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Zu Selbstverständlich?

GeschichteLiebesgeschichte / P12
Momoko Hanasaki Yosuke Fuma
12.08.2011
12.08.2011
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Zwei Jahre sind nun mehr vergangen seit Momoko und die Anderen Satania besiegt haben. Seit her verläuft ihr Leben ruhig und ausgeglichen. Yuri, Hinagiku und Momoko sind mittlerweile in ihrem letzten Schuljahr und freuen sich schon sehr auf ihre Zeit an der Universität.

Yosuke geht seit kurzem auf die Sportuniversität von Yuuba ebenso wie Kazuya. Beide haben ein Stipendium wegen ihrer Verdienste beim Fußball bekommen. Aber dadurch das sich die Mädchen und die beiden jungen Männer nicht mehr täglich sehen können vermissen sie auch die gemeinsame Zeit. Natürlich versuchen Yosuke und Momoko sich so oft wie möglich zu sehen, aber ihre Tätigkeit bei der Schülerzeitung und sein Fußballtraining erschweren den Beiden das Leben. Yuri und Kazuya ergeht es nicht besser. Sie sehen sich aber zumindest aller zwei Tage. Das haben sie sich ganz fest vorgenommen.

Heute ist endlich mal wieder einer der Tage an denen Yosuke und Momoko sich treffen können. Eine Woche mussten sie bereits ohne den Anderen auskommen. Mein Yosuke. Ich vermisse dich so sehr! Endlich sehen wir uns wieder und ich kann dich in den Arm nehmen. Mit einem strahlenden Lächeln läuft Momoko in den Yuuba-Park wo sie mit ihrem Freund verabredet ist. Auf einer kleinen Lichtung direkt am Fluss breitet sie eine Decke aus und stellt den voll bepackten Picknickkorb ab. Ich hoffe es gefällt ihm. Alles habe ich selbst gemacht. Das war wirklich anstrengend. Aber für ihn mache ich alles. Immer noch strahlend wartet Momoko nun auf Yosuke.

Eine Stunde später beginnt Momoko sich wirklich sorgen zu machen. Wo bleibt er denn nur? Wir waren doch schon vor einer Stunde verabredet? Mit einem kleinen Seufzen zieht sie ihr Handy aus dem Korb und wählt die ihr so vertraute Nummer. PIEP PIEP PIEP „Fuma hier” Im ersten Moment war Momoko erleichtert das es ihrem Freund zumindest gut ging. „Hallo, hier ist Momoko. Wo bist du denn?“ Während sie spricht hört sie im Hintergrund wie ein Mädchen ihn anspricht und Yosuke auf etwas zu trinken einlädt. „Klar bestell schon mal, ich komme gleich... Wieso rufst du denn an? Ist irgendetwas passiert?“ Hatte sie sich da gerade verhört? Es klang so als würde da eine riesen Party laufen und Yosuke scheint sich mit anderen Mädchen zu amüsieren während sie auf ihn wartet. „Wir waren verabredet! Seit einer Stunde sitz ich im Park und warte auf dich, sogar einen Picknickkorb habe ich mitgebracht!“ Tränen schossen ihr in die Augen. Warum war er jetzt nicht bei ihr? „Ach Pfirsichtörtchen, das habe ich voll vergessen. Tut mir leid. Aber wir haben unser letztes Spiel für diese Saison gewonnen und sind jetzt mit dem Team und den Fans feiern. Schaff doch den Korb nach Hause und komm auch vorbei.“ Immer mehr Tränen laufen ihre Wange herab. „Aber ich wollte doch mit dir allein sein.“ Nur noch leise kommen die Worte aus ihrem Mund. „Hey, wir haben doch noch oft genug die Möglichkeit allein zu sein. Also was ist, kommst du?“ Auf seine Frage hört er nur noch das Tuten seines Telefons. Aufgelegt. Was hat sie denn auf einmal? Ohne sich weiter Gedanken darüber zu machen geht Yosuke wieder zu seinen Freunden feiern. Momoko würde sich schon wieder beruhigen.

