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Wenn ihr wüsstet wie Böse ich bin...

GeschichteThriller / P18 / MaleSlash
03.08.2011
05.08.2011
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03.08.2011 1.745
 
Ich schlendere durch die dunklen Straßen, die Kopfhörer in meinen Ohren sind nervig aber ich Ignoriere es.
Ich höre meine Musik und betrachte mein Umfeld…
Wenn ich eins durch mich gelernt habe, dann das man einen Menschen niemals schnell beurteilen sollte, denn es gibt vieles was er verstecken könnte.
So einer bin ich.
Alle haben ein Positives Bild von mir, ich helfe jedem und bin auch immer freundlich.
Weinen würde ich niemals oder zugeben das es mir Scheiße geht.
Aber durch meine Dunkle Vergangenheit… Verfinstert sich meine Seele nach und nach.
Nun kommen wir zur Geschichte…
Alles begann dem Tod meiner Mutter.
Es war ein halbes Jahr vergangen und ich hatte inzwischen Prima gelernt auf eigenen Beinen zu stehen.
Es lief alles super, besser hätte es nie Laufen können.
In der Schule schrieb ich echt geile Noten, ich war beliebt und ein Mädchenschwarm.
Was wünschte sich ein Teenager denn mehr?
Nun ohne es zu wissen wurde ich immer merkwürdiger, aber ich lies mir nichts anmerken.
Nun da schlenderte ich durch die Straßen, meine Haare strahlten im Mondlicht, ich kam gerade vom Training…
Es war Sommer und so trug ich ein T-Shirt mit tiefem Ausschnitt, ich war gut Durchtrainiert und konnte ruhig mit meinem Körper angeben.
Ich ging zur Bushaltestelle und Entdeckte einen Jungen der mich musterte.
Cool und gelassen stellte ich mich da hin und schenkte ihm keine Beachtung, er aber starrte mich weiter an.
Es schien ihn zu ärgern das ich gut aussah und er nicht.
Ich wollte nur noch Hause und mich ausruhen…
Der Junge starrte mich weiter an wandte dann aber den Blick ab als der Bus kam.
Wir stiegen beide ein, er setzte sich zu einer Gruppe( Wahrscheinlich seine Familie).
Sie strahlten als sie ihn sahen und lächelten einander an.
Ich setzte mich etwas weiter hinter die Familie und beobachtete sie unauffällig.
Sie lachten und freuten sich, sie erzählten Witze und alberten Rum.
Die Eltern schienen den Jungen für was zu loben.
Für mich war das Merkwürdig.
Ich empfand diese Familie als unnormal.
Für mich war eine Normale Familie … was ist eine Normale Familie, kam es mir in den Sinn.
Ich dachte an meine.
Meine Mutter hatte insgesamt 3 Kinder gehabt, mich und meine Älteren Geschwister…
Ich hatte einen anderen Vater als meine Geschwister, und ihr Vater war Nett und freundlich… Als wir noch Kinder waren kam er regelmäßig oder sie besuchten ihn.
Wenn man meine Geschwister ihren Vater und meine Mutter zusammen sah dachte man dies wäre eine glückliche Familie…
Aber ich hatte einen anderen Vater und hatte deshalb mit ihrem Vater nichts am Hut und besuchte ihn nicht.
Mein Vater… Er war Krimineller Mensch.
Er war als meine Mutter mit mir schwanger war gerade aus dem Knast draußen… und das wegen schwerer Körper  Verletzung.
Als ich ein Jahr alt war floh meine Mutter mit uns vor ihm, er blieb in einer Stadt zurück.
Ich hatte überhaupt keinen Kontakt zu ihm.
Aber ständig hielt mir meine Mutter vor ich sollte nie wie er werden…
Sie hasste ihn… und sie hasste sich das sie ihn mal geliebt hatte.
Aber ich dachte oft an ihn, meine Geschwister hatten ihren Vater aber was war mit mir.
Als ich meine Mutter an meinem 12 Geburtstag nach ihm fragte sah sie mich wütend an, sie scheuerte mir eine und schrie mich wütend an.
Es ginge mich nichts an, ich sollte ihn vergessen.
