... und alles bleibt anders

von 7slash20
GeschichteRomanze / P18 Slash
1. FC Köln Die deutsche Nationalmannschaft
06.08.2011
03.09.2011
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Das erste Kapitel gibt's bei MissTaxas und ja, Ihr solltet es lesen, BEVOR Ihr das hier lest ;)

Lesen könnt Ihr es hier: http://www.fanfiktion.de/s/4e29f61100016ae406d00fa2/2

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Oh Gott, ja, an die Nacht, die alles verändert hat, kann Mario sich erinnern.
Er frischt die Erinnerung oft genug auf.

Es war ihre letzte Nacht auf Mykonos gewesen und sie wollten es noch mal richtig krachen lassen – auf Michas Art.
So, wie sie es in den 13 Tagen davor auch jede Nacht hatten krachen lassen. Clubbing, zwei Kerle klarmachen, Micha nahm seinen mit ins Schlafzimmer, Mario seinen mit auf die riesige Schlafcouch im Wohnzimmer.
Jede Nacht hörte Mario Micha nebenan flüstern und keuchen, hörte Michas Gespielen seufzen, stöhnen; einer hat sogar geschrien, als er gekommen ist.



Marios Hand streicht über seinen Bauch, tiefer, fährt kurz unter den Frottee, seine Fingernägel kratzen sanft über seine Haut. Er beisst auf seine Lippe, spürt, wie sein Schwanz sich aufrichtet, löst den Knoten des Handtuchs.


Und mit jedem Abend, mit jedem weiteren Mann, der mit Micha durch die Schlafzimmertür verschwand, hatte Mario weniger Lust. Weniger Lust auf diesen Urlaub, auf die Kerle, die er abschleppte, auf Micha.
Er beschwerte sich nicht, so war der Plan gewesen und er wollte Micha ja auch nicht den Urlaub versauen… aber es war einfach nicht sein Ding.
Okay, Micha hatte ihm das vorher gesagt. Mykonos das war Sonne, Retsina und die geilsten Typen des Mittelmeerraumes – jede Nacht einen anderen. Aus Michas Mund hatte es gut geklungen… Keine Reue, keine Verpflichtung, keine Angst aufzufliegen. Spaß haben, sich ausprobieren, sich abreagieren.
Micha tat genau das: Er hatte Spaß, reagierte sich jede Nacht an einem anderen ab, ohne Reue, ohne Verpflichtung.
No apologies, no regrets.

Mario hatte gedacht, es könne ihm gefallen, irgendwie, aber nach zwei Nächten wusste er es besser: Er wollte nicht wahllos, wollte nicht so viele verschiedene Typen, nicht jeden Abend das gleiche seichte Gequatsche, dieselben selbstverliebten Typen, dieselben beats und das Stroboskop-Geflacker im Club.
Mario zählte heimlich die Tage bis zum Abflug.
Irgendwie hatte er gehofft, der letzte Abend würde anders werden als die anderen. Vielleicht könnten sie nach dem Nachmittag am Strand essen gehen, vielleicht ein bisschen spazieren gehen, barfuss durch den noch warmen Sand schlendern, bei einem Bier den Sonnenuntergang ansehen, einfach n ruhigen machen.

Aber schon nachmittags am Strand redete Micha vom Club, von diesem großen, breitschultrigen Typen, mit dem er sich locker für den Abend verabredet hatte…
Mario drehte sich auf den Bauch, bettete den Kopf auf die verschränkten Hände und schloss die Augen.
Morgen, dachte er, morgen fliegen wir zurück. Endlich.

Im Hotel hat er unter der Dusche getrödelt, sich in Seelenruhe noch mal rasiert, dabei kurz überlegt, Kopfschmerzen vorzuschieben, Micha allein weggehen zu lassen und den Abend im Bett mit ein paar Bieren und einer Tüte Chips vor der Glotze zu beschließen.
Er könnte sich nen Porno ansehen, sich einen runterholen, dabei an Lukas denken… oder vielleicht an Michas raues Stöhnen, an seine geflüsterten Worte, wenn er seine Kerle hinterher zur Türe brachte und dachte, Mario würde schon schlafen… Er könnte sich ausmalen, wie es wäre, wenn Micha danach nicht ins Schlafzimmer schleichen würde, sondern…
Mario spürte, wie sein Schwanz sich regte und schloss die Augen und die Hand um seinen Schaft.
Er zuckte zurück, als Micha an die Tür hämmerte. „Mach doch ma hinne, Mario, wie lange brauchst du denn?“
„Komm sofort“, rief Mario und ließ sich seufzend los.
Er fuhr sich mit den Fingern durch die nassen Haare, wickelte sich ein Handtuch um die Hüfte, grinste sich im Spiegel breit an, fand sich überzeugend und öffnete schließlich die Tür.

