Handbuch Fluch der Karibik (mit ersten Infos zu Charakteren aus Salazars Rache)

von Gundolf
GeschichteAllgemein / P12
26.06.2011
30.10.2017
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8
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
Pintel & Ragetti








Geschlecht: Männlich

Beruf: Piraten, Kanoniere

Schiffe: Black Pearl, Hai Peng  

Waffen: Pistolen, Entermesser

Status: Lebend

Familie: Pintel: Schwester, Ragetti (Neffe). Ragetti: Pintel (Onkel)

Auftritte: Fluch der Karibik, Fluch der Karibik 2, Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt

Dargestellt von: Lee Arenberg (Pintel), Mackenzie Crook (Ragetti)

Deutsch synchronisiert von: Jan Spitzer (Pintel), Stefan Krause (Ragetti)



http://en.wikipedia.org/wiki/Pintel_and_Ragetti





Geschichte der Charaktere



Pintel, dargestellt von Lee Arenberg, deutsch synchronisiert von Jan Spitzer, und Ragetti, dargestellt von Mackenzie Crook, deutsch synchronisiert von Stefan Krause, erscheinen in allen drei Filmen der Trilogie. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, komische Abwechslung zu liefern. Ebenso wie Gibbs geben sie aber auch Hintergrundinformation an das Publikum.





Biografie



Frühes Leben



Über ihr Leben vor den Ereignissen von Fluch der Karibik ist nur wenig bekannt. Vor der Veröffentlichung von Fluch der Karibik 2 hat Lee Arenberg angegeben, Ragetti sei Pintels Neffe und Sohn einer Prostituierten, des Namens wegen vermutlich Pintels Schwester, doch ist dieser Umstand in keinem der Filme und aus keiner anderen Quelle bestätigt worden. Mackenzie Crook meinte, seine Figur könne homosexuell sein, aber auch hierfür gibt es keine Bestätigung durch die Filme oder Kommentare.



Denkbar wäre dieser Umstand auch für Pintel, der in einer entfallenen Szene in Fluch der Karibik sagt, er sei „mal mit einem Franzosen gegangen“. Der Sprachgebrauch legt eine tiefere Beziehung als reine Freundschaft nahe. (Denkbar ist auch, dass die Szene wegen eben dieses Satzes geschnitten wurde). Homosexualität unter den realen Piraten war nach den bekannten Quellen relativ häufig. Insofern wäre die Behauptung nicht von der Hand zu weisen.



Nach dem „Piratenhandbuch“ waren beide vor ihrer Zeit als Kanoniere auf der Black Pearl ein Jahr Matrosen bei der Handelsmarine, wurden dann von der Royal Navy geschanghait (die Royal Navy hatte die ausdrückliche Erlaubnis durch den König, sich auf diese Art Leute zu beschaffen) und zum Dienst gezwungen, sind dann aber wegen der schlechten Verpflegung und der demütigenden Behandlung desertiert und Piraten geworden.





Fluch der KaribikDer Fluch der Black Pearl



Die beiden Piraten dienten bis zur Meuterei unter Captain Jack Sparrow auf der Black Pearl, danach unter Captain Hector Barbossa. Sie erscheinen erstmals, als die Piraten Port Royal angreifen und führen die Gruppe an, die das Haus des Gouverneurs stürmt und Elizabeth gefangen nimmt. In der Seeschlacht zwischen der Black Pearl und der HMS Interceptor feuern sie einen Kettenschuss ab, zwei miteinander durch eine Kette verbundene Kanonenkugeln, der den Fockmast der HMS Interceptor zerschmettert und so die Flucht der Brigg unmöglich macht. Später geben sie den übrigen Piraten Gelegenheit, die HMS Dauntless zu entern, indem sie die Crew der Dauntless in Frauenkleidern ablenken. Sie sorgen als Komiker auch für eine Lösung gröberer Szenen und geben ergänzende Informationen (zum Beispiel über „Stiefelriemen Bill“ Turners Schicksal). Nachdem der Fluch gebrochen ist, werden sie gefangen genommen und eingekerkert.



