I don't want you to know it

von Mina-Kim
GeschichteDrama / P18
Fabi Jo Mäx
30.06.2011
31.12.2011
9
21703
 
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hey :)

Hier ist meine 2te Killerpilze Fanfiction. Die Idee dazu kam mir gestern Nacht und heute Früh hatte ich mich gleich daran gesetzt um sie zu schreiben.
Ich hoffe sie gefällt euch!
-----------------------------------------
Titel: I don't want you to know it (Ist ein bisschen unkreativ ich weiß.Ich habs nicht so mit Titeln..)
Autor: LittleSecret
Altersfreigabe: Ab 18.
Genre: Drama, eventuell auch Gewalt.
Anmerkung: Über Feedback würde ich mich freuen.
------------------------------------------
Es war ein sonniger Sommertag im Juli, als ich mich zusammen mit meiner Tochter Linea mit dem Zug auf den Weg nach Dillingen machte. Im Regionalzug war es ziemlich heiß und meine 8 Monate alte Tochter wurde langsam immer quengliger. Aber ich konnte es ihr nicht verübeln, denn wir waren nun schon ca. 6 Stunden unterwegs und die Kleine konnte auf Grund der unerträglichen Hitze ihr Mittagsschläfchen nicht halten.
,,Wir sind doch bald da, meine Süße.“, hauchte ich und streichelte ihr über ihren braunen Haare.
,,Dada da.“, brabbelte sie lächelnd, fing allerdings im nächsten Moment an wild mit ihren kleinen Fäustchen herum zu schlagen und dabei ihr Gesicht zornig zu verziehen.
In Momenten wie diesen sah sie ihren Vater so unglaublich ähnlich, dass es mir weh tat.

Die Leute die mit uns im Abteil saßen, lächelten mir aufmunternd zu, auch wenn sie in den letzten Stunden öfters mal genervt geseufzt hatten. Aber sobald meine Kleine sich zu einem kurzen Lächeln abrang schien auch das Gemüt der mitreisenden sich wieder zu bessern.

,,Nächster Halt, Dillingen an der Donau.“, ertönte plötzlich die Stimme des Schaffners durch die Lautsprecher und erleichtert atmete ich aus.
,,Komm meine Süße, wir sind da.“ Ich stupste Linea auf ihre kleine Nase, was sie wieder zum lachen brachte und nahm sie hoch, da sie bis jetzt auf meinem Schoß gelegen war.
Mit meiner freien Hand hob ich meine Reisetasche auf und holte noch schnell den Kinderwagen, welchen ich im Fahrradwagon nebenan abgestellt hatte.
Dort legte ich meine Tochter hinein und platzierte noch ihr Lieblingsstofftier neben sie.
Als der Zug hielt war ein Fahrgast zum Glück so nett und half mir mit dem Kinderwagen und der Reisetasche.
Freundlich bedankte ich mich und machte mich dann auf dem Weg zu der Wohnung meines Cousins.
Er wusste nicht, dass wir kamen, da die ganze Reise eine sehr spontane Sache war. Doch ich war mir sicher dass er sich freuen würde uns zu sehen. Vor allem, da er Linea noch nie gesehen hatte.
Er wusste nur, dass sie vor 8 Monaten auf die Welt kam.

Nach einem halbstündigen Fußmarsch kamen meine, nun endlich eingeschlafene, Tochter und ich bei der Wohnung von meinem Cousin Mäx an.
Mit zitternden Händen klingelte ich und sah mir das Gebäude während des Wartens genauer an. Eigentlich war es ein Haus, das auf zwei Wohnungen aufgeteilt wurde. Eine vorne und eine hinten.
Mäx hatte den vorderen Teil des Hauses für sich.
Dann hörte ich plötzlich Schritt und im nächsten Moment öffnete mir ein verschlafener Lockenkopf die Tür.
Als er erkannte wer da vor ihm stand, weiteten sich seine Augen und seine Müdigkeit schien mit einem Schlag wie weg geblasen.
,,Lena?“, hauchte er und ich nickte als Antwort.
,,Hey Mäx.“, flüsterte ich dann nach einigen Sekunden des Schweigens.
,,Wie? Was?“, stammelte er und wandte dann seinen Blick auf den Kinderwagen neben mir, wo meine Tochter noch immer seelenruhig schlief.
Er schien die ganze Situation nicht zu verstehen, aber ich nahm es ihm nicht übel.
Mein letzter Besuch war schon eine Zeit lang her.
,,Ist das Linea?“, fragte er dann und wieder nickte ich.
,,Ja, das ist meine Tochter.“, lächelte ich und sah dann ebenfalls zu dem kleinen Geschöpf. ,,Dürfen wir rein kommen?“
,,Oh, Äh, Natürlich.“
Mäx half mir mit dem Kinderwagen über die zwei Stufen vor der Haustür und schloss dann hinter uns die Tür.
,,Warte, ich nehm dir das Mal ab.“, sagte Mäx und nahm mir die Reisetasche aus der Hand. Er verschwand damit kurz in ein Zimmer, so weit ich die Wohnung von damals noch kannte, war es das Wohnzimmer.
Als Mäx wieder zurück kam deutete er mir ich solle ihm folgen. ,,Den Kinderwagen kannst du derweilen ruhig hier an der Wand stehen lassen. Wir werden schon hören, wenn sie munter wird.“
Ich nickte und folgte ihm bis in die Küche, wo er mir einen Platz am Tisch anbot und sich dann gegenüber von mir hin setzte.
,,Also, was führt dich hier her? Ich meine, nicht das ich mich nicht freue, aber ich wundere mich. Hatte dir dein Freund nicht immer verboten mich zu besuchen?“, fragte Mäx die Frage, vor der ich mich die ganze Anreise über schon gefürchtet hatte.
Oh Mäx, ich kann dir nicht die ganze Wahrheit sagen. Noch nicht. Ich hoffe du verstehst das.
,,Wir… Also, Tim und ich haben uns gestritten. Es war ein heftiger Streit und wir waren der Meinung, dass uns ein paar Tage Auszeit voneinander gut tun würden. Deshalb kam ich hier her. Ich könnte doch sonst nirgends hin, außer zu dir.“
Der Lockenkopf nickte. Er wusste natürlich das meine Mutter vor einigen Jahren verstorben und mein Vater starker Alkoholiker war.
,,Das heißt du möchtest ein paar Tage bei mir übernachten?“, hackte er.
,,Das wäre toll, ja. Ich kann es mir leider nicht leisten in einem Hotel zu übernachten.“
,,Ist doch kein Problem. Du bist meine Cousine und du weißt dass du mir wichtig bist. Hier wird immer ein Platz für dich sein. Natürlich auch für deine Tochter.“, lächelte er und ergriff über den Tisch hinweg meine Hand um sie zu streicheln.
,,Tut mir Leid wenn ich etwas distanziert rüber kam. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet du vor meiner Tür stehen würdest. Zuerst dachte ich, es wären Fans gewesen die mich aus meinen Schlaf gerissen hatten.“
Entschuldigend lächelte ich ihn an.

