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Handbuch Fluch der Karibik (mit ersten Infos zu Charakteren aus Salazars Rache)

von Gundolf
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Captain Jack Sparrow Elizabeth Swann Will Turner
26.06.2011
30.10.2017
86
168.295
9
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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26.06.2011 3.104
 
Edward „Blackbeard“ Teach  








Geschlecht: Männlich  

Beruf: Captain der Queen Anne’s Revenge    

Schiffe: Queen Anne’s Revenge

Angegriffene Schiffe: Black Pearl sowie diverse andere Schiffe, die als Buddelschiffe auf der Queen Anne’s Revenge als Trophäen aufbewahrt werden  

Waffen: Tritons Schwert, Voodoo-Magie, Griechisches Feuer

Status: Verstorben (endgültig …)  

Familie: Angelica Teach (Tochter)

Auftritte: Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten

Dargestellt von: Ian McShane  

Deutsch synchronisiert von: Klaus D. Klebsch  



Quellen: Eigene Ermittlungen aus Hörspiel, Roman zum Film, Begleitbuch „Jack Sparrows neue Abenteuer“, „Piraten“, Hrsg. David Cordingly





Geschichte des Charakters



Edward „Blackbeard“ Teach, dargestellt von Ian McShane und deutsch synchronisiert von Klaus D. Klebsch, ist eine in Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten neu eingeführte Figur und gehört zu den wenigen historischen Figuren, die in das Universum von Pirates of the Caribbean aufgenommen wurden.



Der historische Edward Teach galt nach dem Artikel „Das Goldene Zeitalter der Piraterie von Jenifer G. Marx in dem von dem Marinehistoriker David Cordingly herausgegebenen Buch „Piraten“ zwar nicht als einer der brutalsten Piraten, die je die Gewässer der Karibik und in der Gegend um die Bahamas unsicher gemacht haben, aber als ein Meister der Selbstdarstellung. Sein Schiff war die Queen Anne’s Revenge, die ihm auch in Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten zugeschrieben wird. Der historische Blackbeard wurde am 22. November 1718 im Kampf gegen die britische Royal Navy unter dem Kommando von Lieutenant Robert Maynard getötet. Verbürgt ist, dass Teach trotz einer schweren Schusswunde durch eine Kugel aus Maynards Waffe diesen mit lautem Gebrüll angriff, dessen Klinge im Nahkampf zerbrach, noch einen Messerstich im Hals wegstecken konnte, blutüberströmt weiterkämpfte und erst durch zwanzig Messerstiche und fünf Schusswunden, beigebracht von einer größeren Anzahl von Maynards Männern, endgültig gefällt wurde. Der Tote wurde geköpft, der Kopf unter dem Bugspriet von Maynards Schiff HMS Pearl (!) nach Bath, North Carolina gebracht …



Eine Legende besagt, dass Teachs enthaupteter Körper noch zwei Runden um das Schiff schwamm, bevor er unterging, eine andere Version dieser Legende spricht gar von sieben Runden. Diese Legende wird von Jack Sparrow in Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten aufgegriffen, die er teilweise direkt zitiert, als er Blackbeard gegenübersteht und ihn „in der Freizeit Aufersteher von den Toten“ nennt.



Blackbeard pflegt eine besondere Sammelleidenschaft: Schiffe, die er angegriffen und besiegt hat, schrumpft er mithilfe seiner magischen Kräfte auf handliche Modellgröße und steckt sie in Flaschen. Auf diese Art hat er eine große Sammlung von Buddelschiffen erworben, die er in einem Schrank in der Kapitänskajüte aufbewahrt.



Im Pirates-of-the-Caribbean-Fandom wurde gelegentlich die Ansicht vertreten, Captain Teague, Jack Sparrows Vater, sei von Teach abgeleitet oder er sei mit diesem gar identisch. Mit dem Auftreten von Edward „Blackbeard“ Teach ist diese Annahme eindeutig widerlegt.





