Vampire Mountain: Reprise

GeschichteDrama / P12
14.08.2011
31.08.2011
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14.08.2011 560
 
1. Geschäftsreise ins Verderben

"Wieso schmeißt uns dieser fette alte Sack um diese Zeit aus dem Bett?" Ruri knurrte leise und kickte einen Kieselstein
durchs taufrische Gras. Ja, es war wirklich früh. Fünf Uhr, um genau zu sein. "Ich sags ja nur ungern...", begann Mizu im
Flüsterton, ihre ältere Schwester Siraya beendete den Satz: "Ruri, er steht hinter dir!" Bei dem fetten alten Sack handelte es
sich um Meister Schick. Er war der gruseligste Mann, den die drei Mädchen je kennengelernt hatten. Nicht, dass er jähzornig
oder etwas in diese Richtung war; Nein. Er legte sogar ein äußerst freundliches Verhalten an den Tag. Trotzdem durfte
man sich davon nicht täuschen lassen, Meister Schick machte Menschen gerne Komplimente oder lobte sie, während er
ihnen das Messer in den Rücken rammte. Dazu kam noch, dass er der wohl mächtigste Mensch der Welt war. Tote
auferwecken und Katastrophen herbeizurufen waren nur ein kleiner Teil seiner Fähigkeiten.
"Nun", begann Meister Schick schmunzelnd, "ihr werdet euch wohl fragen, wieso ich euch zu einer so unmenschlichen
Zeit aus dem Bett werfe?" Keine Reaktion. "Dann kommt mal mit!"
Meister Riesig saß hinter seinem Schreibtisch, als Salvatore Schick plötzlich vor ihm stand. Auch wenn er seinem Namen
alle Ehre machte und Meister Schick nicht gerade groß war, hatte Meister Riesig doch etwas Angst vor ihm. Hinter dem
unerwarteten Besucher betraten drei Mädchen das Zimmer. Die eine hatte langes, silberblondes Haar, ihre Augen waren rot
wie die eines Albinos. Mizuki, erkannte Meister Riesig sofort. Ihre Schwester Siraya hatte blaues Haar und grüne Augen,
die förmlich zu schreien schienen: "Komm schon, fordere mich heraus!" Die Letzte im Bunde war Ruri, mit ihren widerspenstigen
Locken und der geringen Größe. Sie gehörten äußerlich zu den "normalsten" von Meister Riesigs Schützlingen; Er leitete
nämlich die Freakshow "Cirque du Freak" und zog mit seinen "Attraktionen" durch die Lande. Da gab es eine bärtige Dame,
einen Schlangenjungen, einen Mann mit zwei Mägen und viele weitere skurille Freaks. "Was willst du von mir, Salvatore?"
Egal was es war, verweigern konnte Meister Riesig es ihm sowieso nicht. "Diese drei jungen Damen hier werden den Cirque
für einige Zeit verlassen!", erklärte Meister Schick. Noch bevor jemand Einspruch dagegen erheben konnte, fuhr er fort: "Sie
werden mit Larten Crepsley und seinem Schüler zum Berg der Vampire aufbrechen!" Siraya warf den anderen beiden
Mädchen einen fragenden Blick zu. Was sollte das sein, dieser Berg der Vampire? "Aber Meister...", begann Ruri. Ihr Gesicht
war vor Angst ganz fahl. Salvatore schien dies egal zu sein. Er verhandelte weiter.
Alles was die Mädchen wussten, als sie wieder allein waren, war die Abreisezeit. Kurz nach dem heutigen Mitternachtsauftritt
sollte es losgehen.
"Meister Schick interessiert sich nicht einfach so für uns!", stellte Mizu klar. Ruri nickte und kaute auf ihrer Unterlippe. "Ja,
und die meisten, für die er sich interessiert, sind am Ende tot!" Das munkelte man zumindest im Cirque du Freak. Dass es
wahrscheinlich der Wahrheit entsprach, war allen klar. Es passte so gut auf Meister Schicks Charakter. "Eigentlich würde
ich es vorziehen, am Leben zu bleiben!", meinte Siraya.
Dabei war es klar, dass es in einer Geschichte, in die Salvatore Schick verwickelt war, kein Happy-End geben würde.
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