Micha stand mitten im Wohnzimmer ihrer Suite und – sah einfach super aus.
Sandfarbene Hose, schwarzes Hemd, so weit offen, dass Mario ziemlich viel Haut sehen konnte, glatte, sonnenverwöhnte Haut. Die Ärmel hochgekrempelt, so dass er Michas haarige Unterarme sehen konnte. Sich plötzlich wünschte, den dunklen Flaum zu berühren.


Mario schluckt. Er hört Michas leises Keuchen; Micha gibt sich keine Mühe, es zu unterdrücken, dreht nicht den Kopf weg, hält nicht das Handymikro zu – er will, dass Mario weiß, dass er wichst. Woran er dabei denkt. Dass es gut ist.
Michas Stimme ist rau, heiser, geil.
„Ja, du wolltest ins Schlafzimmer verschwinden, um dich anzuziehen, hast gesagt-"


„Gib mir fünf Minuten“, sagte er und wollte an Micha vorbei ins Schlafzimmer.
„Wieso fünf Minuten? Wenn du willst…“ Micha starrte Mario an, leckte sich die Lippen und fügte hinzu: “Wenn du willst, haben wir die ganze Nacht.“
Ein Scherz, er macht einen Witz, war Mario durch den Kopf geschossen, zusammen mit einer Menge Blut, die sein Gesicht heiß werden ließ und seinen Schwanz hart machte, der verarscht dich!
Bleib cool, schieb ihn einfach zur Seite, alles ganz easy, ihr seid Kumpels, hör dir halt ein letztes Mal sein Stöhnen an, das Gestöhne, dass er dem anderen entlockt, wenn er ihn…

Micha kam einen Schritt näher, noch einen, kam ihm so nah, dass Mario Micha riechen konnte, warme Haut und Apres Sun Lotion und After Shave und Mario sah ihm in die Augen, und da war kein Spott, kein Funkeln, das nach Verarsche  aussah. Da war nur Wärme und die Frage und vielleicht ein bisschen Unsicherheit.
Mario schluckte.
„-“
Sein Mund war offen, seine Lippen bewegten sich, aber er brachte keinen Laut heraus. Er räusperte sich.
„Was?“, flüsterte er.

Micha trat hinter ihn, Mario spürte seinen großen Körper hinter sich, als er sich zu ihm beugte, ihm so nah kam, dass Mario seine Wärme fühlen und die Zahnpasta in seinem Atem riechen konnte, als er raunte: „Ich… ich will dich küssen…“
Micha legte den Kopf schief und sah ihn an, wartete auf Marios Antwort. Ließ seine Lippen über Marios Hals streifen, „...du?“
Mario traute seiner Stimme nicht, also nickte er nur.
Michas Lippen waren warm und weich und Mario musste nur ganz kurz daran denken, wie viele Kerle er damit in den vergangenen 13 Tagen geküsst – verwöhnt – hatte… aber dann leckte Micha sanft über Marios Lippen und seine eine Hand wanderte in Marios Nacken und die andere über seine Seite, die Finger berührten das Handtuch, Michas Zunge öffnete Marios Mund, stieß sanft in ihn.
Mario keuchte.
Scheiße, konnte der küssen.
Michas Finger lockerten das Handtuch; Mario spürte, wie es auf seine Füße fiel, küsste Micha tiefer, leidenschaftlicher. Spürte Michas Hand an seiner Hüfte, seiner Backe, an seiner Leiste, seinem-
Mario stieß ein überraschtes Ächzen aus, als Michas große Hand sich um seinen Schwanz schloss, ihn sanft unerwartet sanft streichelte, die Vorhaut vor und zurückschob.
Himmel, diese Hand…
Mario stöhnte in Michas Mund.


