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first day of our life

von TypicalMe
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Evey Hammond V
10.08.2011
12.03.2012
4
4.469
 
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10.08.2011 1.014
 
Langsam, fast wie in Zeitlupe zog er mit den Fingern die Konturen meiner Lippen nach. „Das ist so unendlich viel schöner, als ich es jemals geträumt habe.“ sprach V mit voller Bewunderung und ich musste plötzlich kichern, als wäre ich erst 13 Jahre alt. „Du hast davon geträumt, mich zu berühren?“ „Jede einzelne Nacht, seitdem ich dich das erste mal sah, meine kleine Evey!“ „Wirklich? Jede Nacht? Sei damals?“ „Jede Nacht. Allerdings blieb es meistens nicht dabei, dein Gesicht zu berühren.“ musste er sich eingestehen und ich wurde rot. Das hatte ich nicht erwartet. Ich war, trotz unseres Kusses in der Nacht der Revolution, nie davon ausgegangen, dass mich V auf diese Weise lieben konnte.

Natürlich bemerkte V die Veränderung meiner Hautfarbe und zog seine Hand sofort zurück. „Es tut mir Leid, Evey. Das hätte ich nicht sagen dürfen. Das war absolut unpassend von mir. Ich werde dich mit so etwas nicht mehr belästigen!“ Natürlich dachte V gleich wieder so. Das ich auf die gleiche Weise für ihn empfinden könnte kam ihm überhaupt nicht in den Sinn. Bevor V jedoch seinen Handschuh wieder anziehen konnte, schnappte ich mir seine Hand und führte sie wieder zu meinem Mund. Sachte küsste ich die einzelnen Narben auf seiner Haut. V verstand sofort und zog mich in seine Arme. So standen wir zusammen und genossen die Berührung des anderen. Keiner sprach ein Wort und es war einfach perfekt.

In der darauf folgenden Nacht schliefen wir zum ersten Mal im selben Bett. Wir konnten einfach nicht mehr ohne den anderen auch, wenn wir es zuerst versuchten. Wir wälzten uns in unseren Betten und versuchten ins Land der Träume zu gelangen, aber es klappte einfach nicht. Ich hatte schon 283 Schafe gezählt, als es an meiner Tür klopfte. „Evey? Bist du noch wach? Kann ich hinein kommen?“ „Ja natürlich.“ Als V mein Schlafzimmer betrat musste ich ein leises kichern unterdrücken. Ich hatte ihn bis jetzt noch nie in einem Schlafanzug gesehen, aber die Kombination von Flanell und der Guy Falks Maske war einfach zu süß. Es hätte nur noch ein Teddybär in seinem Arm gefehlt. Vielleicht würde ich ihm eines Tages einen schenken, davon ein Foto machen und es mir über das Bett hängen, dachte ich. „Ich kann nicht schlafen.“ erklärte er zerknirscht und ich weiß nicht ob es an dem Schlafanzug lag, aber er wirkte fast kindlich. „Ähm.. ja. Ich auch nicht... möchtest du.. ähm .. magst du vielleicht mit zu mir ins Bett kommen?“ fragte ich zögerlich.

V kam auf mich zu und setzte sich auf die Bettkante. Die Handschuhe hatte er den Rest des Tages nicht wieder angezogen. So streichelte er meine Wangen und ich genoss jede einzelne Sekunde. Nach einiger Zeit sagte er schließlich „Ich glaube, ich brauche ein neues Hobby. Jetzt, wo es in diesem Land wieder bergauf geht und ich meinen Plan in die Tat umgesetzt habe, habe ich gar nichts mehr zu tun.“ er klang verärgert. Natürlich. Er hatte eine so unglaublich lange Zeit damit verbracht, die Revolution zu planen und umzusetzen. Und nun fehlte ihm etwas. Eine Aufgabe.
„Wie wäre es, wenn du deine Biographie schreibst? Du hast unzählige Fans dort draußen, V. Ich bin mir sicher, das es sehr viele lesen würden und es gleich ein Bestseller werden würde! Außerdem wissen die meisten Menschen dort draußen doch gar nicht, was dir in Wirklichkeit alles geschehen ist. Ich denke, wenn sie wüssten, wie genau das damals abgelaufen ist, würde sich der Revolutionsgedanke noch weiter verfestigen, denkst du nicht?“ „Hmm. Meinst du wirklich?“ „Natürlich. Einen Computer haben wir hier und ich habe inzwischen wirklich gute Kontakte geknüpft. Ich könnte jemanden bei einem Verlag anrufen und – schwups – wäre dein Buch auf dem Markt. Und zusätzlich würdest du damit natürlich auch noch etwas verdienen! Ein netter Nebeneffekt.“ scherzte ich und stieß ihn sanft in die Seite. „Mal sehen. Vielleicht wäre das wirklich eine Idee wert.“

V drehte sich ein wenig und löschte das Licht, bevor er sich unter die Decke in mein Bett legte. „Schläfst du normalerweise auch mit der Maske, V?“ „Nein, eigentlich nicht.“ „Wieso ziehst du sie dann nicht einfach aus? Es ist sowieso so dunkel, dass ich meine eigene Hand nicht vor Augen sehen kann, also musst du auch keine Angst haben, ich könnte dich irgendwie ekelig oder abstoßend finden – was ich sicherlich mit Licht auch nicht würde – und das wäre mit Sicherheit sehr viel bequemer für dich.“ „Hm.“ Einen Moment lang war es still in meinem Zimmer. Dann hörte ich es rascheln und schließlich ein dumpfes Geräusch, als V die Maske und die Perücke auf den Nachttisch legte. Dann kuschelte er sich wieder neben mich.
„Du hattest recht, mein Herz, so ist es sehr viel angenehmer.“ ich musste lachen. „Natürlich hatte ich Recht. Ich habe immer Recht!“ Ich nahm seinen Arm und legte ihn um mich, sodass ich mich besser an ihn kuscheln konnte. Zuerst versteifte er sich ein wenig aber dann schien er es auch so schön zu finden wie ich. „Warum nur ist und das nicht schon früher eingefallen? Das ist so herrlich gemütlich.“ gähnte ich. „Ich weiß nicht. Vielleicht, weil ich ein Gentleman sein, und mich nicht aufdrängen wollte?“ „Ich glaube eher, weil du so ein Angsthase bist und wirklich immer noch glaubst, ich würde dich ekelig finden, wenn ich dich ohne deine Maske sehen würde.“ „Pfft. Dann werde ich von nun an eben zum Macho. Los, steh auf, renn' in die Küche und koch mir Fleisch, Weib!“ nach einer Schocksekunde prusteten wir beide los. So herzhaft hatte ich schon lange nicht mehr gelacht. Und auch V hatte ich noch nie so laut lachen hören. Als wir uns nach einiger zeit wieder beruhigt hatten machte ich es mir wieder auf seiner Brust gemütlich. „Machen wir das jetzt öfter, V?“ „Was? Lachen oder zusammen in einem Bett schlafen?“ „Beides.“ „Ja. Machen wir.“ Ich grinste in mich hinein. „Schön. .. Schlaf gut, V“ „Schlaf gut, meine geliebte Evey.“

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*hust... ähm ... ja also ich lebe noch ^^' ... sorry, dass es so lange gedauert hat .___.
ich hoffe es hat euch gefallen bis jetzt ^^ 1, 2 Kapitelchen komme noch ^^
<3
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