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Ein Uchiha in Iwagakure

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / Gen
Obito Uchiha Rin Nohara
07.07.2011
02.01.2014
17
41.437
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07.07.2011 2.770
 
Ein Kribbeln durchzog meinen Körper. Nein, ein Kribbeln war nicht das richtige Wort. Erst war es nur ein kleines Kitzeln in den Fingern und Zehen meiner linken Körperhälfte. Doch schon bald schwoll das Kitzeln zu einem betäubenden Schmerz an. Wenn ich nicht von Kiloweise Steinen beladen wäre, hätte ich geschrien wie ein kleines Mädchen. Doch dieser schreckliche Schmerz machte mir eins bewusst: Ich war nicht tot!


,,Da drunter! Ich spüre einen schwachen Chakra- Impuls.”
Mehrere Iwa-Ninja stürzten auf die Stelle auf die ein orangehaariges, junges Mädchen deutete. Kleinere Steine flogen durch die Luft, größere wurden mit Ninjutsu vorsichtig gesprengt.
,,Da ist er!”, rief einer der Shinobi.
Mit vereinten Kräften zogen sie den leblosen Körper aus den Trümmern.
,,Man, den haben diese Konoha-Schweine ganzschön zugerichtet”, stellte einer von ihnen fest.
Doch ein anderer stieß ihn von der Seite an. ,,Sieh mal genau hin.” Er deutete auf den Jungen, der jetzt auf den Rücken gelegt wurde. Ein Konoha- Zeichen prangte stolz auf seiner Stirn.
,,Scheiße,”, entfuhr es dem ersten Iwa-Nin. ,,Unsre Leute hat es also echt erwischt. Lassen wir ihn liegen.”
Der Trupp von Iwa-Nins richtete sich nacheinander langsam auf. Nur das Mädchen blieb sitzen.
,,Komm schon Satari, du bist unserer Sensor.”
Tatsächlich erhob sich die Orangehaarige. ,,Wir sollten ihm helfen!”
,,Satari!”, rief einer der Iwa-Nins. ,,Das ist ein Konoha- Schwein! Der hat vielleicht deinen Vater gekillt! Oder meine Frau. Denk doch mal nach, den können wir nicht am Leben lassen!”
Satari verschränkte die Arme vor der Brust. ,,Akio, er lebt! Er hat es nicht verdient zu sterben. Wenn wir ihn sterben lassen, sind wir nicht besser, als die, die wir so sehr verachten. Neko, Tsubaki, ihr seit Iryonin. Ihr dürft ihn nicht sterben lassen.”
Nach der Ansprache des Mädchens blickten sich die drei Männer wortlos an.
,,Satari hat Recht!”, rief Tsubaki schließlich. Er kniete sich zu dem Schwerverletzten hinunter und begann die gröbsten, oberflächlichen Wunden zu versorgen. ,,Neko, fass endlich mit an!”, fauchte er und der Angesprochene tat wie ihm geheißen.
,,Seine rechte Seite ist beinahe vollständig zertrümmert. Sein linkes Auge ist nicht mehr zu retten. Es scheint vollständig entfernt worden zu sein. Ansonsten hat er einige Schnitt- und Platzwunden, sowie eine Rippenfraktur auf der linken Seite. Wäre ein Wunder, wenn wir den wieder flott kriegen”, stellte Neko die Diagnose.
Satari seufzte leise und streichelte dem jungen Konoha- Ninja über die dicke, schwarze Haarpracht. ,,Ich bin sicher, dass er es schafft. Sein Chakra ist sehr lebendig.”
Tsubaki und Akio sahen sich fragend an. Was ritt dieses Mädchen bloß?