Micha stöhnt jetzt lauter; Marios Hand schiebt das Handtuch zur Seite, schaut auf seinen Schwanz, denkt, Micha hat mich so gesehen, Micha denkt gerade an mich, während er sich einen runterholt.
Mario schließt die Augen und seine Hand um seinen Ständer.


„Lass uns hierbleiben“, wisperte Micha.
Ja, ja, natürlich, unbedingt.
Marios Hände wanderten über Michas Oberarme, seine Schultern, seinen Rücken hinunter. Packten seine Backen und pressten Michas Becken gegen seins.
„Bett?“, raunte Micha, „bitte…“
Ja, ja, oh Gott, „Ja.“
Micha schob Mario rückwärts ins Schlafzimmer, manövrierte ihn zum Bett, während Mario die Hemdknöpfe öffnete und Micha das Hemd über die Schultern schob, mit den Handflächen über die weiche Haut fuhr. Er spürte die aufgerichteten Brustwarzen, strich mit den Fingerspitzen darüber, fühlte Michas Seufzen an seinen Lippen mehr als dass er es hörte, spürte die harte Beule in Michas Hose, die der langsam –aufreizend- an Marios Oberschenkel rieb.
„Micha… was…?“
Mario sah Micha an.

Michas Lippen waren geöffnet, rot und feucht.
Seine Hand strich über Marios Wange.
„Hast du noch nie daran gedacht?“
„Mit dir?“ Mario schnaubte kurz.
Micha sah ihn lächelnd an und Mario konnte immer noch nichts an ihm entdecken, was nach Verarsche aussah.
„Ich hab schon ein paar Mal dran gedacht, es mit dir zu tun…“, sagte Micha leise. „Hab’s mir vorgestellt…“
Seine Lippen streiften Marios Wange, dann sein Ohr.
„Ich stell’s mir unglaublich vor mit dir, Mario…“
Mario spürte, wie sich die Haare an seinen Unterarmen aufrichteten. Wie Michas große Hände darüber strichen, es auch fühlten, unsichtbare Muster auf Marios Haut zeichneten.

Ja, er hat auch dran gedacht, 12 Tage und 13 Nächte lang quasi non-stop.
Jede Nacht, wenn sein Kerl schon längst aus seinem Bett und dem Hotel verschwunden war, hatte er gehört, wie Micha im Nebenzimmer einen anderen glücklich machte. Mario lag da, die Hände im Nacken verschränkt, den Blick an die Decke gerichtet und stellte sich vor, Micha täte – was immer er nebenan tat- mit ihm.
Stellte sich die großen Hände auf seinem Körper vor, Michas Lippen, Michas Schwanz.

„Doch“, flüsterte er in Michas Haare, „ich hab auch dran gedacht…“
Micha zog Mario mit sich aufs Bett, küsste die kleine Kuhle zwischen Marios Schlüsselbeinen, leckte über seine rechte Brustwarze, saugte an der weichen Haut der Leiste und
aaahhhhhhhh
nahm Marios Spitze in den Mund. Saugte, leckte daran.
Schob mit seinen großen Händen Marios Schenkel auseinander, kniete sich dazwischen.
„Lass es uns tun…“ Michas Stimme war rau und heiser. Seine Finger fuhren über Marios steifen Schwanz, seine Eier, die Innenseiten seiner Oberschenkel, er sah ihn so intensiv an, und Marios Wangen wurden heiß, als er flüsterte: „Wow, du bist genauso schön, wie ich dich mir vorgestellt hab, Mario…“
Er beugte sich zu ihm hinunter, küsste ihn, leckte seine Lippen.
„Ich möchte mit dir schlafen, Mario…“
Oh Gott, ja, jaa. „Ja.“
Michas Finger suchten sich einen Weg in Marios Mund.
Er raunte: „Lutsch sie. Mach sie richtig nass.“

„-o-ent-al“, machte Mario und zog Michas Finger aus seinem Mund. „Ich lieg nie unten.“
„Ich auch nicht“, sagte Micha und setzte sich zwischen Marios Schenkeln auf die Fersen. „Was machen wir jetzt?“
Sie sahen sich an. Die Augen groß und dunkel, die Lippen geöffnet und feucht, der Atem flach und schnell. Ratlos. Abgekühlt.

