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Die Vergangenheit des Dämons

von Mina8888
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dawn Warden Julien DuCraine
17.07.2011
09.03.2012
7
7.292
 
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17.07.2011 1.051
 
Wie immer fuhr Julien wie ein Irrer auf seiner neuen Blade, die er sich gekauft hatte, als wir aus Griechenland zurückkamen und Adrien seine geliebte Vette zurückgegeben hatten. Und wie immer, wenn wir den Schulparkplatz betraten, richteten sich schlagartig alle Blicke auf uns. Als Julien die Blade zum stehen brachte, lehnte ich meinen Kopf genervt auf seine Schulter. Im Moment hatte ich echt keine Lust auf diese Gaffer!
Julien seufzte, ,, Ich weiß ja, dass diese Gaffer nerven, aber du musst in die Schule gehen. Ob freiwillig oder nicht. Zwing mich nicht, meine Drohung wieder wahr zu machen.", meinte er belustigt.
,,Schon gut brummte ich und stieg ab, ,, Warum bist du auf einmal so verantwortungsbewusst? Sonst bist du doch derjenige, der immer versucht, mich davon abzuhalten in die Schule zu gehen"
,,Du weißt nicht, wie gerne ich dich heute morgen weiter schlafen gelassen hätte.", er legte seinen Helm ab und nahm mich in die Arme, ,,Aber ich wusste, wohin das wieder führen würde; spätestens wenn du wach und angezogen bist, hättest du mir die Schuld dafür gegeben, dass du nicht schon längst in der Schule bist. Und das hätte dann zum Streit zwischen uns geführt.", er zuckte mit den Schultern.
,,Da hast du allerdings Recht", gab ich zu und küsste ihn. Ich hatte vor, ihm nur einen kleinen Kuss zu geben, aber er wollte den Gaffern wohl noch mehr Grund zum tratschen geben und drückte mich fester an sich. Ich ließ unsere Zuschauer glotzen und schlang die Arme um seinen Nacken und erwiderte seinen Kuss, wobei ich sehr darauf bedacht war, nicht mit meiner Zunge an seine immer noch langen und dementsprechend scharfen Eckzähne zu gelangen. Doch plötzlich erwachte die Gier in mir und ließ mich aufstöhnen vor Verlangen nach seinem Blut und meine Finger in seinem Haar zur Faust ballen. Ich spürte, wie meine Eckzähne immer länger und schärfer wurden. Und so plötzlich, wie sie gekommen war, ließ ich ihn auch fauchend los, befreite mich aus seinen Armen, trat ein paar Schritte zurück und wandte mich ab.
Ich schloss die Augen, atmete tief ein und aus und versuchte meine verkrampften Glieder wieder zu entspannen.
ich wusste, dass ich mich hätte beherrschen könne, ihn nicht sofort zu beißen, aber das, was in der Vergangenheit war, konnte ich einfach nicht vergessen. Immer, wen mich diese Gier packte und Julien in der nähe war, sah ich seinen leblosen Körper vor mir... ich schauderte und mir stiegen Tränen in die Augen. Hastig wischte ich mir über die Wange und versuchte, mich nicht wieder zu verkrampfen, als Julien von hinten ganz nah an mich heran trat und beide Hände beruhigend auf meine Schultern legte- vergeblich.
,,Du musst trunken", ich spürte seinen Atem an meinem Hals. In diesem Moment klingelte die Schulglocke und mir fielen wieder die gaffenden Schüler- und auch einige Lehrer- ein, die sich jetzt nur zögernd zu ihrem jeweiligen Unterricht begaben. Na toll!  für Außenstehende konnte das gerade eben wie eine Auseinandersetzung oder so aussehen können. und die Tatsache, dass Julien und ich einfach nebeneinander wieder in die Klasse gingen, nachdem ich ihm beteuert hatte, dass ich es aushalten könnte bis zur Pause zu warten, und nicht- so wie immer- Arm in Arm gingen. Wir beeilten uns, in den Matheunterricht zu gelange und setzten und auf unsere Plätze. Meiner war neben Beth. Zum Glück war Mrs Jekens noch nicht da.
,,Na, bereit für die Arbeit", fragte ich Beth mit belustigt hochgezogenen Augenbrauen.
Ich stöhnte genervt, ,,Erinnere mich bloß nicht daran", meinte ich, wobei ich sorgfältig darauf bedacht war, meine Fänge zu verbergen.
,,Du bist heute aber schlecht gelaunt", bemerkte sie.
,,Das wundert dich? An einem Tag, an dem wir die Mathearbeit zurückbekommen?"
,,Aber du hast doch gemeint, dass sie gut gelaufen wäre"
,,Das ist sie ja auch, aber ich habe halt eine persönliche Abneigung gegen Mathearbeiten. das müsstest du eigentlich wissen"
,,Wie wahr", seufzte sie.
Dann kam auch schon Mrs Jekens mit ihrer üblichen schleckten Laune in die Klasse und fing an uns zu erzählen, dass einige von uns totale Versager wären, was die Arbeiten betrifft und sie nicht verstehen könne, was wir auf dieser Schule zu suchen hatten, wenn wir nicht einmal die simpelsten Textaufgaben lösen konnten.
Am Ende der Stunde verteilte sie die Arbeiten.
An meinem Tisch blieb sie stehen, ,, Ich weiß nicht, was so plötzlich los ist mit ihnen, aber weiter so.", sagte sie und lächelte mich doch tatsächlich an! Sonst hatte sie die Arbeit immer wortlos oder mit einem verächtlichen Spruch auf meinen Tisch geknallt. So wie sie es gerade bei Julien tat. Dieser machte sich nicht einmal die Mühe nachzulesen, welche Note er hatte. Denn er wusste schon, dass er keine Fehler hatte.
Ich hatte fast die volle Punktzahl und daher eine eins minus. Das viele Lernen über die Weihnachtsferien hatte also doch noch was gebracht.
Spanisch zog sich in die Länge, so dass alle froh waren, als es klingelte und wir gehen konnten. Kaum war ich auf dem Flur, zog mich Julien auch schon hinter sich her auf den Schulparkplatz hinter einen Baum. Hier befand sich nie jemand in den kurzen Pausen.
,,Du musst trinken", meinte er nur und zog den Kragen seiner Lederjacke runter, so dass seine Kehle frei war.
Ich legte meine Hände auf seine Schultern und beugte mich vor. Ich strich mit meinen Lippen über seine Haut, bis ich seinen Puls unter ihnen spüren konnte, dann küsste ich ihn zärtlich auf diese zwei stellen, in welche sich meine Eckzähne im nächsten Moment bohrten. ich trank langsam und sehr darauf bedacht, ihm nicht weh zutun. Ich hätte fast aufgestöhnt, als ich spürte wie sein süßes Blut meinen Mund füllte und für einen Moment krallte die Gier seine Krallen heftig in meinen Magen, ehe sie sich zurückzog und nicht mehr zu spüren war. Dann leckte ich zart über die Wunde und fuhr mir mit der Zunge über die Lippen, ehe ich Julien küsste.
Er strich mir zart über die Wange, ,,Geht es dir besser?"
Ich lächelte und nickte und nahm seine Hand, ,, Lass uns wieder rein gehen."
Als wir im Flur waren, rannten uns auch schon Susan, Mike und Beth entgegen. ohne uns auch nur zu begrüßen, sagten sie aufgebracht, ,,Dawn, Kathy kommt wieder nach Ashland Falls!"
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