,,Wie geht es ihm, Tsubaki?” Satari, die bis eben auf einem Holzstuhl gesessen hatte stand jetzt auf und ging langsam auf den glatzköpfigen Iryonin zu.
,,Er wird wohl durchkommen… aber ob er jemals wieder gehen kann, das ist dir Frage. Er muss erstmal aus dem Koma erwachen.”
Satari nickte langsam. ,,Kann ich zu ihm?”
Tsubaki nickte und schüttelte gleichzeitig den Kopf. ,,Hör mal. Du solltest deine Trauer über deinen Vater jetzt nicht auf diesen Jungen da drin projizieren. Dein Vater ist tot und dieser Junge wird vielleicht auch sterben!”
Satari knirschte mit den Zähnen. ,,Ich projizier’ meine verdammten Gefühle nicht auf diesen Konoha- Typ! Ich will einfach nicht noch mehr unschuldige Tote. Das muss doch nicht sein, oder?” Sie zog geräuschvoll die Nase hoch und ließ sich gegen Tsubakis Schulter sinken.
,,Schon gut, Satari. Ich bin Arzt. Ich versteh’ was du meinst.”
Das Mädchen zog wieder die Nase hoch und richtete sich wieder auf. ,,Ich seh’ jetzt mal nach ihm.”
Tsubaki klopfte dem Mädchen sanft auf die Schulter, bevor sie das Krankenzimmer betrat.
Der Schwarzhaarige war an unzählige Geräte angeschlossen. Das gleichmäßige Geräusch des Beatmungsgerätes und des EKGs erfüllten den Raum. Es roch nach Desinfektionsmitteln und Zinkverbänden.
,,Hey kleine Mumie”, murmelte Satari und setzte sich auf die Bettkante. ,,Ich weiß nicht, ob du mich hören kannst. Ich hab auch mal im Koma gelegen. Da konnte ich alle hören. Aber vielleicht ist da ja bei jedem anders. Ich hoffe, du wachst bald auf. Ich hab’ das Zeichen auf deinem Pulli gesehen. Ein Uchiha, was? Kein Wunder, dass du die Schlacht überlebt hast. Also, mach deinem Klan keine Schande und wach bald wieder auf, ja?”

In den nächsten Monate besuchte Satari den jungen Konoha- Shinobi fast jeden Tag. Sie las ihm vor, meistens aus der Zeitung. Im Laufe der Zeit wurden die Meldungen immer erfreulicher.
,,Konoha zieht sich aus Kusa- und Amegakure zurück”
,,Die Kage setzten sich für Verhandlungen an einen Tisch”
,,Erste Friedensverträge geschlossen”
,,Iwa- und Kumogakure treten freiwillig Land an Ame- und Takigakure ab”

Eines Tages betrat Satari wie immer gut gelaunt das Krankenhaus. Unter dem Arm trug sie eine Zeitung und ein Buch.
,,Satari, da bist du ja endlich! Du wirst nicht glauben, was passiert ist!”
Das Mädchen blieb stehen und sah den aufgeregten Neko fragend an.
,,Unser Konoha-Junge ist aufgewacht!”
Die Zeitung und das Buch polterten zu Boden. ,,Ist das dein Ernst? Wow is’ ja Wahnsinn!” Schwungvoll rannte das Mädchen los, riss die Tür zum Zimmer des Jungen auf und sah ihn mit aufgerissenen Augen an. ,,Konoha-Junge?” Doch dann bekam ihre Freude gleich schon den nächsten Dämpfer.
Äußerlich hatte sich kaum was verändert. Der Junge lag im Bett, dick eingegipst, den Kopf fast vollständig verbunden, das EKG piepste immer noch.
,,Entschuldige, hab’ ich dich erschreckt?” Langsam und wesentlich leiser setzte Satari sich auf die Bettkante, dort wo sie fast immer saß.
Der Junge sah sie aus dem Augenwinkel an, denn den Kopf drehen konnte er noch nicht. ,,Bist du die Quatschtante?”, fragte er mit leiser, brechender Stimme.
Satari sah ihn erstaunt an. ,,Du kannst schon sprechen?”, fragte sie verblüfft.
Der Junge seufzte leise. ,,Mein ganzer Körper ist ein Wrack, bloß meine Ohren und Stimmbänder nicht.”
Sataris Gesichtzüge entgleisten beinahe. ,,D-du weißt schon ziemlich viel, oder?”
Der Junge schnaubte wieder. ,,Ich bin hier in Iwagakure, lag acht Monate im Koma und du hast mir jeden einzelnen verdammten Tag die Ohren abgenagt.”
Langsam wurde Satari ärgerlich. ,,Hör mal, ich war die einzige, die sich um dich gekümmert hat. Diese ganzen Ärzte hier wollten dich sterben lassen!”
Ein betretenes Schweigen trat zwischen die beiden.
,,E-es tut mir leid”, murmelte der Schwarzhaarige. ,,Es… es nervt mich einfach, dass ich nicht tot bin. Ich wollte als Held sterben. Aber nein. Hier bin ich. Ich werd’ wahrscheinlich nie wieder laufen können. Aber hey! Das Leben ist toll!”
Sataris Blick wanderte auf ihre Hände. Aus dieser Position hatte sie das noch gar nicht betrachtet. ,,Das muss echt nerven, oder? Ich heiße übrigens Satari.”
Der Junge hob seinen nicht verbundenen Arm so gut es ging und streckte ihn Satari entgegen. ,,Obito.”
Die Orangehaarige lächelte leicht. ,,Obito Uchiha also… klingt gut.”
Obito gab ein überraschtes Geräusch von sich. ,,Das weißt du also auch schon.”
,,Kein Wunder, wenn ihr euer Wappen auf jedes eurer Kleidungsstücke näht.”
Obito schloss das Auge. ,,Ich würde gerne etwas schlafen.”
Satari nickte leicht. ,,Klar. Wir sehen uns, ja?” Leise stand sie auf und schlich aus dem Krankenzimmer.
,,Sympathischer Kerl, was?”
Satari sah Neko ins Gesicht. ,,Spar dir deine Ironie. Der Junge macht grad’ einiges mit.”
Neko hob abwehrend die Hände. ,,Schon gut, schon gut. Wenn du dich noch mehr für den Konoha-Jungen einsetzt, glauben echt alle, dass du in ihn verknallt bist.”
Satari fielen beinahe die Augen aus dem Kopf. ,,Na hör mal! Ich hab’ dem Jungen vielleicht acht Monate beim Schlafen zugesehen, aber das ist auch schon alles. Außerdem heißt er Obito, Obito Uchiha!” Energisch warf sie eine dicke Haarsträhne nach hinten und stolzierte davon.

