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Memories

von Lonelily
SongficSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Mio Akiyama Tsumugi Kotobuki
09.08.2011
09.08.2011
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Hallo, das ist mein Beitrag zum Wettbewerb von KyoHyon. Die Aufgabe war, einen emotionalen One Shot zu schreiben.

Tja, also hier ist dann meine erste Fanfiction zu K-On!. Bzw. eigentlich ist es ja eine Songfic. Das Lied dazu heißt „Need you now“ von Lady Antebellum.
Ein sehr schönes Cover von diesem Lied, welches mich auch zu dieser Story inspiriert hat, findet ihr hier -> http://www.youtube.com/watch?v=RyxEnDevL4U&feature=BFa&list=FLg9T9V6BFPek&index=243

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Picture perfect memories,
Scattered all around the floor.


Ich weiß, ich habe es dir damals am letzten Schultag versprochen.
„Wir werden für immer zusammen bleiben, nicht wahr, Mio-Chan?“, fragtest du. Du sahst sehr besorgt aus.
„Ja…” Ich lächelte, weil ich dich wirklich mochte. Sanft umarmtest du mich. Ich konnte deinen Atem im Nacken spüren. Eigentlich war es innerhalb des letzten Jahres alltäglich geworden, doch trotzdem setzte mein Herz einen Schlag aus. Dieser Moment hätte für die Ewigkeit andauern sollen, so wie viele andere auch.
„Was sagen deine Eltern eigentlich zu deinem Auszug?“, fragtest du, nachdem du mich losgelassen hattest.
„Sie sind froh, dass ich endlich auf eigenen Beinen stehen will, und das auch noch mit einer guten Freundin.“
„Wenn die wüssten... Aber meine Eltern denken auch nicht anders.“ Du musstest kichern. Vorsichtig zog ich dich zu mir. Unsere Lippen trafen sich. Deine waren weich und einfach nur perfekt. Niemals werde ich deine Wärme vergessen können. Und noch heute erröte ich, wenn ich nur daran denke, wie wir uns küssen.

Aber schon da wusste ich, dass es nicht auf ewig so bleiben würde. Ich dachte, das wäre normal für Mädchen unseres Alters. Leicht verwechselte man Liebe mit Freundschaft. Bald würde sich alles legen. Wenn man älter wurde, konnte man den Unterschied leichter erkennen. Naja, es ist so eine Sache mit dem Denken... Man glaubt, man kann es, doch letztendlich stellt sich heraus, dass man es besser gelassen hätte. Ich schätze, diese Erfahrung muss jeder machen.
Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte, würde ich meinem alten Ich sagen, dass man jede Art von Beziehung ernst nehmen sollte.  

Reaching for the phone cause, I cant fight it anymore.

Ich möchte dich am liebsten jetzt gleich anrufen. Ich möchte dir sagen, dass ich dich vermisse, dass es mir leid tut, dass ich ohne dich nicht leben kann, dass alles meine Schuld ist, dass ich alles wieder gut machen möchte.
Ich bin jetzt kluger als vor zwei Jahren. Jetzt weiß ich, dass ich ihn nicht geliebt habe. Zumindest nicht so wie dich. Denn letztendlich habe ich erkannt, dass ich niemanden je wieder so sehr lieben kann wie dich. Denn du bist das klügste, hübscheste, süßeste, netteste Mädchen, das ich kenne. Es gibt nur eine Tsumugi auf der Welt. Auch wenn du manchmal etwas pervers bist, liebe ich dich trotzdem mehr als alles andere auf der Welt.

And I wonder if I ever cross your mind.
For me it happens all the time.


Aber denkst du überhaupt noch an mich? Liebst du mich auch immer noch? Oder bin ich dir mittlerweile egal? Hast du schon einen Freund gefunden? Oder eine neue Freundin?
Für mich gibt es keinen Zweifel: Ich werde ab jetzt auf dich warten. Für immer. Obwohl ich bei diesem Gedanken anfange, zu weinen, so bin ich doch nicht traurig. Denn wenn ich auf dich warte, dann lohnt es sich. Denn du bist perfekt.
Selbst wenn du niemals kommen wirst.... So lange du glücklich bist, ist es okay. Oder zumindest sollte es das sein.

Its a quarter after one, Im all alone and I need you now.

Ich weiß, dass du eines Tages kommen wirst, um mich zu retten. Aber bis dahin werde ich langsam von der Einsamkeit verschlungen. Schlaflose Nächte rauben mir die letzte Kraft.
Die Erinnerungen an dich, die mich innerlich zerreißen, halten mich aber gleichzeitig noch am Leben.
Wenn du nur hier wärst...

Said I wouldn’t call, but I lost all control and I need you now.
And I dont know how I can do without, I just need you now.


