Ein Irrer zum verlieben

von Loki2110
KurzgeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
20.07.2011
24.01.2012
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20.07.2011 1.554
 
Dieser, und die folgenden OneShots sind alle Goey gewidmet!
Nur für sie habe ich meiner kleinen, dummen, yaoi-vernarrten besten Freundin was zu ihrem Lieblingspairing aus ihrem Lieblingsanime geschrieben. :D
Wär' natürlich toll, wenn es auch euch gefällt!
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Ich lief mit Keisuke durch die Stadt. Der Junge nervte mich mittlerweile. Nein, nicht mein alter Schulfreund nervte mich. Es war der Anlass, weshalb ich von ihm in die Stadt gezerrt wurde.
Valentinstag!
Jedes Jahr wieder wurde ich mit Blumenläden, Schokolade und kreischenden Mädchen konfrontiert. Da meckerten viele Jungen, ich würde ihnen ihre Freundin ausspannen, während ich jede einzelne Rose direkt in den Müll warf, nachdem ich sie erhielt. Es war wirklich lästig.
„Akira?“, fragte Keisuke. „Hilfst du mir wieder Schokolade zu machen?“ Und auch das nervte mich jedes Jahr aufs Neue. „Ich werde ja doch wieder nur in der Küche stehen und dir dabei zusehen.“ Das er jedes Jahr für sicher 20 verschiedene Leute Schokolade machte, wunderte mich immer noch. Selbst im Stress von Igura, letztes Jahr, hatte er keine anderen Sorgen gehabt, als dass er doch noch für Rin, Motomi und ein paar anderen Leuten aus unserem alten Umfeld Schokolade machen musste! Wie albern.
Der Junge lächelte mich an. „Na und?“, behauptete er nur und zog mich in den nächsten Blumenladen.

„Hey heeey!“ „Trink weniger Kaffee." Irgendwie war das zur Standartbegrüßung geworden wenn Rin zeitgleich mit Shiki bei mir zu Hause aufkreuzte. Blondi war wirklich aufgedreht und Shiki? Das waren komplette Gegenteile und jedes Mal, wenn der hyperaktive Junge lautstark und fröhlich seine Begrüßung aussprach, kam sofort diese Bemerkung von dem Schwarzhaarigen.
Ich ging ohne ein Wort von der Tür weg, zurück in die Küche zu Keisuke. Er blickte auf als die anderen zwei eintraten. „Huch? Ist Motomi gar nicht mitgekommen?“ Jetzt, wo er es sagte, fiel es auch mir auf. Rin und Shiki kreuzten gemeinsam hier auf, ohne den alten Knacker? Da war doch was faul.
Skeptisch beäugte ich die beiden. Der Blonde wurde sofort rot, während Shiki sich gelangweilt auf die Küchenbank setzte. „Der Alte hat zu tun, ich bin eigentlich nur mitgekommen, weil ich der Meinung war, ich könnte mir hinterher Schokolade mitnehmen.“ „Die ist für morgen!“ Shiki und ich mussten über die Ähnlichkeit zwischen Keisuke und Rin schmunzeln. Perfekt aufeinander eingestimmt machten sie zusammen die Schokolade, beschwerten sich zeitgleich über Shiki und, und, und.
Der Abend war tatsächlich ganz okay; Bis Rin erzählte, was er für morgen geplant hatte.
„Ach ja!“, fing er an, als er grade dabei war die flüssige Schokolade in die Herzformen zu gießen. „Ich habe übrigens für uns vier und Motomi Karten für den Freizeitpark besorgt.“ Ich stöhnte auf. „Für morgen?“ Der Kleine nickte. „Aber die machen doch immer so einen Trubel um diesen verdammten Tag, oder nicht.“ Wieder schrien Keisuke und Rin gleichzeitig los. „Das ist kein verdammter Tag!“ „Aber sinnlos.“, meinte Shiki ruhig. „Das ist ein Tag wie jeder andere und irgendein Idiot hat beschlossen, dass da verliebte Mädchen schreiend im Kreis laufen dürfen. Das ihr, als Jungs, also so einen Wind darum macht, ist echt peinlich.“ Böse schauten die beiden sowohl mich, als auch den Schwarzhaarigen an.
„Ihr werdet morgen jedenfalls mitkommen!“ Und damit war die Diskussion beendet.


