Cola

SongficAllgemein / P12
Adrian Veidt / Ozymandias Daniel "Dan" Dreiberg / Nite Owl II Edward Blake / The Comedian Jonathan "Jon" Osterman / Doctor Manhattan / Calvin "Cal" Abar Laurie Juspeczyk / Silk Spectre II / Laurie Blake Walter Joseph Kovacs / Rorschach
07.07.2011
07.07.2011
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Disclaimer: Na gut, ihr habt mich erwischt! Alles nicht meins... leider.

A/A: Wurde geschrieben, während ich mir ununterbrochen „American Idiot“ von „Green Day“ angehört habe. Ich denke also, dass hier ist 'ne Songfic...? :D

Reviews sind immer mehr als willkommen!

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Eine Colaflasche.
Laurie sieht sie und verzieht das Gesicht.
Ihre Mutter hat ihr schon als kleines Mädchen beigebracht, wie undamenhaft es ist, aus der Flasche zu trinken.
Und kein Glas in Sicht.
Außerdem muss sie auf ihre Linie achten, das hat ihre Mutter ihr auch schon sehr früh beigebracht.
Und Laurie will später nicht fett, häßlich und ohne Mann dastehen.
Schweren Herzens dreht sie der Flasche den Rücken zu und fragt sich, wie ihre Mutter es schafft, immer noch ihr Leben zu kontrollieren, obwohl sie so viele Kilometer entfernt in einem Altersheim sitzt.

Eine Colaflasche.
Daniel sieht sie und fragt sich, wann er so eine zum letzten Mal in der Hand gehalten hat.
In letzter Zeit ist es keine Cola gewesen.
Eher Rotwein nachts in seinem Keller, während er sich an Archie lehnt und ihm zärtlich über die Seite streicht, als würde er dann die Flügel spreizen und mit den Triebwerken gurren, wie früher.
Früher hat er immer gern Cola getrunken, nach einer langen Nacht mit seinem einstigen Partner.
Daniel putzt gedankenverloren seine Brille und betrachtet träumerisch das Etikett der Colaflasche, während er sich an alte Zeiten, an bessere Zeiten, erinnert.

Eine Colaflasche.
Doktor Manhattan sieht sie nicht an.
Er weiß, dass sie da ist, hat es gewusst, bevor sie überhaupt produziert wurde.
Er denkt nicht daran, sie zu trinken.
Sein Interesse an Nahrungsaufnahme jeglicher Art ist im Laufe der Jahre immer geringer geworden.
Stattdessen amüsiert er sich, während er weiter an Veidts neuem Kernreaktor baut, damit, die Moleküle des Getränks zu berechnen, zu analysieren und in alphabetische Reihenfolge zu bringen, bevor er seine gesamte Aufmerksamkeit nach etwa eineinhalb Sekunden gelangweilt wieder seiner eigentlichen Arbeit zuwendet.
Diese Welt ist so ermüdend.

Eine Colaflasche.
Veidt sieht sie und stellt sich sein Gesicht auf dem Etikett vor.
Er denkt an die vielen neuen Fans, die er durch eine solche Werbeaktion gewinnen wird und überlegt, wie viel Geld der Colakonzern von ihm dafür maximal fordern könnte.
Er macht eine kurze Überschlagsrechnung im Kopf, in der er eventuellen Gewinn und Verlust für seine Firma abschätzt und miteinander vergleicht.
Veidt kommt zu dem Ergebnis, dass eine solche Werbeaktion übertrieben und egozentrisch und außerdem viel zu teuer wäre.
Des weiteren kommt er zu dem Ergebnis, dass er sie unbedingt haben will.
Er greift zum Telefon, um seine Sekretärin zu benachrichtigen.

Eine Colaflasche.
Rorschach sieht sie, greift danach und zieht sie dem Beinah-Mörder über den Kopf.
Er sieht den Splittern dabei zu, wie sie sich tief in den Schädel bohren.
Abschaum. Hat nichts Besseres verdient.
Außerdem ist das Hirn des Kerls so klein, die Scherben haben es vermutlich sowieso verfehlt.
Rorschach wirft einen kurzen Blick auf die Flasche und lässt sie angewidert fallen.
Veidts Gesicht lächelt ihm entgegen, Blut auf den so weißen Zähnen.
Colaflaschen waren einmal grün.
Wie Nite Owl I, Hooded Justice und die anderen Helden früherer Generationen sie einst tranken.
Amerikanische Freiheit, gefüllt in grüne Flaschen.
Rorschach steckt die Bar in Brand und geht.
Amerikanische Freiheit, denkt er zynisch, als ihm das Knistern der Flammen und die entfernten Sirenen von Feuerwehrwagen in den Ohren brennen, wird wohl nicht mehr hergestellt.

Eine Colaflasche.
Der Comedian sieht sie.
Er hat Durst.
Er trinkt sie leer.


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