Als running gag fungiert während des gesamten ersten Films die Forderung nach „Parlay“ von Figuren, die vor Pintel und Ragetti kapitulieren. Nach dem Piratenkodex wird ein Gefangener, der sich auf das Parlay-Recht beruft, unbeschadet vor den Captain geführt, um Verhandlungen aufzunehmen. Als die Piraten die Crew der HMS Interceptor gefangen nehmen und die Brigg zerstören, schnarrt Pintel: „Wenn einer von euch auch nur an das Wort Parlay denkt, reiß’ ich ihm die Eingeweide ’raus!“ Ironischerweise beruft sich Pintel selbst versuchsweise auf das Parlay-Recht, nachdem der Fluch gebrochen ist und die überlebenden Piraten von Soldaten der Royal Navy gefangen genommen werden.



Häufiger Gegenstand eines Gags ist auch Ragettis Holzauge, das ihm wegen seiner mangelhaften Passform und Neigung zum Splittern Unbehagen bereitet. Oft wird es aus der Augenhöhle katapultiert und sorgt dafür, dass er es verzweifelt auf allen Vieren sucht. Ragetti möchte sich deshalb von der Beute, die auf der Isla de Muerta liegt, ein Glasauge kaufen, das auch richtig passt (rauben brächte hier nichts, weil dann die Gefahr besteht, dass es wieder nicht passt…). Es ist unbekannt, wann und auf welche Weise er das Auge verloren hat, aber in Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt wird deutlich, dass sein Holzauge eine der neun „Acht-Reales-Silbermünzen“ ist, die die Insignien der Piratenfürsten sind und dazu dienten, die Meeresgöttin Calypso in ihre menschliche Form zu bannen. Es ist allerdings unmöglich, dass Ragetti oder Barbossa, dessen „Acht-Reales-Silbermünze“ das Holzauge ist, selbst bei der Bannung der Göttin anwesend waren, da diese lange vor deren Lebzeiten stattgefunden hat. Es ist eher anzunehmen, dass der Piratenfürst, dessen Nachfolger Barbossa ist, dieses Holzauge wählte und damit die „Erblinie“ eröffnete. Es ist denkbar, dass Ragetti das Holzauge von Barbossa bekam, als er sein Auge einbüßte.



Witzige Situationen ergeben sich auch, wenn die beiden sich zueinander gezogen fühlen. Wann immer das geschieht, werden sie wütend oder schämen sich. Regisseur Gore Verbinski beschreibt beide deshalb als „zankendes alte Ehepaar“.





Fluch der Karibik 2 (Die Truhe des Todes)



In der Fortsetzung sind beide aus dem Gefängnis von Port Royal entkommen und rudern mit dem Hund, der die Zellenschlüssel im Maul hat, in einem Boot nach Pelegosto. Ragetti ist recht religiös geworden und sagt Pintel auf die Frage, seit wann ihn sein Seelenheil kümmere: „Seit wir angefangen haben, nicht mehr unsterblich zu sein. Wir müssen für unsere unsterblichen Seelen vorsorgen“. Als sie die bei Pelegosto auf den Strand gesetzte Black Pearl finden, überzeugt Pintel Ragetti, dass es Bergung sei, wenn sie das Schiff nehmen – und bergen sei wie retten. Obwohl sie sein Schiff klauen wollen, erlaubt Jack Sparrow ihnen großherzig, wenn nicht eher unabsichtlich, seine Crew zu bereichern. Auch wenn sie mehr oder minder zuverlässige Mitglieder seiner Crew werden, betrachtet Jack sie neben Norrington als die entbehrlichsten Crewmitglieder, wie die Autoren im Kommentar zur DVD sagen und wie sich aus den Worten Sparrows nach dem Treffen in Davy Jones’ Locker sowie dem Dialog zwischen Sparrow und Beckett in Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt direkt ergibt.



