Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Du kennst mich oder doch nicht?

GeschichteDrama, Familie / P12 / Gen
Dante Vale Lok Lambert Metz Sophie Casterwill Zhalia Moon
09.08.2011
07.04.2013
3
2.254
 
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
09.08.2011 863
 
Wen das Lied interresiert, das ist "Welcome to my Life" von Simple Plan

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

„Sag mal Dante wer war den das?“ fragt Lok während er eine Mülltonne wieder an ihren Platz stellt.

„Ich weiß es nicht.“ meint der Rothaarige und kratzt sich am Kopf. Langsam geht er zurück ins Haus, um sich dort etwas hinzulegen. Nachdem Lok und Sophie den Platz aufgeräumt haben, gehen sie ebenfalls ins Haus. Während Sophie sich mit einem kniffligen Puzzle beschäftigt, ließt Lok lieber im Tagebuch seines Vater.

Zur gleichen Zeit am Flughafen in Venedig

„Was kann ich für sie tun?“ die Stewardess lächelt mich freundlich an.

„Ich wollte fragen wann der nächste Flug nach Deutschland geht und ob dort noch ein Platz frei ist!“

„Einen Moment ich schaue kurz nach.“ meint sie und widmet sich ihrem Computer in den sie ein paar Zahlen eingibt. „ Der nächste Flug nach Deutschland geht in einer Stunde und es ist sogar noch ein Platz frei. Soll ich ihnen diesen Platz buchen?“

„Ja vielen Dank.“ Ich lege ihr meinen Personalausweis und 100 Euro hin.

Sie bucht den Flug für mich und sagt mir das Gate wo ich einsteigen muss. Aber vorher muss ich noch durch die Sicherheitskontrolle durch. Nachdem das geschafft ist sitze ich endlich im Flugzeug. Ich lehne mich zurück und entspanne mich. Plötzlich vibriert etwas in meiner Hosentasche.
// Oh man mein Handy!// Ich hole es aus meiner Tasche und klappe es auf. Unbekannte Nummer prangt in Fett Buchstaben auf dem Display. Ich drücke auf die grüne Taste und halte es mir ans Ohr.

„Melina?“

Ich lege sofort auf. Ich kann nicht mit ihm reden. Wie versteinert sitze ich da bis mich eine Stewardess freundlich an der Schulter rüttelt und mich darauf aufmerksam macht, dass die Sitzgurte anzulegen sind. Ich lege ihn an und stöpsle mir die Kopfhörer meines MP3-Players in die Ohren. Langsam versinke ich in einem Lied.

Do you ever feel like breaking down?
Do you ever feel out of place, like somehow you just don´t belong and no one understands you?
Dou you ever want to run away?
Do you lock yourself in your room
with the radio on turn up so loud that no one hears your screaming?

Ich schaue aus dem Fenster und ehe ich mich versehe bin ich eingeschlafen. Ich habe einen Traum...
Es fühlt sich an als würde ich meinen Körper verlassen und mich auf eine Zeitreise begeben. Ich wache auf. Doch ich bin nicht mehr im Flugzeug, sondern in einem schlichten aus Holz gefertigtem großen mit rotem Bettzeug bezogenen Bett. Langsam stehe ich auf und sehe mich im Zimmer um. Außer diesem Bett steht noch ein anderes Bett im Zimmer. Ich erinnere mich nicht an dieses Zimmer. Ich bewege mich in Richtung Tür, als ich an einer Schminkommode mit großem runden Spiegel vorbeilaufe. Es ist nur ein flüchtiger Blick in den Spiegel, aber dennoch entgleisen mir alle Gesichtszüge. Es ist nicht mein Gesicht was ich im Spiegel sehe. Nunja genau genommen ist es schon meins, nur das dieses Gesicht zu meiner jüngeren Version gehört. Noch einmal schaue ich in den Spiegel. Ja es handelt sich eindeutig um mich als Kind. Plötzlich klopft es an die Tür.
„Melina, bist du fertig?“ fragt eine freundliche Frauenstimme hinter der Tür.

Als ich jedoch nicht antworte, öffnet sich die Tür und eine junge Frau mit dunkelbraunen mittellangen Haaren streckt ihren Kopf durch die Tür. Ihre blauen Augen mustern mich.

„Melina, warum gibst du mir den keine Antwort?“

„Tut mir leid Mama.“ ohne das ich es wollte hatte ich der jungen Frau geantwortet. Wie hatte ich sie gleich noch genannt, genau Mama. Wieso nannte ich diese Frau Mama?

Vom Flur her drang durch die nun geöffnete Tür wieder die Stimme der jungen Frau die ich  Mama genannt hatte, nur mit dem Unterschied das sie jetzt leicht gereitzt klang.

„Melina komm jetzt endlich runter, wir müssen los!“

Ich ging zu “Mama“ und bekam von ihr einen Mantel und eine kleine Tasche in die Hand gedrückt.

„Zieh den Mantel an, denn es ist kalt draußen und in der Tasche ist ein Buch falls du dich langweilen solltest.“

Ohne Wiederworte zog ich den Mantel an und hängte mir die Tasche um. Langsam öffnete “Mama“ die eichenholzfarbene Haustür und trat mit mir an der Hand, die sie inzwischen ergriffen hatte hinaus. Die Kälte überraschte mich und ließ mich für einen Moment zittern. In diesem  Moment setzte der Schnee ein. Es waren kleine weiße Flocken, die wie es schien vor meinen Augen tanzten, bevor sie langsam zu Boden segelten. Ich ging mit der jungen Frau zu einem schwarzen Auto, in dem sie mich auf den Rücksitz setzte und mich anschnallte. Sie stieg vorne ein und wir fuhren los. Nach einiger Zeit stellte ich ihr endlich die Frage die mir schon die ganze Zeit auf der Zunge brannte,

„Wohin fahren wir eigentlich?“

„Ach Melina, Hast du das etwa schon wieder vergessen? Wir fahren ins Waisenhaus."

Ich war verwirrt.

//Warum fuhren wir in ein Waisenhaus? Wenn ich das richtig einschätze dann war das doch meine Mutter, oder?"

Die restliche Autofahrt sagte keine von uns beiden ein Wort. Die Außenwelt rauschte an uns vorbei, ohne das sie richtig war genommen wurde.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast