I Begin To Wonder

GeschichteRomanze / P18 Slash
16.08.2011
16.03.2019
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Harry brütete schon länger als eine Stunde über einem Brief, den er an Remus und Tonks schreiben wollte. Es fiel ihm schwer, die beiden um einen so großen Gefallen zu bitten. Noch schwerer aber fiel es ihm seine Beweggründe verständlich zu machen. Denn so ganz verstand er sie selbst nicht.

Harry seufzte und zerknüllte bereits das dritte Pergament, auf dem er es nur zu ein paar kläglichen Halbsätzen gebracht hatte. Er blickte zu Hermine hinüber. Außer ein paar braunen Locken war nichts von ihr zu sehen, so hoch stapelten sich die Bücher auf ihrem Arbeitsplatz in der Bibliothek. Noch stärker als zuvor wünschte Harry sich, mit ihr sprechen zu können.

Sie hätte sicher Rat gewusst. Harry wusste, dass sie ihm geholfen hätte, selbstverständlich, trotz Lernplan und Abschlussprüfungen. Die Wahrheit war, dass er nicht bereit dazu war, ihr alles zu erzählen.

Harry zog ein frisches Blatt zu sich und starrte auf die Feder in seinen Händen. Und dann beschloss er, so ehrlich zu sein, wie er eben konnte. Er tunkte die Feder ins Tintenfass und schrieb:

Liebe Tonks, lieber Remus,

ich schreibe euch heute in einer ungewöhnlichen Angelegenheit, die mir sehr wichtig ist. Wägt eure Antwort ausführlich ab und seid versichert, dass ich sie akzeptieren werde, ganz gleich, wie sie ausfällt.

Ich möchte euch um eure Hilfe bitten. Um eure Hilfe in einer Angelegenheit, die das Ministerium und die Familie Malfoy betrifft. Draco Malfoy und ich bearbeiten zurzeit eine Gruppenaufgabe in Zaubertränke und so habe ich von der Sache erfahren. Es geht um das Vermögen von Draco Malfoy und seiner Mutter, also das Manor, die Geldanlagen und die gegenständlichen Vermögenswerte. Vor dem Zaubergamot wird bald darüber verhandelt, ob und welche Teile des Vermögens für verschiedene Maßnahmen des Wiederaufbaus und zur Unterstützung Betroffener verwendet werden sollen. Da seine Mutter in Askaban einsitzt und er volljährig ist, muss Draco Malfoy der Verhandlung beiwohnen.

Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht dagegen, dass Teile des Vermögens solchen Zwecken zugeführt werden. Aber wir, ihr und ich und andere Mitglieder des Ordens, wissen, dass Narzissa Malfoys Eingreifen während der letzten Schlacht entscheidend zu unserem Sieg beitragen hat. Mir geht es nicht darum, das Vermögen der Malfoys zu verteidigen. Aber ich glaube, Narzissa und Draco Malfoy haben viel Grauen erlebt und eine Chance verdient.

Deshalb dachte ich, dass ihr, und insbesondere du, Tonks, vielleicht im Prozess aussagen könntet. Ich habe eine Idee, wie man aus der ganzen Sache etwas Gutes für alle Seiten machen könnte.

Gebt mir bitte schnell Bescheid, ob ein solches Vorgehen für euch infrage kommt. Ich hoffe es geht euch gut. Drückt Teddy von mir.

Euer Harry

Harry legte die Feder beiseite und las den Brief mehrmals. Die Worte klangen seltsam gestelzt, wenig nach ihm selbst, aber besser hatte er es nicht hinbekommen. Er rollte das Pergament zusammen und versiegelte es magisch.

Als er wenig später im Turm der Eulerei stand und auf die kalte Landschaft hinabblickte, drehte er die Rolle noch immer unschlüssig zwischen den Fingern. Es war ein Risiko, natürlich war es das. Man würde sich wundern, warum ausgerechnet er zum Fürsprecher des Malfoys geworden war. Auch Remus und Tonks würden sich ihre Gedanken machen. Ganz zu schweigen von seinen Mitschülern. Und wenn die Presse erst Wind von der Sache bekäme …

Harry zuckte die Schultern und lockte einen der seltenen schneidigen Wanderfalken zu sich, der ganz oben im Gebälk hockte und von den Eulen misstrauisch beäugt wurde. Er band ihm das Pergament ans Bein und trug ihm zu einem der Fenster. Der Vogel vollführte einen tollkühnen Sturzflug, bevor er sich tief über den Schlossmauern fing und davon zischte. Harry glaubte sehen zu können, wie die anwesenden Eulen im Turm mit den Augen rollten.

Harry ging zu einem anderen Fenster hinüber und sah zum Quidditchfeld. Die Slytherins trainierten. Schon wieder! Er schüttelte den Kopf. Malfoy hatte recht gehabt. Bletchley, der Kapitän der Slytherinmannschaft, musste wirklich den Verstand verloren haben, er trieb seine Mitspieler wie ein wild gewordener Stier durch die Lüfte. Morgen Vormittag war das Spiel und anstatt seiner Mannschaft Zeit zur Erholung zu gönnen, verschwendete er ihre Kräfte bei einem letzten sinnlosen Training. Es konnte nur schief gehen für die Slytherins. Sie taten ihm beinahe leid.

Harry gab den Versuch nicht nach Malfoy Ausschau zu halten rasch auf. Er hatte ihn ohnehin fast sofort erkannt, an der Art, wie er über dem Spielfeld kreiste und sich tief über seinen Besen beugte und daran wie er mit den Armen gestikulierte. Harry wandte sich ab. Er stieg die Treppen hinab. Dachte nicht an Malfoy. Nicht an das, was er vorhatte. Nicht an seine Lippen, nicht an sein Keuchen in dem dunklen Gang vor der Bibliothek. Natürlich nicht. Kein bisschen!



Ginny und Pansy spazierten am See entlang, während die Sonne hinter den Bergen im Westen versank. Die beiden Mädchen hatten eine Mission. Dick eingemummelt stapften sie durch den Schnee, ersannen Pläne und Szenarien, verwarfen sie wieder und zankten sich dabei auf beinahe rührende Weise.

Sie würden herausfinden, was genau zwischen ihren Freunden vor sich ging. Natürlich hatten sie einen Verdacht, aber keinerlei Beweise. Und wenn sie die Fakten hatten, was dann?

Ginny plädierte dafür, die beiden freundlich aber bestimmt voneinander fern zu halten. Sie glaubte, das alles könne nur in einer absoluten Katastrophe enden. Pansy fand, sie sollten die Wahrheit ans Licht bringen und sich dann in vornehmer Zurückhaltung üben, was überaus untypisch für sie war. Harry und Malfoy, argumentierte sie, seien schließlich alt genug, selbst darüber zu entscheiden, in welchen Schlamassel sie sich stürzen wollten. Was sie nicht gut hieß, war, dass die beiden so ein Geheimnis daraus machten. Nicht, dass das unverständlich wäre, aber gut heißen musste Pansy es deswegen ja lange nicht. Zumindest was Draco betraf. Ginny sah das im Zusammenhang mit Harry jedoch ähnlich, wie sie ihr nachdrücklich versicherte.

