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first day of our life

von TypicalMe
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Evey Hammond V
10.08.2011
12.03.2012
4
4.469
 
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10.08.2011 1.234
 
Langsam ging ich ins Wohnzimmer doch als ich sah, wer dort an der Musikbox stand traute ich meinen Augen nicht. Ich räusperte mich „Das ist der schlechteste Witz seit vier Monaten. V ist nicht hier. Er ist Tot. Seien sie wie die anderen Fans und geben sie eine Party ihm zu ehren oder so etwas. Tun sie uns beiden einen Gefallen und verlassen sie sofort mein Zuhause oder ich rufe die Polizei!“ und obwohl ich versucht hatte mit möglichst fester Stimme zu sprechen merkte ich, dass mir bereits heiße Tränen über die Wange liefen, als sich der Mann umdrehte und ich in das starre Gesicht von Guy Fawkes blickte. „Verschwinden sie! Raus hier! Sofort!“ meine Stimme wurde immer schwächer. Der Mann mit der Maske seufzte. „Evey..“ begann er „.. ich bin es doch. V. Bitte, Evey. Du musst mir glauben. Ich bin es!“ Das hatte er nicht sagen brauchen. Ich hatte seine Stimme bereits erkannt, als er auf so wundervolle weise meinen Namen aussprach. Niemand sonst konnte ihn so schön sagen, wie er. Langsam ging er auf mich zu. „Ich weiß, dass du damit nicht gerechnet hast, Evey aber ich bin es wirklich. Ich habe überlebt.“ Ich konnte nicht mehr. Ich brach vor ihm zusammen doch er konnte mich im letzten Moment auffangen und an sich drücken. „Du bist tot“ ich war unendlich verwirrt. „Evey..“ „Tot. Du bist tot.“ flüsterte ich noch einmal, dann wurde es dunkel. Ich hatte wohl hyperventiliert. V trug mich vermutlich in mein Bett, denn in diesem erwachte ich nach einer Traumlosen Nacht. Beinahe hätte ich das alles für Einbildung gehalten doch dann roch ich das Frühstück, welches V in der Küche für mich zubereitete. Langsam ging ich in die Küche und dort stand er wirklich, als wäre nichts vorgefallen, in seiner Schürze und machte mir Ei im Körbchen. Er drehte sich nicht um und ich fürchtete fast, dass ich träumte. Erst als er mir mein Frühstück servierte und „Setz dich doch bitte, Evey.“ sagte war ich mir sicher, dass dies kein Traum war. Ich setzte mich und biss in mein Frühstück. Er setzte sich neben mich. Er war sehr angespannt und wollte anfange zu reden aber ich wollte nichts hören. „Ich habe ein neues Lieblingslied. Willst du es hören?“ fragte ich gespielt fröhlich und obwohl ich sein Gesicht nicht sehen konnte wusste ich, dass er erstaunt war. „Ja natürlich.. aber Evey..“ Ich ließ ihn nicht zu ende sprechen und legte die CD mit meinem Lieblingslied in den CD-Player, den ich aus meiner alten Wohnung mitgebracht hatte. Als das Lied anfing zu spielen sah ich ihn an und ging wortlos in mein Zimmer. Ich schloss die Tür ab, setzte mich auf den Boden an die Tür und wartete auf den inzwischen gewohnten klang der Frauenstimme auf der CD. Schließlich hörte ich, wie die Frau auf der CD anfing zu singen und bei dem Refrain liefen mir schon wieder Tränen über das Gesicht.

Dein Lachen ist ein Schwert
Es drang tief in mein Leben
und bracht es zum erbeben
Doch auch wenn es mich verzerrt
Zieh die Klinge noch nicht raus
Denn den Schmerz, den es entfacht
Den übersteh ich keine Nacht

es passte so unglaublich gut. Die Art wie er lachte, wie er mit mir sprach, wie er meinen Namen sagte. Ich hatte das alles in den letzten Monaten so sehr vermisst und nun sollte er einfach wieder da sein? Ich verstand nicht, wie das sein konnte und überlegte kurz, dass es wahrscheinlich besser war, wenn ich zu ihm ging und mir die Geschichte anhörte aber ich konnte einfach nicht. Oft hatte ich mich in sein Zimmer gesetzt und in seinen Büchern gelesen nur, um mich ihm nah zu fühlen. Auch, wenn der Schmerz dann fast unerträglich gewesen war. Obwohl ich ihn besser hätte vergessen können, wenn ich nicht in die Schattengallerie gezogen wäre, konnte ich das einfach nicht. Ich wollte es auch nicht. Ich wollte ihn bei mir spüren.