Aussehen



Edward Teach ist 5 Fuß 9 Inch (1,75 m) groß, hat graue Augen, fast schwarze Haare, einen graumelierten Vollbart, der teilweise zu kleinen Zöpfen geflochten ist und wirkt bullig. Üblicherweise kleidet er sich komplett in Schwarz. Meist trägt er über dem schwarzen Hemd eine schwarze Lederweste und einen ledernen schwarzen Überrock mit breiten Ärmelaufschlägen. Unter den lederbezogenen Knöpfen sind – augenscheinlich aus schwarzen Wildleder – Zierpatten in Lilienform auf das Leder genäht. Blackbeard trägt dazu einen schwarzen Dreispitz aus Filz, der an der Krempe mit Leder abgesetzt ist. Die obere Wölbung des Hutes wird von einem schwarzen Lederkreuz abgedeckt. Eine schwarze Hose und schwarze Stiefel mit großen Stulpen ergänzen die Kleidung. Sein Schwert trägt er in einem modischen Schultergehänge an der linken Seite.



Auf einigen Fotos auf imdb.de ist Ian McShane mit dem für diese Rolle gezüchteten Bart zu sehen. Erkennbar ist der Bart sorgsam gestutzt und eher grau als schwarz. Der natürliche Bart diente offenbar als „Grundbart“, an dem die im Film sichtbaren schwarzen Zöpfe am Kinn und der mächtige Backenbart wohl als Haarverlängerungen angebracht wurden.





Schwert



Blackbeard ist im Besitz eines besonderen Schwertes, des Schwertes von Triton. Nach dem Begleitbuch „Jack Sparrows neue Abenteuer“ soll es in Atlantis geschmiedet worden sein. Einer der drei Saphire Tritons ist in den Griff eingelassen* und verleiht dem Schwert magische Eigenschaften. Anders als bei sonstigen Klingen reichen die Stabilisierungsriefen – meist als so genannte Blutrinnen bezeichnet – bis in die schräge Klingenspitze, statt deutlich davor zu enden. Die Klinge sieht deshalb wie mitten drin abgeschnitten aus und ist dadurch unverwechselbar.



Die Berührung des Griffs unterwirft dem Träger das laufende Gut (die beweglichen Leinen) an Bord eines Schiffes. Wird das Schwert dann gezogen, können die Leinen in die vom Schwertträger gewünschte Richtung dirigiert werden. Blackbeard benutzt diese Klinge hauptsächlich als „Taktstock“ für Leinen, denn durch die Beherrschung des laufenden Gutes kann er die Besatzung eines Schiffes ohne eventuell verlustreichen Kampf außer Gefecht setzen und das Schiff übernehmen. Hector Barbossa erklärt gegenüber Jack Sparrow, dass die Black Pearl auf diese Weise verloren ging.



Nach dem Begleitbuch „Jack Sparrows neue Abenteuer“ soll die Magie des Schwertes auch Tote zum Leben erwecken können.



Nach Blackbeards Tod an der Quelle der ewigen Jugend beansprucht Hector Barbossa das Schwert als Schadenersatz für sein verlorenes Bein.





Biografie



Frühes Leben



Das frühe Leben des Piraten Edward „Blackbeard“ Teach dürfte weitgehend mit dem des historischen Blackbeard identisch sein, vermutlich sogar bis zu dessen „offiziellem“ Tod, zumal Jack direkt auf die den historischen Teach umgebende Legende verweist.





Vor Pirates of the Caribbean Fremde Gezeiten



Etwa sechsunddreißig Jahre vor den Ereignissen von Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten muss Edward Teach nachweislich eine Affäre mit der Mutter von Angelica gehabt haben, anders ist es nicht vorstellbar, dass er sie als seine Tochter akzeptiert. Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt hat sich Blackbeard der Voodoo-Magie zugewandt. Es ist nicht auszuschließen, dass er mithilfe dieser Magie überhaupt wieder unter die Lebenden zurückgekehrt ist und sich in der Folge dem Studium des Voodoo gewidmet hat, bis er diese Magie selbst so beherrschte, dass er damit seine Umgebung in Schach halten kann.



Ebenfalls zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt vor Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten hat er das Schwert Tritons erworben, das ihm die Herrschaft über andere Schiffe verleiht, indem er das laufende Gut dieser Schiffe gegen die rechtmäßige Besatzung einsetzen kann, und ihn zum Herrn über Leben und Tod macht.  