Ginny und Pansy einigten sich schließlich darauf, den morgigen Sonntag für einen Frontalangriff zu nutzen. Das Quidditchspiel, glaubten sie, würde eine ideale Kulisse für ihre Vorhaben bieten. Harry würde aller Wahrscheinlichkeit betrunken und gelöst sein wegen des zu erwartenden Sieges und daher in Plauderstimmung, während Malfoy, so schätzte Pansy die Situation ein, auch betrunken und wohlmöglich verletzt und aufgewühlt sein würde, ein Zustand, den Pansy eiskalt auszunutzen gedachte.

Die Mädchen kehrten ins Schloss zurück, gerade pünktlich zum Abendessen und trennten sich in der Großen Halle voneinander, nicht ohne sich bedeutungsschwere, verschwörerische Blicke zu zuwerfen. Keine von beiden ahnte, dass sie alle ihre schönen Pläne umsonst geschmiedet hatten.

Denn als Pansy nach dem Abendessen in den Gemeinschaftsraum der Slytherins trat, wartete Draco bereits auf sie. Er winkte sie zu sich und als sie ablegen wollte, bat er sie, mit ihm einen kleinen Spaziergang auf den Astronomieturm zu unternehmen.

„Musst du nicht früh ins Bett“, fragte Pansy mit einem unschuldigen Lächeln, als sie mit Draco die Kerkertreppen hinaufstieg, „morgen ist schließlich der große Tag“.

Draco stieß einen Laut aus, der verdächtig nach einem Wimmern klang. „Wir werden verlieren“, sagte er und seine Stimme klang bekümmert, als sie den oberen Treppenabsatz erreicht hatten, „und alle wissen es“.

„Soll ich widersprechen und eine emotionale Supportrede vorbereiten oder brauchst du die brutal ehrliche Pansy?“, fragte Pansy und stupste ihren besten Freund mit dem Ellenbogen an, woraufhin dieser heftig zusammenzuckte.

„Die ehrliche Pansy“, antwortete er nach einem Moment. „Ich muss dir was erzählen, dann muss ich wissen was du wirklich denkst. Anschließend können wir noch mal über den emotionalen Support nachdenken. Aber nicht hier, sondern oben“.

Pansy musste zugeben, dass es ihr in diesem Moment an Durchblick fehlte. Würde es bei dem Gespräch um den Prozess gehen, um Quidditch, wollte Draco vielleicht bei den UTZ-Prüfungen im großen Stil schummeln oder, sie wagte kaum zu hoffen, ging es vielleicht wirklich um den Goldjungen von Gryffindor?

Sie liefen schweigend Seite an Seite durch das Schloss, das um diese Uhrzeit noch recht belebt war. Als sie den Flur, der zum Astronomieturm führte, erreichten, war jedoch niemand mehr zu sehen. Nicht einmal den verknalltesten Pärchen kam es in den Sinn, sich zu dieser Jahreszeit auf ein lauschiges Stündchen auf dem Turm zu treffen. Es war meistens arschkalt und zog wie Hechtsuppe.

Was Pansy und Draco am eigenen Leib erfuhren, als sie die endlose Wendeltreppe endlich erklommen hatten und die Tür zur Plattform aufgestoßen hatten. Der Wind pfiff ihnen nachdrücklich um die Ohren und beide schlugen die Krägen ihrer Umhänge hoch.

„Das war eine beschissene Idee!“, rief Pansy über den Wind. „Du bist so eine Drama-Queen, Draco, wir hätten auch in meinem Zimmer reden können“, fügte sie hinzu, nur noch halb so laut. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und ließ ihre Hände in den gefütterten Ärmeln verschwinden.

Draco hatte die Schultern bis zu den Ohren hochgezogen und sah aus, als ob er fand, dass sie recht hatte. Und als ob er in Erwägung zog, sich vom Turm zu stürzen. Und ein bisschen so, als wäre ihm übel. Er atmete tief durch.

„Nun spuck’s schon aus!“, verlangte Pansy ungehalten.

„Stell dich nicht so an, wozu bist du eine Hexe?“, erwiderte ihr Hauskamerad und machte eine auffordernde Geste in Richtung ihres Zauberstabes, der wie immer in der rechten Außentasche ihres Umhangs steckte. Okay, da hätte sie auch von selbst drauf kommen können.

Wenige Augenblicke später hatte Pansy sie von den schärfsten Winden und dem Lärm abgeschirmt. Draco schien den Moment genutzt zu haben, um sich zu sammeln. Es war ihm anzusehen, wie viel Kraft es ihn kostete, endlich mit dem rauszurücken, was ihn offensichtlich seit Wochen umtat.

Und Draco erzählte es ihr.



Nicht alles. Nicht, wie er sich fühlte, wenn Potter ihn anlächelte, nicht von der komischen Sache mit dem Licht und Potters Haaren oder von dem Grübchen, das sich in seiner linken Wange bildete, wenn er schelmisch grinste.

Aber Draco erzählte ihr, was zwischen ihnen vorgefallen war und wie es begonnen hatte, nämlich spätestens in diesem verfluchten Besenschrank in der Nacht des Halloweenballs, und wie die Situation endgültig eskaliert war, als sie diese elendige Gruppenarbeit in Zaubertränke aufgehalst bekommen hatten. Armortentia, welche Ironie!

Pansy hatte ruhig zugehört, ihn nicht unterbrochen und eine unleserliche Miene aufgesetzt. Draco staunte ein Mal mehr über seine beste Freundin. Wenn es darauf ankam, war sie lange nicht so impulsiv und überdreht, wie die meisten glauben mochten.

Draco schloss seinen Bericht damit, dass Potter dabei war irgendetwas auszuhecken, um ihm und seiner Mutter bei der bevorstehenden Gerichtsverhandlung zu helfen. Dann verstummte er.

Es war nicht unbedingt so, dass er ihren Rat suchte. Er hatte es nur jemandem erzählen müssen. All die Geheimnisse, die er sein Leben lang mit sich herumgeschleppt hatte, hatten immer gedroht ihn nieder zu drücken. Als die Todesser und der Dunkle Lord besiegt worden waren und sein Vater für den Rest seines Lebens hinter den Mauern Askabans verschwunden war, da hatte Draco sich geschworen es nie wieder so weit kommen zu lassen.

Seine Eltern hatten ihn lange Zeit etwas anderes glauben lassen, doch er wusste jetzt, dass er nicht jede Last allein tragen musste. Und er wusste, dass Pansy ihn nicht verurteilen oder abweisen würde.

Und das tat sie auch jetzt nicht. In einer seltenen Geste der Vertrautheit zwischen ihnen ließ er es zu, dass sie ihn in die Arme schloss.

Nach ein paar Sekunden löste er sich sanft aber bestimmt von ihr und erwartete ihre Reaktion. Sie schaffte es noch genau einen Herzschlag lang, ihre neutrale Miene beizubehalten. Dann breitete sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht aus.