Seit Stunden liegt sie nun hier in ihrem Bett und weint. Das ihr Freund sie einmal für so selbstverständlich ansehen würde hätte sie nie gedacht. Es tut weh zu merken, dass man scheinbar nicht mehr an erster Stelle steht. Plötzlich taucht ein Leuchten in ihrem Zimmer auf. Momoko erkennt das es eine Nachricht von Aphrodite sein muss. Kurz wischt sie sich das Gesicht ab und macht sich dann auf den Weg ins Reich der Engel.

In der großen, hellen Halle wird sie bereits erwartet. „Hallo Wedding Peach. Wir haben uns ja nun schon eine Weile nicht mehr gesehen. Wie geht es dir?“ Momoko setzt ihr überzeugendstes Lächeln auf. „Mir geht es sehr gut, danke Majestät. Aber warum habt Ihr mich rufen lassen?“ Die Göttin der Liebe erhebt sich und kommt langsam auf den Liebesengel zu. „Ich habe eine Aufgabe für dich. Wir haben vor, einige Engelswächter auf die Erde zu schicken die für dauerhaften Frieden sorgen sollen. Leider kennen sie sich nicht in der Welt der Menschen aus. Da kommst du ins Spiel. Ich möchte das du dich einem von Ihnen annimmst und ihm zeigst wie es in der Welt der Menschen abläuft. Würdest du das für mich tun?“ Mit einem hoffnungsvollen Blick sieht Aphrodite Momoko an. Ich soll einem Engel erklären wie man auf der Erde lebt. Hm, das klingt sehr zeitaufwändig. Im selben Moment fällt ihr ein wie Yosuke sie heute versetzt hatte. Na ja, wie es aussieht wird meine Zeit ja momentan von sonst keinem in Anspruch genommen. Leicht lächelnd blickt sie auf. „Natürlich werde ich helfen so gut ich kann. Wer ist es denn?“

Vor zwei Tagen hatte Momoko eine neue Aufgabe bekommen. Sie soll einen Engelswächter an das Leben auf der Erde gewöhnen. Noch in der selben Nacht kam der junge Mann in dieser Welt an. Sie verbringen seitdem viel Zeit miteinander. Momoko mag ihn sehr gerne. Er ist nett und zuvorkommend. Jetzt ist aber das Wochenende vorbei und die Schule geht wieder los. Da fällt mir ein, ich habe Yuri und Hinagiku gar nicht bescheid gesagt das er kommt. Na das werde ich dann gleich mal nach holen. Schon wenige Augenblicke später steht sie vor den Beiden. Sie unterhalten sich über ihr Wochenende als sie auf ein unangenehmes Thema zu sprechen kommen. „Sag mal Momoko, wie war denn dein Picknick mit Yosuke? Er hat sich doch bestimmt riesig gefreut das du so viel gekocht hast.“ Momokos Augen bekommen einen traurigen Glanz. Doch bevor sie antworten kann legt jemand seinen Arm um ihre Schultern. Überrascht sieht sie auf und erkennt ihren Schützling. Yuri und Hinagiku schauen nicht schlecht als sie den großgewachsenen, gut aussehenden Jungen sehen der so vertraut mit ihrer Freundin ist.

„Hallo ich bin Ren. Und ihr müsst Yuri und Hinagiku sein. Es freut mich wirklich sehr.“ Mit einer höflichen Verbeugung begrüßt er die beiden. Sofort schießt ihnen die Farbe ins Gesicht. „Das wollte ich euch noch sagen, am Freitag hat mich Aphrodite zu sich gerufen und mir einen Auftrag erteilt. Und der steht jetzt vor euch.“ Sie zeigt demonstrierend auf den Jungen neben sich. „Sein Name ist Ren und er ist ein Engelswächter. Sie werden zur Erde geschickt um für lang anhaltenden Frieden zu sorgen. Da er sich in der Menschenwelt aber nicht auskennt soll ich mich um ihn kümmern.“ Ihre zwei Freundinnen hören ihr gespannt zu. „Na dann helfen wir dir natürlich dabei. Aber sag mal, warst du Freitag nicht mit Yosuke unterwegs? Momoko schaut zu Boden. Immer noch hat sich ihr Freund nicht bei ihr gemeldet. Abwesend schüttelt sie den Kopf, nimmt Ren am Arm und zieht ihn in das Schulgebäude. Yuri und Hinagiku schauen ihrer Freundin nachdenklich hinterher.

