Harry Potter and the Descent into Darkness

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle
30.07.2011
05.09.2012
41
290920
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ÜBERSETZUNG

Harry Potter and the Descent into Darkness
Originalautor: Athey
Link zum Original: http://www.fanfiction.net/s/6163339/1/Harry_Potter_and_the_Descent_into_Darkness

Status: Die FF ist bereits Abgeschlossen und beinhaltet 32 Kapitel mit zirka 265.000 Worten.
Es gibt eine ebenso lange Fortsetzung welche allerdings von der Originalautorin abgebrochen, mittlerweile aber von einem anderen Autor adoptiert wurde.

Disclaimer: Weder Harry Potter noch die Idee dieser Geschichte gehört mir. Ich übersetze diese Fanfiction (mit Einverständnis der Autorin) lediglich

Zusammenfassung: Es ist Harry's 4tes Schuljahr in Hogwarts und sein Name kam vor kurzem aus dem Feuerkelch. Jeder hat ihn sitzen gelassen und er fühlt sich absolut einsam. Durch einen Unfall beginnen Harry und das Stück von Voldemort’s Seele, das in ihm verborgen ist, miteinander zu kommunizieren, und Harry beginnt sich langsam zu verändern. Er wird stärker, bewusster und beginnt sich langsam über den finsteren Gang der Ereignisse die sich in seinem Leben zugetragen haben bewusst zu werden.



Warnungen: Pre-slash / slash, Dark!Harry, Manipulative!Dumbledore, HP/LV , Gewalt, Folter, Kraftausdrücke, und milde sexuelle Handlungen.

Seid vorgewarnt dass die Beziehung der Beiden erst ziemlich spät beginnt. Die Autorin hat auch ausdrücklich angegeben dass diese Geschichte NICHT über die Beziehung ist.


A/N: Ein Hochladerythmus steht noch nicht fest. Allerdings konzentriere ich mich noch auf meine andere Geschichte, es kann also durchaus vorkommen dass das nächste Kapitel erst in zwei bis drei Wochen erscheint. Außerdem habe ich die einzelnen Kapitel noch einmal aufgeteilt, sodass es wohl doppelt so viele Kapitel geben wird wie im Original.

Und auf einer anderen Note, vielen dank an meinen Betaleser.


...



Harry Potter and the Descent into Darkness



Harry war alleine. Er hatte sich in seinem ganzen Leben noch nie so einsam und verloren gefühlt. Selbst bei den Dursleys, als er noch jünger war, hatte er sich nie so verlassen gefühlt. Damals kannte er wenigstens noch nichts anderes. Er konnte es mit Nichts vergleichen. Nun hatte er Freundschaften und wusste wie es sich anfühlte Freunde und Vertraute zu haben, denen er vertrauen konnte. Das alles zu verlieren, und zurück in den Abgrund der Einsamkeit zu fallen, war niederschmettern.

Es war bereits der dritte November, seine Probleme aber begannen am 31. Oktober. Es passierten immer schlimme Dinge an Halloween. Aus diesem Grund war er auch wachsam. Seine bisherigen Erlebnisse lehrten Harry diesen Tag jedes Jahr aufs Neue zu verabscheuen, damit hatte er jedoch nicht gerechnet. Bei weitem nicht.

Er war in seinem vierten Jahr auf der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei und die Dinge begannen eigentlich wie gewohnt. Zugegeben, die Attacke der Todesser bei der Quidditchweltmeisterschaft, einige Wochen vor Schulbeginn, waren ein schreckliches Erlebnis, und dann waren da noch diese seltsamen Träume... aber in der Schule selbst war soweit alles in Ordnung gewesen. Sogar der Verteidigungslehrer war großartig. Verrückt. Aber großartig..

Als Harrys Name also aus dem Feuerkelch geschossen kam, ihm demnach als einen der Tri-Magischen Champions nominierte, war er von fassungslosem Schweigen betäubt gewesen.

Die Gesamte Schule war davon Überzeugt dass er irgendwie geschummelt hatte. Dass er es schaffte einen Weg um Dumbledore's Alterslinie zu finden und seinen Namen in den Kelch warf. Mehr als das, sein Betrug hat die Dinge so schlimm vermasselt, dass es nun zwei Champions gab die Hogwarts vertraten, wenn es doch eigentlich nur einen geben sollte.

Am Tag nachdem die Champions ausgewählt wurden, kam eine Reporterin Namens Rita Kimkorn vom Tagespropheten um die Vier zu befragen. Ihr Artikel war eine einzige, riesige Bombe aus Horror und Peinlichkeit. Es war natürlich alles kompletter Unsinn, aber dass stoppte die Leute nicht davon es zu glauben.

