Die Nacht in der Kälte

GeschichteDrama / P12 Slash
Otori Takeo
30.06.2011
30.06.2011
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Die Nacht war schon lange hereingebrochen und der dämmernde Abend hatte sich in eine tiefe schwarze Nacht verwandelt.

Ich saß eng an Makoto geschmiegt und spürte die unnatürliche Wärme die von ihm ausging in dieser bitterkalten Winternacht.

Ich wusste, dass er sich hier in die Höhle des Löwens begangen hatte und spürte die Schuld heiß in meiner Kehle kochen.


Wie schon früher und auch später in meinem Leben war dies einer der Tage von denen ich mir bewusste war, dass es ohne mich nicht so gekommen wäre.

Ich hatte mich schon damals von meiner ungestillten Lust führen gelassen und wusste, dass es auch in dieser Nacht wieder meine Schwäche sein würde.

Meine Gedanken glitten zu Kaede und ich hoffte sie möge leben und allem leid zum trotz sein, nicht den Edelmann Fujiwara heiraten und doch blendete ich sie in diesem Moment aus.

Ich spürte Makotos Hand heiß auf der meinen ruhen und die Lust durchfuhr mich wie ein geschickt ausgeführter Schwerthieb.


Meinen Körper drehte ich, presste ihn ungeniert an den des Mönches und bemerkte nur kurz Makotos überraschtheit.

„Lord Otori“, flüsterte er mit einer Mischung aus Zurückhaltung und ebenso großer Lust.

Mein Körper steuerte meine Gedanken und ließ jede Vernunft walten und vergessen was Shigeru mich gelehrt hatte.

Makoto lag halb bekleidet auf dem kalten Boden des Tempels und ich betete dafür, dass die Geister mir vergeben mögen für die Beschmutzung die ich dem Tempel aufbürdete.

Ich lockerte geschickt mein Gewand und ließ es achtlos zu Boden gleiten.

Keine Kälte durchzog mich nur das Gefühl das jegliches Blut in meine unteren Regionen gewichen war.

Makotos Kleider lagen ebenso bedeutungslos neben uns wie die meinen und ich hob seine Beine hoch, blickte ihn nur flüchtig an, ehe ich mit ihm verschmolz.

Scharf zog er die Luft ein und ich wusste, dass er Schmerzen haben würde- doch den bittersüßen Schmerz würde er zu erdulden wissen für den Moment der Befriedigung.

Ich wollte ihn mit Haut und Haaren spüren, drückte mich gegen ihn, nur um tiefer in ihm zu verschwinden.


Meine Hände stützen neben seinem Kopf und ich sah für einen kurzen Moment die Hitze und den Lustschleier der uns in unseren Wellen voller Ektase umgaben.

Wir waren zu abgelegen als das uns hätte jemand hören können und trotzdem verspürte ich schon Sekunden nach dem Erguss Scham sich mit der Schuld in meiner Kehle mischen.

Befriedigt zog ich mich zurück und zog meine Kleider an, denn ich wusste das Gefühl des Höhepunktes würde die Kälte nicht lange abschrecken.

Makoto tat es mir gleich und sobald sein letztes Kleidungsstück seinen Platz gefunden hatte verneigte er sich tief, das Gesicht an den Boden geheftet und sprach leise „Ich danke Lord Otori“.

Ich blickte ihn verwirrt und Entsetzt an aber in diesem Moment wurde mir abermals bewusst, welche Macht ich besaß auch ohne von den Otoris anerkannt zu werden.

„Setz dich auf, du musst dich nicht bedanken mein Freund“.

Maktot tat wie ihm geheißen, zuckte mit keiner Wimper und doch hätte mir klar sein müssen wie sehr ihn meine letzten Worte trafen, denn letztlich war er nur ein Freund, ein Ausweg die Lust zustillen so grausam es auch klingen mag, so ist es doch die Wahrheit und ich spürte Erleichterung wenigstens dieses mal keinen Sohn gezeugt zu haben.


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