Der Tag vergeht schnell. Die Mädels und Ren verstehen sich sehr gut und haben eine Menge Spaß. Er hilft ihnen sogar bei der Schülerzeitung. Für den Nachmittag haben sie sich vorgenommen zusammen an den Fluss im Yuuba-Park zu gehen um dort über neue Storys nachzudenken. An der frischen Luft lässt es sich bekanntlich besser denken. Mit dem letzten Klingeln packen alle zusammen und gehen gemeinsam aus dem Gebäude. Kurz vor dem Tor bleibt Momoko stehen. Yosuke? Was macht er denn hier? Will er sich vielleicht endlich entschuldigen? Ich würde ihm sofort verzeihen. Er ist doch der wichtigste Mensch für mich. Wir sind füreinander bestimmt! Mit einem kleinen Lächeln läuft sie auf ihn zu. „Hallo, was machst du hier?“ Yosuke schaut zu seiner Freundin hinunter und wundert sich warum sie so schüchtern schaut. „Na ich wollte dich abholen. Du hast dich ja seit dem Wochenende nicht mehr gemeldet und zur Party bist du auch nicht gekommen. Aber da ich heute noch Training hab muss ich auch gleich weiter.“ Entsetzt sieht Momoko ihn an. Ich hab mich nicht gemeldet? Das wundert ihn noch obwohl er doch eigentlich sich entschuldigen müsste! Ich fasse es nicht! Wütend tritt sie einen Schritt zurück. In ihren Augen funkeln Enttäuschung, Trauer und Wut. „Dann solltest du jetzt besser gehen, du willst doch nicht zu spät kommen.“

Hinagiku und Yuri hören alles mit an und wundern sich. Seit wann ist Yosuke denn so abweisend zu Momoko? Ren der von dem allen nichts versteht schlendert gemütlich zu dem Paar rüber und legt seinen Arm gewohnt über Momokos Schulter. Sofort fixieren ihn ein paar kalte dunkle Augen. „Hey Peach, wer ist denn das? Stell mich doch mal vor!“ Mit einem kindlichen Lächeln strahlt Ren sie an und Momoko muss automatisch auch Lächeln. „Yosuke das ist Ren, ein Engelswächter. Ich zeige ihm wie man in unserer Welt lebt. Ren das ist Yosuke, mein Freund.“ Die beiden Männer geben sich die Hand und starren sich intensiv in die Augen. Ren spürt eine immer stärker werdende Welle des Hasses um ihn herum. „Freut mich dich kennen zu lernen. Momoko hat gar nichts von dir erzählt Yosuke. Aber wahrscheinlich habe ich sie einfach das ganze Wochenende zu sehr abgelenkt.“ Ein schelmisches Grinsen legt sich auf sein Gesicht. Ihm ist durch aus aufgefallen wie traurig seine neue Freundin war und wusste nun auch an wem das lag. Yosuke schaut ihn nur wortlos an. Dann gleitet sein Blick wieder zu seiner Freundin. „Scheinbar hast du ja eh genug Gesellschaft. Dann wünsch ich euch einen schönen Tag. Tschüss“ Und schon war er wieder weg. Entsetzt schaut Momoko ihrem Freund hinter her. Was war das denn? Und warum gehst du jetzt wieder ohne dich richtig von mir zu verabschieden? Bin ich dir denn so egal geworden?

Sanft legen sich zwei weitere Arme um Momokos Schultern. Ihre zwei Freundinnen haben alles mitangesehen und wissen nun endlich warum ihre eigentlich so starke Freundin den ganzen Tag so geknickt war. „Der kriegt sich schon wieder ein. Mach dir mal keinen Kopf!“ Hinagiku versucht auf ihre Art Momoko auf zu heitern, mit mäßigem Erfolg. Ren kann das ganze nicht mehr sehen. Mit einem strahlenden Lächeln nimmt er Momoko an der Hand und zieht sie mit sich. „Wir wollten doch in den Park! Das Wetter ist toll, das sollten wir nutzen. Also los!“ Die drei Freundinnen müssen lächeln. Er ist so eine Frohnatur.