Du hast mein Herz im Sturm erdolcht
gedreht jetzt zeigt es Pik
pumpt sich aus allmählich im Takt
Zu deiner Musik

Die Musik erstarb, schnell und unerwartet und ich hörte Schritte auf mein Zimmer zukommen. Die Klinke wurde hinunter gedrückt und ich meinte einen kleinen Seufzer zu hören, was V merkte, dass ich abgeschlossen hatte. „Evey.. bitte mach die Tür auf... bitte!“ er klang verzweifelt und ich wollte ihm schon öffnen, ihm in die Arme fallen und einfach nur seine Nähe spüren aber ich konnte einfach nicht aufstehen. Mein Körper wehrte sich gegen jede Bewegung und war nicht willig, zu tun, was ich wollte. Ich hörte, wie er sich an der Tür anlehnte und hinunter rutschte. Nun sahen wir Rücken an Rücken, nur von der Tür getrennt, auf dem Boden und wussten beide nicht weiter.

Nach einer keinen Ewigkeit fing V dann an zu sprechen. Es klang fast, als würde er mit sich selbst reden. Schließlich konnte er auch nicht wissen, ob ich ihm überhaupt zuhörte.
„Ich weiß selbst nicht, wie ich es geschafft habe, zu entkommen. Meine letzte Erinnerung war dein wunderschönes Gesicht vor mir. Ich muss wohl irgendwie die Tür aufgebrochen und mich aus dem U-Bahnschacht geschleppt haben. Als ich draußern war bin ich einem Mann begegnet. Er hielt mich zunächst für einen Anhänger der Revolution. Erst, als ich ihn davon abhalten wollte, mir die Maske abzunehmen merkte er, wer ich war. Er sagte mir, dass meine Verletzungen sehr stark wären und er mich ins Krankenhaus bringen würde, wo er mich kostenlos behandeln würde.“ er lachte. „er war mir so dankbar für die Revolution... Er nahm mir die Maske ab und meinte nur ganz gefasst, dass meine Wunden nicht das einzige wären, worum er sich kümmern müsste. Er nahm mir all meine Sachen ab, die mich hätten identifizieren können. Ich verlor auf dem Weg ins Krankenhaus das Bewusstsein. Als ich wieder aufwachte sagte mir eine Schwester, dass man mich mehrfach operiert hätte und ich nun vier Wochen im Koma gelegen hätte. Es wäre ein Wunder, dass ich überhaupt noch lebte, ich hätte wohl einen ziemlich guten Schutzengel gehabt, meinte sie, als sie den Arzt rief. Er sagte, dass ich eigentlich, nach einer so langen Zeit im Koma einige Einschränkungen haben müsste und es wirklich verwunderlich sei, dass ich bereits wieder aufstehen konnte, ohne gleich Ohnmächtig zu werden. Ich wollte noch am selben Tag aus dem Krankenhaus entlassen werden aber dieser Arzt, Dr. Wiburey, ließ mich einfach nicht..“ er klang so unendlich verzweifelt. „Er ließ mich nicht..“ zuletzt war seine Stimme nur noch ein flüstern. Ich stand auf und drehte langsam den Schlüssel. Bevor ich die Tür jedoch öffnete zögerte ich einen Moment. Ich hatte Angst, dass das doch alles ein Hirngespenst von mir war. Als ich die Tür öffnete war auch er bereits aufgestanden. Er stand einfach nur da und sagte nichts mehr. Er wartete meine Reaktion ab und plötzlich überkam es mich. Ich konnte nicht mehr anders als ihm in die Arme zu fallen. Von der plötzlichen Nähe zu mir schockiert dauerte es einen Moment bis V reagieren konnte und mich schließlich in die Arme schloss. Mich regelrecht an sich presste. So standen wir eine Weile da und sagten nichts, genossen einfach nur die Nähe des anderen, bevor V schließlich weiter erzählte.

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sooo. das zweite chap ^^
schade, dass nur so wenige das geschichten dazu lesen.
ich finde, v wie vendetta ist so ein tolles comic / toller film. es verdient mehr fans, oder? :D

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