„Ich wusste es!“, brüllte Pansy triumphierend in den Wind und hüpfte dabei auf und ab. Dann hatte sie sich wieder in der Gewalt. „Sorry, Liebling“, sagte sie und nahm seine Hand. „Es ist nur so, dass wir es seit Wochen, ach was, Monaten geahnt haben. All die Zeit habe ich nichts gesagt, weil ich wusste, du würdest mir den Kopf abreißen, wenn ich es täte. Aber es war sonnenklar, dass etwas vorgefallen war, du warst die letzten Tage ja kaum wieder zu erkennen!“. Sie holte kurz Luft und fuhr fort, ohne, dass Draco die Gelegenheit zum Antworten gehabt hätte: „Und ehrlich gesagt hatten wir geplant, die Wahrheit morgen nach dem Spiel endlich aus euch heraus zu kitzeln, mit allen Mitteln. Notfalls mit Gewalt!“.

Draco runzelte die Stirn. „Wir?“, fragte er und dachte an Blaise. Der hatte sich in letzter Zeit außer mit der Schürzenjagd mit herzlich wenig beschäftigt.

Auf einmal war es Pansy, die etwas verlegen aussah. „Naja, die kleine Weasley und ich. Wir verstehen uns gut, weißt du doch. Und sie hat sich eben auch so ihre Gedanken wegen Harry gemacht“.

Draco starrte seine beste Freundin entgeistert an. Aber er schluckte die Empörung über diese hinterhältige Schande einer Slytherin hinunter, die ihn ihm hochstieg. Mit einer Gryffindor derartig intime Privatangelegenheiten zu diskutieren und zur Krönung auch noch mit ihr zu paktieren! Aber gut, wer war er schon, sich darüber zu brüskieren? Schließlich war er derjenige, der heimlich mit Gryffindors rummachte.

„Wir gehen übrigens auch miteinander ins Bett“, eröffnete Pansy ihm nebenbei, „aber das ist nichts Ernstes“.

Jetzt klappte Draco die Kinnlade doch noch herunter. So viel dazu!

Und dann, weil sein ganzes Leben, seine Werte und jetzt auch noch seine beste Freundin im Chaos zu versinken drohten, begann Draco zu lachen. Es brach einfach aus ihm heraus und Pansy, die kurz beunruhigt aussah, stimmte schließlich mit ein.

Es war absurd. Das alles. Kaum zu glauben, wenn man darüber nachdachte. Aber er war ein Teenager auf einem Internat, der kurz vor seinem Schulabschluss stand, einen existenziellen Gerichtsprozess am Hals hatte und sich aus unerfindlichen Gründen zu seinem ehemaligen Erzfeind hingezogen fühlte. Ach ja, nicht zu vergessen diese irre Journalistin, aber was machte das noch für einen Unterschied?

Pansy klopfte ihm auf die Schulter. „Mach dir nichts draus, Schatz“, sagte sie behutsam zu ihm. „Wir kriegen das schon alles irgendwie hin, haben wir doch bisher immer, oder?“.

Dem konnte Draco nicht widersprechen. „Aber glaub bloß nicht, dass ich zu dir und deinen schrecklichen Eltern ziehe, wenn ich nach dem Prozess auf der Straße stehe. Oder zu Blaise und seiner durchgeknallten Mutter!“ sagte er matt.

Pansy grinste und stupste ihn mit dem Ellenbogen an. Bei Merlins Bart, was war das nur für eine Unart, die da plötzlich um sich griff? „Wir können dann ja alle zusammen eine Aussteiger-WG in der Heulenden Hütte gründen“, schlug sie vor und zwinkerte ihm zu.

Draco schüttelte den Kopf und strich sich ein paar lose Haarsträhnen aus der Stirn. Dann drückte er Pansys Hand. „Komm, wir setzten uns drinnen auf die Stufen. Ich hab‘ das Gefühl, du hast auch was zu erzählen. Aber hier draußen friert man sich ja den Arsch ab!“.

„Ach, jetzt auf einmal, ja?“, neckte die Schwarzhaarige ihn, schlüpfte aber dankbar zurück in das Innere des Turms. „Mensch, Draco, Harry hat echt einen erstaunlichen Einfluss auf dich! Draco Malfoy himself, der sich zum Quatschen auf die Stufen setzt, sehet und staunet!“.

Draco verdrehte die Augen und ließ sich auf die oberste Treppenstufe fallen. Pansy bildete mit den Händen einen Rahmen und tat, als müsse sie sich diesen Anblick tief in ihr Gedächtnis brennen, bevor sie sich zu ihm gesellte.

Und dann erzählte Pansy von der kleinen Weasley. Draco musste sich anfänglich bemühen nicht ständig missbilligend das Gesicht zu verziehen, doch er musste auch zugeben, dass die Dinge, die Pansy von der Gryffindor zu berichten wusste, ziemlich großartig klangen.

Er fragte sich, ob Pansy in Ginny verliebt war. Diese Frage laut auszusprechen traute er sich jedoch nicht. Vielleicht, weil er nicht bereit war, sich ähnlichen Fragen zu stellen. Oder weil es einfach nicht sein durfte, dass sich Slytherins in rothaarige Gryffindors verliebten. Oder schwarzhaarige. Wie auch immer!

Als er schließlich in seinem Bett lag und an die Kerkerdecke starrte, dachte er an all die Dinge, die er Pansy nicht über Potter erzählt hatte. An das Blitzen in seinen Augen und das Geräusch, das er machte, wenn Draco diese Stelle unter seinem Ohr küsste.

Draco versuchte, an etwas anderes zu denken, er versuchte es wirklich! An das Spiel morgen, an den Prozess, an die UTZs. Doch nichts davon vermochte die Gedanken an den Gryffindor zu vertreiben. Und so gab sich Draco seinem Schicksal geschlagen und öffnete die Schlaufe seiner Pyjamahose.

Wie praktisch, dass Blaise wie so häufig woanders nächtigte.



Harry wartete ungeduldig darauf, dass seine Mannschaftskameraden die Gryffindorumkleide verließen. Er hatte unter der Dusche gebummelt, sich ewig abgetrocknet und einen Weltrekord im langsamen Socken anziehen aufgestellt.

Leider hatten sich die anderen in ihrem Siegestaumel auch ziemlich viel Zeit gelassen. Natürlich hatten sie das Spiel gewonnen. Von draußen wehten noch immer die Gesänge der abziehenden Schüler und Besucher herüber, auch sie hatten es offenbar nicht sehr eilig, ins Schloss oder nach Hogsmeade zurück zu kehren.

Dabei konnte Harry nicht einmal sicher sein, ob sein Plan funktionieren würde. Aber er hatte es im Gefühl.

„Jetzt mach schon, Harry!“, rief Ginny, die sich gerade ihren Umhang überwarf. Wusste Morgana, wie sie es fertigbrachte, mit dem Mini-Rock, den sie darunter trug, und den nackten Beinen nicht auf der Stelle zu erfrieren. Vielleicht ein Strumpfhosen-Zauber?

„Geht ruhig schon mal vor“, sagte Harry und schenkte ihr ein Grinsen, „ich werde den Weg in die Drei Besen auch ohne euch finden, versprochen!“.

Ginny warf ihm einen misstrauischen Blick zu, dann verschwand sie mit den letzten Mitspielern aus der Umkleide. Harry schlüpfte in seinen Pullover und horchte auf das verklingende Gelächter. Er schnappte sich seinen Umhang und warf einen Blick in den Spiegel, der von Demelza kurzerhand zu einem Taktikboard zweckentfremdet worden war. Dann schlich auch er aus der Kabine.