Die ganze Schule war gegen ihn. Er war der Aufmerksamkeit heischende, mogelnde Lügner, der nachts manchmal immer noch wegen dem Tod seiner Eltern weinte, und hatte ernsthafte Psychische Probleme. Aber all das wäre er noch in der Lage gewesen zu bewältigen, wäre es nicht dazu gekommen dass die zwei Menschen denen er immer vertrauen konnte, von denen er wusste dass sie ihm glauben würden, ihn verlassen hätten.

Ron war wütend. Er glaubte Harry nicht ein Wort als dieser ihm erzählte dass er seinen Namen nicht in den Kelch warf. Er war fest davon überzeugt dass Harry einen Weg gefunden hatte seinen Name rein zuwerfen, ohne die Information mit Ron zu teilen. Dass er es wohl nicht riskieren wollte, Ron eine Chance auf seinen eigenen Ruhm zu geben.

Dieser dumme Scheißkerl war so Eifersüchtig auf Harrys Ruhm dass er zu Blind für die Wahrheit war. Die Tatsache, dass er ernsthaft glaubte Harry würde 'ewigen Ruhm' haben wollen, traf ihn hart. Es zeigte dass ihn sein bester Freund wohl nicht sehr gut kannte.
Und dann war da Hermine. Sogar sie glaubte ihm nicht! Sie war wütend auf ihn wegen seines Betrugs. Wütend darauf, dass nun anstatt drei, vier Champions existierten und wütend darauf dass er so rücksichtslos sein Leben in Gefahr brachte. Sie war so zornig dass sie nicht über ihre Wut hinaussehen konnte um sein Beharren, dass er nichts damit zu tun hatte, zu hören.

Es war Samstag und er versteckte sich in seinem Schlafsaal. Alle anderen waren bereits beim Frühstück. Seitdem keiner mehr mit ihm sprach, hatte es auch keiner für Nötig empfunden, ihn zu wecken. Nicht dass er sowieso keine Lust hatte zum Frühstück zu gehen. Er hatte das Geflüster, geglotze und den offenen Spott jedes einzelnen verdammten Slytherins in der Schule einfach nur satt.

Er legte sich in sein Bett und vergrub sich tief in die Roten Steppdecken, abgeschattet von den schweren, zugezogenen Vorhängen, die sein Himmelbett umgaben. Er schloss seine Augen und versuchte seinen Geist von all dem Schmerz und der Einsamkeit die er fühlte, zu leeren. Ein Gefühl von völliger Verlassenheit füllte ihn, und er versuchte mit verkrampften Kiefer und tiefem einatmen alles von sich zu stoßen. Alles abzuschalten. Alles auszuschließen.

Nichts.

Er verlangsamte seine Atmung und sie verließ ihn in gleichmäßigen, tiefen Zügen. Er entkam in die Tiefen seines Geistes auf einem Weg den er schon seit ein paar Jahren nicht mehr benutzt hatte. Er war es gewohnt gewesen sich hier zu verstecken wenn er in seiner Besenkammer eingeschlossen war, und versuchte nicht zu weinen nachdem seine Verwandten ihm erneut etwas besonders Verletzliches an den Kopf warfen, aber er stoppte damit nach einiger Zeit.

Als er tiefer und tiefer hinab tauchte, begann er sich wieder an diesen Ort zu erinnern. Es ist so lange her dass er das letzte Mal hier war. Er hatte es völlig vergessen. Dieser Ort war enorm und formlos. Eine große, weiße zweidimensionale Fläche und ein extrem großer, leerer Platz, eingeschlossen von weißen Wänden. In einer weit entfernten Ecke bemerkte er einen kalten, dunklen Fleck dem er schon so lange keine Beachtung mehr geschenkt hatte, dass er komplett vergaß dass er existierte. Für einen Moment betrachtete er den dunklen Fleck neugierig. Seine Erinnerungen daran waren vernebelt und verblasst. Es war so lange her als er diesem Platz das letzte Mal Beachtung schenkte. Er hatte ernsthaft geglaubt dass er sich das Ganze hier nur eingebildet hatte.

Als er jedoch über die isolierte dunkle Ecke nachdachte, realisierte er dass es immer da gewesen war. Es hatte ihn immer begleitet, war aber für viele Jahre vollkommen verloren in seinem Bewusstsein. Er erinnerte sich an einige, vor langer Zeit verdrängte Erinnerungen von diesem kalten, dunklen Fleck in ihm, dass es einen... Grund gab warum er davor Angst hatte. In seinem kindlichen Leichtsinn glaubt er, es wäre etwas Schreckliches dass versteckt und unterdrückt werden musste, konnte sich jedoch nicht direkt daran erinnern weshalb.

