, aber andererseits auch sehr süß. Seit 2 Jahren habe ich auf ein Lebenszeichen seinerseits gehofft und nun starre ich auf diese Nachricht.

Hey Kim,

how are you? Do you still live in Germany?
I hope you're fine.

I'm not sure if you still know me...
At the time when we first met under that big tree in front of that hotel in Germany,
since then you're in my head and I'm sorry I didn't write.
I didn't know what I should say...

These days we went one week after you were gone.
Since then I'm thinking of you and I hope you still know me...

Maybe you're writing back,
xo Kyuhyun


Hat er denn keine Freundin? Wie ist das Leben so als Star? Soll ich auf den Brief antworten? Wird er mir dann auch wieder antworten?
Meine Finger entschieden für mich und schrieben einfach zurück.

Mir geht es gut und ich habe mich sehr über seine Nachricht gefreut. Ich studiere Koreanistik und werde bald für meine zwei Pflichtsemester in Korea studieren. Vielleicht sieht man sich dann ja mal...

Das stand in etwa in der Nachricht.

Noch viel zu überrascht um zu registrieren, dass Kyuhyun, der Hübsche von damals, dem ich einen 'Abschiedskuss' schenkte, heute ein Superstar ist und meinen Brief noch immer hat, stand ich auf und schmiss mich auf mein Bett. Völlig übermüdet schlief ich wohl ein, da ich irgendwann mitten in der Nacht dank des PC Geräusches aufwachte. Es hatte wieder Pling gemacht. Gähnend stand ich auf, sah auf die Uhr und würde mich am liebsten erschießen! Es war drei Uhr nachts! Und um sechs Uhr muss ich schon wieder aufstehen,... grummel grummel...
Er hat geantwortet... was?! Klar, immer doch. Ich habe sonst auch nichts zu tun...

Hey,
wow, I was hoping, you didn't get my mail.
It was so embarrassing...

It's great that you're going to Korea!
Than we can speak in my language :) 한국어 쉽습니다. (hangukeo sibseubnida: Koreanisch ist einfach.)
English is kind of heavy...

Do you know where you can live while your here?


Und so ging es eine Weile hin und her und ich schrieb sogar ein wenig auf Koreanisch mit ihm. Es war interessant. Hoffentlich hatte ich keine Fehler gemacht oder koreanische mit deutscher Grammatik vertauscht! ...Naja, und wenn doch, ist es auch nicht so schlimm.



Es ist Samstag. Morgens 10Uhr.
Jetzt stehe ich hier. Am Flughafen in Seoul. Es ist der Wahnsinn! Hier ist es riesengroß und die Menschen hier sind so klein und ich fühle mich so groß. Dabei bin ich auch nur knapp 1,70m groß.
Das war eben ein Akt gewesen, meinen Koffer von diesem Laufband zu holen!
Mein Koffer war ziemlich schwer und dementsprechend auch groß. Zum Glück hatte ich dort einen Aufkleber mit 'Atomkraft? Nein danke!' darauf geklatscht. Nie hätte ich gedacht, dass die Leute hier fast genau den selben Koffer hatten wie ich.
Als ich einen Koffer entdeckte, der meinem sehr ähnlich sah (bis auf den Aufkleber, war der identisch mit meinem), krallte ich ihn mir und wollte schon gehen, wurde dann aber lautstark von einem ziemlich gutaussehenden Koreaner daran gehindert.

Miss?! MISS DAS IST MEIN KOFFER!“ Perplex und geschockt ließ ich meine Beute wieder los und entschuldigte mich mit einer tiefen Verbeugung.
Oh, es tut mir furchtbar leid! Ich dachte, das sei meiner. Ich habe das gleiche Modell.
Dann meinen Sie bestimmt diesen hier.“ Und stellte meinen daneben.
Ja, vielen Dank! Woher wussten Sie, dass das meiner sein könnte?
Nun ja, diese Aufkleber habe ich bisher nur in Deutschland gesehen. Dort habe ich schon einmal Urlaub gemacht.
Keckes Kerlchen. Aufmerksam und gutaussehend dazu. Ein nettes schiefes Lächeln. Aber der ist bestimmt total alt!
Mein Name ist Lee Seunghwan. Es war nett, Sie kennenzulernen, aber ich muss nun los. Vielleicht sieht man sich nocheinmal. Auf wiedersehen!“ Und schon war er mit seinem Koffer davon gedüst.
Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich mich mit ihm nur auf Koreanisch unterhalten hatte.

Der Rock meines Kleides schwang etwas, als hätte ein Windhauch ihn gestreift.
Schnell nahm ich meinen Koffer und zog ihn hinter mir her. Nachdem ich ein bisschen Geld getauscht hatte, ging ich zum nächsten Taxi und ließ mich zu der Adresse fahren, die für die erste Woche mein 'neues Zuhause' sein wird.
Schon, als wir uns dem Gebäude näherten, sah ich, wie riesig es war. Die Morgensonne spiegelte sich in den zahllosen Fenstern und Glasscheiben. Es gibt da bestimmt mehr als dreißig Stockwerke!

Endlich angekommen half mir der Taxifahrer noch den Koffer aus dem Kofferraum zu hieven und fuhr wieder von dannen. Nervös ging ich in das Gebäude und in den nächsten Fahrstuhl.
„...sechzehn,...siebzehn,...achtzehn...“, flüsterte ich auf deutsch und schaute nocheinmal in den Spiegel, der neben mir an der Wand im Fahrstuhl angebracht war. Ich sah annehmbar aus... Meine langen braunen Haare mit rotem Schimmer (der dank einer Tönung nicht mehr raus will...) trug ich offen und die Enden wellten sich leicht. Die dünne Jacke hatte ich über mein Kleid gezogen, welches bis zum Knie lang war und ein buntes Blumenmuster hatte. Dazu trug ich bequeme Chucks. Noch ein Blick auf meine schon vorgestellte Armbanduhr und der Fahrstuhl öffnete sich.
Einmal tief ausatmen und schon stand ich vor einer hübsch verzierten Tür mit der Nummer 135.

Mit zitternden Fingern näherte ich mich der Klingel und zögerte. Ob sie wohl da sind? Wer wohl alles da ist? Werden sie mich mögen? Bin ich nicht zu aufdringlich?... Ich war schon kurz davor mich wieder herumzudrehen und wieder zu verschwinden, als sich die Tür plötzlich von alleine öffnete.

Guten Morgen, warum stehst du da so? Komm doch rein!“, und schon wurde ich von drei Jungs in die Wohnung gezogen. Einer Trug meinen Koffer, ein anderer meine Handtasche und der Dritte zog mich an der Hand in den Flur und schloss die Tür.

Widerstandslos ließ ich mich ziehen und meine Klamotten weg tragen. „Guten Morgen.,... mein Name ist Chanel Kim. Es ist schön euch kennenzulernen.“, sagte ich und verbeugte mich tief zur Begrüßung. Ich war hochrot im Gesicht... War ich hier auch wirklich richtig? Ich kenne keinen der Drei!

___
Mal sehen, wie es weiter geht ;)
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