Avatar-Reise nach Pandora

GeschichteAbenteuer / P12
04.07.2011
11.08.2011
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Ich öffnete langsam meine von Müdigkeit trägen Augen. Ich war in einem der Kryokapseln. 2 Jahre Kälteschlaf fühlten sich an, wie ein Mittagsschläfchen. Ich rieb mir mit der linken Hand über den Augen. Ich schaute mich um. In der Kapsel war es dunkel. Nur das Licht von draußen streifte meine Wange. Die Kapsel rüttelte sich. Langsam wurde sie und ihre Inhalt nach draußen geschoben. Erst jetzt sah ich meinen Atem, in Form eines Nebels. Und auch jetzt erst, merkte ich wie kalt es doch war. Meine Augen brannten durch das plötzliche Licht. Ich schloss schnell wieder meine Augen. Jetzt spürte ich wieder die Müdigkeit. Ich merkte, wie sich jemand auf meine Kapsel zubewegte. Auf einmal waren hinter mir an einem Griff zwei Hände. „Hey. Nicht lange genug geschlafen.“, fragte eine Frau, mit belustigten Sarkasmus. „Doch. Aber hier zu starkes Licht. Haben sie noch nie was von Stromsparen gehört?“, gab ich mit einem frechen Grinsen zurück. „Autsch. Der hat gesessen.“, sagte ein Junge, der an uns vorbei  flog. Da war er. Der Junge, in den ich jetzt schon seit 4 Jahren verliebt bin. Naja ok. Eigentlich sind es ja nur 2 Jahre gewesen. Aber die Gefühle sind ja auch noch im Schlaf da. Er winkte mir zu und sagte: „Hey.“ „Hey.“, sagte ich zurück. Die Frau verdrehte genervt die Augen. „Soll ich nun ihre Schnallen abmachen, oder wollen sie noch 2 Jahre in der Kapsel liegen.“, sagte sie und riss mich aus der Vertiefung. „Oh ja. Natürlich.“, sagte ich völlig verpeilt. „Ehm. Soll ich noch warten?“, fragte Jeremy. „Oh. Ja klar. Also, wenn du willst.“, sagte ich. Ich wurde leicht rot und schaute verlegen zur Decke. Die Frau merkte anscheinend die Gefühle, die ich für diesen Jungen hatte, denn die schüttelte lachend den Kopf. Als sie die letzte Schnalle geöffnet hatte, sagte sie: „Das war’s. Soll ich noch mitkommen und ihn alles zeigen?“ Ich wollte gerade ja sagen und hatte auch schon den Mund offen, als mir Jeremy dazwischen funkte. „Nein brauchen sie nicht. Wir kommen schon alleine klar.“, sagte er. Ich löste mich von der Kammer und schwebte nach oben. Es war ein tolles Gefühl frei rum zu schweben. Ich schwebte nach oben und dann wieder nach unten. Bis plötzlich Jeremy meine Hand nahm und mit mir Richtung Shuttle zu fliegen. „Na denn lass ich mal das Traumpärchen alleine.“, sagte die Frau und fing an zu lachen. Ich drehte mein Kopf nach ihr um und warf ihr einen bösen Blick zu. Doch dies  bemerkte sie nicht mehr. Wir kamen an unserem Spints an. Und was für ein Zufall. Sein Spint lag genau neben meinen. Er lächelt mir zu. Ich lachte zurück. Ich nahm meine Sachen aus dem Spint und wartete darauf, dass auch er fertig wurde. „So. Wir können weiter.“, sagte er und wir begannen weiter zu schweben. Wir erreichten den Eingang zum Shuttle. Er kamen wir in einem Raum. Als die Tür verschlossen war, aus der wir gekommen sind, verschwand auf einmal die Schwerelosigkeit. Jeremy landet aufrecht auf seinen Beinen. Zu meinem Pech flog ich volle Kanne auf den Boden. „Au.“, sagte ich. Er reichte mir die Hand und ich stand mit seiner Hilfe auf. „Danke.“, sagte ich. „Bitte. Hat’s wehgetan?“, sagte er. „Ein wenig.“, antwortete ich. Als ich auf den Beinen war und auftreten wollte, zuckte ich vor Schmerz zusammen. „Sch. Ah.“, machte ich. „Ach. Komm her.“, sagte Jeremy. Er machte seinem Arm unter meinem und meinen über seine Schulter. Ich stütze mich bei ihm ab. Er gab mir ein Exopack. „Danke.“, sagte ich und fuhr fort, „Aber was ist wenn deine Freundin uns sieht.“ „Na ja. Meine Freundin hatte sich kurz vor dem Kryoschlaf von mir getrennt.“, sagte er und blickte traurig drein. „Tut mir leid.“, sagte ich. „Ach nicht so schlimm.“, sagt er und gab mir ein Kuss auf die Wange. Ich wurde rot und lächelte verliebt. Die  Tür zu Shuttle öffnete sich. Wir gingen, oder ich humpelte eher, zu einer Bank. „Vorsichtig.