Seit diesem Tag hat Momoko es oft versucht mit Yosuke zu reden. Doch immer war er zu beschäftigt, musste Kazuya helfen oder hatte schon was mit den Jungs vom Team vor. Der Liebesengel hatte das Gefühl das sie nicht mehr an ihren Freund heran kommt.
Gerade hatte sie einen schlimmen Streit mit Yosuke. Endlich konnten sie mal miteinander reden. Aber als sie dann von Ren anfing ist bei ihm eine Sicherung durchgeknallt. Genau zu diesem Zeitpunkt kam Ren auch vorbei und legte in gewohnter Manier seinen Arm um das Mädchen.

Das brachte den jungen Halbdämon zum kochen. Nicht einmal jetzt hat er seine Ruhe vor dem Engel. Wütend das seine Freundin sich nicht dagegen wehrt ist er dann einfach gegangen. Wenn sie lieber mit ihm ihre Zeit verbringt. Bitte dann eben nicht!
Momoko war total verzweifelt. Endlich hatten sie sich mal wieder gesehen und dann stritten sie sich. Warum musste Yosuke auch nur so stur sein und warum konnte er denn Ren nicht leiden? Wenigstens hatte er sich um sie gekümmert als Yosuke nicht da war. Leider hatte sie ihm das auch an den Kopf geworfen. Weshalb er dann auch stürmisch das Café verlassen hatte. Weinend lehnt sich die junge Frau an ihren Freund, den Engel. Was soll ich denn noch tun? Sind wir etwa doch nicht füreinander bestimmt? Ren der alles mit angehört hatte nahm seine Freundin in den Arm. Es tat ihm weh sie so zu sehen, schon seit längerem empfand er mehr für sie als nur Freundschaft, aber das konnte er ihr noch nicht sagen. Sie würde es noch nicht verstehen.

Eine Woche später
An seiner Tür klingelt es Sturm. Kazuya macht sich gleich auf dem Weg denjenigen rein zu lassen. Überrascht stellt er fest das es Yosuke ist. „Hey was gibt’s denn?“ Sein scheinbar wütender Freund knallt sich auf das große Sofa im Wohnzimmer und grummelt vor sich hin. Herrje was hat er denn? Langsam geht sein Freund auf ihn zu und setzt sich gegenüber in den großen Sessel. „Na was ist dir denn über die Leber gelaufen?“ Yosuke setzt sich auf und rauft sich durch sein braunes kurzes Haar. „Wusstest du etwas von den Engelswächtern?“ Er wartet das Nicken seines Freundes ab. „Einer davon ist hier und Momoko kümmert sich um ihn. Scheinbar verbringen sie jede freie Minute miteinander! Kein Wunder das sie keine Zeit hat sich bei mir zu melden...“ Kazuya schüttelt verständnislos den Kopf. Ihm ist durchaus aufgefallen das zwischen dem Paar seit einiger Zeit etwas schief läuft. Und er weiß auch an wem das liegt. „Meinst du nicht du übertreibst? Immerhin hast DU Momoko jedes mal versetzt oder sie abgeblockt obwohl ihr euch nun schon so lange nicht mehr gesehen habt. Du hast sie doch auch nicht angerufen, obwohl du es gekonnt hättest. Und überhaupt glaube ich, dass du Momokos Liebe als zu selbstverständlich ansiehst. Aber Liebe ist nicht selbstverständlich. Man muss an ihr Arbeiten und sich nicht auf ihr ausruhen.“ Yosuke schaut sein Gegenüber grummelnd an. Ja vielleicht habe ich wirklich übertrieben. Und eventuell habe ich mein Pfirsichtörtchen in letzter Zeit nicht so sehr beachtet wie ich es gekonnt hätte. Aber dieser Typ, dieser Ren, ich will nicht das sie mit ihm allein ist. So wie er sie vorhin umarmt hat. Der will doch was von ihr. Seufzend steht  er auf und bedankt sich bei seinem Freund und Mannschaftskapitän. Ich werde heute Abend mal bei ihr vorbei schauen. Dann können wir reden.