Er wusste dass irgendwann, vor einer langen Zeit, er damit Angefangen hatte es weg zu stoßen. Dass er es mit großer Willenskraft von sich drückte. Als hätte er eine starke geistige Barriere darum gebaut um es von ihm Fern zu halten. Um seinen Geist von diesem furchteinflößenden dunklen Fleck getrennt zu halten.

Jetzt, wo er es Beachtung schenkte, erkannte er dass er das immer noch tat. Nun war es wie eine Art automatischer Verteidigung. Es war einfach da. Er tat es einfach. Es hat es immer getan. Eine unsichtbare Barriere umhüllte den nebeligen Fleck und er konnte fühlen dass eine Menge seiner Magischen Energie auf sie zu strömte um sie intakt zu halten. Er fragte sich, wie viel seiner Energie bereits durchgehend auf dieses kleine Ding abgeschoben wurde.

Er untersuche den dunklen Fleck spekulativ. Fragend, ob es wirklich einen Grund gab sich davor zu fürchten, oder es die Energie die er dafür verschwendete, wirklich wert war. Es schien ziemlich harmlos. Zugegeben, es war ziemlich kalt hier.

Seine ersten Versuche den dunklen Fleck zu untersuchen, konnte man damit vergleichen es mit einem langen Stock an zustoßen. Es geistig in kurzen und schnellen Bewegungen an zu stupsen. Neugierig wartete er auf eine Reaktion. Es gab keine.

Er führte seine Untersuchung, und der Annäherung dieser Dunkelheit, für einige Augenblicke fort und fand heraus, je mehr er sich selbst näherte, desto wärmer wurde es. Es war überhaupt nicht mehr kalt. Und es war seltsam... beruhigend. Es war beinahe wie eine fremde Präsenz, und doch war es keine Präsenz bei der er den Wunsch verspürte, es los zu werden.

Er fuhr sanft darüber und fühlte sich warm und beruhigt. In seinem Geist stellte er sich vor, in dem großen, weißen Raum zu stehen und der dunkle Fleck war neblig und unscharf, und hatte dennoch Substanz. Zurückhaltend strich er seine Hand darüber und er... er mochte was er fühlte. Es war nicht nur diese Sanftheit in seiner 'Hand', sondern auch der Schauder der durch seinen Körper rannte. Ein schwindelerregendes Prickeln welches ihn das erste Mal, seit den Ereignissen an Halloween, richtig Lächeln ließ.

Seine automatische Verteidigung war immer noch die ganze Zeit aktiv. Hielten den dunklen Fleck gefangen in seiner winzigen Ecke, und er beschloss sie nun zu verringern. Dieses dunkle Ding sah nicht wirklich bedrohend aus. Er fürchtete es nicht länger und sah keinen Grund seine Magische Energie weiterhin daran zu verschwenden, nur um es in diese Ecke zu drängen.

Er stoppte die kontinuierliche Schlacht die seine Magie, all die Jahre, gegen diesen Fleck führte und plötzlich war es als fiele eine enorm große Last von seinen Schultern. Er keuchte überrascht über den gewaltigen Unterschied, den es beinahe sofort, ausmachte. Er konnte nicht glauben wie viel seiner Magie dieses schwarze Ding gefangen hielt! Es war verrückt!

Er fragte sich plötzlich ob dies der Grund, für seine lausigen Resultate in seinen Klassenarbeiten in den letzten drei Jahren, gewesen war. Wurden seine praktischen Fähigkeiten durch diesen lebenslangen, unterbewussten Kampf, behindert?

Harry konzentrierte sich abermals auf das dunkle Ding um herausfinden zu können, wie es auf diese plötzliche Befreiung reagierte. Es sah nicht wirklich so aus als würde es überhaupt etwas tun. Es war immer noch hier, und es zu berühren... war angenehm. Es wuchs nicht oder bewegte sich, oder schlug in irgendeiner Weiße aus. Es saß nur ganz harmlos in seinem Geistigen Auge. Harry fragte sich warum in Merlins Namen, er überhaupt Angst davor hatte. Er realisierte, dass es wahrscheinlich wegen etwas kindischem, nicht wirklich relevanten war, und dass er diese unterbewusste Barriere möglicherweise durch unbeabsichtigte Zauberei, durch Instinkt, intakt gehalten hatte.

Es erschreckte ihn dass diese unterbewusste, unbeabsichtigte Zauberei, die er ausführte als er erst Vier oder Fünf Jahre alt war, ihn nun in seiner Magischen Ausbildung, zu behindern schien. Es war beinahe widerwärtig.

