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Dämonen sind kompliziert

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
28.06.2011
06.07.2011
23
17.873
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28.06.2011 932
 
Maron gähnte genüsslich. Was war das nur für ein herrliches Wetter. Das Interesse an dem Wetter schwand jedoch, als sie auf den Wecker sah.
“OH NEIN! Ich komme schon wieder zu spät!” fluchte sie, während sie sich ihre Schuluniform anzog und gleichzeitig ihre Schulsachen zusammen suchte. Ausgerechnet die erste Stunde bei Herr Shikaido. Schon hämmerte Miyako Toudaiji an die Tür.
“Meine Güte, Maron! Wegen dir komme ich wieder zu spät!” beschwerte sie sich so laut, dass Maron es bis hinten in ihr Schlafzimmer hören konnte.  
“Komme ja schon!” rief sie schließlich zurück und stolperte aus der Tür. Sie hielt sich an Chiaki fest, der sie gerade noch rechtzeitig auffangen konnte.
“Vorsicht, sonst verletzt du dich noch!” Sagte er wie immer mit seiner sanften Stimme, als Miyako ihre Freunde aus den Gedanken riss.
“Kommt schon, wir verpassen noch den Unterricht!” rief sie und verschwand schon im Aufzug. Gerade noch rechtzeitig stellte der blauhaarige Junge seinen Fuß zwischen die Türen und ließ Maron zu erst einsteigen.
Gerade noch rechtzeitig schafften es die drei in die Klasse. Kurz darauf kam Herr Shikaido mit einem fremden Mädchen herein.
“Guten Morgen Klasse!” sagte er und wandte seinen Blick von dem Mädchen ab.
Als die Klasse freundlich zurückgegrüßt hatte, nickte der rothaarige Lehrer noch einmal.
“Setzt euch! Ich möchte euch heute eine neue Schülerin vorstellen. Sie heißt Ayaka Kiriko Yamazu und gehört von nun an der Klasse an.”, er wandte sich wieder Ayaka zu. Maron musste ein paar Mal blinzeln. Glänzten seine Augen vor Freude, oder war es nur eine Täuschung? Sie wusste es nicht.
“Setzt dich doch bitte nehmen Chiaki.” bat er sie und legte sacht seine Hand auf ihre Schulter. Was grinste sie nur so seltsam?
“Gut, beginnen wir also mit dem Unterricht.”
Ayaka setzte sich auf ihren Platz, als Chiaki sie auch schon ansprach.
“Guten Morgen? Hast dem Lehrer wohl schöne Augen gemacht?” fragte er und fing sich von drei Seiten eine Kopfnuss ein.
Ayaka, Maron und Miyako waren gerade zu gleichzeitig auf ihn losgegangen, wobei Ayaka etwas sehr seltsames tat. Sie ergriff Chiakis Gesicht und sagte dann fast lautlos: “Pass auf mein Lieber, zügle deine Zunge!” dann ließ sie ihn wieder los und wandte sich der Tafel zu.
“Heute befassen wir uns mit der Französischen Revolution. Wer kann mir etwas dazu sagen?” Fragte Herr Shikaido und stutzte, als Ayakas Hand in der Luft schwebte.
“Das einzige was ich weiß, ist, das die Eröffnung der Generalstände am 5.Mai 1789 in Versailles statt fanden. So brachten die Vertreter des dritten Standes, also des einfaches Volkes, über 40000 Beschwerde Briefe mit. Darin verfasst waren die Beschwerden über zu hohe Steuern, ungerechte Landverteilung, zu viele abgaben und Dienste, Armut und Hunger. In der Eröffnungsrede, die der König hielt ging er jedoch nicht auf die Beschwerden ein, sondern sprach vielmehr von neune steuern. Der dritte Stand berief sich auf eine Abstimmung nach Köpfen, doch zu letzt erklärten sich der Dritte stand mit einigen Priestern und niedrigen Adligen zur “Nationalversammlung”.
Die erste Nationalversammlung fand nur einige Tage am 20.Juni 1789 statt. Diese trafen sich im Ballhaus und in diesem Ballhaus wurde der Schwur geleistet, Frankreich die verdienten Bürgerrechte zu geben, der so genannte Ballhausschwur.”, bereits seit wenigen Minuten galt die Interesse der ganzen Klasse Ayaka  und Herr Shikaidos Augen glänzten noch mehr. Noch nie hatte er so eine atemberaubende Schülerin gesehen. Was war nur los mit ihm?
Ungefähr einen Monat später, um genau zu sein am”, nun stockte sie, brauchte jedoch nicht lang um den faden wieder auf zu nehmen.
“Am 14.Juli 1789 wurde die Bastille gestürmt. Das normale Volk siegte und trug die Köpfe des getöteten Kommandanten und seiner Wachmannschaft durch die Stadt Paris.” damit endete sie. Einen raunen ging durch die Klasse.
“Die hat wohl das Geschichtsbuch verschluckt” murmelte einer und Chiaki grinste breit.
“Na, da haben wir ja eine echte Historikerin.” witzelte er.
In der Pause wurde Ayaka von Herr Shikaido aufgehalten. Kiriko sah ihn mit glänzenden Augen an.
“Nicht schlecht, du...”, er stockte. Was war...war nur los mit ihm?
“Du scheinst dich für Frankreich zu interessieren.” endete er.
“Ja, ich, ich finde es sehr interessant. Mich, mich interessiert vor allem, der hundertjährige Krieg und Jeanne D’arc.” sagte sie. Noin sah sie still an.
“So wirklich?” Hinterfragte er.
“Ja, sie war so mutig.”, sie setzte ein freundliches lächeln auf.
“Aber vor allem interessiert mich ihr Partner, Noin Claude.”
Das konnte nicht sein! Sie, sie interessierte sich für ihn, und warum hatte er so ein seltsames Gefühl, als sie dies sagte.
“Oh, wirklich? Nun, mein Interesse gilt Di...”, er stoppte. Was hatte er da gerade nur sagen wollen?
“Wem?” Fragte sie nach.
“In die berühmte Jeanne D’arc!” rettete er sich.
“Oh, waren die beiden nicht ein Liebespaar?”
“Ja, das waren sie!” Liebe. Glück. Das musste dieses eigenartige Gefühl sein.
“Heyy, sagen sie mal, machen sie sich eigentlich an jedes Mädchen ran?” rief Chiaki und ergriff Ayaka am Arm.
“Nun, ich geh dann mal am besten!” beruhigte Noin ihn, drehte sich auf der Stelle um und verschwand in das Klassenzimmer.
“Ja, laufen sie nur!” zischte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
“Was wollte er von dir?” Damit wandte er sich Ayaka zu.
“Nichts. Wir haben uns über den Geschichtsunterricht unterhalten.” knurrte sie und Chiaki ließ sie ruckartig los, so als hätte er sich verbrannt.
“Schon gut. Aber sei Vorsichtig, ich traue ihm nicht!” warnte er und wandte sich zum gehen.
“Ich bin aber nicht du!” rief sie ihm hinterher. Sie würde einen anderen Ausgang nehmen, denn auf Chiaki hatte sie keine Lust mehr. Sie musste doch nicht beschützt werden!

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KOMMIS!!!
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