Sich mittlerweile seine Fehler eingestehend versuchte Yosuke sein Bestes seiner Freundin wieder näher zu kommen. Das stellte sich allerdings als äußerst schwierig heraus. Wenn er anrief ging Ren an ihr Telefon und meinte Momoko hätte jetzt keine Zeit. Als er sie von der Schule abholen wollte sagte sie ihm, dass sie jetzt keine Zeit hätte weil sie noch etwas vor hatten. Momoko war einfach an ihm vorbei gegangen ohne ihn weiter zu beachten. Langsam machte ihn diese ganze Sache schwer zu schaffen. Schon seit zwei Wochen hatte er seine Freundin jetzt wieder nicht gesehen. Langsam wurde Yosuke bewusst wie sehr Momoko gelitten haben musste als er nicht für sie da war.

Die letzten zwei Wochen waren die Hölle für Momoko. Klar, sie hatte ihren Freund öfter gesehen aber meistens hatte sie dann keine Zeit und musste ihn stehen lassen. Es hat ihr das Herz zerrissen da sie ja diesen Streit endlich beenden wollte. Aber Momoko hatte es Ren versprochen ihm die Stadt zu zeigen. Und ein Versprechen bricht man nicht. Zumindest sie nicht!

Heute wollte er es ihr sagen, endlich wollte er ihr seine Liebe gestehen. Ren war schon sehr aufgeregt. Aber sie verstanden sich gut und mit Yosuke lief es auch nicht. Also standen seine Chancen doch gar nicht so schlecht! Während Momoko noch Hausaufgaben macht bereitet er ein schönes Abendessen für sei beide zu.

Kurz vor 18 Uhr steht ein braunhaariger Junge vor dem Haus seiner Freundin. Er klingelt und wartet das ihm ein vertrauter rosa Haarschopf die Tür öffnet. Als die Tür aufschwingt erblickt er aber nicht wie erhofft sein Pfirsichtörtchen sondern Ren, den Engel. „Oh hey Yosuke. Was gibts?” Wieder dieses Lächeln. Yosuke räuspert sich. „Ist Momoko da? Ich würde gerne mit ihr sprechen.“ Der große blondhaarige Engel tritt zur Seite und lässt den etwas kleineren Braunhaarigen herein. „Ich hole sie. Warte kurz.“ Darauf hin verschwindet Ren im oberen Stockwerk und kommt kurze Zeit später mit einer verschlafenen Momoko runter. „Yosuke?! Was machst du denn hier?“ Lächelnd sieht er sie an. Wahrscheinlich war sie mal wieder auf ihrem Schreibtisch eingeschlafen während sie ihre Hausaufgaben erledigt hat. „Ich wollte dich sehen und mit dir sprechen. Können wir uns unterhalten, allein?“ Ein kurzer Blick trifft den Engel der hinter Momoko steht. Etwas überrascht was Yosuke will willigt sie ein und beide gehen hoch in ihr Zimmer.

Ren folgte den beiden und lauschte heimlich an der Tür. Innerlich hoffte er, dass seine Peach sich nicht wieder mit dem Dämon einlassen würde. Sie hatte so viel besseres verdient.
„Was wolltest du mit mir besprechen? Momoko räumte währenddessen ihre Hausaufgaben weg. „Liebst du ihn?“ Erschrocken dreht sich seine Momoko zu ihm um. „Wen meinst du? Etwa Ren? Fang doch nicht schon wieder davon an. Und ich dachte du wolltest dich entschuldigen!“ Tränen standen ihr in den Augen. Ren hatte auch keine Lust weiter auf sie zu warten. Immerhin hatte er gekocht und wollte den Abend allein mit seiner Peach verbringen. Yosuke stört da nur. Höflich klopft er an und tritt einfach ein. Er sieht Momoko weinen und geht sofort zu ihr. Schützend nimmt er sie in die Arme und streicht ihr beruhigend über den Rücken. Yosuke kocht vor Wut. Er wollte sie doch in den Arm nehmen aber immer kommt ihm dieser Typ in die Quere. „Verschwinde endlich! Wir unterhalten uns gerade.“ Wütend dreht sich nun auch Ren zu ihm um. „Ich hab mir das jetzt lange genug mit angesehen. Momoko hat so einen Freund wie dich gar nicht verdient. Ständig machst du ihr Vorwürfe oder ignorierst sie. Wenn sie mal keine Zeit hat nach deiner Pfeife zu tanzen bist du sauer aber selbst kümmerst du dich nicht um sie! Momoko...“ Vorsichtig nimmt er ihr Gesicht zwischen seine Hände. „Bitte trenn dich von ihm. Er tut dir nicht gut. Du warst so traurig als ich hier ankam aber langsam hast du dich mir geöffnet und ich würde alles für dich tun. Bitte bleib bei mir. Niemals würde ich dich so verletzen.“