Draußen hatte der am Morgen eingesetzte Schneefall noch nicht wieder aufgehört. Dicke Flocken rieselten lautlos vom Himmel. Harry hielt sich eng an den Tribünen, als er sich halb geduckt und mit hochgeschlagener Kapuze zu den Slytherinumkleiden stahl.

Sein sechster Sinn sagte ihm, dass es noch einen anderen Nachzügler gab.



Als Draco aus den Duschen kam, waren seine Mitspieler schon über alle Berge. Er hatte sich nach der Niederlage ein ziemlich unschönes Wortgefecht mit Bletchley geliefert. Woraufhin dieser ihn hochoffiziell aus der Mannschaft geschmissen hatte.

Es kümmerte Draco kaum. Er hatte schlimmere Probleme als einen überkandidelten Mannschaftskapitän, der nichts, aber auch gar nichts, von Führung, Taktik oder Trainingsmethoden verstand. Hätte ihm wirklich etwas an dem Quidditchpokal gelegen, hätte er sich selbst als Kapitän aufstellen lassen.

Genervt war er trotzdem. Was für ein Zirkus!

Die hämischen Gesänge der anderen Schüler klangen ihm in den Ohren. Natürlich hatte Potter den Schnatz gefangen. Alles andere wäre, wenn man ehrlich war, so etwas wie ein verspätetes Weihnachtswunder gewesen. Dass die Niederlage aber so dermaßen haushoch ausgefallen war (320 zu 70 Punkten), hatte Miles sich selbst zu zuschreiben. Ein Training, am Nachmittag vor dem Spiel? Einfach hirnrissig!

Draco trocknete sich ab und klatschte das nasse Handtuch auf den Boden. Er stieg in seine Shorts und seine Hosen. Versuchte, sich nicht auszumalen, wie die älteren Schüler der anderen Häuser (und Pansy, diese Verräterin) einen feucht-fröhlichen Nachmittag in den Drei Besen verbringen würden, während er wie ein geprügelter Hund ins Schloss zurückkehren musste. Naja, jetzt wo er das vermaledeite Quidditch-Training los war, konnte er vielleicht endlich seinen Lernplan aufholen. Und am besten sah er noch mal nach dem Trank. Auf noch so eine Aktion wie am Freitag konnte er herzlich gerne verzichten.

Er wandte sich gerade zu seinem Spind, um seinen Pullover heraus zu nehmen, als die Umkleidentür geöffnet wurde. Mit einem Schwall eisiger Luft und einer kleinen Schneewehe schlüpfte niemand anderes als Potter in den kleinen Raum.

Draco starrte ihn an. „Was zum Teufel willst du hier, Potter?“, fragte er, nachdem er den ersten Schock überwunden hatte. War an dieser Schule denn nichts mehr heilig?

Potter schlug die Kapuze zurück und strich sich in aller Ruhe ein wenig Schnee von den Schultern.

„Ich dachte, ich sehe mal nach, wie es dir so geht, Malfoy“, verkündete der Gryffindor lapidar und sein Blick fiel auf Dracos nackten Oberkörper. „Nicht, dass wir nicht alle wussten, wie das Spiel ausgehen würde, aber ich hab‘ mir gesagt, Harry, alter Junge, vielleicht braucht Malfoy nach all dem Wirbel ja ein wenig …“, jetzt kam er doch noch ins Stocken, „…Trost“.

Draco zog hastig seinen Pullover über. Als er sich den Stoff über das Gesicht gezwängt hatte, war Potter ein Stück näher gekommen. „Du spinnst, Potter“, sagte Draco und wich einen halben Schritt zurück, „du bist doch vollkommen durchgedreht!“.

„Den Verdacht habe ich allerdings auch“, sagte Potter gedämpft und kam noch näher. Löste mit einer Hand die Schnalle an seinem Umhang, der sich mit einem Flattern zu Dracos nassem Handtuch auf dem Boden gesellte. Mit der anderen bewegte der Gryffindor hinter seinem Rücken seinen Zauberstab. Mit einem vernehmlichen Schnappen verriegelte sich die Tür die Umkleide. Dracos Mund wurde trocken. Er wich noch ein wenig zurück und stieß mit dem Rücken gegen die kalte Tür seines Spinds, die mit einem Knall zu fiel.

„Ich brauche keinen Trost, du Idiot!“, sagte er und schluckte. Potter kam unbeirrt weiter auf ihn zu und, Merlin, war das sein Scheißernst, legte lässig eine Hand neben Dracos Kopf an die Spindtür.

„Ist mir egal“, sagte Potter und beugte sich mit einem wölfischen Grinsen nah zu Dracos Ohr. „Außerdem ist das gelogen. Selbst wenn wir das Spiel mal kurz vergessen, brauchst du eine ganze Menge Trost, wenn ich es mir so überlege“, flüsterte der Gryffindor.

Draco schloss die Augen. Spürte die Wärme, die Potters Körper ausstrahlte. Hatte der Typ eigentlich eine eingebaute Heizung?

Aber Draco hatte keine Gelegenheit sich weiter mit solchen und ähnlichen Fragen zu beschäftigen, denn Potter strich mit seiner Nase an Dracos Ohr entlang. Draco versuchte ruhig zu atmen, ruhig zu bleiben, vielleicht war das auch alles nur einer dieser Träume, die er in letzter Zeit so oft hatte, vielleicht bildete er sich Potters Hand, die unter seinen Pullover kroch, nur ein.

„Küss mich!“, hörte er sich da selbst sagen.

Und Potter tat, worum er ihn gebeten hatte.

Der Gryffindor presste seinen Körper an Dracos, unnachgiebig. Draco erwiderte den Kuss seines Mitschülers, schlang seine Arme um dessen Nacken und drängte sich ihm entgegen. Schnappte nach Luft, als Potter die Lippen von seinen löste und dann noch einmal, als dieser begann seinen Hals zu küssen.

„Diesen Pullover“, murmelte Potter zwischen zwei Küssen, „kann ich wirklich gut leiden“. Draco konnte nicht antworten. Er griff tief in Potters widerspenstige Haare und ließ zu, dass der Gryffindor sich zu seinem Schlüsselbein hinab arbeitete. Er fuhr den Knochen mit der Zunge nach und ein heißer Schauer kroch Dracos Rückrad hinunter.

„Trotzdem“, fuhr Potter bedächtig fort und richtete sich auf, „solltest du ihn jetzt ausziehen“.

Draco öffnete die Augen und wollte Potter einen vernichtenden Blick zu werfen, aber als er das Gesicht des anderen sah, so nah vor seinem und diesen Ausdruck ins Potters grünen Augen, sah er sich außer Stande, irgendetwas anderes zu tun, als ihn wieder zu küssen.

Potters Hände fanden wieder ihren Weg unter seinen Pullover, strichen über seinen Bauch und über seine Brust und nestelten dann am Saum des Stoffs. Er zog das Kleidungsstück nach oben und löste sich von Draco und Draco gab das, was er für Widerstand gehalten hatte, auf und hob die Arme.

