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Die Vergangenheit des Dämons

von Mina8888
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dawn Warden Julien DuCraine
17.07.2011
09.03.2012
7
7.292
 
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17.07.2011 1.096
 
Kathys- oder Catherines- Gesicht war jetzt tränenüberströmt. Sie biss sich auf die Lippe, schluckte, ehe sie mit sichtlicher Mühe flüsterte:
,,Gott, Julien, es tut mir so leid."
Juliens Miene blieb immernoch hart und kalt. Was mich ziemlich aufregte. Ich meine, das war seine Schwester, die er so sehr liebt! Wie konnte er so kalt sein.
Offenbar hatte er sie sehr verletzt, denn sie brach weinend und schluchzend zusammen, fiel auf die Knie und barg das Gesicht in den Händen.
Da zeichneten sich auch auf Juliens Gesicht endlich seine Emotion ab. Schmerz, Trauer, Mitleid, aber auch Angst und Wut konnte man dort erkennen, als er ih näher kam, sich zu ihr kniete und sie in die Arme nahm.
Eine ganze Zeit lang saßen sie so da; Catherine weintw und Julien sprach beruhigend auf sie ein.
Je länger sie so da saßen, desto unbehaglicher wurde mir zumute. Und wie schon zuvor, als er Adrien wiedergefunden hatte, kam ich mir fehl am Platz vor.
Nach einiger Zeit hatte sich Kathy beruhigt und beide standen auf. Julien hielt sie noch immer fest.
,,Kathy, aber... wie kann das sein?", fragte er.
Sie lächelte leicht, ,,Ich war nie tot."
Wir blickten sie verwirrt an.
,,Das musst du uns aber erklären", meinte Julien und führte sie zum Sofa neben mich, wo sich beide setzten.
,,Ich habe deine Leich gesehen."
,,Das war nicht wirkliuch meine Leiche.", als wir beide sie verwirrt ansahen, fing sie an zu erklären, ,,Da du ,wie ich dich kenn, Dawn bestimmt nichts näheres über mich erzählt hast, werde ich es ihr von Anfang an ausführlich erzählen", sagte sie zu Julien und sah dann zu mir, ,, Als ich kurz vor dem Wechsel zu einer Lamia war, war ich für kurze Zeit mit einem Jungen zusammen. Dave.", ihr Blick huschte huschte kurz zu Julien, auf dessen Gesicht sich Erkennen und schließlich Wut abzeichneten, doch er blieb still, ,,Er gab sich früher als Lamia aus, sagte er sei aus den Philipinen für eine kurze Zeit nach Marseille gekommen. Für diese kurze Zeit war ich mit ihm zusammen. Er hatte mich wirklich sehr geliebt. Aber ich ihn nicht. Ich war mit ihm zusammen, weil... naja, ich schätze du weißt, wie sich junge weibliche Lamia, die kurz vorm Wechsel sind, verhalten?", sie grinste verschlagen, als ich nickte, ,, Doch kurz bevor er zurück in seine Heimatstadt gehen wollte, verliebte ich mich in Raoul", bei seinem Namen trat Schmerz in ihre Augen, ,,- und machte schluss mit ihm. Er war sehr niedergeschlagen und traurig- zuerst. Er hat mich angefleht, es mir anders zu überlegen. Doch ich wollte nicht. Eigentlich war ich ja überhauptnicht an ihm interessiert. Ich war also mit Raoul zusammen und Dave flog zurück in seine Heimatstadt. Doch ich hatte mich geirrt, als ich gedacht habe, dass er mich in Ruhe lassen würde. Er ist wütend geworden und hat kontakt zu Gerard aufgenommen.", Julien sog scharf die Luft ein, spannte sich an, ,, Sie haben unter einer Decke gesteckt. Die ganze Zeit. Dave ist kein Lamia. Noch immer weiß ich nicht genau, was er wirklich ist, nur, dass er viel mächtiger ist, als es irgendein Lamia sein könnte. Er hat euch in die