Entsetzt was sich gerade vor ihr abspielt sieht Momoko in die grünen Augen von Ren. Er hatte Recht, in letzter Zeit war er der einzige der sie aufheitern konnte. Sie wusste ja nicht mal ob Yosuke sie noch liebte. Wahrscheinlich blieb er nur mit ihr zusammen weil es nun mal vorherbestimmt war. Immer mehr Tränen liefen ihre Wange herab. „Hör auf ihr so was einzureden!“ Yosuke mischt sich nun wieder in das Gespräch mit ein. Wie sie da so steht, völlig aufgelöst und fertig mit den Nerven zerreist es ihm das Herz. „Ich weiß das ich mich falsch verhalten habe. Ich habe mich nicht genug um dich gekümmert, aber das ändert nichts an meinen Gefühlen zu dir! Ich liebe dich so sehr, aber ich war mir deiner Liebe einfach zu sicher. In den letzten Wochen, als du nicht mehr ständig für mich da warst ist mir klar geworden wie sehr ich dich brauche. Du fehlst mir in jeder Minute die wir nicht zusammen sind. Selbst wenn es kein Schicksal wäre, ich würde dich über alles auf der Welt lieben. Du bist der wichtigste Mensch auf der Welt für mich. Ohne dich bin ich ein Nichts. Bitte vergib mir. Nie wieder will ich das du meinetwegen weinst. Aber wenn du mit Ren glücklicher bist und dich in ihn verliebt hast dann werde ich das akzeptieren. Denn ich will das du glücklich bist. Ich liebe dich mein kleines Pfirsichtörtchen.“ Eine einzige Träne rollt seine Wange runter und tropft auf den dunklen Boden.

Momoko kann es nicht glauben. Gerade hatte sie zwei Liebeserklärungen bekommen. Aber nur bei einer schlug ihr Herz höher. Auch wenn sie daran zerbrechen sollte, sie liebte ihn und nichts konnte daran etwas ändern. Vorsichtig entwand sie sich den Armen von Ren der sie zuversichtlich anschaut. „Auch wenn ich vielleicht noch öfter leiden und immer traurig sein muss, meine Liebe ist zu stark als das ich sie aufgeben könnte. Ich brauche dich, Yosuke. Bitte lass mich nie wieder allein.“ Mit einem kleinen Schluchzen wirft sie sich ihrem Seelengefährten in die Arme. Sofort schlingt Yosuke seine Arme um die kleine zarte Person. Er vergräbt seinen Kopf in ihren Haaren und genießt es endlich ihren Duft wieder in sich aufnehmen zu können. Nie wieder wollte er seine Prinzessin im Stich lassen. Es tat ihm leid das erst ein anderer kommen musste um ihm das klar zu machen. Aber jetzt wollte er nie wieder das los lassen was er hat.

Ren der eigentlich schon wusste das sie sich nicht für ihn entscheiden würde trat den Rückzug an. Es war wohl doch Schicksal. Aber besser einmal unglücklich verliebt als nie verliebt. Auf seinem Weg nach Hause läuft er Scarlet über den Weg. Er vertraut sich ihr an und sie hört ihm aufmerksam zu. Sie reden noch die ganze Nacht miteinander bis sie erschöpft nebeneinander einschlafen.
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