Der Pullover fiel unbeachtet neben ihren Füßen auf den Boden. Draco griff nach Potters Nacken, zog ihn zu sich, spürte den kratzigen Stoff des Oberteils des anderen an seiner nackten Haut und wie Potters Hände seinen Oberköper erkundeten.

„Ich kann dir gern die Adresse von meinem Schneider geben“, bot Draco an, als der Schwarzhaarige sich wieder seinem Hals widmete und konnte kaum fassen, was er da für einen Mist von sich gab. Potter ließ ein amüsiertes Glucksen hören und beugte sich dann wieder tiefer, strich mit seinen Lippen über Dracos Brustwarzen, während seine Hände langsam an Dracos Seiten hinab zu seinen Hüften wanderten.

Draco hatte den Kopf nach hinten gelegt und die Augen geschlossen. Seine Knie zitterten und in seinen Lenden zog es schmerzhaft, als Potter neckisch mit den Zähnen in eine Brustwarze biss. Seine Erektion presste hart gegen Stoff seiner Hose und Draco zuckte zusammen, als eine von Potters Händen zu seinem Schoß fand und federleicht darüber hinweg strich.

Draco keuchte und öffnete die Augen, gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie Potter vor ihm in die Knie ging.

„Potter“, brachte er heraus, schwer atmend und nicht sicher, was er sagen sollte, „was machst du da?“. Oh, bei den sieben Höllen, was für eine dämliche Frage!

Potter lachte und sein heißer Atem strich über Dracos Bauch. Der Schwarzhaarige fuhr mit seinen Lippen über Dracos Bauchnabel und sank dann langsam noch tiefer. Draco glaubte er müsse auf der Stelle den Verstand verlieren.

Potters Hände bebten, als er sich an Dracos Gürtelschnalle zu schaffen machte. Das Klappern drang laut wie ein Kanonenschuss durch die kleine Umkleidekabine. Und bevor Draco auch nur einen klaren Gedanken gefasst hatte, öffnete Potter auch den Knopf seiner Hose.

Er beugte sich vor, umschloss mit seinen Händen Dracos Hüfte und zog sie ein Stück nach vorn und Draco hörte sich selbst schwer atmen und ließ es geschehen, wollte es so sehr, dass es weh tat und die Angst vor dem, was sie hier taten, schnürte ihm gleichzeitig die Kehle zu.

Potter strich ihm die Hose mit zitternden Fingern von den Hüften. Seine Hände glitten an Dracos Oberschenkeln entlang, eine zu seinem Hintern, die andere nach vorn, über seine zuckende Erektion unter der Unterwäsche.

Draco presste sich gegen den Spint, um sich auf den Beinen zu halten. Und Potter, dieser wahnsinnige, furchtlose Gryffindor, zog seine Unterhose nach unten und berührte Draco, berührte ihn so, wie er vielleicht noch nie berührt worden war, zumindest hatte Draco keine vergleichbare Erinnerung.

Als Potter ihn in den Mund nahm, wurde ihm kurz schwarz vor Augen.

Draco hörte das Blut in seinen Adern rauschen und erschrak über das Stöhnen, das er ausstieß und über die Vehemenz, mit denen er seine Hände in Potters großartigen schwarzen Haaren vergrub.

Potter tastete sich vorsichtig vor, es war offensichtlich Neuland für ihn, aber das war egal, denn Draco fürchtete, dass er ohnmächtig werden könnte, als der Gryffindor seine Hand dazu nahm und dann, Merlin, seine Zunge.

Draco kam ohne Vorwarnung und so heftig zum Höhepunkt, dass Potter ihn festhalten musste. Sein Herz raste und der Orgasmus erreichte ihn nicht in lustvollen Wellen, sondern in einer kurzen Entladung, die ihm beinahe die Tränen in die Augen trieb.

Er sank mit dem Rücken am Spind entlang in die Knie und Potter, der sich über den Mund wischte, machte ihm Platz. Der Boden war nass und kalt und schmutzig und Draco nahm nichts davon wahr, denn jede Nervenzelle in seinem Körper hatte sich gerade geteilt oder war vergangen oder was auch immer.

Er versuchte zu Atem zu kommen, als Potter sich zu ihm beugte und mit einem Finger sein Kinn anhob. Draco wagte nicht, sich vorzustellen, wie er in diesem Augenblick aussehen musste, aber Potters Blick war immer noch dunkel und wild und bereit. Er strich ihm eine verschwitzte Haarsträhne aus der Stirn, fuhr mit den Fingern über seine Lippen und küsste ihn noch einmal, so tief, dass Draco sich selbst auf der Zunge des anderen schmecken konnte.

Seine Stimme war rau, als er Draco an sich zog, durch seine Haare strich und flüsterte: „Tut mir leid, dass ihr das Spiel verloren habt. Du bist toll geflogen, Malfoy“.

Draco stieß ein schnaubendes Lachen aus. „Und du bist irre“, flüsterte er zurück. Es war ein Wunder, dass er überhaupt ein Wort heraus brachte.

Potters Knie knackten, als er sich von Draco löste und sich plötzlich aufrichtete. Er klaubte seinen Umhang vom Boden und reichte Draco seinen Pullover.

„Wenn du nicht zur Slytherinmannschaft gehören würdest“, sagte er während er seinen Umhang anzog, „würde ich dich ja fragen, ob wir uns später noch in den Drei Besen sehen“. Er schlenderte in Richtung Tür, entriegelte sie mit einem Wink seines Zauberstabs und drehte sich noch einmal zu Draco um, der noch immer mit angewinkelten Beinen gegen den Spint gelehnt da saß und ganz allgemein fassungslos war.

„Oh“, sagte Draco da und legte einen Arm über seine Augen, „ich bin rausgeflogen, weil ich Miles einen unfähigen Trollarm genannt habe“.

Einen Moment herrschte Stille.

„Dann bis später“, sagte Potter mit einem Hauch Überraschung in der Stimme und zog die Tür auf. Kälte und Schnee wehten herein. Dann war er verschwunden.



Aber Harry ging nicht in die Drei Besen. Er flüchtete zurück in die Umkleide der Gryffindors, wo er sich gegen die Tür fallen ließ und versuchte sich zu beruhigen.

Er wischte sich über das Gesicht, einmal, zweimal. Sein Herz donnerte und er zitterte am ganzen Körper. Die unterschiedlichsten Emotionen sprudelten in ihm durcheinander, er konnte ihrer nicht Herr werden, nicht denken, nur staunen.

Über die Intensität seiner Empfindungen, über die Härte seiner eigenen Erektion, die schmerzhaft an dem Stoff seiner Jeans scheuerte, darüber, wie Malfoys Körper sich unter seinen Händen und seinen Lippen angefühlt hatte, über seinen Geruch und vor allem über das, was er selbst getan hatte.

Er konnte Malfoys Orgasmus noch immer schmecken.

Harry wusste nicht mehr genau, was er eigentlich vorgehabt hatte, als er in die Slytherinkabine gegangen war, irgendwie schon sowas, aber nein, ganz sicher nicht sowas! Oder doch?