Er tauchte wieder aus seinem Geist und seufzte tief als er bemerkte dass es Zeit war aus dem Bett zu gehen. Auch wenn er es vermied mit dem Rest der Schule zu essen, musste er immer noch seine Hausaufgaben machen und er konnte sie nicht länger vor sich herschieben.



Es war... unglaublich. Seine Gedanken waren so klar. Seine Magie war so einfach zu kontrollieren und manipulieren. Er fühlte sie um sich herumwirbeln, strömend und verebbend in kräftigen Wellen, aufprallend an die fest, eingewurzelte Magie im Schloss um ihn herum.

Nie hatte er bemerkt wie viel seiner Magie durch diesen Kampf verloren gegangen war, nicht bevor er diese Schlacht stoppte. Nun war seine Magie direkt in seinen Fingerspitzen spürbar und antwortete so schnell und einfach. Sein Geist war so viel klarer. Er verstand einfach was in den Büchern geschrieben stand, und was die Lehrer sagten. Es ergab alles einen Sinn, und er war verblüfft wie lange er es einfach nicht verstand.

Es war so offensichtlich! Wie konnte es sein dass er die Wahrheit solange nicht erkannte? Ohne zu verstehen was er tat?

Magische Theorie war immer außerhalb seiner Fassungsgabe gewesen. Mit genug Übung konnte er die Zauber ausführen, aber noch nie zuvor konnte er die wie's und warum's der Magie verstehen. Er konnte die Magie sehen. Sie fühlen, als sie sich ihren Weg um- und durch ihn hindurch bahnte. Seine Magie arbeitete so einfach mit ihm zusammen und der Nervenkitzel, so einfache Kontrolle zu haben, war anregend.

Die letzte Schulwoche war so eine unglaubliche Erfahrung dass es den Spott, und die bösen Blicke, die ihm folgten wo auch immer er hin ging, überwog.

Jede Nacht vor dem Einschlafen, regulierte er seine Atmung und lies sein Bewusstsein tief in seinen Geist eindringen, sodass er den dunklen Fleck etwas mehr beobachten konnte. Er wollte sämtliche Reaktionen die es haben könnte, dadurch dass er es nicht mehr bekämpfte, verfolgen, und soweit... gab es keine. Es verblieb in derselben Form und Größe und auf demselben Platz, tief in seinem Geist ruhend.

Warum in aller Welt, verschwendete er so lange, so viel Energie und geistige Konzentration um diesen Fleck in einer Ecke seines Verstandes zu bekämpfen!

Er wünschte sich, er könnte sich erinnern was sein jüngeres Ich dazu veranlagte dieses Ding so zu fürchten.

Schrittweise, näherte er sich dem Fleck mehr und mehr. Seine Klassenarbeiten und Studien waren großartige Ablenkungen gewesen, dennoch fühlte er sich schrecklich einsam. Von seinen zwei besten Freunden so gescheut zu werden, tat unheimlich weh, aber sobald er sich dem Fleck näherte, würde dieses schreckliche Gefühl der Einsamkeit verblassen. Dieser dunkle Fleck füllte den leeren Platz, den seine Freunde hinterließen, mit fremdartiger Wärme und er würde bei dem einfachen Gefühl zufrieden seufzen.

...

Weitere Tage vergingen. Hagrid ließ ihn in den Verbotenen Wald kommen, unter seinem Unsichtbarkeitsumhang, und zeigte ihm die Drachen. Madam Maxime war auch anwesend, und an seinem Weg zurück, lief er Igor Karkaroff über den Weg. Es gab also keine Zweifel dass Beide, Krum und Delacour, über die Drachen Bescheid wussten.

Harry bezweifelte jedoch dass sich irgendjemand darum kümmerte, Cedric zu informieren.

In der Nacht, nachdem er die Drachen aus erster Hand sah, hatte Harry ein Gespräch mit Sirius durch den Kamin. Sein Pate warnte Harry, Karkaroff sei einst ein Todesser gewesen. Er erzählte ihm auch, wer immer seinen Namen in den Kelch warf, die Hoffnung hatte Harry würde darin umkommen.

Menschen starben in diesem Turnier. Es gab einen Grund warum nur Volljährige Zauberer teilnehmen durften. Harry, nur in seinem vierten Schuljahr, war komplett unvorbereitet auf die Aufgaben die er Meistern musste.

An dieser Stelle war Harry immer noch komplett entsetzt darüber einem riesigen Drachen gegenüber zu stehen. Sirius sagte ihm er wüsste einen einfachen Weg, wurde aber unterbrochen als jemand die Stufen zum Gemeinschaftsraum hinab stieg. Sie mussten ihre Unterhaltung frühzeitig abbrechen und Harry war ziemlich enttäuscht darüber.