Völlig aus der Puste lehnte sich Satari gegen einen dicken, alten Baum. Verknallt, in einen Kerl, den sie gar nicht kannte. Und der noch dazu aus Konoha kam! Aus Konoha, diesem Dreckskaff! Nein, in so einen würde sie sich nie verlieben.

,,Hey… Obito, so heißt du doch, oder?”
Obito, der gerade aufgewacht war, blickte aus dem Augenwinkel zur Tür.
Neko stand dort. Seine zu langen, blonden Haaren fielen ihm in die Augen.
,,Ja, und du bist der Iwa-Arzt.”
,,Neko”, verbesserte der Blondschopf. ,,Hör zu, Obito. Du scheinst mir ziemlich stark zu sein. Es wird schwer, aber ich denke, dass du es packst.”
Obito sah den Arzt überrascht an. ,,Ich kann… ich kann wieder werden?”
Neko nickte leicht. ,,Wenn du hier bleibst. Wir haben sehr gute Therapeuten. Morgen komm ich mit ein paar Helfern und dann entfernen wir die Verbände.” Neko blinzelte seinem Patienten zu und verließ das Krankenzimmer wieder.

,,Danke, dass ich bei ihnen wohnen darf.”
Sataris Mutter lächelte Obito an. ,,Meine Tochter scheint dich zu mögen. Ich könnte ihr diesen Wunsch einfach nicht abschlagen.”
Zwei Wochen waren vergangen, seit die Verbände entfernt worden waren. Obito hatte unzählige Narben auf der rechten Körperhälfte, viele würden mit der Zeit verblassen, doch genauso viele würden für immer bleiben. Außerdem saß er im Rollstuhl. Doch er würde den Mut nicht verlieren und weiter arbeiten, bis er wieder gehen konnte.
,,Hey Obito! Ich bring dich mal in dein Zimmer.”
Doch Obito hob abwehrend die Hände. ,,Wenn du mir sagst, wo ich lang rollen soll, mach’ ich das allein.”
Satari lächelte zufrieden. Es machte sie glücklich zu sehen, dass Obito den Mut nicht aufgab. Sie war glücklich, dass er wieder lachen konnte. Und sie war froh, dass er bei ihr wohnen wollte. ,,Klar, mir nach!”, rief sie begeistert und lief langsam voran. Aus dem Augenwinkel konnte sie sehen, dass Obito sich mit dem Rollstuhl abmühte, doch sie wusste, dass er es schaffen würde, ihr zu folgen. ,,Tadaa!”, rief sie fröhlich, als Obito neben ihr eintraf. ,,Das war das Zimmer meines Bruders. Aber er wohnt schon seit zwei Jahren mit seiner Freundin zusammen. Mum hat nichts dagegen, dass du sein Zimmer bekommst und was Nathan sagt interessiert keinen.”  Sie lachte etwas zu laut und ging aus dem Weg, damit Obito ins Zimmer fahren konnte. Schließlich setzte sich die Orangehaarige auf das Bett. ,,Und, gefällt es dir?”
Obito nickte leicht. ,,Es ist toll. Besser als mein Zimmer zu Hause. Ich musste mit meinem kleinen Bruder in einem Zimmer wohnen. Und nach fast neun Monaten im Krankenhaus ist mir eh alles Recht.”
Satari kicherte leise. ,,Glaub’ ich dir gern. Du  hast auch einen Bruder? Erzähl doch mal etwas mehr über dich!”
Obito machte ein ungehaltenes Gesicht. ,,Also echt. Über mich gibt’s kaum was zu sagen. Ich bin langweilig. Eine Ninja-Niete.”
,,Obwohl du ein Uchiha bist?”
Obito versuchte den Ansatz eines Schulterzuckens. ,,Ich würde viel lieber etwas über dich hören, Lebensretterin.”
,,Lebensretterin?”, kicherte Satari und wurde leicht rot um die Nase. ,,Ach was, das meiste haben Neko und Tsubaki gemacht. Ich hab’ nur-”
,,Du hast sie nur davon überzeugt, mich nicht abnippeln zu lassen”, fiel Obito ihr ins Wort. ,,Neko hat mir alles erzählt.”
Jetzt wurde der Rotschimmer auf Sataris Wangen deutlicher. ,,Wow, soviel Ehrlichkeit hätte ich ihm gar nicht zugetraut…”
Obito rollte mit seinem Rollstuhl etwas näher an Satari ran. ,,Eigentlich war er gar nicht so verkehrt. Nachdem er nicht mehr Mordgelüste mir gegenüber hegte haben wir uns sogar manchmal unterhalten können.”