Harry presste sich eine Hand auf den Mund, um nicht los zu schreien. Dann wand er sich aus seinen Kleidern und ging schnurstracks zurück unter die Dusche. Er stellte sie auf kalt, aber es nützte nichts, gar nichts. Also stellte er sie wieder warm und ließ zu, dass sein Gehirn ihn mit den Bildern, Geräuschen und Gerüchen von eben überflutete.

Als er wenig später wieder in der Umkleide stand, hatte er beschlossen, dass heute nicht der richtige Tag war, um sich über seine Beweggründe den Kopf zu zerbrechen. Er würde in die Drei Besen gehen, seinen Sieg feiern und eine beachtliche Menge an Feuerwhiskey trinken.

Und nicht mehr an Malfoys Stöhnen, seine geröteten Wangen oder daran denken, was er getan hatte. Harry schüttelte sich und stürmte aus der Kabine, rannte fast nach Hogsmeade und betrat die Drei Besen durch die Hintertür, damit er sich einen Kurzen genehmigen konnte, bevor er mit den anderen Schülern interagieren musste. Besser noch zwei.

Dann stieß er zu seinen Freunden und tat, als ob kein Wässerchen ihn trüben konnte. Doch egal was und wie viel er trank, Malfoys Geschmack ließ sich nicht vertreiben.

Und als nach einer oder zwei Stunden klar wurde, dass der Slytherin nicht mehr in den Pub kommen würde, da machte sich Harry frühzeitig auf den Weg zurück ins Schloss. Er fiel ins Bett, obwohl gerade erst die Dämmerung eingesetzt hatte, rollte sich zusammen und träumte davon, was hätte passieren können, wenn er nicht so plötzlich abgehauen wäre. Träumte von Malfoys Stimme und seinen verschleierten grauen Augen, seinem flachen Bauch und den schmalen Hüften und dann immer wieder davon, wie Malfoy lächelte.


Lieber Harry,

wir müssen zugeben, dass uns dein Brief und dein Anliegen überrascht haben. Wir haben uns die Sache gründlich durch den Kopf gehen lassen und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir deinem Instinkt vertrauen und unbedingt hören wollen, welche Idee du hast, um den Malfoys zu helfen.

Es ist offensichtlich, wieso du mich, Tonks, darum gebeten hast zu Narzissas Gunsten auszusagen, da mein Wort als Ordensmitglied, Aurorin und gleichzeitig als Verwandte von Narzissa mit Sicherheit Gehör finden wird.

Als weiteren Zeugen möchten wir dir Kingsley Shacklebolt vorschlagen, wir haben ihn bereits (natürlich ohne Details zu nennen, da wir ja selbst über keine verfügen) gefragt, ob er gegebenenfalls bereit dazu wäre und er war sofort einverstanden. Als ehemaliger Übergangs-Zaubereiminister wird auch seine Aussage nicht unbeachtet bleiben.

Was deine Idee betrifft, mit der du, wie du sagst, etwas Gutes für alle erreichen willst, sind wir besonders gespannt. Wir gehen davon aus, dass dein Vorgehen mit dem jungen Malfoy und Narzissa abgestimmt ist und denken es wäre gut, wenn wir mit ihren Rechtsvertretern Kontakt aufnehmen könnten, sobald du uns verrätst, was du vorhast (und wir dem zustimmen können).

Antworte rasch, es scheint, als ob die Zeit drängt.

Ich soll dir schöne Grüße von Remus und einen feuchten Kuss von Teddy bestellen.

In Liebe,

Tonks

PS. Der Wanderfalke ist ein eingebildeter Angeber!

Harry las den Brief von Tonks noch ein zweites und dann ein drittes Mal. Keinesfalls hatte er mit so einer schnellen und noch dazu positiven Antwort gerechnet.

Der leichte Kater, der sich nach dem gestrigen Nachmittag in den Drei Besen bei ihm eingeschlichen hatte, war augenblicklich verflogen.

Harry war mit klopfendem Herzen in die Große Halle zum Frühstück getreten, doch als er zum Slytherintisch geblickt hatte, hatte es von Malfoy und den anderen keine Spur gegeben. Überhaupt war der Tisch ziemlich leer, was angesichts der vernichtenden Niederlage von gestern aber auch nicht weiter verwunderlich war.

Hermine, mit der er gemeinsam zum Frühstück gegangen war, hatte dem Brief, den er jetzt eingerollt und in eine Tasche seines Umhangs gesteckt hatte, nur einen flüchtigen Blick zu geworfen. Sie las mit einem Auge den Propheten, mit dem anderen irgendwelche Notizen aus Verwandlung.

Harry wusste, was ihm nun blühte.

Er musste einen Brief an Narzissa Malfoy, nach Askaban, schicken. Sie um ihre Einwilligung beten, ihr seinen Plan verraten.

Hatte er geglaubt, der Brief an Tonks und Remus wäre eine Herausforderung gewesen, wurde er nun eines Besseren belehrt.

Zunächst hatte er noch gehofft, den Brief vor Kräuterkunde abschicken zu können, doch er musste sich damit abfinden, dass es dieses Mal mit ein wenig Ehrlichkeit und einigen höflichen Floskeln nicht getan wäre.

So war es bereits nach dem Abendessen, als er endlich in der Eulerei stand und die versiegelte Pergamentrolle an das Bein einer Eule band. Er sah dem Tier nach und stand lange im dem dunklen zugigen Turm.

Es war ein Glück, dass der verfluchte Trank noch ein paar Tage ziehen musste. Harry hatte am Nachmittag in dem leeren Klassenzimmer vorbeigeschaut und war erleichtert gewesen, dass der Trank sich prächtig entfaltete und Malfoy nicht zur selben Zeit auf die gleiche Idee gekommen war.

Harry hatte keinen blassen Schimmer, wie er die morgige Doppelstunde überleben sollte. Wie sollten sie es fertig bringen, weiterhin so zu tun, als wäre nichts geschehen?

Harry machte sich an den Abstieg und hatte das Gefühl, die Treppe führte nicht nur zurück ins Schloss, sondern auch hinab in sein Inneres, geradewegs auf seine Ängste zu, vorbei an seinen dunklen Träumen und am Abgrund seiner neuen bodenlosen Sehnsüchte entlang.



Draco war am Dienstagmorgen der erste, der das Zaubertränkeklassenzimmer betrat. Er setzte sich an seinen Platz und wartete darauf, dass das absurde Bühnenstück, zu dem sein Leben verkam, in einen neuen dramatischen Akt startete.

Er hatte in der vergangenen Nacht kein Auge zu getan. Seine Gedanken hatten sich im Kreis gedreht, ohne, dass er einen von ihnen zu fassen bekam. Er hatte sich bemüht, eine Strategie zu ersinnen, mit der er die heutige Doppelstunde überstehen konnte, obwohl er doch genau wusste, dass Potter und sein verflixter Hang zu impulsiven Verhalten solche Anstrengungen innerhalb eines Augenblicks zunichtemachen konnte. Ihm war ohnehin nichts eingefallen.

Als sich Schritte auf dem Gang nährten, beschleunigte sein Herzschlag und Draco verfluchte sich und seinen dummen schwachen Körper.

Und es war wirklich Potter, der in das Klassenzimmer geeilt kam, ungestüm und offenkundig überrascht, als er Draco in der letzten Reihe erblickte.