Es ist anzunehmen, dass Teach sich nach seiner „Auferstehung“ zu seinem Nachteil verändert hat, da er vor seinem offiziellen Tod im Jahr 1718 zwar ein erfolgreicher Pirat war, aber eben nicht als einer der brutalsten und grausamsten galt. Zwar neigte er dazu, seine Launen an seinen Männern auszulassen, ihm wurde schon vor 1718 der sinngemäße Ausspruch zugeschrieben: „Ich hätte einen von euch töten sollen, damit ihr nicht vergesst, wer ich bin“**, aber sein guter schlechter Ruf als Pirat basierte hauptsächlich auf seiner äußeren Erscheinung und seiner meisterhaften Selbstdarstellung.



Noch vor den Ereignissen von Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten hat er die Mitglieder seiner Führungsmannschaft abgesehen von der absolut loyalen Angelica zu Zombies gemacht, um sich deren widerspruchslosen Gehorsam zu sichern. Ebenfalls vor den Ereignissen von Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten hat er die Queen Anne’s Revenge neu gebaut und mit einer Abschussanlage für Griechisches Feuer versehen, das aus der zum Flammenwerfer umgestalteten Galionsfigur buchstäblich abgefeuert wird, einem Skelett, das eine Sense in den Knochenfingern hält. Diesen Flammenwerfer benutzt er auch, um Zombies zu machen. Nach dem Begleitbuch „Jack Sparrows neue Abenteuer“ ist die Queen Anne’s Revenge ein Dreimaster von ca. 3200 t Verdrängung. Die originale Queen Anne’s Revenge wies nur 300 t Verdrängung auf, war also nur ein Zehntel so groß wie das in Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten eingesetzte Schiff. Da die Queen Anne’s Revenge bereits vor seinem „offiziellen“ Tod vor der Küste North Carolinas nach der Blockade von Charleston bei Beaufort Inlet nach dem Auflaufen auf eine Sandbank sank, ist anzunehmen, dass er sein Schiff nach seiner Wiederbelebung nicht wieder gehoben, sondern komplett neu gebaut hat.



Seit seinem ersten Tod hat Blackbeard sich selbst unter Piraten einen so schrecklichen Ruf erarbeitet, dass nach dem Begleitbuch „Jack Sparrows neue Abenteuer“ kein Mensch freiwillig unter Edward Teachs Kommando fahren würde – weshalb sein Erster Maat Angelica unter dem Pseudonym Jack Sparrow neue Mitglieder für die Crew anheuert und in Fällen, in denen das nicht klappt, auch Leute schanghait.



Die Quelle der ewigen Jugend beschäftigt Blackbeard offenbar schon länger, da Angelica wenigstens vier Jahre zuvor Tia Dalma aufgesucht hat und von ihr das Wissen um das Ritual kaufte. Aber erst unmittelbar vor Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten haben Vater und Tochter Teach die meisten erforderlichen Informationen zusammen. Doch noch fehlt die passende Karte – und die hat Jack Sparrow.



Es ist anzunehmen, dass Blackbeards Angriff auf die Black Pearl dem Ziel diente, die von Sao Feng übernommene Karte dort in die Hände zu bekommen. Bei diesem Angriff dürfte er auch erfahren haben, dass Jack Sparrow das Zentrum der Karte hat. Seither ist Blackbeard auf der Suche nach ihm.





Pirates of the Caribbean Fremde Gezeiten



Blackbeard hat nur noch wenig Zeit. Sein Quartiermeister, ein Zombie, der in die Zukunft sehen kann, hat ihm offenbart, dass er in zwei Wochen von einem einbeinigen Mann getötet werden wird, wenn es ihm nicht gelingt, die Quelle der ewigen Jugend zu finden und sich mit deren Wasser zusätzliche Zeit zu sichern. Unklar ist, wen von seiner Crew er bewusst opfern will. Möglicherweise hat er den Schiffsjungen dafür ausersehen, der schließlich die längste noch zu erwartende natürliche Lebenszeit haben dürfte.