Später, als Jack nach dem Herzen von Davy Jones sucht und zwischen ihm selbst, James Norrington und Will Turner ein Kampf um das Herz ausbricht, bietet sich Pintel und Ragetti wieder einmal die Gelegenheit, etwas Wertvolles zu stehlen. Wie schon bei der „Bergung“ des Schiffes suchen beide auch hier wieder eine Rechtfertigung ihrer Handlungsweise. Pintel sagt: „Die Kiste muss mehr wert sein als ein paar Heller.“ Ragetti: „Ja, eine furchtbare Versuchung.“ Pintel: „Wenn wir auch nur einen Funken Anstand hätten, würden wir diese Versuchung von ihnen nehmen“.



Kaum ausgesprochen, hüpfen sie auf Zehenspitzen davon, die Truhe des Toten Mannes zwischen sich. Sie kommen allerdings nicht weit, da Elizabeth schnell die Verfolgung aufnimmt und sie einholt. Pintel begrüßt sie auf die gleiche Weise wie bei der ersten Begegnung im Haus des Gouverneurs: „Hallo Püppchen!“ Bevor sie ihr etwas antun können (Elizabeth ist unbewaffnet, weil Will sich ihr Entermesser gegriffen hat) taucht im Wortsinne Jones’ Crew auf und greift sie an, um die Truhe zu bekommen. Als die Crew der Flying Dutchman sie überrennt, teilen sie sich die zwei Schwerter, die sie haben, zu dritt. Immer, wenn einer in Bedrängnis ist, ruft er/sie „Degen!“ und bekommt auch prompt einen. Ungeachtet der Gefahr für alle drei überlassen Pintel und Ragetti ihre beiden Schwerter Elizabeth, die ihnen damit Jones’ Crew vom Hals hält. Sie hauen mit der Truhe ab, verlieren sie aber an einer Palme, als einer rechts und der andere links daran vorbei will und die Truhe an den Stamm kracht. Als sie von Jones’ Leuten umzingelt werden, wehren sie sich mit allem, womit zu schlagen ist.



Sie sind zwar Piraten, aber keineswegs ohne Loyalität oder Menschlichkeit. Als Elizabeth in einen Fangarm des Kraken gerät, rettet Ragetti sie, indem er den Tentakel mit einer Axt abschlägt. Sowohl Pintel als auch Ragetti vergießen ehrliche und echte Tränen des Respekts und der Trauer über das Jacks Tod und sind sofort dabei, als Tia Dalma fragt, ob sie bereit wären, Jack zurückzuholen. Es klingt ironisch, nachdem sie zusammen mit Barbossa gegen Jack gemeutert haben und ihn auf einer einsamen Insel ausgesetzt haben – aber sie erweisen sich hier als reuige Sünder…



Das komische Duo kann unerwartet in gelehrte und intelligente Diskussionen verfallen. In diesen Diskussionen zeigt Ragetti oftmals, dass er gebildeter ist, als es den Anschein hat. Als Tia Dalma sagt, dass etwas Davy Jones so sehr geärgert hat, dass er sich sein Herz herausriss, spekuliert Ragetti, dass es „die Dichotomie von Gut und Böse“ sein könnte, was ihm erstaunte Blicke von Gibbs und Pintel einbringt.



Pintel und Ragetti geraten auch in eine längere Diskussion, ob es denn nun Krake oder Kraken heißt. Pintel plädiert für Krake, während Ragetti sich auf das „original Skandinavische“ stützt und Kraken aus Kråken ableitet. Pintel verweist darauf, dass sie schließlich keine original Skandinavier seien, worauf Ragetti antwortet: „Das is’ ’n mythologisches Ungeheuer! Das kann ich nennen, wie ich will!“



Ragetti beweist auch, dass er verstanden hat, weshalb Jack Sparrow, Will Turner und James Norrington das Herz von Davy Jones für sich haben wollen, obwohl er keinen direkten Anhaltspunkt aus dem Gespräch der drei hat, weil er nicht dabei war. Dass er dabei auf „Stiefelriemen Bill“ Turner als „zweimal verfluchten Piratenvater“ verweist, ist ebenfalls kein Zufall. Bill war das erste Mal verflucht, als er das Gold aus der Aztekentruhe nahm und das zweite Mal, als er sich Davy Jones auslieferte.  