„Aufstehen!“, schrie mir jemand ins Ohr. Nachdem Shiki, Rin und Keisuke gestern bei mir geblieben waren, reichten die unscharfen Umrisse des zierlichen Jungen, um ihn als die hyperaktive Nervensäge zu entpuppen.
„Rin?“, fragte ich schlaftrunken. „Ja?“ „Wenn du nicht gleich aus deiner breitbeinigen Stellung von mir runter steigst, wirkt meine Morgenlatte ziemlich schwul.“
„Ach...“ Erst jetzt nahm er es richtig wahr. Schnell stieg er von mir runter und ich machte mich widerwillig für unseren kleinen Ausflug fertig.

Im Park angekommen ging der ganze Mist auch schon los. Rin stellte sich uns in den Weg und teilte erst einmal jedem von uns seine Schokolade aus.
Als wir eine Weile später dann beim Riesenrad waren, hatte ich bereits Schokolade von Rin, Keisuke, Shiki und Motomi und Rosen von ein paar fremden Mädchen, von Arbitro und ja - sogar von seinem Hund.
Beim nächstbesten Mülleimer entsorgte ich sämtliche Geschenke, was natürlich für Aufruhr sorgte. Umzingelt von meinen meckernden Freunden wurde ich plötzlich am Arm gepackt und aus den Opferkreis hinaus gezerrt.
Ich blickte auf. Gunji! Jetzt hopste dieser Geistesgestörte wie ein Kindergartenkind Hand in Hand doch tatsächlich mit mir durch die Menschenmengen!
Er hatte mich vorhin schon so komisch angesehen, als wir ihn und Kiriwar bei Arbitro getroffen hatten... Und wieso störte es mich eigentlich, dass ich ausgerechnet von ihm keine Rose gekriegt hatte?
„Gunji, was soll das?“, fragte ich stattdessen nur. „Du musst mir helfen das Kätzchen zu finden. Ich glaube, es ist ins Geisterhaus gelaufen. Da.“ Er zeigte auf das Spukhaus, das am Valentinstag nur wenig benutzt wurde, und grinste mich an. „Und wieso ausgerechnet ich?“ Er hörte mich nicht, zu laut dröhnte seine Stimme, als er immer wieder nach Kau rief und mich letztendlich in das schmutzige, dunkle Haus zog.
„Gunji, ich glaube nicht, dass er hier ist.“ Ich wollte mich von ihm losreißen, doch es brachte nichts. Zu fest hielt seine Hand meine fest. „Ich weiß!“ Jetzt war ich verwirrt. „Ich wollte dir noch mein Geschenk geben.“, meinte dieser Psychopath dann. „Geschenk?“
Er ließ die langen Metallklauen, die er um den Händen gebunden trug, zu Boden fallen und drückte mich jetzt, als wir noch weiter durch das verlassene, dunkle Spukhaus gegangen waren, gegen die Wand. „Was soll das?“, hauchte ich. Es war mir unangenehm. Er stand nah genug, um genau zu spüren, wie mein Körper auf seinen reagierte.
Gunji drückte mich weiterhin unbeirrt gegen den kalten Stein. „Es gibt viel spaßigere Liebesbeweise am Valentinstag.“ Seine blonden Haare streichelten mein Gesicht, als er näher kam und seine Lippen schließlich auf den meinen trafen. Seine Zunge suchte Einlass in meinen Mund, dem ich ihr letztendlich gewährte.
Während wir uns küssten spürte ich, wie Gunjis Hand langsam unter meinen Pullover entlangfuhr, hinauf zu meiner Brust. Seine Finger verwöhnten mich dort eine Weile, bis es ihm zu lästig wurde.
Der Mann zog mir mein Oberteil über den Kopf und ließ es ebenfalls auf den feuchten Boden des Geisterhauses fallen. Bei ihm war das nicht nötig. Er lief eh immer mit offenem Oberteil rum, sodass man jederzeit seinen Oberkörper betrachten konnte. „Gunji...“, hauchte ich außer Atem. Nein, den Part, der jetzt kommen würde, würde ich übernehmen, doch zu schnell drehte er mich um und drückte mich erneut gegen die Wand.
Seine Hand machte sich an meiner Hose zu schaffen. Ja, schon dumm, wenn man zu blöd war einen Gürtel aufzukriegen, nicht wahr?
Doch ich hatte mich zu früh gefreut. Gunji riss mir, frei nach dem Motto 'Was nicht mit Gewalt geht, geht mit mehr Gewalt' die Hose herunter ohne daran zu denken, vielleicht irgendwelche empfindlichen Gliedmaßen dabei einzuquetschen. So ein Idiot.
Es Störte ihn nicht. Als ich merkte, wie sich einer seiner Finger an meinem hinteren Bereich zu schaffen machte, versuchte ich mich aus seinem Griff zu befreien. „Lass mich los!", meckerte ich. Er dachte gar nicht daran. „Ich hörte, unten liegen macht mehr Spaß. Es soll doch mein Geschenk an dich sein und nicht anders rum." Er lachte.
Jetzt merkte ich, dass er das eben wörtlich gemeint hatte. Nein, nicht das mit dem Geschenk. Er drückte mich nach unten in den Schmutz und fuhr dann fort.
Als er seine Finger schließlich raus zog, dachte ich schon gar nicht mehr daran, dass es schlimmer kommen konnte.
Und dann spürte ich, wie er sein empfindlichstes Teil langsam in mich rein schob. Verdammt, schmerzte es bei Frauen auch so sehr? Dann hatte ich schon vielen mehr Schmerzen zugefügt, als ich es vorgehabt hatte.
Ein kurzer Aufschrei entrann meiner Kehle. Zähne zusammenbeißen, Akira, machte ich mir Mut. Stelle dich nicht so an. Und schon bald wurden mein Schmerz zu unendlicher Lust. Unser Stöhnen hallte in der Höhle laut wieder und war das einzige, was ich noch wahr nahm. Da waren keine albernen Pappgeister und Gummimasken mehr, nur noch Gunji und ich, wie wir immer tiefer unter einem Schleier aus Hitze und Erregung verschwanden, als ich schließlich kam.
Nun gut, bei einem so schäbigen Spukhaus würde ein wenig weiße Flüssigkeit auf dem Boden nicht weiter auffallen.
Noch ein paar Mal bewegte sich Gunji in mir, bis auch er seinen Höhepunkt erreichte und sich dann aus mir zurückzog.