Situation gebracht, in der du Raoul zum Vampir gemacht hast. Er hat mich manipuliert und dafür geaorgt, dass ich mich... geekelt habe vor ihm- und dass ich dir alle Schuld gegeben habe. Aber Gerard musste er nicht beeinflussen. Er war schon unmenschlich genug.", sie verzog angeekelt das gesicht, ,,Raoul wollte wirklich in die Sonne gehen, nur dass Dave ihn vorher abgefangen und dann verschleppt hatte. Wieder manipulierte er mich, sorgte dafür, dass ich dich", sie sah zu Julien, ,, zur hölle schickte und schließlich selbstmord begehen wollte", Sie starrte auf ihre Hände und ich hatte das Gefühl, als wäre sie nicht mehr bei uns, sondern weit weg, im vorherigen Jahrhundert, ,, Doch wie zuvor bei Raoul verschleppte er auch mich. Und-", plötzlich brach sie einfach zusammen. Ich machte erschrocken einen Satz vom Sofa, während Julien sie dort vorsichtig hinlegte.
,,Was ist passiert?", fragte ich erschrocken.
,,Ich glaube, es war zu viel für sie.", sagte Julien und strich ihr zärtlich ein paar Strähnen aus dem Gesicht, ehe er sich erhob und auf mich zukam.
,,Wie geht es dir?", fragte ich, legte eine Hand an seine Wange. Er war immernoch angespannt und das rot in seinen Augen verriet mir seine Wut.
,Alles in Ordnung."; behauptete er, küsste mein Handgelenk und lächelte kurz.
Doch ich glaubte ihm nich. Ich bohrte nicht weiter nach, da ich wusste, dass er mir sowieso nichts sagen würde.
,, Also, was machen wir jetzt?", ich sah zu Kathy.
Er zuckte mit den Schultern, ,, Wir lassen sie liegen. Sie muss sich ausruhen. Und wir sollten es besser auch tun.", mir diesen Worten nahm er mich auf die Arme.
Ich wusste, dass es keinen Sinn hatte, mit ihm wieder darüber zu diskutieren, warum er mich ständig tragen musste. So quietschte ich erschrocken auf und fauchte ,,Neandertaler!" in seine Richtung.
Mein Freund sah nur spöttisch auf mich herab.
,,Woher kennst du Catherine?", fragte er mich, als wir die Treppenstufen erreicht hatten.
,,Sie ist Kathy"
Er nickte, ,, Das habe ich mir schon gedacht."
Ich stieß die Tür meines Zimmers mit meiner Hand auf, ehe Julien es tat. Erst nachdem er die Tür geschlossen hatte, ließ er mich wieder los.
Ich ging ins Bad, zog ein knapp knielanges babyblaues Nachthemd an, dessen Ausschnit mit gestickten Blumen verziert war. Dann wusch ich mein Gesiccht und ging in mein Zimmer.
Julien wartete schon unter der Decke auf mich. Ich legte mich zu ihm und schmiegte mich an ihn.
,,Sicher, dass es dir gut geht?", fragte ich besorgt, da ich die Anspannung immernoch fühlte.
,,Du solltest schlafen, Dawn"
Ich wollte nicht locker lassen, aber da fiel mir was anderes ein, ,, Was ist mit Adrien?"
,, Er hat mir gesagt, dass er viel zutun hat in Marseille und unmöglich wegkann. Ich dachte, wir könnten- da wir sowieso eine Woche frei haben- vielleicht nach Marseille gehen. Natürlich nur, wenn du damit einverstanden bist?", hörte ich da tatsächlich Unsicherheit in Julien Du Craniers Stimme?
Ich stemmte mich auf einen Ellbogen neben seinem Kopf, sah ihm in die Augen, ,, Ich wollte schon immer mal diese Stadt sehen, die du so sehr liebst.", sagte ich und küsste ihn sanft.
Dann bettete ich meinen Kopf auf seine nackte Brust, während Julien meinen Nacken auf und ab strich. Unendlich zart fühlten sich seine Finger an.
Irgendwann schlief ich doch ein.
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