Pirates of the CaribbeanAm Ende der Welt



Bevor der dritte Film veröffentlicht wurde, haben beide Schauspieler verkündet, dass ihre Charaktere gewichtigere Rollen in der Handlung spielen würden. Mackenzie Crook sagte dem australischen „Empire Magazin“: „Sie werden entdecken, dass Lee [Arenberg] und ich im dritten Film zu mehr da sind, denn als Komikerduo. Es zeigt sich, dass wir im Großen und Ganzen einen Zweck erfüllen.“  



Wie dann sowohl im Trailer als auch im Film zu sehen war, werfen beide Schwerter durch die Fußbodendielen zu Elizabeth und Hector hinauf, damit die sich gegen Sao Feng und dessen Gefolgsleute verteidigen können. Sie halten kurz inne, um Elizabeth durch die Bodendielen zu betrachten, die vor dem Betreten des Badehauses gezwungen wurde, ihre Hose auszuziehen.



Als Will Barbossa bittet, ihm den seltsamen Satz Über den Rand und wieder zurück – ein grüner Schein zu übersetzen, spricht Barbossa Gibbs auf die Erklärung an, der sie auch in seiner üblichen, unheilsschwangeren Art erzählt, aber Pintel fällt ihm ins Wort und liefert Will die Erklärung, dass beim grünen Schein eine Seele aus dem Reich der Toten zurückkehrt.



Eine erneut tiefgründige Diskussion zwischen Pintel und Ragetti gehört zu den weggefallenen Szenen. Sie würde unmittelbar an die Szene mit der Erklärung für den grünen Schein bei Sonnenuntergang anschließen. Ragetti ist sofort klar, dass es sich bei dem Spruch um ein Rätsel handelt. Er sagt, dass er Rätsel liebt. Pintel sieht das anders. Seiner Ansicht nach geht bei solchen Rätseln immer ein armer Teufel drauf – und er fürchtet, sie beide könnten das in diesem Fall sein; aber Ragetti bleibt stur dabei, dass er Rätsel liebt.



Beide Szenen verweisen letztlich auf Will, der sterben wird und mit dem grünen Schein aus der jenseitigen Welt zurückkehren wird. Gore Verbinski sagt dazu im Kommentar zu der entfallenen Szene: „In den drei Filmen benutzen wir Pintel und Ragetti oft als griechischen Chor. Sie agieren außerhalb der Handlung, um sie zu rahmen oder zu erörtern. Sie sollen unter dem Vorwand der Komik für Klarheit sorgen, indem sie über ihre Verwirrung sprechen, was den möglichen Weg der Figuren betrifft. Dies sollte die Karte erklären und auf Späteres vorbereiten, indem die Lösung eines Rätsels erwähnt wird. Aber in diesem Fall passte dieser Zusatz nicht mehr in den Film, da die Szene ansonsten komplett war. Es hätte einen kumulativen Effekt auf das Tempo des Films gehabt, durch den wichtigere Dinge, die noch ausstehen, weniger effektiv werden. Es ist eine tolle Darstellung von Lee und Mackenzie, die im 3. Film voll in ihrem Element sind. Und allein aus diesem Grund war es schon hart, das zu schneiden.“



Später, als Sparrow und Barbossa sich streiten, wer der Captain der Black Pearl ist, brüllt Pintel beide an, die Klappe zu halten, was beide kurz verblüfft schweigen lässt. Im nächsten Moment bittet Pintel schüchtern um Vergebung, er habe seinen Hut mal in den Ring werfen wollen, weil die Kapitänsfrage doch ungelöst sei. Sparrow und Barbossa gehen wortlos weg, während Ragetti seinen alten Freund tröstet, indem er ihm sagt: „Ich würd’ dich wählen.“



Ragettis Auge wird benötigt, um Calypso zu befreien, aber als Barbossa es nicht schafft, den Bann über sie zu brechen, hilft Ragetti aus, gibt den Zauberspruch richtig wieder, „mit Liebe“ eben, und löst damit den Bann über sie.



