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Zwei Tote für ein Leben

Kurzbeschreibung
GeschichteThriller / P16 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami
24.08.2011
13.11.2011
2
2.381
 
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
24.08.2011 1.827
 
Tagchen!
Nun, das hier ist eine Partner-FF von Kiri (KiraMikami) und mir (Makoto Domoto).
Wir hoffen, dass es euch gefällt (ist doch so, oder Kiri? *grins*) und würden uns über das eine oder andere Review freuen.
Viel Spaß dann!

~~~~~~~~~~

Kira.

Das war also der Schrecken unter den Verbrechern.

Im Prinzip genau wie L. Nur dass dieser die Verbrecher nicht umbrachte. Also war es ja eigentlich sogar besser, wenn man von L geschnappt wurde. Außer natürlich, man hatte keine Lust mehr zu leben. Eine Ausnahme jedoch wäre hier wieder, wenn man unbedingt Selbstmord begehen wollte. Obwohl… wenn man von Kira wusste und dann eine Straftat beging, war das natürlich auch wieder so etwas Ähnliches wie Selbstmord. Jedenfalls dachte Beyond Birthday so.

Dieser saß in seiner Gefängniszelle und dachte über Kira und L nach. Die beiden Personen, die eine Gefahr für ihn darstellten.

Beyond wusste genau, dass er früher oder später aus dem Gefängnis kommen würde, das war klar. Gut, vermutlich würde er da ein wenig… nachhelfen… also einfach abhauen - an dem perfekten Fluchtplan arbeitete er schon seit Monaten. Und dann würde er natürlich weiterhin versuchen, L zu übertreffen. Und dieses Mal würde er auch nicht scheitern, das wusste er genau.

Dieses Mal würde sein Plan aufgehen. Es würde funktionieren, es musste.

Nur hatte er jetzt noch das Problem namens Kira. Dieser Typ würde früher oder später herausfinden, dass es einen Verbrecher namens Beyond Birthday gab, welchen er noch nicht umgebracht hatte, und dann hätte er keine Chance mehr, L zu schlagen. Das war doch wirklich zum Haare raufen. Wenn er wenigstens wüsste, wer Kira war… wenn er das herausfinden könnte… dann könnte er so sogar L ausschalten… vor allem… warum ihn denn übertreffen und ihn dann weiter arbeiten lassen, wenn man ihn auch umbringen und dann seinen Posten einnehmen konnte? Das wäre doch auch was.

Beyond grinste.
Er hatte seinen Entschluss gefasst. Er kannte Ls wahren Namen und er war sich sicher, dass Kira den Namen und das Gesicht brauchte, um zu töten. Das hatte er aus dem, was die Gefängniswärter so geredet hatten, schon rausgehört. Und er wusste auch, dass Roger im Wammy’s garantiert ein Bild von L hatte. Das musste er. Er hatte schließlich auch noch eines von Beyond. Immerhin war er noch immer ein Buchstabe, B.

Kira und L kämpften und das war auch gut so. Die wären so miteinander beschäftigt, dass sie gar nicht merken würden, dass dort noch ein Verbrecher dabei war, sie alle beide umzubringen. Die beiden, die eine wahre Gefahr für ihn darstellten.

Beyond begann zu lachen.
“Harrr Harrrr harr. Das wird genial werden, das weiß ich jetzt schon. Harrrr harr Harrrr.”
“Birthday, was ist so witzig?”, unterbrach ihn einer der Wärter. Beyond musste zugeben, dass er ganz vergessen hatte, dass es die auch noch gab.
“Ach, absolut nichts.”, kicherte er.
Der Wärter zog eine Augenbraue nach oben, sagte aber nichts weiter und verschwand wieder. Das war das Gute daran, dass Beyond bereits als vollkommen irre abgestempelt war: Es interessierte eigentlich keinen mehr, was er in seiner Zelle abzog. Und genau das würde er nun ausnutzen.



Nur drei Tage später schlich er mit einer vermummten Gestalt durch die Straßen von Los Angeles.
“Hey, noch mal danke, Wedy. Ich wüsste echt nicht, was ich ohne dich machen würde.”
Nun zog sich die Angesprochene die Kapuze herunter und grinste Beyond an.
“Kein Thema.”, meinte sie, “Macht man doch für Freunde. Aber dass du schon so schnell anfangen würdest, einen auf todkrank zu machen, hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Übrigens genauso wenig, dass dieser Plan wirklich funktionieren würde.”