,,Möchtest du etwas trinken?“, brach mein Cousin die entstehende Stille zwischen uns und stand auf.
,,Ja, ein Wasser, bitte.“
Ich beobachtete ihn dabei wie er ein Glas aus dem Kasten nahm und dann Mineralwasser einschenkte. Sich selbst machte er einen Kaffee.
,,Danke.“, sagte ich als er mir das Glas überreichte. Ich hatte bereits seit Stunden nichts mehr getrunken, da ich zu wenig mit genommen hatte.
,,Wie seit ihr beiden eigentlich her gekommen? Mit dem Zug?“
,,Ja, mit dem Zug.“ Ich machte eine kurze Pause, in der ich einen weiteren Schluck Wasser trank. ,,War eine ziemlich anstrengende Fahrt, vor allem für die Kleine.“
,,Das glaub ich dir. Von Köln bis nach Dillingen fährt man auch eine Weile.“
Ich zuckte mit den Schultern. Die lange Fahrt war es mir wert.
,,Oh, Shit.“, hörte ich Mäx fluchen nachdem er auf die Uhr geschaut hatte.
Verwirrt sah ich ihn an. ,,Was ist denn?“
,,Ich hatte komplett vergessen das ich in einer Stunde Bandprobe habe. Wir üben gerade für die bevorstehende Tour.“
,, Ach so. Aber das ist doch kein Problem. Geh ruhig zu deiner Probe.“
,,Bist du dir sicher? Ich meine, wir sehen uns gerade zum ersten mal seit langer Zeit wieder und eigentlich hätte ich so viele Fragen an dich..“, begann der Lockenkopf doch ich unterbrach ihn.
,,Ich bin doch noch länger hier. Das heißt du kannst mich heute Abend oder morgen auch noch ausfragen.“
,,Ja, stimmt. Da hast du Recht. Möchtest du vielleicht mit kommen? Dann ist dir nicht langweilig, so ganz alleine.“
Zu der Bandprobe? Wo die Halbig Brüder auch sind?
Schnell schüttelte ich den Kopf. Ich wollte ihn nicht wiedersehen.
Ich wollte nicht, dass er Linea sah.
,,Nein, danke. Aber ich werde mit Linea hier bleiben. Das ganze wäre auch etwas zu laut für sie. Probt ihr nur, ich werde mich einfach vor den Fernseher setzen, oder mit Linea spielen, wenn sie munter wird.“
,,Du kannst aber auch gerne mit ihr spazieren gehen. Im Regal am Flur, wo die Blumen drauf stehen, in der 1. Lade ist der Ersatzschlüssel für meine Wohnung.“
,,Danke.“, lächelte ich ihn an. ,,Ein Spaziergang wäre vielleicht gar nicht so schlecht, wenn Linea wieder munter ist. Ich müsste sowieso ein paar Kleinigkeiten besorgen, die ich zu Hause vergessen habe.“
Mäx nickte. ,,Ok, dann geh ich schnell ins Bad, mich etwas frisch machen. Wenn die Jungs mich so sehen bekommen sie nämlich einen Lachanfall.“, grinste er und erst jetzt fiel mir auf, das er einen blauen Pyjama trug. Stimmt, so konnte er wirklich nicht zu der Probe erscheinen, zumal seine Locken auch etwas durcheinander waren.
Ich sah meinen Cousin noch hinter her, als er verschwand. Die Kaffeetasse die er halbvoll auf den Tisch stehen gelassen hatte, leerte ich aus und stellte sie zusammen mit meinem bereits ausgetrunkenen Glas in den Geschirrspüler.
Wenn ich schon ein paar Tage hier blieb, konnte ich ihm immerhin ein wenig im Haushalt helfen.
Ich hoffte nur, das Tim nicht auf die Idee kam, ebenfalls her zu kommen und somit mein Geheimnis auffliegen zu lassen, von dem keiner Bescheid wusste.
Nicht einmal die Person, die Schuld an dem war, was ich in den letzten Tagen durchstehen musste.
------------------------------------------------------------------------------------
Weiter?
Review schreiben