Er lässt sich nach Auskunft seiner niederen und noch menschlichen Crewmitglieder so gut wie nie außerhalb seiner Kajüte sehen. Dieser Umstand verführt den von Angelica geschanghaiten Jack dazu, den Schrecken aller Captains zu entfesseln: Eine Meuterei. Blackbeard wird durch den Lärm aufmerksam und tritt aus seiner Kajüte. Ehe die Meuterer bis drei zählen können, hat der Captain der Queen Anne’s Revenge mithilfe seines magischen Schwertes die Leinen gegen die Meuterer mobil gemacht und lässt sie in der Takelage abhängen. Er erkennt schnell, dass Jack Sparrow das Haupt der Verschwörung ist und will ihn töten. Angelica hindert ihn daran mit dem Hinweis, dass Jack noch gebraucht wird. Teach lässt deshalb seinen Zorn am Schiffskoch aus, den er mit Griechischem Feuer verbrennt und zum Zombie macht.



Jack lässt er in seine Kajüte kommen und macht ihn mithilfe einer Sparrows Äußerem nachgestalteten Voodoo-Puppe und der Präsentation des „zombiesierten“ Kochs gefügig, die Quelle der ewigen Jugend für ihn finden zu wollen.



Blackbeard lässt die Whitecap Bay ansteuern, in der die für das Ritual notwendige Meerjungfrau gefangen werden soll. Um die Meereswesen zu ködern, befiehlt er die am ehesten ersetzbaren Besatzungsmitglieder in ein Boot und weist den technisch versierten Matrosen Salaman an, das Feuer im Leuchtturm zu entzünden und die Bucht damit auszuleuchten. Als die Meerjungfrauen in solch einer Masse erscheinen, dass die Crew der Queen Anne’s Revenge gegen sie eigentlich keine Chance hat, sprengt Jack Sparrow den Leuchtturm. Dadurch werden die Meerjungfrauen bis auf Syrena, die eingeklemmt wird, vertrieben. Blackbeard befiehlt, den Verletzten zu helfen, aber als einer der Männer einem der Schiffskameraden helfen will, pfeift Teach ihn zurück und weist ihn barsch an, zuerst nach verletzten Meerjungfrauen zu suchen und denen zu helfen. Nachdem Syrena von seinen Männern gefangen genommen werden kann, lässt er die Queen Anne’s Revenge noch in der gleichen Nacht in eine andere Bucht fahren.



Am folgenden Morgen schifft die Crew sich aus und macht sich auf den Weg, um die Santiago zu finden, das Schiff von Ponce de Leon, auf dem sich die für das Ritual notwendigen Kelche befinden sollen und um die Quelle der ewigen Jugend zu suchen, die davon nicht weit entfernt sein soll. An einer Schlucht zwingt Blackbeard Jack, sich allein auf die Suche nach dem Schiff zu machen; den magischen Kompass nimmt er ihm ab und gibt ihn der zuverlässigen Angelica, die damit die Quelle finden soll. Um Jack zur Rückkehr zu bewegen, droht er, Angelica zu töten, falls er es sich anders überlegen sollte.



Syrena lässt er in ein gläsernes Aquarium sperren und sie darin auch durch den Dschungel transportieren. Als einer der Träger stürzt und das Aquarium dabei zerstört wird, trägt der vom Gefangenen zum Matrosen avancierte Missionar Philip Swift die Meerjungfrau bis zu den Teichen im Dschungel. Blackbeard lässt die Meeresschöne dort halb im Wasser und halb auf dem Trockenen fesseln, um sie zum Weinen zu bringen. Als Philip mutig für sie eintritt und Teach klar wird, dass beide etwas füreinander empfinden, disponiert er um und lässt Philip vom Quartermeister scheinbar töten. Blackbeard und seine Crew verstecken sich im Dschungel undwarten darauf, dass Philip am Morgen aus der Betäubung wieder erwacht. Der Piratencaptain hat richtig spekuliert, dass Meerjungfrauen nicht aus Trauer weinen, aber vor Freude über ein unerwartetes Wiedersehen.