Seine Enttäuschung verwandelte sich in bitteren Zorn als er entdeckte, dass die Person die ihn störte, niemand anderes war als Ron. Das eifersüchtige, verräterische Arschloch das vorgab sein bester Freund zu sein.

Alles was er tut ist nach Aufmerksamkeit und Ruhm zu suchen.

Alles was er jemals wollte, war im Licht des 'Jungen Der Lebt' zu baden. Als er dann bemerkte er stand nur im Schatten, wurde er wütend und wendete sich von mir.


Bemerkte eine kleine Stimme in Harrys Kopf bitterlich.



Harry verbrachte jeden freien Moment der nächsten Tage mit der Nachforschung von Drachen. Je mehr er über sie las, desto mehr bemerkte er, wie schrecklich gefährlich sie waren. Normalerweise waren große Gruppen von Zauberern für das Zurückhalten und Bändigen dieser enormen Kreaturen verantwortlich. Es brauchte zwanzig gleichzeitig gezauberte Stupor um einen davon lahm zu legen.

Er legte das Buch das er las neben sich auf den Nachttisch, lehnte sich in die hoch gestapelten Kissen und Decken und seufzte schwerfällig. Es war spät – wahrscheinlich nach Mitternacht – und alle anderen waren schon am schlafen. Er war gestresst und begann ehrlich gesagt, langsam aber sicher, durchzudrehen. Die Aufgabe war in nur einer Woche und er wusste immer noch nicht was er tun sollte.

Er schloss seine Augen und verschanzte sich in seinem Geist. Er fand heraus, dass die Zeit, die er damit verbrachte in der Nähe des dunklen Flecks zu verbringen, seine Nerven auf seltsame Art und Weise beruhigte. Er mochte es in seiner Nähe zu sein. Mochte es seine 'Finger' zärtlich über die Oberfläche zu streifen. Er begann sogar damit sich dagegen zu lehnen. Lehnte sich dagegen wie bei einem großen Kissen. Seine Wärme umschloss ihn in auf eine wundervolle Art. Er konnte viel besser denken nachdem er Zeit in seinem Geist verbracht hatte, und er war gefüllt mit neuer Kraft und Magischer Energie nachdem er dem dunklen Fleck so nahe war.

Er seufzte zufrieden als er in dem Gefühl, etwas so nahe bei sich zu haben, badete. Er konnte es nicht ganz erklären, aber wenn er in diesem dunklen Teil seines Geistes war, kam es ihm so vor als ob noch jemand anderes bei ihm wäre. Als wäre er nicht alleine.

Er seufzte erneut und begann, ohne es eigentlich zu wollen, zu sprechen. Er redete und schweifte über sein Leben, den Stress, und die Sorgen wegen der Aufgaben die ihm bevorstanden.

Eigentlich hatte er so etwas noch nie zuvor getan. Mit... sich selbst zu reden. Als er darüber nachdachte, wusste er, rational gesehen, dass es verrückt war, und trotzdem tat er es. Es war nur... er wollte nur mit jemanden reden, und obwohl er wusste es war verrückt, stellte er sich vor, dass diese Dunkelheit in dieser reinen, weißen Welt, so etwas wie eine separate Person war.

Nach einer langen Sitzung voller Geschimpfe, fiel Harry in ein Schweigen und konnte sich in der beruhigenden Präsenz entspannen. Er fühlte sich irgendwie gereinigt. Es tat gut einmal Luft abzulassen. Alles raus zu lassen. Endlich mit jemanden zu reden, auch wenn es wirklich nur er selbst war.

Die dunkle Präsenz die neben ihm lehnte schien... sich plötzlich zu bewegen. Es war klein, aber Harry war sich dem dunklen Fleck durchaus bewusst und bemerkte jede Änderung sofort.

Er verspannte sich und alle seine Sinne waren in Alarm als er Geistig jegliche Regungen beobachtete.

Der dunkle Fleck veränderte seine 'Form' oder 'Größe' nicht, trotzdem schien sie Harry... zu... umarmen. Es war alles seine reine Einbildungskraft und sämtliche Physischen Erscheinungsformen waren seine eigene Vorstellung. Vieles davon hatte überhaupt keine feste Erscheinungsform – es waren nur Eindrücke und Gefühle. Aber wenn Harry  so etwas wie Beschreibung abgeben müsste, würde er sagen dass diese Präsenz ihn gerade in eine Umarmung gezogen hat.