Mario starrte auf Michas Schwanz.
„Schnick-Schnack-Schnuck?“
Micha schnaubte.
„Is nich dein Ernst…?!“
„Hast du ne bessere Idee?“
Mario starrte immer noch auf Michas Ständer.
„Und wenn wir nur-“, er schluckte, befeuchtete seine Lippen mit der Zunge, „wenn wir’s uns gegenseitig mit der Hand machen?“
Micha sah ihn ungläubig an. „Mit der Hand? Sonst nix?“
„Mit’m Mund?“
„Statt… richtig?“
„Leg du dich auf’n Rücken, dann bin ich dabei…“
Mario grinste und streckte die Hand nach Michas Schwanz aus, strich mit den Fingerspitzen über die glatte, heiße Haut.

Micha entzog sich ihm, stand auf und kramte in seiner Hosentasche. Als er zum Bett zurückkam, hielt er Mario eine Münze vors Gesicht.
„Gewinner liegt oben“, sagte er.
„Ist ja wohl nicht dein Ernst…“ Mario sah ihn fassungslos an.
„Absolut zulässige Entscheidungshilfe im Fußball. Münzwurfentscheid, Gomez, nie gehört?“
Micha grinste.

„Ich nehm Kopf“, sagte Mario bestimmt. „Und jetzt mach schon.“
Michas Daumen katapultierte die Münze in die Luft und ihre Augen folgten ihr.
Micha fing die Münze, schlug sie auf die linke Hand und verdeckte das Ergebnis mit der Rechten.
Sie sahen sich an.
Mario fühlte seinen schnellen Herzschlag, fühlte überdeutlich die Hitze seines Blutes.
„Ich freu mich auf dich“, raunte Micha und nahm die Hand weg.
„Zahl?!“ Mario klang fassungslos, selbst in seinen eigenen Ohren. Er war fassungslos.
Michas Grinsen wurde erst breiter, dann eindeutig lüstern.
„Mach die Beine breit“, flüsterte er und strich über Marios Oberschenkel.
Mario sah ihn an.
Micha beugte sich vor, drückte zwei Küsse auf Marios Mund.
„Keine Angst, ich bin vorsichtig.“
Mario runzelte die Stirn.
„Wirklich“, bekräftigte Micha und beugte sich über Marios Mitte.
Oh Gott, dachte Mario, als Michas Lippen sich um seine Eichel schlossen. Tief drinnen war er sicher, dass dieser Mund süchtig machte.
Er stöhnte.
„Oh Scheiße, Micha, du bist… das ist…“
Michas Zunge fuhr an Marios Schaft auf und ab, leckte ihn von der Wurzel bis zur Spitze, malte sanft feuchte, kühle Muster auf seine heiße Haut.

Wie aus großer Entfernung hörte Mario, wie Micha den Deckel der Gleitgeltube aufschnappen ließ und stellte die Beine auf.
Abmachung ist Abmachung. Spielschulden sind-
Er spürte Michas Finger an seinem Eingang, fühlte, wie Michas Finger seinen Anus umkreisten, wie sie in ihn eindrangen.
Micha war wirklich vorsichtig; er bewegte seine Finger langsam und sanft. Mario hätte nie gedacht, dass Micha so zärtlich war.
Micha ließ Marios Schwanz aus seinem Mund rutschen, legte sich halb auf und halb neben ihn, rieb sich an Marios Ständer. Biss sich auf die Unterlippe, während er Mario langsam mit den Fingern fickte.

„Du fühlst dich so wahnsinnig gut an“, stöhnte er. „Es macht mich so geil, dich so zu berühren. Fühlst du das?“
Micha rieb seinen Schwanz härter an Mario. Küsste Mario tief und süß, dann keuchte er: „Fühlst du, wie geil ich auf dich bin?“
Mario nickte. Er war ziemlich sicher, dass kohärente Sprache derzeit nicht im Bereich seiner Möglichkeiten lag. Michas Finger und das Gefühl seines Schwanzes
hart, heiß und an der Spitze nass von seinem Vorsaft
machten ihn so scharf, wie er es in diesem Urlaub noch nicht erlebt hatte.


