Eine etwas andere Geschichte

GeschichteThriller / P16
27.08.2011
29.08.2011
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Ich sah, wie  jeden Tag aus dem Fenster, draußen liefen, wie üblich die Leute vorbei, sie waren fein gekleidet, die Männer hatten Zylinder auf ihren Köpfen, die Frauen hatten heute Regenschirme bei sich, oder hakten sich bei ihren Männern unter, da es, mal wieder, ein regnerischer Tag in London war.

Ich brauchte keinen Regenschirm, ich wurde ja nicht rausgelassne, ich sah meine Amsel an, wie sie in ihrem Käfig saß, ihr Lied sang. Sie war mein einziger Freund.

Ich sah wieder aus dem Fenster, ich mochte es, wie der Regen die Scheibe runter rann, ein Tropfen schneller als der andere, als würden sie ein Wetrennen machen. Doch auch das würde bald aufhören, ich sah wieder Himmel sich wieder aufklärte und die ersten leute klappten ihre Regenschirme schon wieder zusammen.
Es kam ein Junge, er setzte sich auf eine Bank, gegenüber von meinem Fenster, er hatte blonde Haare, er war in ein Buch vertieft, ich beobachtete ihn, seine Haare waren vom Regen nass geworden und wellten sich ein bisschen, er sah gut aus. Er hatte eine Tasche bei sich, er musste Seemann sein, denn alle Seemänner hatten solche Taschen.

Er sah zu meinem Fenster und lächelte mich an, ich lächelte ihn ebenfalls an, der Augenblick in dem ich in seine Augen gucken konnte war wunderbar, ich weiß es ist töricht, doch ich hatte mich in ihn verliebt.

Ich merkte wie ich rot an lief und sah zu meiner Amsel, nach ein paar Sekunden sah ich wieder zum Fenster, ich sah wie er zu der Haustür ging, zu der Haustür, des hauses in dem ich "wohnte" , oder besser gesagt gefangengehalten wurde. Ich wusste das dies nichts gutes bedeuten konnte.

Er betrat das Haus und ich konnte ihn nicht mehr sehen, ich ging zu meiner Zimmertür und öffnete sie einen Spaltbreit, ich guckte nach, dass Beadle nich gerade in der Nähe war, oder gar Richter Turpin. Doch ich sah niemanden, also öffnete ich die Tür so weit, das ich hinaus gehen konnte, dann schloss ich die Tür leise und ging zu dem Zimmer in der Nähe der Tür, wo der Richter für gewöhnlich las und ein Glas Ginn trank.

Ich hörte wie drinnen geredet wurde, der Turpin klang wüten, er hob die Stimme, schrie jedoch nicht, ich hörte wie er sagte:"Sie haben sie begafft, sie haben meine Johanna begafft!" Der Junge versucht sich zu verteidigen, doch ich hatte es schon öfter gehört und wusste was als nächstes passieren würde. Ich versteckte mich hinter einem Regal, welches im Flur stand, Beadle kam, ich hörte seinen dummen Gehstock auf dem Boden. Das metallene Geräusch auf dem Holzfußboden, jedesmal, wen der Stock den Boden berührte.

Dann sah ich wie er den Jungen zur Tür herraus beförderte, er schubste ihn, so das er hinfiel, es knackte, der Junge versuchte auf zu stehen, ich konnte einen kurzen Blick auf sein gesicht erhachen, unter seine Nase konnte man deutlich Blut sehen. Dan fing der ewige begleiter des Richters,Beadle, mit dem Stock auf den Jungen ein zuprügeln.

Ich konnte mir das nicht länger ansehen und wollte zurück in mein Zimmer, bevor mich jemand sah, ich kam hinter dem Regal hervor und ging in Richtung Zimmer, doch da hörte ich die all zu vertraute Stimmer Turpins sagen:"Johanna, gibt es etwas?" Ich drehte mich um und sah in das Gesicht des Richters, in seine kalten Augen, er lächelte mich ein wenig an, ich setzte ein Lächeln auf und meinte höflich:"Nein Sir, ich hatte nur gedacht die Stimme eines Fremdens gehört zu haben, aber ich muss mich wohl geirrt haben."

Er sah mich an, ich hatte das Gefühl, als ob sein Blick mich durchbohren würde,dann meinte er mit einem fiesem Grinsem im Gesicht:"Ja, da musst du dich wohl geirrt haben, ach Johanna, kann ich einen Augenblick mit dir in deinem Zimmer reden?"

Ich wunderte mich, was konnte er bloß von mir wollen? Ich nickte und ging zu meinem Zimmer, öffnete die dunkle Tür und betrat mein Zimmer, es war schön hell, das einzige was mich aufmunterte, die anderen Zimmer im Haus warn dunkel und unheimlich.

Turpin deutete mir mich zu stzen, ich setzte mcih auf meinen üblich Platz am Fenster, er setzte sich dich neben mich, ich wollte ein Stück wegrücken, doch er hielt meine Hand, dann meinte er:"Johanna, du bist jetzt 17 Jahre alt und reif und erwachsen geworden und deswegen bist du jetzt alt genug um geehelicht zu werden und ich wollte dir meine tiefe Zuneigung gestehen."

Ich fasste es nicht, hatte er gerade wirklich um meine Hand angehalten?-nein, das konnte nicht sein, ich hatte mir es also nicht eingeblidet, die Blicke, wie er mich ansah, nein, fast anglotzte. Ich sah ihn an und meinte:"Äh, ich weiß nicht was ich sagen soll Sir, ist es nciht noch ein wenih früh zum heiraten, wie sie richtig gesagt haben bin ich 17!"

Er sah mich an und lächelte, er streichelte meine Hand, ich entzog sie seinem Griff und legte sie an meinen Bauch, ich hatte das Gefühl, als ob das Korsette mir die Luft abschnüren würde, als ob kein Sauerstoff mehr in meinen Lungen wäre.

Er sah mich an und lächelte nur, er nahm meine Hand und hielt sie fest, dann sagte er:"Es mag dir zu früh vorkommen, doch warum warten, wenn der Richtige hier ist und sich dir anbietet Liebste?"

Hatte er mich gerade LIEBSTE genannt?! Ich sah ihn an und meinte:"Es tut mir leid Sir, aber... es ist zu früh für mich." Sein Gesicht verfinsterte sich, er stand auf und meinte dann, bevor er wütend den Raum verließ:"Denk noch einmal darüüber nach Johanna, ich werde dich in zwei Tagen noch einmal fragen. Aber denke daran, was ich dir alles bieten kann."

Ich saß einfach nach und dachte über das geschehene nach, bis tief in die Nacht hinein, was sollte ich bloß tun?-er würde sowieso nie aufhören, ich kannte ihn zu gut um das zu hoffen.
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