Satari lachte leise. ,,Nimm’ s Neko nicht übel. Im zweiten Ninjaweltkrieg haben Konoha-Ninja seine ganze Familie ausgelöscht. Und ihn ließen sie leben, damit er für immer leidet.”
Obito zog die Augenbrauen an den Haaransatz. Kriege waren immer etwas grausames. Es wurden Dinge getan, die unmenschlich und auf keine Weise zu rechtfertigen waren. Dinge, die nichts mit dem eigentlich Auslöser für den Krieg zutun hatten. Kinder verloren ihre Eltern, Eltern ihre Kinder. Es war ungerechtfertigt und grausam. Niemand hatte so was verdient. ,,Dein Vater ist auch im Krieg gefallen, oder?”
Satari nickte betreten. ,,Von Konohas gelbem Blitz getötet.”
Obito sah das Mädchen ihm gegenüber erschrocken an. ,Wenn sie wüsste, dass Minato-sensei…' Er ließ den Gedanken unvollendet und legte stattdessen eine Hand auf Sataris Knie. ,,Er war sicher ein großartiger Mann. Wenn er eine so wundervolle Tochter hat.”
Überrascht sah die Orangehaarige auf. ,,Wundervoll?”
,,Ja… also… du bist so… so frei von Verachtung… so offen und großmütig. Das finde ich wirklich bewundernswert!”
Satari lächelte leicht, vielleicht sogar müde. ,,Ich bin nicht frei von Hass. Ein solcher Engel bin ich nicht. Vielleicht versuche ich diese Schuldgefühle an dir zu kompensieren.” Damit erhob sich das Mädchen. ,,Ich werde sehen, ob ich meiner Mutter beim Kochen helfen kann. Wir sehen uns beim Essen.”
Obito sah Satari nach, bis sie um die Ecke verschwand. Schuld kompensieren. So ein Quatsch. Wenn Satari wüsste, wer er wirklich war, hätte sie nie versucht ihm zu helfen. Er war der Schüler des Mannes, der ihren Vater getötet hatte. Aber es war eben Krieg. Minato-sensei führte seine Aufträge immer präzise aus. Nur hatte Obito noch nie an die andere Seite gedacht.
Hier in Iwa war das Leben nicht viel anders als in Konoha. Jede Ninjagroßmacht sah sich im Recht. Niemand würde freiwillig einräumen den Krieg verursacht zu haben. Und im Endeffekt würden in allen Geschichtsbüchern unterschiedliche, subjektive Wahrnehmungen der Geschehnisse wiedergegebenen werden. Jedes Dorf hatte seine Helden. Und jedes seine Feindbilder. Und jedes Dorf hielt seine Ansichten für die einzig richtigen,
Obito rollte sich ans Fenster und beobachtete eine Weile das geschäftige Treiben auf der Straße.
Ein kleines Mädchen winkte und lachte Obito zu, doch als er ebenso reagierte, zerrte die Mutter das Kind fort.
Natürlich wussten alle, wer er war. Der Konoha-Junge, ein Uchiha, ein Kriegsfeind. Wahrscheinlich hielt dich die Begeisterung der Bevölkerung auch in Grenzen, dass Sataris Familie ihn aufgenommen hatte. Auch wenn der Tsuchikage sein OK gegeben hatte. Wahrscheinlich würde der Alte ihn sogar anflehen in Iwa zu bleiben, eine Familie zu gründen und viele Kinder mit Sharingan zu bekommen. Jedes Dorf war hinter diesem Kekkei Genkai her.
Aber wenn Obito jetzt so darüber nachdachte, was sollte er tun, wenn er wieder geheilt war? Nach Konoha zurückgehen? Es konnte Jahre dauern, bis er wieder vollständig einsatzfähig war. In Iwa bleiben? Hier würde er für immer ein Fremder sein. Ein Eindringling. Ein Feind. Sollte er etwa zum Nukenin werden? Nein, dafür reichten seine Fähigkeiten nicht aus. In kürzester Zeit wäre er tot. Aber was blieb ihm sonst übrig?
Obito konnte seine Gedankengänge nicht fortsetzten, denn Sataris Mutter Miyako stand im Türrahmen und klopfte gegen diesen. ,,Essen ist fertig.” Sie beobachtete kurz wie der Junge mit seinem Rollstuhl kämpfte. ,,Soll ich dir helfen?”
Obito schüttelte den Kopf. ,,Ich schaff' das allein!”
Miyako nickte leicht. ,,Gut. Ich warte in der Küche auf dich.”