Sie reden schon eine Weile nur noch in Halbsätzen. Michas Keuchen, sein Stöhnen sind beredt genug, er muss Mario nichts darüber erzählen, an was er gerade denkt, wie er das Handy zwischen Ohr und Schulter einklemmt, damit er beide Hände freihat.
Scheiße, die Vorstellung allein macht Marios Schwanz härter und lässt seine eigenen Bewegungen schneller werden.  


„Komm, Micha“, hörte er sich kehlig stöhnen und Micha ließ sich das nicht zweimal sagen, seine Finger verschwanden aus Marios Körper, er rollte sich auf ihn, fragte: „Bist du sicher?“
Mario nickte.
Ja, er war sicher. Er wollte Micha, wollte seinen Schwanz spüren, jetzt, hier.
„Dann dreh dich um.“
Micha richtete sich hinter ihm auf, kniete da mit einer - wie Mario beim Blick über die Schulter feststellte – beeindruckenden Erektion und wartete.
Mario hob sich auf Hände und Knie
Wie ein Hund, schoss ihm durch den Kopf.
Dann spürte er Michas große Hände, die seinen Rücken hinunter strichen, spürte, wie die Fingerspitzen über seine Backe, dann über seinen Eingang fuhren. Fühlte, wie die Finger sanft in ihn eindrangen, hörte sein eigenes raues Stöhnen, als die Finger seine Prostata berührten, als sie ihn langsam und tief fickten.
„Mein Gott, du siehst einfach unglaublich aus“, keuchte Micha.
Mario fühlte, wie sein Gesicht zu brennen begann, als er sah, dass Micha ihn nicht nur mit den Fingern fickte, sondern sich dabei zusah. Dass er zusah, wie seine Finger –schöne, lange, kräftige Finger- in Marios Körper verschwanden, ihn dehnten, sah, wie bereit Mario war.
Ja, er war bereit. Er wollte gefickt werden. Von Micha. Jetzt.
„Fick mich, Micha“, stöhnte er, „bitte, Micha, fick mich richtig.“
Mario hörte Michas Keuchen, ließ den Kopf hängen, sah Michas steifen Schwanz, seine schweren Eier, wollte beides fühlen, wollte fühlen, wie Micha seinen Schwanz in ihn schob, wollte hören, wie Michas Sack gegen seinen schweißnassen Hintern klatschte, wenn er ihn hart schnell tief fickte.
Er biss sich bei der Vorstellung auf die Unterlippe. Ja, er war bereit.
„Scheiße, Mario, bist du sicher?“ Michas Stimme war heiser.
Das fragte er jetzt?

Mario drehte den Kopf, sah Micha über die Schulter an. Sein Gesicht war gerötet, glänzte feucht und er sah einfach nur… unglaublich aus. Geil, sexy und genauso bereit wie Mario selbst.
Mario nickte.
„Scheiße, ich…“
„Nich reden“, keuchte Mario und konnte den Blick nicht von Michas Gesicht nehmen. „Ich will dich spüren.“
Micha stöhnte leise und zog seine Finger zurück.
Mario hörte das Knistern der Folie, das Aufreißen, dann Michas gepresste Atemzüge, als er sich das Gummi überrollte. Er spürte die Bewegung der Matratze, als Micha sich hinkniete, spreizte die Beine weiter, öffnete sich für Micha, wappnete sich, als Micha seine Spitze über seinen Eingang reiben ließ, biss sich auf die Unterlippe, als Micha in ihn eindrang.
Langsam. Ohne innezuhalten.
Irgendwann würde der Schmerz kommen, dachte Mario.
Oh Gott, Micha fickt mich. Er fickt mich wirklich.
Der Schmerz würde sicher bald kommen. Mario hielt vorsorglich den Atem an.
„Atme“, keuchte Micha hinter ihm. „Oh Gott, bitte… atme.“
Mario spürte seinen Atem auf der feuchten Haut seines Rückens, spürte Michas Hände an seiner Hüfte, federleicht, fühlte den harten Schwanz in sich, spürte, wie sein Körper nachgab, sich für Micha entspannte, ihn aufnahm, fühlte Michas Eier, kühl und groß an seinem Hintern. Hörte Micha seinen Namen flüstern, süß und beinahe ehrfürchtig. Fühlte keinen Schmerz.
Fühlte nur vollkommen und richtig und unglaublich gut und Michas Puls.
Michas Hände zogen ihn sanft an den Schultern rückwärts.
„Was?“, murmelte Mario, der unter keinen Umständen wollte, dass Micha seinen Schwanz jetzt irgendwo anders hinsteckte als da, wo er gerade war.
„Setz dich auf mich“, raunte Micha und trat eine Lawine von Bildern in Marios Kopf los.
Sein jetzt schon schweißnasser Rücken an Michas breiter Brust, Haut an Haut, Micha, der die Hände frei hatte, der ihn überall berühren konnte, dessen Hände ihn überall berühren würden...
Mario ließ sich widerstandslos rückwärts ziehen, bis er Michas Schenkel unter seinen fühlte. Er keuchte.
Scheiße, war das geil.

