Zeit zum Leben

GeschichteDrama, Romanze / P18
Nana Komatsu Nana Osaki Nobuo Terashima Ren Honjo Takumi Ichinose Yasushi Takagi
07.08.2011
25.07.2017
17
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Es war merklich kälter geworden. Der Wind pfiff mir ins Gesicht und ich zog mir den Schal noch etwas enger um den Hals. Wenn ich gewusst hätte, dass das Wetter so eklig ist, wäre ich sicherlich mit der U-Bahn gefahren, doch nun hatte ich, wenn auch halb erfroren, mein Ziel fast erreicht. Ich überquerte die Straße und befand mich nun direkt vor dem Eingang des Studios. Hier nahm Ren also gerade mit seiner Band Trapnest sein neues Album auf. Ich hatte Ren zwei Jahre lang nicht gesehen, das letzte Mal bevor er nach Tokyo gegangen war. Ironie des Schicksals, denn nun war ich schließlich auch hier gelandet. Vor ein paar Tagen überraschte mich sein Anruf gerade bei einer eigenen Probe...

Ich (gestresst wirkend): Ja, hallo?
Ren: Hey, störe ich dich gerade bei irgendwas, du klingst so genervt?!
Ich: Ich glaub´s nicht wer ist denn da gerade von den Toten auferstanden?!
Ren: Könnte ich dich auch fragen…schließlich hast du dich genau so wenig bei mir gemeldet.
Ich: …
Ren: Wie auch immer…eigentlich wollte ich dich fragen, ob wir uns nicht mal wieder treffen
       Wollen in nächster Zeit, bisschen über alte Zeiten quatschen…
Ich: (lacht) Termin, Datum, Uhrzeit?
Ren: Montag, gegen 5 in den S.A.D.-Studios?! Wir nehmen da gerade unsere neue Platte auf
       Wenn du möchtest, kannst du bisschen zuhören und wir können danach was trinken
       gehen. Die Adresse simse ich dir noch mal nach.
Ich: Klingt nicht schlecht, ok…dann bis Montag, ich freue mich…
Ren: Ok, dann…bis dann…Bye.


So eine Einladung konnte ich doch nicht ausschlagen. „Mal sehen, was Ren in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat“ dachte ich mir und öffnete die Tür zu den Studios. Ich gelangte in eine luxuriös wirkende Eingangshalle, die hell erleuchtet war. Im nächsten Augenblick fiel mir ein Herr in einem schwarzen Anzug ins Auge, der hinter einer Art Tresen stand. Er schaute mich wortlos an und in mir keimte das Gefühl auf, irgendetwas sagen zu müssen. „Ähhm…“- setzte ich an. Doch schon in der nächsten Sekunde war der Herr hinter dem Tresen hervorgetreten und begann zu sprechen. „Sie sind, nehme ich an, Reiko Watanabe-san?“ Stumm nickte ich. Was ging hier vor sich? „ Honjō-san  informierte mich bereits darüber, dass Sie kommen würden. Darf ich Sie in den Aufnahmenraum führen?“ Ich nickte abermals und folgte dem Herrn. Nach einer Minute waren wir vor der richtigen Tür angekommen und der Rezeptionist ließ mich nach einer, meiner Meinung nach übertriebenen Verbeugung, alleine. Ich atmete ein Mal tief durch und klopfte dann. Nach einigen Sekunden öffnete sich die Tür und ein schlechtgelaunter Takumi blickte mir entgegen. In dem Moment, in dem er erfasst hatte, wer da vor ihm stand, klappte ihm die Kinnlade herunter. „Du…hier?“ Ich musste grinsen, „Takumi, hat dir immer noch niemand beigebracht ganze Sätze zu sprechen?“ Natürlich meinte ich das nur als Scherz und das wusste er. In dem Moment fiel mein Blick auf Ren. Er hatte sich gar nicht verändert. Viele hielten ihn für arrogant, doch das war er ganz und gar nicht. Er sah mich an, zog ein letztes Mal an seiner Zigarette, bevor er sie in einem, schon übervollem Aschenbecher ausdrückte. Wir bewegten uns gleichzeitig aufeinander zu und streckten synchron die Arme aus. Die Anderen mussten gedacht haben, wir wären zwei kleine Kinder. Wir fielen uns in die Arme und drehten uns. „Schön dich mal wieder zusehen“ sagte Ren zu mir „Du siehst gut aus“ fügte er hinzu, als er mich näher betrachtete. „ Nett von dir, du hast dich überhaupt nicht verändert“ lachte ich. „Was geht denn hier eigentlich ab?!“ unterbrach uns nun Naoki, der gerade seine Drumsticks wieder aufhob, die ihm bei meinem Anblick heruntergefallen waren. „Ren hat mich eingeladen, ich hab die Einladung angenommen und nun bin ich hier, mehr gibt´s da eigentlich auch nicht zu erzählen“ sagte ich ihm zugewandt. „Stimmt Leute, ich dachte wir gehen nach den Aufnahmen noch etwas zusammen trinken.“ „Ich liebe diese Überraschungen“ sagte Takumi trocken. „Ich kann nicht mitkommen“ sagte Reira. „Ich habe noch einen Fototermin“ Ich drehte mich zu den anderen „Aber ihr anderen kommt doch mit, oder?“ „Klar bin ich dabei, so was lass ich mir doch nicht entgehen“ rief Naoki mit Begeisterung. „Takumi?“ ich sah ihn an. Er hatte die Stirn in Falten gelegt. „Naja was soll´s , das wird hier eh nichts mehr so wie´s aussieht“ Er schaltete das Mischpult ab, nahm sein Handy und verließ den Raum. Auch die Anderen machten sich fertig zum gehen. Ren nahm ebenfalls sein Handy zur Hand und hielt es sich ans Ohr. „Wen er jetzt wohl anruft?“ dachte ich verwundert. „Ja, hier Ren. Haben du und Nobu nicht Lust noch etwas  Trinken zu gehen?!“ Ich blickte Ren stirnrunzelnd an. Was hatte er vor? „Super, dann treffen wir uns dort. Bis gleich!“ Er legte auf. Ich schaute in weiterhin fragend an. „Ich habe nur noch zwei Freunde eingeladen, die ich dir gerne vorstellen würde“. Was sollte das, wir sahen uns nach zwei Jahren das erste Mal wieder und er hatte nichts Dringenderes zu tun, als mich seinen Freunden vorzustellen. Warum tat er das? In jedem Fall hatte ich mir das alles etwas anders vorgestellt, doch ich sagte nichts und folgte ihm nach draußen. Ich würde ja sehen, wohin der Abend heute noch führen würde.

Ich hoffe das erste Kapitel hat euch gefallen, auch wenn noch nicht so wahnsinnig viel passiert ist, ich verspreche das kommt noch ^^. Ich denke, das 2. Kapitel werde ich heute Abend noch anfangen und dann morgen Abend online stellen
Seid doch so nett und schreibt mir Kommis
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