“Na ja, der Punk ist der: Wenn du in diesem Knast als Patient in einer Zelle am anderen Ende des Gebäudes liegst, hast du auch nur diese blöden Knöpfe da, die’s auch im Krankenhaus gibt.”, erklärte er, “Ansonsten bist zu komplett allein. Wenn man dann noch etwas Hilfe hat, ist es kein Problem, da raus zu kommen.”

“Na ja, es war zwar nicht gerade einfach, die Kameras auszutricksen…”, gab Wedy zu, “aber es hätte schlimmer sein können.”

“Um jetzt mal zu meinem Anliegen zu kommen…”, begann Beyond, doch Wedy unterbrach ihn spaßend: “Was, schon wieder eins? Also wirklich, ich mach doch nicht alles für dich!”
“Jaja, ich dich auch, Wedy. Nein, es ist nur das: Hat L irgendjemanden im Visier, der Kira sein könnte? Der wird es nämlich garantiert auch sein und das ist es, was ich wissen will. Ich muss wissen, wer Kira ist.”

“Warum? Um ihn dann qualvoll umzubringen?”

“Vielleicht.”

Stille.
Welche dann von Wedy unterbrochen wurde.

“Okay. Ich dachte eigentlich, du hättest es auf L abgesehen.”
“Habe ich auch. Ich will beide loswerden. Ich muss doch nur Kira Ls Namen verraten, dann löscht der schon mal unseren Elli aus. Und um Kira werde ich mich dann kümmern.” Beyond grinste dreckig. “Und da werde ich mir dann richtig viel Zeit lassen. Harrr Harrrr harr.”

“Gut. Dann werde ich dich mal aufklären”, meinte Wedy.
Und während sie so durch die dunklen Gassen schlichen, auf dem Weg zu ihrem Fluchtfahrzeug, erzählte Wedy Beyond alles, was sie über L und den Verdacht, dass Light Yagami Kira war, sich momentan jedoch nicht daran erinnern konnte und jemand anderes als Kira agierte.

“Und die zwei sind echt aneinandergekettet?”, fragte Beyond noch mal nach, was Wedy mit einem Nicken quittierte, “Und anscheinend können sich die zwei irgendwie leiden, zeigen es aber nicht, weil L Detektiv ist und sich nicht von seinen Gefühlen leiten lassen darf?”

“Na ja…”, meinte Wedy, “Ich denke schon, dass er Light irgendwie leiden kann. Auch wenn er der eigentliche Kira ist: Im Moment ist er sehr hilfreich und man merkt L schon an, dass er ihn sympathisch findet.”

“Das wird ja immer besser.”, meinte Beyond grinsend, “Also, als erstes sollten wir mal in einer Apotheke einbrechen. Und dann müssen wir mich mit L vertauschen, sodass es keiner merkt. Und wir brauchen Diktiergeräte und eine Ort, an dem wir unseren Elli verstecken können.”

“Beyond, was zur Hölle hast du vor?”
“Eine ganze Menge. Der erste Punkt auf der Fahrt zum Ziel ist erreicht, jetzt machen wir uns auf dem Weg, um auch das zweite Zwischenziel zu erreichen. Wirst du mir dabei helfen?”
Wedy nickte.
“Ja, das werde ich. Du weißt genau, dass ich L nicht sonderlich leiden kann. Immerhin lässt er mich nur auf freiem Fuß, weil ich ihm behilflich sein kann und das gefällt mir, wenn ich mal ganz ehrlich bin, absolut nicht.”

“Super.”

Hinter ihnen fiel eine blutbefleckte Leiche hinter einer Mülltonne hervor und ein Mädchen mit schwarzen Haaren und einem Messer in der Hand sah sich in der Gasse um. Ohne sich umzudrehen, sagte Beyond zu diesem: “Pass auf, dass sie dich nicht kriegen. Das wäre durchaus schade, okay?”
“Klar!”, rief sie ihm noch hinterher und verschwand dann in einem leerstehenden Gebäude, von dem aus sie wahrscheinlich fliehen würde. Was eindeutig gut für sie wäre.

Wedy ignorierte die kurze Konversation zwischen den beiden und trat dann mit B aus der Gasse hinaus auf eine größere Straße, wo ein Auto stand.
“Das ist unser Fluchtfahrzeug. Ich hoffe, dass es dir ausreicht.”, meinte Wedy und Beyond erwiderte: “Passt schon. Hauptsache, die alte Kiste bringt uns zum Flughafen. Dann ist mir, ehrlich gesagt, scheißegal, wie das Ding jetzt aussieht oder nicht.”

Grinsend stiegen er und Wedy ein und nur wenige Minuten später hielten sie vor einem recht großen Mehrfamilienhaus. Das Haus, in dem Wedy wohnte.