Micha schloss seine Arme um Michas Brustkorb, hielt ihn an seine Brust gedrückt, küsste Marios Nacken und fragte heiser: „Spürst du mich?“
Mario nickte fahrig.
Was für eine Frage. Dem Gefühl nach zu urteilen, berührte Michas Spitze jeden Moment Marios Herz.
Gott, war dieser Schwanz gut. So groß, so hart und so unfassbar gut in ihm.
Michas Mund liebkoste Marios Hals, fand die empfindliche Stelle hinter seinem Ohr, die Gänsehaut über seine Arme jagte, biss zärtlich in seine Halsbeuge, so dass Marios Kopf von ganz allein zur Seite fiel, seine Wange von ganz allein an Michas Wange rieb.
Michas Lippen streiften Marios Schläfe; er flüsterte: „Alles okay?“
Okay?
„Micha…“, seufzte Mario, „nicht reden…“
Micha biss in Marios Ohrläppchen, saugte dann sanft daran. Eine seiner Hände fuhr durch Marios Haare, zog seinen Kopf sanft nach hinten, ließ Mario seine Zähne an seinem Hals fühlen.
„Wehr dich nicht…“
Wie? Wehren? Gegen was?
Micha fasste Marios Handgelenke, spreizte seine Arme.
„So lassen“, murmelte er. „Wehr dich nicht.“
Michas Hände fuhren über Marios Oberkörper, strichen über seine Brust, seinen Bauch, drückten ihn sanft nach hinten, gegen seine eigene Brust.
„Lehn dich an mich…“
Mario ließ sich gegen Micha sinken, drehte den Kopf, spürte Michas Zunge an seinen Lippen, Michas Hände auf seinen Oberschenkeln, wie sie über seine Haut strichen, die empfindlichen Innenseiten liebkosten-
Mario hatte oft gesehen, wie sie den Ball fingen und festhielten, wie sie sich eisern darum schlossen, wie sie die Lederkugel packten
-und wer hätte gedacht wie zärtlich diese großen Hände sein konnten?

Michas Fingerspitzen kitzelten Marios Sack, ließen ihn zucken, ließen ihn Michas Schwanz deutlicher spüren. „Du fühlst dich so geil an“, stöhnte Micha. „Beweg dich…“
Mario spannte die Oberschenkel an, hob das Becken und senkte sich zurück auf Michas Schwanz.
„Oh ja, genau so.“
Michas eine Hand hielt Marios Eier, die andere umfasste seinen Schwanz. Sein Daumen strich über Marios Spitze.
„Du bist ganz nass“, keuchte er. Er schob Marios Vorhaut zurück, fuhr zärtlich über die empfindliche Eichel, „klatschnass und geil.“ Er küsste Marios Schulter. „So mag ich’s.“
Ob er das jedem seiner Kerle gesagt hat? dachte Mario. Ob er jeden so zärtlich angefasst hat? Ob jeder so auf seinem Schoss gesessen hat?
Ob sie es alle so genossen haben wie ich?