Hier und auch wieder bezüglich des Kraken beweist Ragetti, dass er durchaus gebildeter ist, als es den Anschein hat. Als Pintel den toten Kraken einen „dummen Fisch“ nennt, korrigiert Ragetti ihn und sagt: „Das ist, genau genommen, ein Kopffüßer!“



Beide dienen nun wieder unter Barbossas Kommando, der die Black Pearl erneut gekapert hat. Pintel: „Wir fühl’n uns nich’ so richtig gut, nachdem wir Captain Jack zurückgelassen haben. Wir würden uns bestimmt besser fühlen, wenn Ihr uns die Karten zeigen würdet…“ Das spiegelt den Vorlauf zur Meuterei gegen Jack Sparrow wider, als Barbossa von ihm die Position der Isla de Muerta haben wollte und könnte darauf hinweisen, dass Pintel immer noch Captain sein möchte und möglicherweise selbst eine Meuterei plant. Als Barbossa die Karte aufrollt, ist nur ein großes Loch in der Mitte, wo Jack Sparrow den maßgeblichen Teil herausgeschnitten hat. Ragetti ist in dieser Szene dabei zu sehen, wie er sich ein neues Auge schnitzt.



In Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten treten sie nicht auf. Vermutlich sind sie aber im geschrumpften Zustand an Bord des „Buddelschiffs“ Black Pearl.  





Charakteristika



Verhalten



Pintel und Ragetti erscheinen und handeln praktisch immer gemeinsam, weshalb ihre Rollen in den Filmen oft mit Mr. Wint und Mr. Kidd aus dem James-Bond-Film Diamantenfieber verglichen werden. Diverse Szenen, die beide zeigen, sind zu wiederkehrenden Motiven/Witzen geworden:



- Im ersten Film, während einer Szene, in der beide an Kanone bemannen, wird Ragettis Auge von einer Gabel getroffen (die zusammen mit anderen Besteckteilen von der Crew der HMS Interceptor als Ersatz für Kanonenkugeln benutzt wurde). Pintel und Ragetti gucken verstört auf die Gabel und wenden sich dann langsam der Geschützpforte zu und sehen auf die Interceptor hinaus. Die Szene wird im zweiten Teil wiederholt (auch mit dem gleichen Kamerawinkel), als Pintel und Ragetti auf einen Tentakel des Kraken schauen, der gegen die Bordwand gepresst wird.



- Die Szene, in der Ragetti verzweifelt nach seinem Auge sucht, gibt es im ersten Film während des Kampfes gegen Norringtons Männer und im zweiten Film, als Pinte und Ragetti die Black Pearl klauen wollen. In beiden Fällen ist die Szene im gleichen Kamerawinkel aufgenommen.



- Die Szene, in der beide erstmals Elizabeth begegnen und Pintel „Hallo, Püppchen“, sagt, wird im zweiten Teil wiederholt, als Pintel und Ragetti mit der Truhe türmen wollen und Elizabeth gegenüberstehen. Gegen Ende des dritten Teils verabschiedet sich Pintel mit „Wiedersehen, Püppchen“, als Elizabeth das Schiff verlässt.



Sie sind die Gegenstücke zu den Marineinfanteristen Murtogg und Mullroy. Es ist wirklich witzig, wenn die beiden Komikerpaare am Ende des dritten Teils vereint sind, als Murtogg und Mullroy als Piraten verkleidet (oder eher zu Piraten geworden…) mit den anderen Piraten den Sieg feiern, nachdem es den beiden Marines nicht gelungen ist, das Herz zu schützen und sie ihre Posten fluchtartig verlassen haben. Mit Murtogg und Mullroy haben sie in Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt auch die Seiten gewechselt, da sie nun auf der Seite der „Guten“ stehen, während die beiden Marines – wenn auch unbeabsichtigt – auf die „böse“ Seite gewechselt sind.



