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first day of our life

von TypicalMe
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Evey Hammond V
10.08.2011
12.03.2012
4
4.469
 
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10.08.2011 1.151
 
„..und damit ging heute die erste 'Valerie' friedlich zu Ende. Über 10000 schwule und lesbische Mitbürger hatten in einer Parade gefeiert, dass sie nun ihre Liebe wieder öffentlich zeigen konnten.  Wie die Erfinder zu diesem Namen gekommen sind, wo und wann die nächste 'Valerie' stattfinden wird  können sie auf der Internetseite des Veranstalters nachlesen. Damit verabschiede ich mich von ihnen. Die nächsten Nachrichten gibt es wieder um 22:00 Uhr, dann mit meinem Kollegen David Brosbow. Bis dahin einen schönen Abend.“ „Unnnnd.. wir sind raus! Danke Evey. Das war wieder eine super Sendung!“ „Danke, Jeff.“ ich lächelte ihn an. In den letzten Wochen und Monaten hatte ich gelernt, perfekt zu lächeln. Nicht nur vor der Kamera, sondern auch im Rest meines Lebens.  Auch, wenn mir nicht danach war. Und mir war nie danach.

Niemals.

Seit nun mehr als 4 Monaten.

Niemals.

„Ähm.. du, Evey?“ ich drehte mich um. „Hast du am Freitag schon was vor? Ich bin, seit die Ausgang-sperre aufgehoben wurde noch nicht einmal feiern gegangen und da ist doch dieser neue, tolle Club... ähm .. 'blue fire' heißt der glaub ich...“ Ich zuckte zusammen. 'Fire'. Feuer. Er. „Sorry, Tony aber ich kann am Freitag leider nicht.“ ich ließ mir meine Trauer nicht anmerken und schenkte unserem Kameramann ein falsches Lächeln. Für die meisten Frauen wäre er wahrscheinlich attraktiv gewesen und sie hätten sich über eine solche Einladung gefreut. Bei mir war das nicht so. Mein Herz gehörte jemand anderem. Einem Mann, den ich niemals wiedersehen würde. Er war gestorben und hatte mein Herz mit in den Tod genommen. „Vielleicht ein anderes Mal, ja?“ ich wartete seine Antwort nicht ab, sondern drehte mich um und ging gleich zu meiner Garderobe. Dort zog ich mir die Kleidung für die Sendung, die uns von diversen Designern zur Verfügung gestellt wurde aus. Als ich schließlich nur noch Unterwäsche an hatte betrachtete ich mich im Spiegel. Unter meinem Slip blitze das Tattoo hervor, welches ich mir vor zwei Monaten hatte stechen lassen, als langsam wieder die ersten Tattoostudios aufmachten. Ein Buchstabe. V. Ich strich sanft über den Buchstaben, als hätte ich IHN damit berühren können. Zuerst hatte ich mir diesen Buchstaben auf die Brust stechen lassen wollen. Genau über mein Herz. Aber die Tattoowiererin hatte mich davor gewarnt, da nun jeder wusste, dass die Revolution V zu verdanken war und da ich nun als Nachrichtensprecherin arbeitete, war es nicht klug der Öffentlichkeit mein Tattoo zu zeigen. Das hätte nur neue Diskussionen ausgelöst. Also ließ ich mir diesen schönsten Buchstaben von allen dorthin stechen, wo nur ich ihn jemals sehen würde. Langsam zog ich mir meine Sachen an. Ich brauchte mich nicht zu beeilen. Zuhause gab es nichts, was auf mich wartete.

Ich war unglaublich froh, dass ich nun als Nachrichtensprecherin arbeiten konnte. So verbrachte ich nicht so viel Zeit allein, mit meinen Gedanken bei ihm. Gordon hatte, bevor die Sendung ausgestrahlt wurde, die ihn sein Leben kostete, in seinem Schreibtisch in seinem Büro, einen Brief hinterlassen, der erst nach der Revolution gefunden wurde, als ein älteres Ehepaar diesen Schreibtisch beim Trödelhändler, welcher ihn auf dem Müll gefunden hatte, kaufen wollte. Sie hatten den Brief gleich zum Sender gebracht und als ich meine alten Sachen aus dem Sender mitehmen wollten hatten sich Jeff und die Anderen unglaublich gefreut mich zu sehen und mich zur neuen Nachrichtensprecherin gemacht, weil Gordon geschrieben hatte, dass er mich an dieser Stelle sehen wollte und durch sein Testament 100000 Pfund aus seinem Vermögen an den Sender gingen. Er hatte noch vor seinem Tod gewusst, dass sich alles zum Guten wenden würde.