Langsam entspannte er sich. Die Umarmung hielt an und beruhigte ihn auf eine Art und Weiße die er selbst nicht ganz Beschreiben konnte. Harry mochte es noch nie berührt zu werden. Er war körperlichen Kontakt nicht gewohnt. Den einzigen Kontakt den er jemals von den Dursleys bekam, war schmerzhaft oder einfach grundsätzlich negativ. Er wurde noch nie gehalten, oder umarmt bevor er nach Hogwarts kam. Wenn also jemand Körperkontakt mit ihm herstellen wollte, würde er zurück weichen, so wie er es immer tat. Er wusste nicht wie er reagieren sollte, also flüchtete er einfach.

Aber das hier, war anders.

Er verspürte nicht das Verlangen abzuhauen. Kein Unbehagen oder Unsicherheit. Er fühlte sich nicht komisch. Da war keine Verlegenheit oder das Verlangen so schnell wie möglich in seine Sichere Zone zurück zu kehren. Das hier war seine Sichere Zone.

Ein langer, tiefer Seufzer entkam ihm und er fühlte eine große Menge der Spannung verblassen. Die Präsenz umschlang ihn enger und es war als würde es ihn komplett umschließen. Nie zuvor, in seinem ganzen Leben, fühlte er sich mehr komplett und akzeptiert. Er liebte es. Er wollte nicht dass es endete.

Er wollte diese Präsenz halten und fand dass er genau das tat. Er und die dunkle Präsenz hielten sich gegenseitig für eine lange Zeit während Harrys Bewusstsein langsam in sein Unterbewusstsein abtauchte und ihn in einen tiefen Schlaf tauchte.



Am nächsten Morgen wachte er mit etwas, dass er nur als Erleuchtung nennen konnte, auf. Harry wusste jetzt genau wie er mit dem Drachen um zu gehen hatte. Es war nicht ein einfacher Zauber, deshalb wusste er dass es nicht dasselbe war was Sirius in seinem Kopf hatte – noch würde Sirius jemals Harry dazu auffordern dass zu tun was Harry jetzt tun würde. Jedenfalls, selbst wenn es überhaupt nichts mit dem Vorschlag seines Paten zu tun hatte, wusste er, seine Antwort war möglicherweise sowieso besser. Er war absolut überzeugt davon dass es klappen würde.

Als Erstes musste er sicher gehen, entweder den Chinesischen Feuerball oder den Walisischen Grünling zu kriegen. Er wusste, mit diesen Beiden Arten würde es viel besser funktionieren als mit dem Hornschwanz oder dem Schwedischem Kurzschnäuzler. Der Feuerball wäre der einfachste. Es würde zuhören. Als ein Östlicher Löwendrache, würde es am ehesten verstehen. Der Trick dabei war, sicher zugehen dass es kapierte was er sagte.

Harry war so in seiner Planung für die Aufgabe vertieft, dass er erst einen ganzen Tag später damit begann, sich zu fragen, woher diese plötzliche Inspiration eigentlich herkam.

Er hatte die letzten vergangenen Tage so viel über Drachen gelesen, dass das Wissen, und aus welchem Buch es stammte, komplett miteinander verschwamm. Er versuchte sich klar zu machen, es käme wirklich aus einem der Bücher, aber je länger er darüber nachdachte, desto sicherer war er sich, dass er es nicht aus einem Buch hatte.

Fakt war, als er seine Nachforschung fort fuhr, dass kein Einziges Buch erwähnte, ein Parselmund würde in der Lage sein mit Drachen zu kommunizieren.

Wo kam diese Information her?

War es nur ein idiotischer Traum, und seine ganzen Pläne basierten nun auf etwas, das nicht klappen würde?

Aber er war sich absolut sicher dass es funktionieren wird. Er war es einfach. Also drängte er sich durch die Wand der Unsicherheit und konzentrierte sich wieder auf seine eigentliche Aufgabe.

Sicher zu gehen das er den Feuerball bekam.

Sein Job wurde wesentlich einfacher, als er Ludo Bagman über die Ländereien wandern sah. Er rannte dem Mann schnell hinterher und schaffte es einen Stillen, abgelegenen Platz zu finden, wo er mit ihm reden konnte. Eine Stimme in seinem Kopf sagte ihm er würde betrügen, aber eine überraschend lautere beruhte darauf, es wäre seine Priorität  zu überleben, nicht zu gewinnen. Es kümmerte ihn nicht was er tun musste. Er wollte nur lebend durch dieses Turnier.