“, sagte er liebewohl und half mir mich hinzusetzen. „Danke.“, sagte ich und lächelte ihn an. Er beugte sich, um sich meinen Fuß anzugucken. „Tut es da weh?“, fragte er und tastete mein Fuß ab. „Au. Ja genau da.“, sagte ich und verzog mein Gesicht vor Schmerz. „Tut mir leid.“, sagte er und schaute hoch. Für einen Moment schauten wir uns beide in die Augen. Es kribbelt in meinem Bauch und es war so, als ob tausende von Schmetterlingen auf meinem Herz ein Liebestanz tanzten. Ich war in meinen Leben noch nie so verliebt gewesen wie jetzt. „Geht’s wieder?“, fragte er. „Ja. Natürlich.“, sagte ich. Er streichelte mir über das Bein. Danach setzte er sich auf die Bank. Langsam füllte sich das Shuttle mit allen möglichen Personen. Von Wissenschaftler bis Soldaten und Ingenieure. Es war ein langes Schweigen zwischen uns beiden. Bis ich fragte: „Warum gehst du eigentlich nach Pandora?“ Er reagierte lange nicht und starrte nur auf den Boden. „Na ja. Weißt du….“, sagte er und holte tief Luft. Ich sah ihn nur neugierig an. „Auf Pandora lebt mein einziger lebender Verwandte.“, sagte er und blickte weiter hin traurig zu Boden. „Oh. Das tut mir leid. Das habe ich nicht gewusst.“, sagte ich und schaute ihn mitleidig an. „Ach. Das braucht dir nicht leid tun. Das ist ja nicht deine Schuld.“ „Hey. Komm mal her.“, sagte ich. Er schaute mich kurz an und nahm in die Arme. Dies blieb einige Minuten, bis wir die Umarmung lösten. „Aber. Sind nicht alle Menschen von Pandora verbannt!?“, sagte ich. „Ja. Aber einige wurden auserwählt zu bleiben. Und ich hoffe, dass er dabei ist, denn als das Shuttle zurück kam. War er nicht an Board.“, sagte er. „Na denn, wird er sicherlich noch dort sein.“, sagte ich um ihn ein wenig Hoffnungen zu machen. „Und du. Warum bist du hier?“, fragte er mich nun. „Na ja. Als meine Mutter starb und mein Vater noch lebte, wollte er, dass ich nach Pandora gehen, um dort ein neues Leben anzufangen.“, sagte ich. „Oh. Deine Eltern sind also auch tot.“, sagte Jeremy nun. „Ja. Meine Mutter starb bei einem Autounfall, da sie besoffen  Auto gefahren ist. Sie war Alkoholikerin. Ihr tot hat mich nicht so stark mitgenommen. Also, mies war es trotzdem, aber es war nicht diese Art Trauer, die ich gefühlt hatte, als mein Vater gestorben war. Nein, ich war einfach nur traurig, weil sie mir nur selten gesagt hat, wie sehr sie mich liebt. Ich konnte es ihr auch nicht vermiesen. Sie musste viel mit sich selbst und ihrer Krankheit kämpfen. Und da war ein kleines nerviges Mädchen natürlich an falscher Stelle. Mein Vater ist an Lungenkrebs gestorben.“ Ich machte eine kurze Pause, denn bei den Gedanken an meinen Vater kam mir immer das Schluchzen und ich merkte wie ein Tränen mir über die Wange lief. Ich wollte gerade weiterreden, als Jeremy mir ins Wort fiel. „War dein Vater Raucher?“, fragte er. „Nein. Er hatte keine Laster. Der Lungenkrebs wurde von seiner Mutter an ihn weiter gegeben. Das heißt ich habe den Krebs auch. Deshalb sollte ich nach Pandora geben. Um da als Avatar weiter zu leben. Und wenn mein Körper den Kampf aufhebt, hat er gehofft, dass die Na’vi meine Seele in den Avatarkörper übergehen zu lassen. Er glaubt an die Gutmütigkeit der Na’vi und an der Großzügigkeit von Eywa.“, beendete ich und merkte wieder wie ein Tränen aus meinen Augen schoss und ein Weg in die Freiheit wollte. Diesmal merkte es auch Jeremy und strich mir mit den Daumen über die Wange und strich mir so die Träne weg. Ich fühlte mich bei ihm geborgen. „Du hat ja noch.“, sagte er und nahm mich in den  Arm. Er streichelte mir durchs Haar. Nachdem Gespräch hatten sich alle im Shuttle eingefunden. Aus einem Fernhörer an der Wand sagte ein Stimme: „An alle Leute, die sich für den Flug nach Pandora entschieden haben. Das Shuttle fliegt nun ab. Ich wünsche ihn alle auf dem Walüre Shuttle einen guten Flug und ein guten Aufenthalt auf Pandora. Vergessen sie nie ihre Exopacks. Einen schönen Flug.“ Das Shuttle startete den Motor und dann flog das Shuttle los.