Aber es war MEIN Vater und es ging mich sehr wohl was an.
Jedes mal wenn ich das Thema ansprach rastete meine Mutter aus, sie schlug mich Jedes mal und brüllte rum.
Meine Geschwister zogen mich sogar auf.
Ich hatte einen Älteren Bruder und eine Ältere Schwester.
Mein Bruder ist 20 meine Schwester ist 24
Die beiden verstanden sich gut, und wir uns eigentlich auch, nur diese Vater Sache stand zwischen uns.
Sie zogen beide aus als ich gerade mal 15 war.
Meine Mutter hatte keinen Job und so konnten wir uns kein Luxus Leben leisten.
Ich war Anfangs nicht gut in der Schule, also zumindest nicht so gut wie ich es sein sollte.
Und dadurch das wir auch so schon jede Menge Probleme hatten flüchtete sich meine Mutter in den Alkohol…
Ich suchte mir einen Job neben der Schule, ich verdiente zwar nicht fiel aber immerhin etwas, leider gab meine Mutter fast alles für Trinken aus.
Doch an ihren 43 Geburtstag passierte es dann, der entscheidende Wendepunkt…
Ich kam gerade nach Hause, ich war bis 4 in der Schule gewesen.
Das Geschenk für meine Mutter hatte ich ihr heute morgen schon gegeben.
Ich kam ins Wohnzimmer und da stand meine Mutter, sie trug ein Wunderschönes weißes Kleid, ich lächelte.
“das Steht dir Mama”
Meinte ich und sie drehte sich zu mir um, ihr Blick war völlig Leer.
Ein Schauer lief mir über den Rücken.
“Es wird heute alles aus sein…”
Murmelte sie, ich runzelte die Stirn und blickte sie nur an.
“Was meinst du?”
Fragte ich leise.
Sie Ho die Hand, sie hielt eine Pistole, ich erschrak sofort.
“Was… was hast du vor?”
Fragte ich ängstlich, aus Reflex hatte ich die Hände ausgestreckt, ich wusste was sie vorhatte.
“Bevor ich gehe… musst du alles wissen…”
Flüsterte sie und blickte mich an, ich schluckte.
“Ich Hasse dich und deinen Vater… ihr seid Schuld das es mir und deinen Geschwistern so dreckig geht… Du bist Schuld das ist nicht wieder mit ihrem Vater leben kann… Alles ist deine Schuld, du bist einfach ein schlechter Sohn… Ich Hasse dich und werde deinetwegen aus dieser Welt treten… Vor deinem Vater floh ich aus der Stadt und vor dir Flüchte ich aus dieser Welt, ich werde oben im Himmel sitzen und endlich richtig Leben können, und ich muss dich nie wiedersehen…”
Sagte sie, ihre Stimme klang Kalt.
Tränen Rannen mir die Wangen herab und ich blickte sie weiter an, sie hob die Pistole an und hielt sich diese An den Kopf.
“Nein  warte… Stopp!”
Schrie ich doch es war zu spät, ich konnte nicht einmal den Kopf wegdrehen sie drückte ab und der Schuss ertönte.
Dabei hörte man ein widerliches Platschen und reißen das ich nie vergessen werde.
Blut spritze aus der Wunde, ihr Körper sank Leblos zu Boden, eine andere Flüssigkeit trat aus ihrem Kopf.
Ihr Gehirn.
Der starke Geruch nach Blut erfüllte den Raum.
Wie erstarrt stand ich dort und starrte auf die Leiche meiner Mutter.
Am Lauf der Waffe war auch Blut, es war überall, und immer noch floss es aus dem Kopf meiner Mutter.
Die Matschige Masse die anscheinend ihr Gehirn war verlief mit dem Blut zu einer einziger  Ekelhaften Pampe.
Ich weiß nicht ob die Nachbarn die Polizei gerufen hatten, aber sie waren auf jedenfalls dagewesen.
Ich hatte meinen Geschwistern alles erzählt, sie sahen mich an und Mein Bruder schüttelte den Kopf und ging weg.
Meine Schwester tat es ihm gleich.
Als ich dann alleine wohnte suchte ich nach meinem Vater, und als ich seine Adresse gefunden hatte klingelte ich bei ihm.