Er befragte Bagman so dezent wie möglich darüber, dass wenn jemand bei der Aufgabe, aus einer Auswahl, wählen musste, was möglicherweise die Beste Methode sein würde, jedem einzelnen Champion, etwas zu zuweisen. Bagman wusste sofort was Harry beabsichtigte, und half ihm, dank seiner Wettschulden und seinen Einsätzen auf Harry's Sieg, eifrig.

Es stellte sich heraus, jeder Teilnehmer müsste blind in einen Sack greifen und eine Miniaturversion der echten Drachen, heraus ziehen. Das wiederum, erschwerte seine Bemühungen. Er war nicht dazu bereit sich auf sein Glück zu verlassen, wo er doch nur einen Drachen haben wollte.

In dieser Nacht schlüpfte er wieder in seinen Geist und berichtete dem dunklen Fleck von seinem Problem und seiner Besorgnis, während er sich in die warme, beruhigende Umarmung kuschelte. Er konnte beinahe schwören dass es ihm von Zeit zu Zeit antwortete. Da waren keine Worte, oder Klänge, aber eine deutliche Wahrnehmung von Gefühlen. Als würde es sein Leiden nachempfinden. Als würde es verstehen. Es war wie eine Mutter die ihr Kind hin und her schaukelte, wenn es verängstigt und alleine war. Und doch war es auch wie ein guter Freund. Oder ein Gefährte der dich besser, als jeder andere verstand. Einer, dem man komplett vertrauen konnte, und der immer für einen da sein würde.

Harry konnte seine Gefühle nicht erklären. Nichts davon konnte man wirklich in Worte fassen, sodass sie für andere Sinn ergaben. Und trotz der mangelnden Logik, fühlte er kein Verlangen es zu bekämpfen. Er fühlte sich besser als je zuvor. Seine Magie war stärker, und er war zum ersten Mal so komfortabel mit sich selbst. Er konnte sich nicht daran erinnern je so komfortabel gewesen zu sein.

Die dunkle Präsenz hielt ihn und beruhigte seine aufgewühlten Nerven. Es hörte sich seine Sorgen an, und strahlte hier und da Gefühle auf eine Art und Weiße aus, dass Harry komplett überzeugt war, dass es zuhörte. Es machte überhaupt keinen Sinn... und er wusste es.

Am nächsten Morgen erwachte Harry mit einem Grinsen. Es breitete sich über sein Gesicht und er fühlte sich gut. Und das Verlangen zu glucksen... oder vielleicht kichern. Aber einen Augenblick später verdrängte er dieses Verlangen und runzelte leicht die Stirn, als er zu analysieren begann, wie es weiter gehen sollte.

Tief in seinem Inneren, wusste er, es war nicht richtig. Das es... unfair war, oder etwas gleichwertig Bescheuertes. Dumme Gründe um sein Eigenes Leben in Gefahr zu bringen, ehrlich. Er schob diese Sorge, mit dem Gedanken die anderen Champions hatten sowieso keine Vorteile gegenüber den Drachen so wie er, beiseite. Harry war der einzige Parselmund und der einzige der davon profitieren würde den Feuerball zu kriegen.

Eigentlich, war der Feuerball einer der gefährlichere Drachen. Der Hornschwanz wäre, körperlich, auch ziemlich gefährlich. Er war übersät mit schmerzlichen, tödlichen Stacheln und Hagrid meinte das es ein außergewöhnlich, fieses Gemüt hatte – aber die Reichweite seines Feueratems war die kürzeste. Der Feuerball hatte die weiteste und längste Reichweite und es war nicht ein Feueratem sondern eine glühend heiße, geschmolzene Flüssigkeit.

Wenn er also sicher ging, den anderen Teilnehmern den Feuerball abzunehmen, tat er ihnen also einen Gefallen. Wirklich.

Nach dem Mittagessen folgte Harry Cedric Diggory aus der Großen Halle. Der beliebte Hufflepuffjunge war immer von anderen Schülern umgeben – Schüler die Potter stinkt Anstecker trugen – aber Harry bemühte sich seine Unsicherheit zu verdrängen und näherte sich dem Älteren.

„Potter? Was ist los?“, fragte Cedric und warf den kichernden Mädchen einen Blick zu, der ihnen sagte sie sollten die Klappe halten.

„Wir müssen reden. Es ist wichtig.“

Cedric beäugte ihn zurückhaltend und argwöhnisch, und nickte dann. Er erzählte seinen Freunden er käme in einer Minute zurück und folgte Harry in ein leeres Klassenzimmer. Harry nahm einen tiefen Atemzug, immer noch nicht sicher er würde es schaffen. Ein Kleinkrieg brach in seinem Kopf aus, über die Moralität seiner kommenden Aktion, und doch, seltsam genug, der Teil der gegen ihn kämpfte, weil er wusste das es 'falsch' war, war überraschend schwach in seinen Einsprüchen. Es war als ob dieser Teil nur kämpfen würde, weil er fühlte er sollte es tun – nicht weil es eigentlich glaubte es war falsch.

