Was ich dir nie sagen werde können...

von Darayada
GeschichteRomanze / P12
08.08.2011
08.08.2011
1
708
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
08.08.2011 708
 
Da es mich ziemlich fertiggemacht hat, dass Larry gestorben ist, bevor er mit Renee zusammen kommen konnte, hier meine Fanfiktion... ^^ Viel Spass beim Lesen ^^
Glg Daryada

Was ich dir nie sagen werde können...

Als sie den Raum betrat, setzte ihr Herz einen Moment aus. Dort lag er. Dieses Mal wirklich tot.
Die Ärzte hatten ihr erklärt, dass er noch gelebt hatte, doch sein Puls war zu schwach gewesen, als dass ihn Renee zuvor hätte fühlen können. Ihn nach dem kurzen Aufflackern der Hoffnung noch einmal zu verlieren, verkraftete sie nur schwer.
Erst vor gut zehn Minuten hatten die Ärzte Larry Moss endgültig für tot erklärt.
Langsam näherte sie sich seiner Leiche. Wäre sie wenige Augenblicke früher gekommen, hätte sie sich noch verabschieden können…
Sie nahm seine Hand, obwohl sie wusste, dass es sinnlos war, als ihr Blick auf einen Umschlag auf dem Boden fiel. Zögerlich hob sie ihn auf und stellte überrascht fest, dass ihr Name darauf stand: Renee Walker.
Vorsichtig öffnete sie den Umschlag und las dessen Inhalt:

Hier liege ich nun. Ich spüre die Kälte, die sich von meinen Wunden aus in meinem ganzen Körper verbreitet. Ich habe nicht mehr viel Zeit, du haltest mich schliesslich schon für tot. Ich verüble es dir nicht, mein Puls ist schwach.
Und doch liege ich hier, umgeben von Ärzten, die vergeblich Versuchen, mein Leben zu retten, wissend, dass du in eben diesem Moment deines riskierst, für Gründe, die wir in den letzten Stunden mehrmals hinterfragen mussten, und schreibe diesen Brief – nur für dich und meinen Seelenfrieden. Ich kann nicht gehen, ohne dass du es weisst.
Es scheint mir unfreiwillig komisch, wie lächerlich und unbedeutend dieser Brief auf dich wirken muss, angesichts der Gefahr, von der unser Land gerade bedroht wird. Aber was ist schon von Bedeutung, wenn man dem Tod gegenübersteht?
Die letzen Momente meines Lebens, und das einzige, an das ich noch denken kann, bist du. Ich fürchte um dein Leben, während ich mich frage, ob du um mich trauern wirst.
Es tut mir Leid, dass ich vom Thema abschweife, ich merke langsam, wie das Morphium meinen Geist vernebelt, es tut mir Leid, dass ich dich so unvorbereitet damit konfrontiere und weiss, dass du Verständnis für die verwirrten, aber aufrichtigen.
Ich kann es nicht mehr mit Bestimmtheit sagen, aber ich glaube, schon vom ersten Moment an.
Ich wollte es dir sagen, schon so lange, doch ich traute mich nicht, ich war feige und fürchtete mich davor, von dir abgelehnt zu werden. Als ich heute Morgen geglaubt hatte du seist tot, ich hätte dich für immer verloren, entführt und getötet von Jack Bauer… Ich kann und will nicht beschreiben, will mich nicht daran erinnern wie ich mich gefühlt habe.
Stattdessen frage ich mich, ob alles anders gekommen wäre, hätte ich es dir gesagt, hättest du es gewusst.
Hättest du meine Liebe erwidert? Hätten wir geheiratet? Hätten wir gemeinsame Kinder und hätten wir denen zu liebe beim FBI aufgehört? Und hätten wir dann die heutigen Geschehnisse im Fernsehen verfolgt, froh, nicht selbst darin verwickelt zu sein?
Oder wenn wir beim FBI geblieben wären, hättest du meine Anweisungen heute befolgt und nicht auf Jack gehört?
Oder hätte ich deine Einwände jeweils ernster genommen, und nichts von alldem heute wäre passiert?
Doch nun bringt es nichts mehr, darüber nachzudenken, denn ich habe es dir nie gesagt, ich werde es dir nie sagen können…
Sie Krise ist vorbei, dank dir und Jack ist unser Land wieder sicher.
Es wird nichts ändern, du wirst immer noch wütend sein, aber du sollst wissen, wie Leid mir die Suspendierung tut, wie es mich innerlich zerrissen hat.
Ich war eifersüchtig. Eifersüchtig darauf, wie du Jack schon nach noch nicht mal einem Tag mehr lieben konntest, als mich in all den Jahren, in denen wir zusammengearbeitet haben. Ich mache dir keinen Vorwurf deswegen. Neben einem Mann wie Jack, gut trainiert und immer wissend, was zu tun ist, habe ich bei einer Frau wie dir keine Chance. Und doch liebe ich dich, mehr als mein eigenes Leben.
Ich hoffe, Renee, du nimmst mir diesen Brief nicht übel. Ich musste wissen, dass du es erfahren wirst.

Ich liebe dich, immer
Larry

Ihre Tränen schlugen zeitgleich mit dem Brief am Boden auf. „Ich liebe dich auch“, flüsterte sie.
Review schreiben