Spätestens jetzt wären Dracos schöne Pläne dahin gewesen, hätte er welche gehabt, denn nie hätte er einkalkuliert, dass er und Potter fünfzehn Minuten vor Unterrichtsbeginn allein miteinander im Klassenzimmer sein könnten.

Potter hatte sein hohes Tempo verringert, kam jedoch unbeirrt weiter auf ihren Tisch zu. In seinen Wangen stand eine feine Röte, aber er hatte den wagemutigen Gryffindor heraus gekehrt. Von einer höchst verfänglichen sexuellen Handlung in fremden Mannschaftskabinen ließ sich einer wie er doch nicht ins Bockshorn jagen, schien die Haltung seiner Schultern sagen zu wollen.

Draco für seinen Teil fühlte sich nicht übermäßig wagemutig. Genau genommen hätte er sich gern unter dem Tisch verkrochen. Zugleich aber hatte er seit Sonntag irgendwie das unbestimmte Gefühl, in Zugzwang geraten zu sein. Potter war einfach in seine Kabine marschiert gekommen und hatte diese Dinge mit ihm getan und hatte ihn dann nackt und völlig fertig mit sich und der Welt da hocken lassen.

Und jetzt setzte er sich rotzfrech neben ihn und hatte die Nerven „Morgen, Malfoy“, zu sagen. Mit diesem Grinsen. Draco wandte sich ihm zu und öffnete den Mund und wollte den Gryffindor fragen was zur Hölle er sich bei der ganzen Sache nur gedacht hatte, doch stattdessen sagte er: „Hi, Potter“.

„Ich habe in den Drei Besen nach dir Ausschau gehalten“ informierte Potter ihn in neutralem Tonfall und wartete augenscheinlich auf eine Erklärung. Aber Draco fiel nichts ein, was er zu seiner Verteidigung vorzubringen hätte, außer, dass ihm schlicht und ergreifend der Mumm gefehlt hatte, hinzugehen.

„Ich musste mich von dem Spiel und meinem Ausscheiden aus der Mannschaft erholen“, sagte er so halbherzig, dass er beinahe selbst lachen musste. Potter zog nur vielsagend die Brauen in die Höhe.

Ein Gefühl wie von Wut, aber dann auch wieder ganz anders, stieg in Draco hoch. Er konnte sich nicht dermaßen von diesem Jungen auf der Nase herum tanzen lassen! Ja, er war vielleicht der beschissene Held der Zauberwelt, Retter der Menschheit und jeglicher Jungfrauen in Nöten und so weiter, aber für wen, verdammt nochmal, hielt dieser Potter sich eigentlich?

Wenn er spielen wollte, bitte! Draco war ein guter Spieler, jawohl, das war er!

Draco beugte sich blitzschnell vor und Potter zuckte zusammen. Erster Treffer!

„Was willst du von mir hören, Potter“, fragte Draco schneidend und war dankbar, dass seine Stimme dunkel und fest klang, „vielleicht, dass der Orgasmus so gut war, dass ich es erst Stunden später aus der Umkleide geschafft habe und mich dann ins Schloss geflüchtet und vor der Welt versteckt habe?“.

Das entsprach ironischer Weise ziemlich genau der Wahrheit. Potter sah leider auch nicht sonderlich beeindruckt aus.

„Das wäre ein wirklich nettes Kompliment, schätze ich“, sagte der Schwarzhaarige und entspannte sich wieder. Touché.

Draco versuchte Haltung zu bewahren und zuckte mit den Schultern. „Das hättest du wohl gern“, sagte er und sah ein, dass er wohl doch nicht in Form war, diese Schlacht zu gewinnen. Nicht heute Morgen, zumindest.

Potter sah aus, als ob er ernsthaft darüber nachdenken würde. Er setzte gerade zu einer Antwort an, als ein ganzer Schwarm von Schülern in das Klassenzimmer strömte und Draco unverhofft einen Aufschub verschaffte.

Potter klappte den Mund zu und Draco rutschte eilig einige Zentimeter von ihm weg.

Sie wechselten kein weiteres Wort mehr, bis Severus den Unterricht begonnen und die Anweisungen für den Trank, den sie heute brauen sollten, an die Tafel gezaubert hatte.

Draco stellte sich auf zwei sehr lange Stunden ein.



Harry kam nicht umhin zu bemerken, dass er Gefallen daran fand, den blonden Slytherin beim Brauen zu beobachten. Er vollbrachte alle Aufgaben mit Ruhe und Sorgfalt und dieser seltsamen natürlichen Eleganz, die Harry ganz und gar unbegreiflich schien. Wie konnte man nur elegant dabei aussehen, Flubberwürmer zu zerkleinern? Malfoy konnte es. Irgendwie.

„Du starrst mich an, Potter“, stellte Malfoy fest, nachdem er Harry einen Blick aus den Augenwinkeln zugeworfen hatte. „Ja“, gab Harry ohne Umschweife zu und fühlte sich nicht einmal ertappt. Er starrte ihn an. Er hatte ihn geküsst und er hatte noch ganz anderes mit ihm gemacht. Da war ein bisschen Starren jetzt auch kein Weltuntergang mehr.

Malfoy hob den Kopf und erwiderte seinen Blick. Zwischen ihnen quoll Wasserdampf aus dem Kessel empor, die anderen Schüler hatten die Köpfe tief über ihre Lehrbücher und Zutaten gebeugt und es waren nur gedämpfte Gespräche zu hören. Die alte Fledermaus korrigierte schon wieder irgendwelche Aufsätze. Das alles hätte Harry nicht weniger interessieren können.

Sie musterten sich gegenseitig, einfach so und, wie durch ein Wunder, schien keinem von ihnen ein blöder Kommentar dazu einzufallen.

Schließlich war es Harry, der den Blick abwandte. Er spürte, dass sich ein Lächeln auf seine Züge geschlichen hatte, aber er versuchte nicht es zu verbergen. Er schüttelte nur leicht den Kopf.

„Was?“, fragte Malfoy und zwischen seinen Augenbrauen entstand diese kleine Falte, die Harry schon so lange kannte.

„Nichts“, antwortete Harry.

Malfoy wandte sich wieder seinen Würmern zu.

„Sehen wir uns später beim Trank?“, fragte er nach einer Weile und Harry nickte und presste die Lippen aufeinander.

Es war nicht nur so, dass jede Minute, die sie zu zweit ohne Publikum in einem Raum verbrachten zusehends zu einer Belastungsprobe für ihre Nerven, Hormone und Selbstbeherrschung wurde. Harry hatte außerdem hinter Malfoys Rücken Kontakt zu seiner Mutter aufgenommen. Harry war sich ziemlich sicher, dass dies nur auf wenig Verständnis seitens des Slytherins stoßen würde.

Genau genommen auf gar keins. Genau genommen würde er ihm den Kopf abreißen, die restlichen Armortentia-Zutaten in das entstandene Loch stopfen, ihm einen Ringelschwanz anhexen und dem großen Kraken im See zum Fraß vorwerfen.

Harry dachte, es könnte eine gute Idee sein, Narzissas Antwort abzuwarten. Er hatte in seinem Brief mehrfach betont, dass ihr Sohn zwar Kenntnis davon hatte, dass Harry etwas unternehmen wollte, um ihr und ihm zu helfen, doch auch, dass bisher allein sie von seinem Plan erfahren hatte.

Würde sie ablehnen, war es an dem einzigen Nachkommen der Familie Malfoy, eine Entscheidung zu treffen. Auch er war ein eingetragener Besitzer von Land und Vermögen, wenn auch lediglich eines ungleich kleineren Anteils, als Narzissa. Wenn er es wünschte, könnte Harrys Plan auch ohne die Zustimmung seiner Mutter funktionieren – obgleich die Botschaft, die Harry zu vermitteln suchte dadurch eindeutig an Schlagkraft verlor.

Harry fand eigentlich, dass Malfoy und er auch ohne die Verstrickungen Harrys in die malfoyschen Familienangelegenheiten schon in genug gemeinsame, nun, Verwicklungen geraten waren. Vielleicht schafften sie es ja tatsächlich, am Abend nach dem Trank zu sehen, sich ein bisschen zu kabbeln und dann – ohne die prekäre Situation (ja, an der Harry durchaus mehr als nur eine geringe Mitschuld trug) – weiter zu verschärfen.

Harry blickte auf Malfoys schmale Hände, die damit beschäftigt waren, einige Unzen Hühnerbeine abzuwiegen. Er konnte nicht anders. Er versuchte, etwas mehr Abstand zwischen sie zu bringen, doch just in diesem Moment kam es Malfoy in den Sinn, an Harry vorbei nach der Schale mit Seerosenblütenextrakt zu greifen, die am Ende des Tisches auf ihren Einsatz wartete.

Malfoy kam dabei so nah, dass der Stoff seiner Kleidung Harry streifte. Der dunkelblaue Pullover, den er heute trug, war hochgeschlossen und enganliegend. Der Geruch des Slytherins vernebelte Harrys Sinne mittlerweile fast so zuverlässig wie zwei Gläser Feuerwhiskey.

Harry saß da und blinzelte.

„Potter“, sagte Malfoy da in ausgesucht höflichem Tonfall zu ihm, was nichts Gutes bedeuten konnte, „wie wäre es, wenn du dich auch mal nützlich machst?“.

Harry warf einen Blick auf die Anweisungen an der Tafel, doch es war hoffnungslos. Er hatte keinen Schimmer, bei welchem Schritt sie gerade waren.

Harry wandte sich zu Malfoy, der ihn mit einem strengen Blick bedachte, der seinem Fledermaus-Patenonkel alle Ehre machte, zurück zur Tafel und wieder zu Malfoy.

Dieser seufzte demonstrativ resigniert.

„Ich gestehe alles, Zaubertränke-Officer! Ich habe nicht aufgepasst. Kein bisschen“, sagte Harry, setzte eine schuldbewusste Miene auf und hielt Malfoy die Handgelenke entgegen. „Verhaften Sie mich!“.

In Malfoys Augen blitzte etwas auf, nur für Sekunden, aber Harry hatte es bemerkt. Es war unwillige Belustigung gewesen, aber auch etwas anderes.

Ein Kribbeln raste durch Harrys Körper.

Aber Malfoy machte bloß eine tadelnde Geste, schnappte sich das Lehrbuch und hielt es wenige Zoll vor Harrys Nase. „Abschnitt drei bis vier, Potter. Lesen kannst du ja“, sagte er beflissen, ließ das Buch zurück auf den Tisch fallen und widmete sich wieder dem Seerosenextrakt.

Harry kratzte den letzten ihm zur Verfügung stehenden Rest Konzentration zusammen und überflog die Anleitung. Na großartig, ausgerechnet Borkenwurz zerkleinern. Das Zeug konnte er schon seit der ersten Klasse nicht leiden!

Harry griff nach seinem Messer und dem unscheinbaren braunen Pflanzenstrang und gab sich redliche Mühe, sie in regelmäßige Stücke zu schneiden. Wobei ihm nur mäßiger Erfolg beschieden war.

Malfoy neben ihm ließ ein mitleidiges Seufzen vernehmen. „Himmel, Potter, du bist und bleibst ein Dilettant“, sagte er herablassend, aber Harry hörte den amüsierten Unterton in seiner Stimme.

„Hier“, sagte der Slytherin und griff zu Harrys maßlosem Erstaunen nach seiner rechten Hand, die das Messer hielt, „wenn du den Schnitt seitlich zur Faser ansetzt, erreichst du viel regelmäßige Schnitte“.

Malfoy war einen halben Schritt hinter Harry getreten und Harry spürte, wie sein Herz einen kleinen Satz tat. Der Slytherin setzte Harrys Hand mit dem Messer seitlich auf die blöde Pflanze und führte sie zu einem präzisen Schnitt. Dann wiederholte er alles noch zweimal, während Harry die Luft anhielt.

Dann trat er einen Schritt zurück und ließ Harrys Hand los – nicht, ohne vorher mit seinen kühlen Fingern über Harrys Handgelenk zu streifen.

Immerhin, zum Pulsmessen dürfte diese flüchtige Berührung nicht gereicht haben. Trotzdem war Harry sich sicher, dass Malfoy sein Herz klopfen hören musste.

Noch nie hatte Malfoy ihn mitten unter ihren Mitschülern so offensichtlich und noch dazu so berechnend berührt. Harry warf Malfoy einen Blick zu, den dieser mit neutraler Miene erwiderte. Bis sich der Schatten eines kleinen Grinsens über seine Züge legte.

Und Harry dämmerte, dass Malfoy noch lange nicht bereit war, den Kampf um die Oberhand in dieser komischen Sache, in der sie beide bis zum Hals steckten, aufzugeben.

Und Harry verdrehte die Augen, beugte sich über die Borkenwurz und stieß Malfoy dann, nachdem er sich versichert hatte, dass niemand auf sie achtete, sachte den Ellenbogen in die Seite.

Malfoy schnaubte. Eigentlich schlugen sie sich ziemlich gut, fand Harry.



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Hallo ihr Lieben,

wir ihr möglicherweise bemerkt habt, ist seit dem letzten Kapitel wieder ein klein wenig mehr Zeit ins Land gegangen... Was kann ich sagen außer, dass ich mich schuldig bekenne? Danke für eure Geduld mit mir!

Seid aber versichert, dass ich einen ganzen HAUFEN von Ideen habe, wie es noch weiter gehen soll - und wird, vielleicht nicht immer innerhalb von Tagen und Wochen, aber ich hab richtig Bock zu erfahren, was die beiden Jungs noch so treiben werden (literally).

Ich grüße alle, die meine unzuverlässigen Updates noch nicht in die Flucht geschlagen haben, alle, die vielleicht neu hinzukommen (die sich denken, mein Gott, die Alte schreibt seit ca. 10 Jahren immer noch an der Geschichte, evtl. guck ich doch mal rein? So stell ich mir das vor...) und natürlich ganz besonders diejenigen, die mir regelmäßig oder vereinzelnd einen Review oder eine Empfehlung da lassen!

Ich hoffe, 2019 hat für euch alle fabelhaft begonnen und (ja, ich weiß, hoffentlich) bis bald!

Eure blaufastschwarz
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