Zurück im Hellen klebte der Kerl praktisch an mir. Er hatte sich bei mir eingehakt und weigerte sich standhaft loszulassen, sang stattdessen lautstark irgendein Lied. Wie peinlich. „Caaaaan you feeeel the looooove toniiiiight...“ „Gunji, erstens ist es helllichter Tag und keine Nacht, zweitens hat keiner etwas von Liebe gesagt, also such dir ein anderes Lied.“ „Nichts gesagt? Akiraaa, ich liebe dich!“, rief der Depp quer durch den Freizeitpark. Stumm lief ich weiter.
Ich wusste nichts darauf zu erwidern. Er regte mich auf, ja, aber auf eine andere Art und Weise, als die anderen es taten.
Im nächsten Moment drückte er mich gegen das Riesenrad, an dem wir grade vorbei kamen und küsste mich erneut.
Liebevoller und vorsichtiger als zuvor trafen sich dieses Mal unsere Zungen und trennten sich erst wieder voneinander, als ich mitkriegte, wie Rin und co. uns geschockt anstarrten. „Was...macht ihr da?“ fragte der Alte. „Und wieso seid ihr so dreckig?“, ergänzte der Kleine.

Ich blickte an mir und meinen schlammverschmierten Klamotten herunter.
„Wollt ihr nicht wissen.“
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