Mit der frischgeweinten Träne setzt Blackbeard mit seiner Crew den Weg zur Quelle fort. Dort trifft er auch Jack wieder, der die Kelche bei den Spaniern erbeuten konnte. Gegen den Kompass und das Versprechen, dass Angelica nichts geschehen wird, bekommt Teach die Kelche von Jack ausgehändigt. Als Blackbeard an der Quelle ist, kommt Barbossa mit den britischen Soldaten hinzu. Der folgende Kampf, in dem sich Blackbeard Barbossa als deutlich überlegen erweist, wird von den Spaniern unterbrochen. Aber nachdem der spanische Capitán die Kelche und die Quelle zu zerstören versucht, entbrennt der Kampf erneut. Blackbeard achtet nicht auf Hector und bekommt von ihm einen tödlichen Stich in den Rücken.



Bei dem Versuch, ihren Vater zu retten, verletzt sich Angelica an Barbossas vergiftetem Schwert. Jack bekommt die verloren geglaubten Kelche von Syrena zurück, kann mit dem letzten Rest des Quellwassers beide Kelche füllen und die Träne der Meerjungfrau hinzugeben. Blackbeard fordert von seiner Tochter, sich für ihn zu opfern. Angelica ist dazu bereit, aber Jack trickst Teach aus und gibt Angelica zunächst den Kelch ohne Träne, den sie ihrem Vater weitergibt – in der Meinung, er enthalte die Träne. Tatsächlich sind die Gefäße aber vertauscht und Blackbeard trinkt das tränenlose Wasser, womit seine restliche Lebenszeit auf Angelica übertragen wird. Das Quellwasser saugt ihn förmlich aus, bis nur noch sein Skelett übrig bleibt.  





Flagge



Zu Zeiten seines ersten Lebens führte Blackbeard eine schwarze Flagge, in der ein weißer Teufel mit gehörntem Totenkopf auf der Mastseite in der (heraldisch) rechten Hand ein Stundenglas hält und in der Linken einen Speer, mit dem er auf ein blutendes Herz zielt. Diese Flagge ist in Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt zu Capitán Villanuevas Flagge geworden. Möglicherweise hat Villanueva die Würde eines Piratenfürsten von ihm geerbt.



Die aktuelle Flagge ist wiederum schwarz – wie nahezu alle Piratenflaggen – zeigt jedoch einen einzelnen hellen Totenkopf mit einem blutgeränderten Spalt an der (heraldisch) rechten Seite. Statt normaler menschlicher Zähne hat der Totenkopf spitze, bluttriefende Zähne, Blut läuft in vier Bächen über das Kinn des Totenkopfes. Rote Flammen umgeben den Totenkopf wie ein Lorbeerkranz. Sie sollen die Beherrschung des Griechischen Feuers symbolisieren.  





Kräfte und Fähigkeiten



Edward Blackbeard Teach wurde zu Zeiten seines ersten Lebens als Mann von wuchtiger Statur und ungeheurer Körperkraft beschrieben. Der wiedererweckte Blackbeard ist äußerlich kein so kraftstrotzender Mann, ist auch keineswegs so stattlich hoch gewachsen, wie der Pirat, der im Kampf gegen Lieutenant Maynard fiel. Dafür beherrscht der wiedererweckte Teach magische Kräfte, die überschäumende Körperkraft entbehrlich machen.





Voodoo-Magie



Die Voodoo-Religion ist als Erbe der schwarzen Sklaven in der Karibik insbesondere im westlichen Bereich von Hispaniola, dem heutigen Haiti, verbreitet. Die in der Karibik praktizierte Variante ist aus westafrikanischen Kulten entstanden, als die französischen Kolonialherren den schwarzen Sklaven die Ausübung ihrer Religion verboten und sie zum Übertritt zum katholischen Glauben zwangen. Die in der karibischen Art des Voodoo häufig sichtbaren Kreuze sind die katholischen Elemente, die diese Religion gegenüber den weißen Herren tarnten. Die Magie umfasst sowohl weiße (also gute) als auch schwarze Magie (die böse Variante). Priesterinnen werden Mambo genannt, die männlichen Priester Babalawo oder Houngan. Die Wiedererweckung von Toten und die Existenz von Zombies sind zentrale Legenden, die dem Voodoo-Kult zugeschrieben werden.  