Ab dem zweiten Film ist Ragetti sehr religiös geworden. Er sagt zu Pintel, als der fragt, seit wann ihn das (die Religion) kümmere: „Seit wir angefangen haben, nicht mehr unsterblich zu sein. Wir müssen für unsere unsterblichen Seelen vorsorgen.“ Seine neuen Lebensansichten zeigen sich auch in der Szene in Tia Dalmas Sumpfhütte, wo sie darüber diskutieren, was allen Männern Ärger bereitet und Ragetti sagt: „Die Dichotomie von Gut und Böse.“ Diese religiöse/philosophische/intellektuelle Seite zeigt sich nochmals im dritten Teil, als die Crew frostbedeckt an Deck der Hai Peng sitzt und er ruhig und nachdenklich sagt: „Es gibt bestimmt für uns lohnen, dass wir so leiden müssen.“ Das kann auch als sarkastische Antwort an Barbossa durchgehen.



Ragettis neue Frömmigkeit sorgt auch dafür, dass sie in Fluch der Karibik 2 stets nach einer Rechtfertigung für ihr Handeln suchen, sei es, als sie die auf dem Strand von Pelegosto liegende Black Pearl kapern wollen und sie dann von bergen und befreien reden, oder als sie mit der Truhe des Toten Mannes stiften gehen und sich vor sich selbst damit herausreden, doch nur die anderen vor dieser fürchterlichen Versuchung zu bewahren, weil die Kiste doch „mehr wert sei als ein paar Heller…“ Zu dieser Rechtfertigungssucht gehört auch die Nachfrage bei Barbossa am Ende von Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt.





Äußeres



Wie die meisten Piraten tragen Pintel und Ragetti alte, fadenscheinige Kleidung. Nach dem „Piratenhandbuch“ trägt Ragetti einen grünen Rock, den er von einem französischen Adligen gestohlen hat und eine Hose, die er mit Teer wasserdicht gemacht. Pintels Hose ist mit „Kammerlauge“ (Urin) gewaschen, um Blutflecken herauszubekommen. Im „Piratenhandbuch“ wird ebenfalls erwähnt, dass Pintel Stunden vor dem Spiegel verbringt, um sein berühmtes finsteres Gesicht einzuüben.





Fähigkeiten



Pintel und Ragetti sind erfahrene Kämpfer; so erfahren, dass sie im ersten Film zahlreiche Soldaten der Royal Navy auf der HMS Dauntless töten können (was allerdings kein fairer Kampf ist, da sie wegen des Aztekenfluchs unsterblich sind). In der Fortsetzung bekämpfen sie die Crew der Flying Dutchman, auch wenn sie schließlich Elizabeth mit beiden Entermesser allein lassen und es ihr überlassen, ihnen die Monster vom Hals zu halten.



Normalerweise kämpfen sie mit Entermessern, aber in einer Szene in Fluch der Karibik 2, nachdem sie Elizabeth ihre Schwerter überlassen haben, setzen sie den Kampf sehr effizient fort und benutzen dabei nur die Truhe, einen Riemen und ein Netz. Sie benutzen zudem Steinschlosspistolen. Hierzu ist anzumerken, dass Pintel eine doppelläufige Pistole benutzt, wie unschwer zu erkennen ist, als er sie auf Jack Sparrow richtet. In Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt nutzt Ragetti den Kolben seiner Pistole auch als Knüppel.



Sie sind erfahrene Kanoniere, auf deren Treffsicherheit sich Barbossa schon im ersten Teil verlässt, als sie den Fockmast der HMS Interceptor zerschießen und auf die er auch im dritten Teil zurückgreift, als sich in der Schlacht am Mahlstrom die Großmasten der Black Pearl und der Flying Dutchman verhaken und Barbossa ihnen befiehlt, die Masten mit einem Kettenschuss zu trennen.
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