Obito saß Mutter und Tochter gegenüber. Mit dem Essen waren sie bereits fertig.
,,Wollten Nathan und Remu nicht heute zum Essen kommen?”, fragte Satari leise.
Miyako sah sich verstohlen um. ,,Schon… aber Nathan musste überraschend zu einer Mission.”
Obito konnte an ihrem Blick erkennen, dass sie log. Die beiden kamen nicht wegen ihm. Wer konnte er ihnen verübeln? Er war der Feind. Der absolute Feind. Ihnen blieb gar nichts anderes übrig, als Satari und Miyako zu meiden. ,,Sobald ich wieder halbwegs gehen kann, werde ich mir eine eigene Bleibe suchen”, sagte er also mit ernstem Blick.
Mutter und Tochter sahen sich entsetzt an. ,,Gefällt es dir bei uns nicht?”, fragte Miyako.
Obito hob abwehrend eine Hand. ,,Wo denken sie hin! Es ist großartig hier. Aber ich kann nicht verantworten, dass sie meinetwegen in Isolation leben. Ich kann mir vorstellen, was die Dorfbewohner von meiner Anwesenheit halten.”
Satari stand energisch auf und stellte die Teller klappernd zusammen. ,,Mir ist egal, was die Dorfbewohner sagen. Du bleibst. Die werden sich schon dran gewöhnen. Stimmt’ s Mutter?”
Miyako zögerte leicht. Sie glaubte Sataris Worten nicht. ,,Ja, das werden sie bestimmt…”
Obito blickte unter sich. Was gab ihm das Recht, das Leben dieser ohnehin gestraften Familie noch mehr zu ruinieren? Sein Tod hätte alles einfacher gemacht.
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WIKI:

Akio:
24 Jahre zu Beginn der Geschichte; Jonin; beherrscht das Element Raiton; blond mit schwarzen Augen; trägt Standartjoninkleidung; Nathans ehemaliger Teamkollege

Hoshiama Miykako:
48 Jahre zu Beginn der Geschichte; Chunin; Sensor; braune Haare mit grauen Strähnen, blaue Augen; trägt meistens längere Kleider mit Schürzen; geht nur noch selten auf Mission; Sataris Mutter

Hoshiama Nathan:
21 Jahre zu Beginn der Geschichte; Jonin; Sensor; braune Haare, grüne Augen; trägt Standartjoninkleidung; Sataris Bruder

Hoshiama Satari:
16 Jahre zu Beginn der Geschichte; Chunin; Sensor (=kann das Chakra anderer auf weite Strecken spüren und zuorden); orange Haare, blaue Augen; trägt ein lilafarbenes Kleid ohne Träger, weiße Stulpen an Armen und Beinen und Ninjaschuhe mit kleinen Absätzen

Neko:
25 Jahre zu Beginn der Geschichte; Jonin; Iryonin; blonde Haare, blaue Augen; trägt Standartjoninkleidung; Arzt in Iwas Krankenhaus

Remu:
19 Jahre zu Beginn der Geschichte; Jonin; beherrscht die Elemente Doton und Katon; schwarze Haare und Augen; trägt Standartjoninkleidung; Nathans Freundin

Tsubaki:
31 Jahre zu Beginn der Geschichte; Jonin; Iryonin; glatzköpfig mit braunen Augen; trägt Arztkleidung; Arzt in Iwas Krankenhaus
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