Für mich war das nicht immer so klar gewesen. Auch, wenn ich keine Angst mehr hatte wusste ich nicht, ob sich V's Revolution durchsetzen würde. Im Nachhinein kam ich mir dumm vor, dass ich nicht vorher wusste, dass diese Revolution das ganze Land veränderte.
An dem Abend der Revolution hatte ich, nachdem ich den Zug mit V's Leichnam darin, losgeschickt hatte, mit Finch auf dem Dach gestanden und mir das Spektakel angesehen. Als die Explosionen vorüber waren hatte ich mich umgedreht und wollte gehen. „Sie wissen, dass ich sie festnehmen muss?“ hatte er mich gefragt. „Sie wissen so sehr wie ich, dass ich nichts mit der Sache zu tun hatte.“ „Sie haben den Zug in Gang gesetzt!“ sein Ton wurde rauer. Ich drehte mich wieder zu ihm um. „Und sie haben mich gelassen. Sie haben mich gelassen, weil sie, genau wie ich und genau wie hunderttausende dort unten, auf seiner Seite stehen. Sie wissen, dass sich viel in diesem Land verändern muss. Die Wege, die er gegangen ist mögen nicht die Richtigen gewesen sein aber er hat seine Idee zur Realität gemacht und uns damit alle gerettet. Wie viele außer ihnen, wissen, dass ich etwas mit V zu tun hatte?“ „Nur ich und mein Partner..“ „Sehen sie. Wir stehen vor einer Reform. Einer Revolution. Einer neuen Ära. Lassen sie mich in Frieden weiter leben und ich werde niemandem erzählen, dass sie mich haben machen lassen, was ich tat. Niemand wird je etwas erfahren. Ich will nicht, dass alle denken, dass V eine Komplizin hatte. Es ist sein Ruhm. Nur wegen ihm gibt es diese Revolution.“ Er seufzte. Er wusste, dass ich recht hatte. „Er hat ihnen viel bedeutet.“ „Er war mein Leben. Ich werde ihn nie vergessen.“ ich drehte mich um und ging. Seit dem habe ich Finch noch einige Male in der Stadt gesehen. Wir Nickten uns dann zu und ginge weiter ohne mit dem anderen zu sprechen.

Ich war am selben Abend in die Schattengalerie gezogen. Ich wollte mich ihm nah fühlen., so als würde er jeden Moment aus seinem Schlafzimmer kommen und mir Frühstück machen. Aber er kam nicht. Ich schlief in dem selben Zimmer wie immer. Ich hatte ein mal versucht in seinem Bett zu schlafen aber das war zu schmerzhaft gewesen. Seit mehreren Monaten machte ich mich nun, wie jeden Abend nach der Arbeit auf den Weg nach hause. Die Schattengallerie war mein Zuhause geworden. Ich las die Bücher aus der Bibliothek, sah seine Filme und hoffte, dass mich ihm das näher bringen würde. Freunde hatte ich wenige. Ich ging nur selten aus und verschanzte mich regelrecht in meinem Zimmer. Ich hatte nicht geglaubt, dass mich sein Tod zu mitnehmen würde.
Ich war wie taub. Jeder Tag flog nur so an mir vorbei. Es war immer alles gleich. Bis auf diesen Abend. Als ich ankam war das Licht an und die Musikbox spielte „cry me a river“. Ich nahm das Pfefferspray aus meiner Tasche als ich mich langsam dem Wohnzimmer näherte.

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Hey Leute =)
Ich weiß gar nicht, ob die V wie Vendetta FF auch gelesen werden aber ich liebe diesen Film einfach! Ich weiß noch nciht genau, wie lang die FF wird. Mal sehen. ^^
Viel Spaß beim lesen und lasst mir ne review da <3
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