Edward „Blackbeard“ Teach beherrscht die dunkle Magie des Voodoo-Kultes. Er dürfte also als Babalawo, als männlicher Voodoo-Priester, zu bezeichnen sein. Wie er dazu gekommen ist, ist unklar. Die Tatsache, dass er nach dem Tod im Kampf gegen Lieutenant Robert Maynard und dessen Männer am 22. November 1718 weiterhin unter den Lebenden weilt, legt nahe, dass er auf ähnliche Weise auferweckt wurde wie seinerzeit Hector Barbossa. Ob Tia Dalma hier ebenfalls ihre Finger im Spiel hatte, ist nicht bekannt, aber auszuschließen ist es auch nicht. Wenn sie es war, die ihn ins Leben zurückrief, könnte ein Irrtum der Grund gewesen sein, nämlich, dass Edward „Blackbeard“ Teach ein Piratenfürst war, dessen „Acht-Reales-Silbermünze“ für ihre Befreiung aus dem menschlichen Körper notwendig war und er diese durch seinen plötzlichen Tod im Kampf nicht mehr weitergeben konnte. Wenn Capitán Villanueva tatsächlich Blackbeards Stelle als Piratenfürst eingenommen haben sollte, nützte Tia Dalma/Calypso die Wiedererweckung Blackbeards jedoch nichts.



Da Tia Dalma alias Calypso ihre Voodoo-Kräfte aber in Form der weißen Magie eingesetzt hat, also eher zugunsten Anderer, ist fraglich, ob sie Blackbeard in dieser Kunst unterrichtet hat. Sollte sie es gewesen sein, dürfte sich die Ausbildung als einer ihrer schlimmsten Fehlschläge herausgestellt haben, denn Blackbeard ist der dunklen Seite des Voodoo verfallen. Er missbraucht seine Fähigkeiten, um seine Crew gefügig zu machen; sei es, dass er wie im Fall Jack Sparrow Puppen dafür benutzt, sei es, dass er Leute erst umbringt, um sie dann mithilfe seines Schwertes als Zombies wiederzuerwecken und sie seinem Willen zu unterwerfen.





Der Herr der Taue und der Zombies  



Der Umstand, dass Blackbeard das Schwert Tritons sein eigen nennt, könnte ebenfalls eine Verbindung zu Calypso nahe legen. Dieses besondere Schwert, das einen der Saphire Tritons im Griff hat und in Atlantis geschmiedet worden sein soll, versetzt ihn in die Lage, die Taue von Schiffen zu beherrschen und Tote zum Leben zu erwecken.



Es ist davon auszugehen, dass die Beherrschung von Leinen mittels dieses Schwertes ursprünglich dazu dienen sollte, einen Schiffsführer in die Lage zu versetzen, sein Schiff ohne Crew zu fahren und dennoch Schoten, Brassen und Geitaue bedienen zu können, ohne das Steuerrad zu verlassen – möglicherweise war es also einmal für Calypsos Fährmann bestimmt.



Für Letzteres spricht auch, dass mit dem Schwert Tote erweckt werden können. Normale Schwerter beenden Leben, dieses gibt Leben. Aber auch diese Magie wird von Blackbeard nur zu seinem eigenen Vorteil und zum Nachteil Anderer eingesetzt, denn wenn er Tote erweckt, dann macht er Zombies, die seinen Befehlen widerspruchslos gehorchen. Wer immer es gewagt hat, sich ihm zu widersetzen, fand sich erst in den Flammen des Griechischen Feuers wieder, um dann als willenloser Zombie Blackbeard zu dienen. Die einzigen Menschen, die diesem Schicksal auf Fürsprache von Angelica entgangen sind, sind Jack Sparrow und Philip Swift.  







* Nach der Inhaltsangabe von 19.05.2011 von Daniel Dornhöfer auf stuz.de



** Nach „Das Goldene Zeitalter der Piraterie“, Jenifer G. Marx in „Piraten“, Hrsg. David Cordingly, S. 117
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