“Also, du kommst erst mal bei mir unter. Morgen gehe ich los und besorge dir Klamotten. Du kannst sie gebrauchen. Und morgen Abend-”
“Aber nur Jeans und weiße Pullover, verstanden?”
Beyonds Tonfall ließ Wedy zusammenzucken und nicken. Sie wusste ganz genau, dass sie vermutlich recht… tot… sein würde, würde sie sich nicht daran halten.

“Sehr gut.”, meinte Beyond, “Und morgen Abend…?”
“Morgen Abend geht es dann zurück nach Japan.”, antwortete Wedy knapp und schloss die Haustür auf, führe Beyond das Treppenhaus hinauf und öffnete dann auch ihre Wohnungstür.
Man sah der Wohnung deutlich an, dass sie momentan nicht wirklich belebt wurde. Nichts lag herum, auf den schwarzen Schränken im Flur konnte man ein wenig Staub erkennen.

“Wunderbar.”, meinte Beyond, “Und wann brechen wir in der Apotheke ein?”
“Das werde ich allein machen.”, sagte Wedy, “Und zwar morgen früh.” Nach einem Blick auf ihre Uhr fügte sie hinzu: “Nachher, verzeih mir.”
“Wunderbar.”, sagte Beyond noch ein weiteres Mal und verzog sich dann in das Gästezimmer. Bis heute Abend würde er da nicht mehr rauskommen.



Der Hubschrauber, mit dem Wedy und Beyond nach Japan geflogen waren, landete und die beiden nahmen sich ein Taxi, welches sie zu einem Hotel bringen würde. Beyond trug eine Baseballkappe und hatte sich auch ein wenig im Gesicht geschminkt und sich eine Perücke aufgesetzt, sodass man ihn nicht erkennen würde. Eine Vorsichtsmaßnahme, die durchaus angebracht war.

Im Hotel war Beyond hibbelig wie ein kleines Kind vor Weihnachten.
“Und wann tauschen wir mich durch Elli aus?”, fragte er die ganze Zeit und Wedys Antwort blieb die gleiche: “Um Mitternacht. Wenn L schläft.”
Und irgendwann war es endlich so weit: Beyond und Wedy machten sich auf den Weg zur Ermittlungszentrale, wo sich die Blondine zuerst um die Kameras kümmerte, sodass sie ungesehen in die Zentrale gelangen konnten. Leise stiegen sie durch das Fenster, welches zum Zimmer von L und Light führte und sahen die beiden friedlich schlafen.

Man konnte deutlich erkennen, dass Light zuerst eingeschlafen war und auch als letztes aufwachen würde, da L so lag, dass er Light - im wachen Zustand jedenfalls - genau beobachten konnte. Was vermutlich auch tat, um herauszufinden, ob dieser nun Kira war oder nicht.

“Wo ist der Schlüssel für die Handschellen?”, fragte Beyond flüsternd und Wedy ging langsam auf L zu und griff vorsichtig in dessen Hosentasche. Beyond hätte es wissen müssen. Natürlich versteckte L den Schlüssel genau da, wo Light ihn am wenigsten vermuten würde. Und selbst wenn er den Verdacht hätte - L würde nicht schlafen, bis Light es auch tat und wenn der Braunhaarige aufwachen würde, so würde er es durch die Handschellen bemerken.
Ohne ein Geräusch zu verursachen schloss Wedy die Handschellen auf.

Nun würde es erst richtig schwer werden.

Sie mussten es schaffen, L das aus der Apotheke gestohlene zu verabreichen, ohne dass dieser es bemerkte.
Wedy bewies wieder einmal, dass sie wirklich geschickt war. Sie verabreichte L das Mittel ohne ihn aufzuwecken oder auch nur das leiseste Geräusch zu machen. Nun würde eigentlich alles ganz einfach gehen.

Sie mussten sich nur L nehmen, Beyond hinlegen, die Handschellen wieder schließen und dann L in einem gut isolierten Raum unterbringen und ihn mit Tonbändern der Erlebnisse in der Ermittlungszentrale zudröhnen. So lange, bis er glauben würde, selbst dabei gewesen zu sein. Da war es ganz gut, dass ihn das Mittel, welches man ihm jedoch erst später geben würde, nur in einen Halbschlaf versetzen würde.

Wedy hatte den Detektiv gerade auf das sich ebenfalls im Raum befindliche Sofa gelegt, als sie und Beyond geschockt innehielten.
Draußen, direkt vor der Zimmertür, lief jemand umher und konnte jederzeit einfach hereinkommen.
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