Mario stöhnte, hob und senkte sein Becken im Takt zu Michas Hand an seinem Schwanz. Spürte die Reibung, die Hitze, den Druck, fühlte Michas Atem, abgehackt, untermalt von Seufzern und tiefem Stöhnen.
Michas Schwanz drückte auf seine Prostata, jede Bewegung ließ sie beide aufstöhnen, Michas Hand an seinem Schwanz war glitschig, Marios Eier klein und hart unter Michas Fingern.


„…Ich bin“, Michas heisere Stimme lässt Mario aufkeuchen; er ist laut und es ist ihm egal, „so kurz davor...“
„Dann komm... ahh...“ Mario erkennt seine eigene Stimme nicht; er ist so erregt von dem, was Micha mit ihm gemacht hat, was Micha mit ihm macht, ist so bereit, „komm für mich. Mit mir.“


Er hörte Michas Stöhnen, spürte, wie sich Michas Schwanz schneller in ihn schob, als Kontrapunkt zu seinen eigenen Bewegungen, hörte –fühlte- wie das Blut, seine Gefühle, die Welt, das Universum sich in einem Punkt versammelten, hörte Micha seinen Namen stöhnen laut, so laut, spürte, wie er sich um Michas Schwanz zusammenzog, wie seine Beine zitterten, wie sein Blut wie Licht durch seinen Körper raste, wie alles um ihn dunkel und dann gleißend hell wurde, als er kam. In Michas Hand, mit Michas pumpendem, zuckendem Schwanz tief in ihm.
Er schrie.
Der Schrei ging in unartikuliertes Stöhnen über, dann in langgezogenes Keuchen und irgendwann verstand Mario, was er immer und immer wiederholte.
„Micha…“



Mario wischt sich mit dem Handtuch die Hände, den Bauch, den Schwanz ab, vorsichtig, er ist total überreizt, jede Berührung fährt wie ein kleiner Stromschlag durch seine Nerven.
„Und…“, fragt er, immer noch ein bisschen hinter Atem „… war Mykonos dieses Jahr auch so gut?“
Micha holt tief Luft, seufzt: „Nein. An diese Nacht kommt nichts dran.“

Mario hatte in den folgenden zwei Tagen oft an diese Nacht gedacht… jedes Mal, wenn er sich setzte oder aufstand. Danach nur noch manchmal; meist lag er dabei auf dem Rücken und hatte seinen Schwanz in der Hand.

Er weiß, warum er sich immer von Kollegen ferngehalten hat, okay, mal abgesehen von dem Kuss, den er mit Lukas geteilt hat, aber das war ne Jugendsünde, nix, was ihn –oder Lukas- nachhaltig belastet hätte.
Micha – das ist was ganz anderes.
Seit sie wieder in Deutschland sind, denkt Mario oft an Micha. Meistens verflucht er den Tag, an dem Micha seinen Vertrag mit dem FC Bayern aufgelöst hat, aber es gibt auch Tage, an denen er fast froh ist, ihm nicht täglich beim Training gegenübertreten zu müssen. Er ist nicht sicher, ob er ihn nicht früher oder später gegen die gekachelte Wand der Dusche drücken und ihn küssen würde, bis er –oder wahlweise Micha- ohnmächtig würde.

„Hey, eigentlich“, unterbricht Micha seinen Gedankengang, „eigentlich hab ich angerufen, damit du die anderen Queer-Staffeln zum Training der Natio mitnimmst…“

„Falls ich nominiert werde…“
„Haha“, macht Micha trocken, „auf der Bank sitzen darfst du alle Male, nä?“
Mario rollt die Augen. „Wem soll ich sie geben?“
„Lukas.“
„Podolski?“ Er kann die Verblüffung nicht aus seiner Stimme halten. „Ist der nicht…“
Ach nein, ist er nicht.
Mario lächelt, denkt kurz an Lukas’ weiche Lippen, an die kleinen Geräusche, die er gemacht hat, als Mario ihn geküsst hat… seine zweitliebste Wichs-Fantasie.
„Nein, das glaub ich nicht…“, sagt Micha und klingt nachdenklich. „Ich glaub, dem muss mal wer auf die Sprünge helfen…“
„Und das bist du?!“ Der Spott schmerzt. Möglicherweise nicht nur ihn.
„Unfug. Wieso denn ich? Obwohl…“ Micha klingt jetzt noch nachdenklicher.
Mario kann sich lebhaft vorstellen, was Micha gerade denkt.  
„Du Sack, Finger weg, während wir von Lukas reden.“
Ha, als ob du ihn nicht heiß fändest… ich wette, du holst dir einen runter und denkst dabei an ihn, daran, wie ihr euch geküsst habt...“
Ja, ja und ja, aber das muss Micha nicht wissen.
Er weiß es eh.
„Okay, ich pack sie ein. – Sonst noch was?“ Mario klingt –ist- ungehalten.
Als Micha nichts sagt, legt er auf.