Er drehte sich zu dem älteren Hufflepuff und zog sein Gesicht in eine ziemlich überzeugende, Nervöse Maske. Sein wirkliches Nervenkostüm, aber, verließ ihn in der Sekunde in der er begann, und eine erregte Freude füllte ihn. Er war beinahe aufgeregt zu erfahren ob er es wirklich durchziehen konnte. Dass es wirklich funktionieren würde.

„Cedric, ich wollte dich warnen.“

Der ältere Junge verengte seine Augen und der Argwohn war mit voller Kraft zurück.

„Ich weiß was wir für die erste Aufgabe erledigen müssen“, sagte er, gab dem anderen ein entschlossenes Nicken und sah direkt in seine blassen, grauen Augen. Er fühlte seine Magie um ihn herum aufwirbeln. Sie beugte sich mühelos seinem Willen. Er musste nicht einmal etwas sagen! Nicht dass er wusste welche Zauber es einem erlauben die Gedanken des Gegenübers zu lesen. Er tat es aus reinem Instinkt. Er wusste wirklich nicht warum er dazu in der Lage war, aber er wusste einfach dass es funktionieren würde. Und es war so einfach! Er berührte kaum seinen Zauberstab! Er schlüpfte mit Leichtigkeit in die Gedanken des anderen und spürte sofort die umher wirbelnden Gefühle und Gedanken um ihn herum.

Cedric war ungeduldig und aufgeregt auf dass was vor ihm Lag, wunderte sich aber, warum in Merlins Namen, ihm Harry so etwas sagen würde.

„Die Erste Aufgabe beinhaltet Drachen“, fuhr Harry fort. Der Ältere war sich der fremden Präsenz in seinem Geist, überhaupt nicht bewusst. Harry musste hart gegen das Schmunzeln kämpfen, welches sich bedrohlich auf seinem Gesicht ausbreiten wollte. Das ist zu einfach!

„Drachen!“, rief Cedric und sein Geist füllte sich mit panischen Gedanken und Bildern von enormen, geschuppten Biestern mit scharfen Zähnen und Wände aus Feuer.

„Yeah, sie haben Vier davon. Ein Schwedischer Kurzschnäuzler, ein Ungarischer Hornschwanz, ein Walisischer Grünling, und ein Chinesischer Feuerball“ Als Harry den letzten aussprach, folgte er den Gedanken des Jungen und umkreiste es mit dem stärksten Gefühl an Grauen und Abscheu, das er im Geist des Jungen aufbringen konnte. Er ummantelte den bloßen Gedanken mit dem stärksten Verlangen ihn auf jeden Fall zu vermeiden.

Wähle nicht den Feuerball.

Cedric's Gesichtsausdruck zeigt für einen Moment nur völliges Entsetzen überhaupt einem Drachen gegenüber zu stehen, bevor er es schaffte sein Gesicht in eine entschlossene, wenn auch ziemlich entmutigte, Maske zu ziehen. Die Gedanken des Hufflepuffs jedoch, waren überhaupt nicht so geordnet oder kontrolliert. Innerlich, war er in eine komplette Panik geraten.

Cedric dachte, für eine winzige Sekunde, es wäre seltsam sich vor dem Feuerball zu fürchten, wusste aber auch die Chinesischen Drachen hatten eine irrsinnige Reichweite ihres geschmolzenen Feueratems, und vermutete dies war der Grund.

„Warum erzählst du mir das?“, fragte Cedric plötzlich als das Misstrauen von früher, wieder von ihm Besitz ergriff.

„Als ich sie sah – die Drachen meine ich – sah ich auch Madam Maxime und Karkaroff da draußen. Wenn die es wissen, wissen es auch ihre Champions. Es wäre unfair für dich wenn du der einzige von uns Vieren wärst, der nicht Bescheid wusste“, sagte Harry mit einer unschuldigen Miene und einem Schulterzucken. Cedric sah überrascht aus und dachte sich wie Naiv Harry doch war.

Harry musste wieder hart gegen das selbstgefällige Grinsen kämpfen.

Wahrhaftig Naiv. Innerlich kicherte er.

Schlussendlich akzeptierte er Harry's Geste und dankte ihm für die Information. Erst als die zwei getrennte Wege gingen, erlaubte Harry das zierliche Schmunzeln auf seine Lippen.

Wirklich zu einfach.
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