Wir sind im Streit auseinander gegangen. Keiner von uns wollte einen Streit, warum endete alles dann so?
„Nie wieder wirst du etwas von mir hören, das verspreche ich dir!“, rief ich dir noch hinterher, als du mit tränenüberströmten Gesicht die Wohnung verliest. Auch ich musste weinen. Warum habe ich nichts gemerkt?
Mittlerweile bereue ich alles, was ich an diesem Tag gesagt habe. Wenn ich nur könnte, würde ich alles rückgängig machen, wirklich! Verzeihst du mir, wenn ich schon wieder ein Versprechen breche?
Ich greife nach dem Schnurlosen Telefon, das vor mir auf dem Wohnzimmertisch liegt. Das Display verschwimmt vor meinen Augen. Unter dem niedrigen Tisch liegt das Telefonbuch. Ich fische es heraus und suche nach deiner Nummer. Es ist schwer, sie zu erkennen, da alles so verschwommen ist. Aber trotzdem schaffe ich es, sie zu finden und ins Telefon einzugeben.
„Dies ist der Anrufbeantworter von Tsumugi Kotobuki. Ich bin gerade nicht da. Aber wenn es wichtig ist, dann hinterlassen Sie doch bitte eine Nachricht nach dem Ton. Ich werde so bald wie möglich zurückrufen.“ Warum breche ich in Tränen aus, wenn ich deine Stimme höre? Sie ist doch so wunderschön...
„H- Hallo Tsumugi-San”, würge ich mit tränenerstickter Stimme hervor. „Es... Tut mir leid.“ Ich drücke den Knopf mit dem roten Hörer.

Another shot of whiskey, cant stop looking at the door.
Wishing you’d come sweeping in the way you did before.


Meine Hand wandert wie ferngesteuert zu der Flasche auf dem Tisch. Ich schenke mir ein weiteres Glas Alkohol ein, dann leere ich das Glas in einem Zug. Der Alkohol läuft brennend meine Kehle hinunter und mir wird wärmer. Trotzdem geht es mir danach besser.
Ich bin so ein Idiot. Zu glauben, dass du die Nachricht hörst, meine Stimme erkennst und dann zurück kommst. Ich setzte mich im Eingangsbereich auf den Boden und starre die Tür an. Du wirst nie mehr hier durch kommen, deine Jacke in diese Garderobe hängen und fröhlich rufen „Ich bin wieder zurück! Hast du schon das Abendessen vorbereitet?“

And I wonder if I ever cross your mind.
For me it happens all the time.


Wenn du deinen Anrufbeantworter abhörst, wirst du dich überhaupt an mich erinnern? Oder bin ich dir mittlerweile egal geworden?
Wann immer ich einen Anruf bekomme, hoffe ich, dass du es bist. Und das, seit ich mich von ihm getrennt habe. Weißt du, ich habe es für dich getan. Und immer noch hoffe ich, dass ich dich eines Tages treffen werde. Ich hoffe, dass alles wieder gut wird....

It’s a quarter after one, I’m a little drunk,
And I need you now.


Es ist bereits viertel nach eins. In der Zwischenzeit wurden aus dem einen Glas mehrere. Ich kann nicht mehr klar denken, doch in der Hoffnung, dass du mich hörst und rettest, flüstere ich immer wieder deinen Namen.
„Tsumugi...“
Ich denke, ich sollte weinen. Aber ich habe all meine Tränen verbraucht. Ob ich wohl darin ertrinken werde? Wenn ja, wirst du dann kommen und mich retten?
Tsumugi, ich brauche dich so sehr!

Said I wouldn’t call but I lost all control and I need you now.
And I don’t know how I can do without, I just need you now.


Ein weiteres Mal greife ich nach dem Telefon. Wieder wähle ich deine Nummer und wieder meldet sich nur der Anrufbeantworter.
„Tsumugi, ich ertrinke. Bitte hilf mir. Ich weiß nicht, wie ich ohne dich leben soll. Bitte komm schnell. Ich weiß nicht, wie lange ich noch warten kann...“ Dieses Mal muss ich nicht weinen, jedoch ist meine Stimme leise und flehend. Ich verstehe mich selbst kaum, da ich die Wörter nicht mehr richtig aussprechen kann. Aber was soll’s.

Yes I’d rather hurt than feel nothing at all.

“Es ist besser, wenn es weh tut, als würde ich gar nichts empfinden, nicht wahr?“, sage ich zu dem Anrufbeantworter. Ich erhalte keine Antwort. Das hat doch alles keinen Sinn mehr. Ich werde einfach auf ewig mit dem Schmerz leben müssen.

It’s a quarter after one, I’m all alone and I need you now.
And I said I wouldn’t call but I’m a little drunk and I need you now.
And I don’t know how I can do without, I just need you now.


War ich jemals einsamer als heute? Ich krabbele auf allen Vieren zur Tür. War da jemand im Hausflur? Bist du es, Tsumugi? Aber wer würde schon nachts um viertel nach eins ein jämmerliches Häufchen Elend wie mich besuchen? Ich offne die Wohnungstür einen Spalt. Da ist niemand. Kraftlos sinke ich wieder zusammen und rolle mich ein.
Plötzlich höre ich, wie das Telefon klingelt. Das ist nur Einbildung. Der Alkohol hat alles nur noch schlimmer gemacht. Wie soll ich denn diese Nacht nur überstehen? Ohne dich?
Das Telefon gibt keine Ruhe. Ich presse meine Handflächen gegen meine Ohren, denn ich will, dass es aufhört. Mir wird kalt. Die Tür steht immer noch einen Spalt offen. Und sie öffnet sich immer weiter.

I just need you now.
Oh baby I need you now.


Das ist das Ende. Ich bin verrückt geworden. Wenn du doch nur hier wärst, um mich in die Realität zurückzuholen.

„Tsumugi, ich brauche dich doch!“
„Keine Sorge, ich bin doch jetzt da“, antwortet eine Stimme. Und dann spüre ich Wärme.

Ich bin verzweifelt.
Das kann niemals wahr werden.
Niemals.

...

Oder?
 
 
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