Er ging an die Tür, ich erzählte ihm wer ich war.
Mein Vater lies mich nicht rein und sah mich an.
Dann fragte er mich nach meiner Mutter ich sagte ihr sie sei Tot.
Wütend sah er mich an und schrie er wollte nichts mit mir zu tun haben ich sollte auch Sterben und schlug die Tür zu.



Das war meine Definition von einer normalen Familie…
Ich beobachte weiter die Familie, dann stieg ich aber aus.
Es war draußen etwas kalt, ich zitterte aber nicht.
Ich sah ein paar Leute an mir vorbei ziehen.
Da dachte ich wieder an meine Mutter, an ihren Tod…
Die Geräusche…
Das Bild das sich mir geboten hatte…
Die Gerüche…
Ich dachte daran wie es wohl sein würde zu sterben und lächelte kurz.
Was für ein Quatsch das doch ist…
Dann sah ich andere Menschen.
Was für ein Gefühl das wohl ist Jemand anders wohl umzubringen?
Wie es aussieht… wie es riecht… und wie es sich anhört wusste ich ja schon…
Obwohl ein Opfer schreit bestimmt… es wehrt sich…
Das Blut würde anders sein… und die Gerüchte wohl auch.
Ein Schauer lief mir den Rücken runter.
Ich schüttelte den Kopf und drehte meine Musik lauter auf.
Quatsch… das ist doch einfach nur Dumm was ich hier denke…
Doch diese Frage beschäftigte mich immer weiter und weiter….
Ekelhaft ich mochte Gewalt nicht und töten schon gar nicht.
Aber anderseits… es war bestimmt ein komisches Gefühl jemanden zu verletzen…
Oder?
Nein das ist einfach nur Quatsch… ich hasste Gewalt.
Ich stand vor meiner Haustür und schaltete die Musik aus, ich schloss auf und stellte die Tasche ab.
Ich zog die Tür hinter mir zu und machte mich fertig fürs Bett.
Aber Schlaf wollte ich wohl noch nicht finden.
Ich hatte ja Ferien es war also egal ob ich morgen aufstand.
Mit verschränkten Armen hinterm Kopf starrte ich die Decke an.
Nun waren meine Gedanken frei…. Sie waren laut genug, da ich keine Musik hörte.
Ich dachte wieder daran wie meine Mutter gestorben war.
Wie fühlte sich wohl ein Massenmörder?
Die Schreie und das Flehen in den Ohren.
Das Blut an den Händen, und die verschiedenen Gerüche…
So wie ich es mir vorstellte klang es einfach wunderbar…
Zu sehen wie der letzte Funken Hoffnung aus einem Menschen wich…
Der Letzte Lebenswille…
Man war mächtig, denn man entscheid wie Gott es tat,  über ein anderes Leben…
Wenn man wollte konnte man es beenden oder auch nicht.
Man selber trug keinen Schaden davon, ich meine es ist ja nicht mein Leben.
Und ich verstand Menschen nicht wirklich…
Wie konnten sie einander vertrauen…
Einander lieben?
Für mich klang das dumm… aber der Gedanke Jemanden zu töten klang… gut.
Ich hatte nicht gemerkt wie ich grinste.
Ja… Jemanden töten war bestimmt das aufregendste was man je tun würde.
Das war besser als Jede Droge.. Besser als jeder Kick…
Das… das klang einfach nur toll.
Das sollte ich mal ausprobieren.
Bei diesem Gedanken schreckte ich sofort hoch.
Moment… ich wollte jemanden töten?
Ich schüttelte den Kopf, ich lief ins Badezimmer und drehte den Wasserhahn mit kaltem Wasser voll auf und hielt meinen Kopf unter den Strahl.
Dann rannte ich zum Eingang und holte mein Handy mit meinen Kopfhörern.
Ich schaltete es an und stöpselte sie in meine Ohren.
Ich legte mich wieder hin und schaltete auf Volle  Lautstärke.
So laut das meine Ohren dröhnten… aber das war egal ich durfte und wollte meine Gedanken nicht hören… Sie waren einfach nur …Böse… Böse aber einfach nur Gut.
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