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Aiko

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.07.2011
24.07.2011
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24.07.2011 889
 
Erstmal sorry an alle, die auf die Fortsetzungen von "Last Hope Pandora" und "Ikarus" warten. Ich arbeite an beiden Geschichten, bin aber noch nicht zufrieden mit dem, was ich habe. Ich hoffe, ich kann demnächst updaten^^
Zu diesem OS: Ich habe Blade schon x-Mal gesehen. Aber dieses Mal ist mir bei dem Part vor Pearl in dem Club die Frage gekommen: Sind die Mädels auf der Bühne auch Vampire? Und wenn sie es sind: in wie weit spielt der Lolicon (Lolitakomplex) eine Rolle, der ja dort sehr stark impliziert wird.
Dies ist ein ernstes Thema und ich will darauf hinweisen, dass ich dies schlicht als Pädophilie empfinde. Allein aus diesem Grund ist die Geschichte so hoch gerated (auch wenn das japanische Rechtssystem beides unterscheidet). Es sind allerdings nur Andeutungen vorhanden.

Wer sich jetzt trotzdem traut^^

Viel Spaß,
Kara


Aiko

     Mein Name ist Aiko. Ich entstamme dem Haus Kobejitsu und wurde im Jahre 1678 geboren. Wie so viele meines Clans bin ich ein Attentäter. Es ist ein Spiel. Und mein Ziel ist Blade...

~*~


     Die Nacht ist ruhig. Mondlos. Genau so, wie ich es mag. Gelassen streife ich durch die Straßen von New York. Diese Stadt schläft nie. Überall Geräusche, Bewegungen, Leben, Tod. Unbemerkt bewege ich mich durch die Massen. Weder die Menschen, noch andere Vampire nehmen Notiz von mir. Unter so vielen bin ich unsichtbar.
     Hier und da streift mein Blick einen Artgenossen. Ihre nahezu sorglose Art lockt mir ein kaltes Lächeln auf die Lippen. Wie leicht wäre es, sie zu töten. Jetzt. Genau hier. Sie würden nicht einmal wissen, was sie träfe. Kaum jemand registriert es, wenn der Tod auf ihn zu kommt. Vielleicht wollen sie es auch gar nicht. Doch genau dafür bin ich mein Leben lang ausgebildet worden. Zum Töten. Ob Vampir oder Mensch, es ist mir völlig gleich.
     Manchmal frage ich mich, ob auch aus so gefühllos wäre, wäre ich ein Mensch. Doch das geht schnell vorbei. Es ist besser, nicht nachzudenken. Gedanken führen zu Fragen und Fragen führen zu Antworten, die man doch nicht wissen will. Es ist, wie es ist. Der eine ist Jäger, der andere Beute. Und wieder Andere sind die Jäger der Jäger. So war es schon immer. So habe ich es gelernt. Und ich hatte viel Zeit zu lernen.
     Vampire altern langsamer als Menschen. Erinnerungen an meine frühe Kindheit waren geprägt von Spielen. Spiele, die mich fremde Sprachen lehrten, Physik, Mathematik, Tanz, Unterhaltung. Zwei Jahrhunderte des Spielens. Zwei Jahrhunderte Kindheit. Erst ab einer gewissen... Reife, lernte ich, wie man tötet. Menschen gleichsam wie Vampire.
     Doch nicht nur dies lernte ich. Ich lernte auch die Pflichten gegenüber meines Clans kennen. Nun, da mein Körper der einer erwachsenen Frau gleicht, bin ich nicht mehr interessant für die Hohen Herren. Nun ist es mein Auftrag zu töten. Damals war das noch anders.
     Fortan waren die Nächte ausgefüllt mit Pflichten. Spiele existierten nicht länger. Ich lernte fehlzuleiten. Ich lernte abzulenken. Ich lernte zu verführen. Ich lernte zu töten. Und wenn ich nicht lernte, vertrieb ich den Hohen Herren die Zeit.
     Diese schätzten alle meine Fähigkeiten und ganz besonders schätzten sie den kindlichen Körper, den ich damals trug. Ich denke, es war Glück, dass mich der Hohe Herr Susumu für sich allein beanspruchte. Meine Cousine hatte es nicht so gut getroffen. Wenn wir des Tags im Schlafsaal in unseren Betten lagen, kam sie oft zu mir und schmiegte sich an mich. Ganz leise nur, erzählte sie von den vielen Hohen Herren, denen sie Nachts gedient hatte.
     Nach einer Weile hörte ich nicht mehr hin, was sie sagte. Es war mir gleich. Wir alle mussten unsere Pflichten erfüllen, ob sie uns gefielen oder nicht. Je weniger man darüber nachdachte, desto besser war es. Es war Tradition und Traditionen waren es, die den Clan zusammenhielten. Als ich ihr dies sagte, starrte sie mich fassungslos an. Dann ging sie. Sie verließ den Schlafsaal und ich habe sie seither nie wieder gesehen. Irgendwo hörte ich, dass sie ins Licht gegangen sei. Möglicherweise war es gut so. In dieser Welt überleben nur die Starken.
     Ich bin stark. Und kalt. Die perfekte Mördern. Die alten Traditionen werden noch immer gepflegt, doch was kümmert es mich? Alles, was mich im Augenblick interessiert, ist mein aktueller Auftrag. Blade. Der Daywalker. Die Hohen Herren meines Clans wollen ihn los werden. Endgültig.
     Ich weiß, dass er hier in New York ist. Ich weiß, dass er gefährlich ist. Er ist kein Mensch. Er ist kein Vampir. Wie ich ihn töten kann, weiß ich nicht. Vielleicht kann ich ihn töten, wie einen Vampir. Vielleicht kann ich ihn töten, wie einen Menschen. Vielleicht keines von beidem. Dann muss ich mir etwas Neues ausdenken. Aber ich werde ihn töten...
     Bestimmt ein dutzend Attentäter, wie ich es bin, sind bereits ausgeschickt worden, ihn zu töten. Noch keinem ist es gelungen. Keiner ist zurückgekehrt. Doch ich werde zurückkehren. Ich werde den Daywalker finden und ich werde ihn töten. Ich. Aiko. Tochter des Kobejitsu-Clans.

Ende
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