Es ist so typisch, dass Micha immer und überall nur an Sex denkt.
Alle neun Sekunden…

Mykonos war nur Mechanik zur Druckminderung, Gelegenheit und der Austausch von Körperflüssigkeiten gewesen – mehr nicht.
No apologies. No regrets.
Mario erinnert sich mehrmals pro Woche daran.
Mehr nicht.

Marios Magen hatte sich schmerzhaft zusammen gezogen, als Micha im November beiläufig erzählt hat, dass er zur Winterpause nach Köln wechseln würde.
So begeistert davon, München den Rücken zu kehren. So… gleichgültig.
Es war seltsam gewesen, Micha wiederzusehen, auch wenn es nur Bilder in der Zeitung waren.
Und obwohl es sich schmerzhaft anfühlte, konnte Mario nicht genug Bilder sehen, Bilder von Micha im limonengrünen Trikot, mit dem Geißbock auf der Brust, Videoclips von Interviews auf der FC-Seite… wenn Hoeneß dahinterkäme, dass er die FC-App auf seinem iPhone hat… würde er ihn wegen Hochverrat feuern.
Naja, so weit würde selbst Hoeneß vermutlich nicht gehen, nicht nach den vielen Toren, die Mario geschossen hatte… schoss… aber ne saftige Zahlung in die Mannschaftskasse wär sicher fällig.
Und Himmel, es wär ihm scheißegal.

Sie telefonierten ab und zu… ein-, zweimal pro Woche, manchmal öfter.
Sie redeten übers Training, Mario gratulierte Micha zu den guten Spielen in der Rückrunde, sagte ihm, er soll es nicht zu ernst nehmen, wenn es nicht lief, es kommen wieder andere Zeiten.
Micha gratulierte Mario zu jedem Tor, machte sich über seine Frisur – die alte und die neue- lustig.
Fragte ihn am Ende der Saison, ob er wieder mitkommen würde nach Mykonos.
Sonne, Retsina, Spaß haben.
Mario hat geschluckt.
Hat dankend abgelehnt.
Hat Micha viel Spaß gewünscht.
Hat hart geschluckt, als Micha gesagt hat „Werd ich haben.“
Hat 14 schlaflose Nächte gehabt, während Micha weg war.
Hat sich mit Bildern und Erinnerungen gequält, hat an ihre gemeinsame Nacht gedacht und sich angefasst. Hat sich gestreichelt, hat sich zu den Bildern in seinem Kopf einen runtergeholt.
Hat versucht, den Mut aufzubringen, richtig mit Micha zu sprechen.
Darauf, dass er den Mut dafür findet, wartet er immer noch.
Mario seufzt und nimmt die Schuber mit den Queer as Folk-DVDs aus dem Regal, lässt seinen Blick über die Gesichter schweifen.
Wer wär er?
Brian? Sicher nicht.
Justin? Er lächelt. Nee, Justin ist er sicher auch nicht.
Ted? Emmett? Sein Mund verzieht sich zu einem Grinsen. Ach, du lieber Gott, hoffentlich nicht.
Michael? Oder Ben? Vielleicht. Er seufzt. Ja, vielleicht ist er am ehesten einer der beiden. Er ist auch jemand, der rumprobiert und festgestellt hat, dass einer viel besser ist als jeder.
Wenn es der Richtige ist.

Er lächelt, als er sein Handy rausholt und eine SMS tippt.
Hey Lukka, ich bring dir Michas DVDs nach Stuttgart mit, okay? Und falls du dich sorgst: Justin lebt. Mario.



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Das nächste Kapitel "Immer und überall" (Lukas) ab 12. August HIER:
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